 | Ärger mit der Kultur |  |
Verfasst am: 12.04.2008, 11:13 |
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| hwg (Moderator) |
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Es gibt kaum eine Gemeinde, die – wenigstens einmal im Jahr – keine „Kulturtage“ veranstaltet. Schließlich kann man mit Kultur das Image aufbessern und auch Geld verdienen. Deswegen sind gestresste Lokalpolitiker und auch dem Kunstsinn eher abholde Wirts- und Geschäftsleute auf den „Eventzug“ aufgesprungen und organisieren eifrig Konzerte, Ausstellungen, Theaterabende und dergleichen.
Nun war auch in einem netten Dorf, das sich bisher diesbezüglich noch keinerlei Anstrengungen unterworfen hatte, der Ruf nach einer „Kulturwoche“ laut geworden und deshalb im Gemeinderat ein entsprechender Beschluss gefasst worden.
Mit der Erstellung des Programms sollte sich der zuständige Ausschuss herumschlagen. „Wer heutzutage etwas auf sich hält, hält Kulturtage ab“, meinten zudem Lehrer und Pfarrherr und dokumentierten damit, dass man sich in dieser Angelegenheit einig sei – ausnahmsweise. Gesagt, getan aber noch lange nicht.
Denn die erste Ausschuss-Sitzung brachte bei der unvermeidlichen Grundsatzdiskussion Meinungsverschiedenheiten zu Tage. Doch auch unumstritten größere Geister haben sich schon über den Kulturbegriff gezankt.
Schließlich meinte ein langjähriges Mitglied des Gemeinderates, man müsse etwas machen, das die heimattreue Bevölkerung interessiert. Der Lehrer befand, es müsse Qualität über Quantität gestellt werden. Er fand kaum Zustimmung. Seinen Vorschlägen stand man auch sonst skeptisch gegenüber – vielleicht nur deswegen, weil sie von ihm kamen.
Es ist schon ein besonderes Schicksal, wenn einer beinah ein ganzes Leben lang sozusagen aus beruflichen Gründen gescheiter sein muss als die anderen.
In den folgenden Sitzungen einigte man sich in Abwesenheit des Schulmannes über den Programmablauf: Wettbewerbe des Schützenvereins, Auftritte des Musikvereins, Preisschnapsen des Seniorenbundes und Einweihung des Kindergartens – hintereinander durchgeführt an sieben Tagen im kommenden Herbst. Offen bleibe noch, ob der Sportverein einen Wandertag durchführt.
Angeblich hat der Lehrer um Versetzung in eine Nachbargemeinde angesucht. |
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Verfasst am: 12.04.2008, 11:22 |
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| skipteuse |
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Klasse; find ich wieder sehr schön trocken ...
(Ein schönes Wochenende allen "Kulturschaffenden", Barbara) |
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Verfasst am: 12.04.2008, 11:46 |
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| hwg (Moderator) |
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Besten Dank! Auch Dir ein angenehmes Wochenende!
Gruß Hans |
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Verfasst am: 12.04.2008, 11:55 |
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| Birgit Fabich |
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schön gesagt,
Kultur ist nun mal ein weeeeeeeeeeeeeeeiiiiites Feld  |
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Verfasst am: 12.04.2008, 12:04 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 2585 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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...welches glücklicher Weise viele von uns beackern,
jeder auf seine Art. |
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Verfasst am: 12.04.2008, 12:06 |
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| Birgit Fabich |
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| Anmeldedatum | 23.10.2007 | | Beiträge | 733 | | Wohnort | Füchtorf |
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und wenn es das Suchen nach verlorenen Dateien ist...
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Verfasst am: 12.04.2008, 12:09 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 2585 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Ja, der Kampf mit der Technik wird bei mir nie ein Ende finden...
Besonders mit den Bildern habe ich so meine Probleme trotz aller wohlmeinenden Ratschläge. Deshalb beschränke ich mich aufs Schreiben. |
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Verfasst am: 12.04.2008, 12:27 |
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| Judith |
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| Zitat: | | Es ist schon ein besonderes Schicksal, wenn einer beinah ein ganzes Leben lang sozusagen aus beruflichen Gründen gescheiter sein muss als die anderen. |
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Verfasst am: 13.04.2008, 17:04 |
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| Fabula |
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Deinem Lehrer zum Trost:
"Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr schauen ofenbarten,
hat man von jeh gekreuzigt und verbannt."
Goethe
Leider nicht von mir.
Gruß
Fabula |
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_________________ Von allen Geistern die verneinen,
ist mir der Schalk am wenigsten zur Last
(Goethe, Faust I)
www.leichte-feder.de |
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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Textvorstellung: Prosa
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