 | Andere Umstände |  |
Verfasst am: 18.07.2008, 20:59 |
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| pla.nk.ton |
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| Anmeldedatum | 10.05.2008 | | Beiträge | 21 | | Wohnort | bruchsal |
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Ich ließ diesen fragwürdigen Eingriff vornehmen, als er noch in den Kinderschuhen steckte. Die tatsächlichen Konsequenzen waren bisher noch nicht erforscht. Verheißungsvoll wurde sie angepriesen, die neue Methode.
Ich war eine der ersten waghalsigen Frauen, die sich bzw. ihr Kind der Wissenschaft quasi als Versuchskaninchen feilbot.
Zwar wurde dies mit einem "Honorar", bzw. einer "Aufwandsentschädigung" von 20.000 Globar vergütet, doch das Geld war nicht der Beweggrund meines Handelns.
Auch war ich bestrebt, jegliche Informationen, eventuelle Gefahren während des Eingriffs, mögliche Konsequenzen nach dem Eingriff, die Vorgehensweise, psychologische Betreuung davor und danach...usw., zu studieren.
Jeder Artikel über diesen neuartigen, revolutionären Eingriff, und war er noch so beiläufig, wurde von mir verschlungen. Ich durchkämmte Buchhandlungen, einschlägige Wissenschaftsmagazine und jede Seite im Internet, die mir etwas über diese neue Errungenschaft verriet.
Schlußendlich handelte ich im Sinne meines Kindes. Ich wollte es schützen und bewahren, so gut es mir als alleinerziehende Mutter eben nur möglich war. Und außerdem liebe ich mein Kind. Ich liebe es über alle Maßen. Dies ist eine Art von Liebe, von der ich nichts ahnte, die ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht auszumalen vermochte. Ich wußte, bevor ich Mutter war, nicht, daß es eine solche Form der Liebe überhaupt gibt. Eine Liebe so rein und unbefleckt, grenzenlos, bedingungslos und ohne Vorbehalte. Dieses Gefühl der Liebe und Zuneigung überstieg schlicht meinen kausalen Vorstellungshorizont. Man muß diese Erfahrung selber machen, Mutter werden, um zu wissen, wie tief und nahezu beängstigend die Empfindungen für den eigenen Nachwuchs sind. Ich wollte meinem Kind den größtmöglichen Schutz zukommen lassen, der überhaupt realisierbar ist.
Erfahrungsberichte von Eltern, die ihre Kinder verloren haben, rühren mich jedes mal zu Tränen. Am meisten bewegen mich solche furchtbaren Begebenheiten, bei welchen Kinder einfach spurlos verschwinden. Wenn nach einem Tag des Verschwindens immer noch keine Lebenszeichen vom vermißten Kind erfolgen, sind die Chancen meistens aussichtslos, das Kind, nicht einmal tot, jemals wiederzusehen. Dies mag sehr herb klingen. Doch ich wüßte mein Kind lieber tot, als mich jahrelang von einer illusionären Hoffnung auf ein plötzliches Auftauchen eines wohlbehaltenen Kindes zermürben zu lassen. Wie schrecklich muß es jenen Eltern ergehen, die seit Wochen, Monaten oder gar Jahren immer noch bangen und hoffen. Doch in ihrem tiefsten Inneren liegt dieses schmerzliche Wissen begraben, die schreckliche Gewißheit, tagtäglich aufs neue verdrängt, daß sie ihr geliebtes Kind nie, nie wieder sehen werden. Niemals wieder.
Nein.
Ich wollte nicht länger um mein Kind bangen. Allein schon der tägliche Gang zur Schule machte mich immer ganz nervös.
Wird es jemals dort ankommen?
Kehrt es jemals zurück?
Einmal verspätete sich mein Sohn um eine halbe Stunde.
In der ersten Hälfte der halben Stunde breitete sich eine fast schmerzhafte Unruhe in mir aus. Ich zitterte und war nur noch zu fahrigen, unkonzentrierten, unkoordinierten Bewegungen imstande.
Jedoch sagte mir mein gesunder Menschenverstand, daß eine viertel Stunde Verspätung gar kein Grund zur Aufregung sei.
Als die zweite Hälfte der halben Stunde anbrach, wurde mir allmählich schlecht, ich bekam Bauchschmerzen und Blähungen. Also zog ich meine Schuhe an, stellte das erhitzte Essen von der Kochplatte und suchte völlig zerstreut, verstört meinen Schlüssel. Und just als ich die Wohnungstüre öffnen wollte, klingelte es.
