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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Schreibwerkstatt » 6 Fragen über den Lektor
Hier klicken, um Mitglied zu werden  Hier klicken, um Mitglied zu werden 2. Kleine Schreibübung • Die seltsame Entstehung von (meinen) erotischen Geschichten

6 Fragen über den Lektor

BeitragVerfasst am: 26.11.2007, 11:21
ChrisK
 
Anmeldedatum16.04.2007
Beiträge197
WohnortBerlin


Im
jetzt-Magazin der Süddeutschen beantwortet der Programmleiter des C.H. Beck Verlages ein paar grundsätzliche Fragen zum Lektorat an sich. Sehr lesenswert.
Gruß
Chris


Zuletzt bearbeitet von ChrisK am 27.11.2007, 12:47, insgesamt 2-mal bearbeitet

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 26.11.2007, 13:09
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
Beiträge3123
WohnortA 8786 Rottenmann


Guten Tag Chris!

Ein dankenswerter Hinweis.
Und ein "Idealbild" eines Lektors,
dem aber nicht jeder gerecht
wird. Das ist aber wohl in jeder
Berufssparte so... Laughing

Gruß Hans

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 01:50
Judith
 
Anmeldedatum05.08.2007
Beiträge1963
WohnortSchwobaländle


Danke für den Link, Chris.

Das was er über unverlangt eingesandte Manuskripte sagt, ist wieder mal nicht sehr erbaulich. Sad

Grüßle,
Judith

_________________
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Re: 6 Fragen über den Lektor

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 09:20
ChrisK
 
Anmeldedatum16.04.2007
Beiträge197
WohnortBerlin


Upps, wollte meinen Beitrag editieren, hab wohl aufs falsche Dingens geklickt, bei Gelegenheit bitte diesen sinnfreien Eintraf löschen, danke!


Zuletzt bearbeitet von ChrisK am 27.11.2007, 12:47, insgesamt einmal bearbeitet

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 11:07
Zoba
 
Anmeldedatum23.11.2007
Beiträge988
WohnortSüden


Hi,

es kann auch am deutschen System liegen. Die Briten und Amis haben wenigstens die "Slush-Pile" für solche Manuskripte, die von den Lektoratssekretärinnen statt den Lektoren (an)gelesen werden.

Bei Drehbüchern, die ja in den USA in vielfacher Menge auf einen weitaus kleineren Kreis an potentiellen Kunden losgelassen werden, habe ich ebenfalls Slush Pile Leser unter den Firmen ausgemacht und bin so zumindest zu einem Optionsvertrag gekommen, aus dem dann zwar auch nichts wurde, aber immerhin.

Zudem gibt es ein lebhaftes und vielfach renommiertes Netz an Wettbewerben, deren Lektoren durchaus "auf der Suche" sind, will heißen es kommen nicht nur die eventuellen Preisträger zur Chance bemerkt zu werden.

Ich habe den Eindruck, daß in Deutschland die Barriere(n) dichter geschlossen ist. Egal um was es sich im Bereich Kunst handelt. Betrachtet man welche Künstler bei uns am Ende weltweite Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dann fällt auf, daß sehr viele davon den Umweg übers Ausland gegangen sind. Die neue Leipziger Schule mußte z.B. erst in New York hochgelobt und teuer verkauft werden, bevor sie hierzulande irgendwem wirklich ins Auge stach oder auch nur der Hauch einer Chance für diese Leute bestand, ernst genommen zu werden.

Bis heute ist es so, daß z.B. sehr viele Drehbuchautoren für größere Arbeiten "importiert" werden, so mancher Amerikaner schreibt für deutsche Produktionen, die sich die Arbeiten deutscher Drehbuchautoren nicht einmal ansehen.

Was das Schreiben und Autoren betrifft, so empfinde ich das ganze Feld als noch extremer. Mir fallen momentan eigentlich ausser den schon lange arrivierten Autoren ganz wenige ein, die aus Deutschland heraus zu Weltruhm oder zumindest regelmäßig auf die internationalen Bestsellerlisten gekommen sind. Das passiert mit Autoren aus dem europäischen Ausland definitiv häufiger. Da mache ich neben der mangelnden Durchlässigkeit des Systems auch das Zweigeteilte der deutschen Literatur verantwortlich, das für noch geringere Durchlässigkeit sorgt.

Ich will nicht sagen, daß es im Ausland einfacher ist, aber es scheint definitiv mehr Wille vorhanden sein, die Perlen unter den Säuen nach oben schwimmen zu lassen.

_________________
Gruß,

Zoba

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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 12:49
ChrisK
 
Anmeldedatum16.04.2007
Beiträge197
WohnortBerlin


Zoba hat Folgendes geschrieben:

Bis heute ist es so, daß z.B. sehr viele Drehbuchautoren für größere Arbeiten "importiert" werden, so mancher Amerikaner schreibt für deutsche Produktionen, die sich die Arbeiten deutscher Drehbuchautoren nicht einmal ansehen.

Das ist mir neu. Hast du Beispiele?
Gruß
Chris

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 13:12
Zoba
 
Anmeldedatum23.11.2007
Beiträge988
WohnortSüden


Hi Chris,

ich habe einigen befreundeten Amis und einem Kanadier in der Vergangenheit bei solchen Aufträgen unter die Arme gegriffen, wenn sie Probleme mit dem Deutschen bzw. der deutschen Realität hatten.

Großartig Namen nennen darf ich hier öffentlich nicht, aber es waren z.B. eigenproduzierte Actionserien (90-Minüter) von RTL und SAT1 darunter, ebenso wie ein paar abendfüllende 2- und 3-Teiler.

Tatsache ist dabei, daß das Storykonzept jeweils vom Sender erstellt wurde und dann US-Autoren direkt eingekauft wurden, diese Konzepte umzusetzen, Autoren die ähnliche Serien bereits für den US-Markt geschrieben haben. Ich hab damals auch anfangs gedacht, das sei ersponnen, bis ich Unterlagen sah und auch das eine oder andere kleinere Beraterhonorar über 3 Ecken erhielt.

Was Drehbücher betrifft ist Deutschland "zu", richtig zu. Es ist hier unglaublich schwer, ein Drehbuch überhaupt irgendwohin zu bekommen, wo es gelesen würde (nicht wird - wohlgemerkt). Wenn überhaupt, dann haben Filmhochschulabsolventen eine kleine Chance, in der Regel jedoch gehts auch bei denen nur über bereits in der Hochschule gepflegte Verbindungen.

Parallel wird aber lauthals geklagt, daß man - bis auf wenige Ausnahmen - keine guten deutschen Drehbuchautoren habe. Vergleichbare Strukturen wie in den USA gibts bei uns jedoch nicht und es finden keine Bemühungen statt, dies zu ändern.

_________________
Gruß,

Zoba

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6 Fragen über den Lektor
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