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Verfasst am: 17.01.2008, 15:20 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 563 | | Wohnort | Bremervörde |
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Ich mache es mir mal ganz einfach:
Der Autor selbst - und nur der - entscheidet, welche, wieviele, und ob überhaupt Adjektive verwendet werden sollen. Das ist sein Recht, und er/sie sollte von seinem Recht gebrauch machen. Eine Regel dafür gibt es nicht. Wenn irgendein bereits verwester Schriftsteller mal gesagt hat: "Oh Gott, tut das nicht!", dann ist es für mich ein Grund, es zumindest mal zu versuchen .
Oder anders gesagt: HALLO? Wir sind doch freidenkende Menschen! Gerade wir Autoren . Müssen wir uns nach Regeln richten? Reichen nicht schon die Rechtschreibregeln?
Erklärt doch mal Dali, dass er keine zerlaufende Uhren malen soll, weil das nicht der Regel entspricht ... da können sich die Zeiger ja gar nicht mehr bewegen ...
Gruß
Hakket |
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_________________ In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord.de |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 17.01.2008, 15:57 |
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| Adriana (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 08.04.2007 | | Beiträge | 454 | | Wohnort | Brandenburg/Havel |
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| Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
HALLO? Wir sind doch freidenkende Menschen! Gerade wir Autoren . Müssen wir uns nach Regeln richten? |
Nö .
Aber wenn uns ein Leser erzählt, dass ihm wegen unserer Geschichten das Mittagessen auf der Herdplatte angebrannt ist, hören wir das alle gern .
Ich versuche mich bei meinen eigenen Texten immer daneben zu stellen, frage mich: "Würde ich das auch freiwillig lesen (und GERNE lesen), wenn es nicht von mir wäre?" Falls nicht: Warum nicht? Manchmal liegt's eben auch an zu vielen Adjektiven. Oder zu wenigen. Oder den falschen.
Aber eine starre Regel würde ich daraus nicht machen. Ich kann nur beurteilen, was mir selber (als Leserin) gefällt.
Ein Schreibtipp, den ich sehr sinnig finde, lautet: "Handwerkliche Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Aber besser, man beherrscht die Regeln, bevor man sie bricht. Dann weiß man wenigstens, was man tut."
Übriges gilt das sogar für Rechtschreibregeln. Marquez hat einen ganzen Roman im wahrsten Sinne ohne Punkt und Komma geschrieben. Jeder Deutschlehrer würde im Quadrat springen, aber ich find ihn geil.
Von Dalí kenne ich Frühwerke, die noch richtig naturalistisch waren. Klar, er hat irgendwann mal (wahrscheinlich auf der Uni) ganz stinknormal Zeichnen gelernt . Und das sieht man seinen Bildern auch an!
Egal, wo und wie die Uhr gerade runter flutscht. Oder tropft. Oder rinnt. .
| Zitat: |
Einen Tag, mal ohne Adjektiv, wünscht euch allen
Amalia |
Der war gut!
LG, Adriana. |
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Verfasst am: 17.01.2008, 22:11 |
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| CeKaDo |
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| Anmeldedatum | 15.11.2007 | | Beiträge | 346 | | Wohnort | Schwelm |
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Mir ging dieser Thread heute nicht aus dem Kopf. Die Folge war im Blog eine kurze Schilderung eines im grunde völlig normalen Ereignisses. Allerdings mit beschreibenden Worten überzogen.
Es macht Spaß, von Regeln abzuweichen, wo es nicht schmerzt.
Das Ergebnis dieses Threads also jetzt:
Schnäppchenjäger wider Erwarten
Vorhin dachte ich mir "Geh mal gleich noch ins Tier- und Futtergeschäft und kauf mal ein bißchen Futter für die Nassen." Also zum vierten Male heute Schuhe und Jacke angeplündert, Geld eingesteckt und zum Futternapf getapert. Dort sehe ich zu meinem Entzücken das Lieblingsfutter der Akteure vom Katzenkino für 3,99 Euro statt 5,99 Euro. Ein dicker und breiter Aufkleber hängt am Regal, der mir 2 Euronen Preisersparnis verspricht. Also greife ich gleich zweimal zu, dann habe ich bis zum Sommer ausgesorgt. Beziehungsweise die Schwimmviecher. Obwohl, die können sich ja das Futter nicht selbst aus dem Schrank holen. Also ich.
An der Kasse wird gescannt und dort erscheint, man ahnt es schon, 5,99. Ich protestiere freundlich und die Kassendame mit Schmalstbrille im Glasbausteindesign greift zum Telefonhörer, um eine Etage tiefer das Klingeln des Telefons auszulösen. Wenige Worte blafft sie in den Hörer und ich bemerke, wie der leinenhängende Hund hinter mir wedelnd seinem Frauchen (ebenfalls hinter mir in der Kassenschlange) zu verstehen gibt, daß er verstanden hätte.
Freundlich storniert die Dame mit spitzen Fingern meinen Einkauf und gewährt mir mit den Worten "Sie können ja nichts dafür, daß die da unten die Werbung der letzten Woche nicht entfernt haben." den unten versprochenen Rabatt von 2 Euro pro Dose.
Och!
Ich freue mich, bedanke mich artig und hüpfe fröhlich wie ein kleiner Junge nach Hause. Endlich bin ich auch mal ein Schnäppchenjäger. Wenn auch wider Erwarten. Ich hätte allerdings auch mal nach Sonderangeboten für die felligen Mitbewohner schauen können. Naja, vielleicht am Tag nach Ablauf der nächsten Sonderangebote ....
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Mich gruselt es stilistisch noch immer so schön.  |
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