An der Art des Klingelns erkannte ich ihn schon. Er hat eine freche, aufdringliche und penetrante Art, mir seine Heimkehr mitzuteilen. Als er an der Wohnungstür angekommen war, riß ich ihn in meine Arme und überdeckte ihn mit Küssen. Später, als es ihm endlich gelang, sich Gehör zu verschaffen, um mir sein Zuspätkommen zu erklären, hätte ich mir am liebsten in den Hintern getreten, da ich mal wieder total überreagiert hatte, nahezu hysterisch. Sein zu spätes Eintreffen begründete er mit der banalen, lapidaren doch lobenswerten Tatsache, daß er seine beste Freundin Shamamma nach Hause begleitet hatte. Diese hatte sich vor einiger Zeit eine komplizierte Fraktur am Bein zugezogen und brauchte eine ganze Weile, um zu Fuß nach Hause zu gelangen. Das Schlimmste war, daß ich involviert war. Ich wußte das mit der Fraktur und ich wußte auch, daß die beiden für gewöhnlich immer gemeinsam nach Hause liefen.
Doch hätte nicht auch tatsächlich etwas Schreckliches passieren können? Ein pädophiles Schwein, das seine entartete Neigung nicht unter Kontrolle hat, könnte aufgrund körperlicher Überlegenheit ohne weiteres meinen Sohn in sein Auto zerren und bevor nur ein Aufschrei möglich ist, diesen mit Chloroform oder dergleichen betäuben.
Filme wie "Spurlos", oder "Es geschah am hellichten Tage" {das Paradebeispiel schlechthin!} kommen mir in den Sinn. Obgleich es sich nur um Filme handelt, sind sie doch beispielhaft für die Schlechtigkeit der Menschen.
Nein.
Mit solch abartigen, nervenzersetzenden, paranoidisierenden Sorgen wollte ich mich nicht mehr herumschlagen. Erst recht nicht, da es um das Liebste und Beste ging, was ich nun mal hatte: meinen Sohn.
So kam es, daß ich diesen gewaltigen und heiklen Schritt wagte.
Seitens der Wissenschaft wurde und wird alles immer noch verherrlicht. Beschönigt. Aus medizinischer Sicht sei dieser Eingriff unbedenklich, sowohl für die Mutter als auch für das Kind.
Da ich eine der ersten war, die sich zu einem solchen Eingriff entschloss {vor mir taten es drei Amerikanerinnen, eine Europäerin und eine Neuseeländerin}, lagen natürlich noch keine Forschungsergebnisse über spätere eventuelle Konsequenzen oder gar Langzeitstudien vor. Geschweige denn war - abgesehen von theoretischen Mutmaßungen - bis dato nicht empirisch belegt worden, daß die "Rückgängigmachung" tatsächlich so glimpflich ablaufe und gänzlich schadlos überstanden werde.
Wie gesagt, ich war eine der ersten. Und damals hatte sich noch keine der wenigen Frauen, welche sich ebenfalls als Forschungsobjekt zur Verfügung stellten, umentschieden, nachdem dieser Eingriff unternommen wurde. Soll heißen, daß, als ich mich nach langem Hadern den Metzgern hingab, wohl offenbar noch keine der anderen vier Frauen sich für eine "Rückgängigmachung" entschieden hatte.
Oder war der Öffentlichkeit etwas verschwiegen worden... ?
Aktuell betrachtet bin ich mir dessen gar nicht mehr so sicher.
Natürlich schenkte ich damals auch der Gegenseite Beachtung. Wie bereits erwähnt, saugte ich alle Informationen über diese Thematik förmlich auf, ob diese Beiträge nun wissenschaftsverherrlichend, eher nüchtern und sachlich oder anzweifelnd, gar anklagend waren. Ich wollte alles, was es darüber zu erfahren gab, ganz genau und detailliert wissen.
Die Skeptiker bildeten einen Kreis von Psychologen, Soziologen und wenigen Medizinern, allesamt Mitglieder der FHIANT {Fight of Human Idealism to Announce the Natural Truth}, deren höchste Priorität es ist, die Interessen des Volkes zu vertreten. Wobei die Tendenz der Mitgliederzahl momentan steigend ist. Auffallend ist auch, daß sich in der letzten Zeit vermehrt Mediziner zur FHIANT bekannten und sich vehement gegen das "medizinische Wunder" aussprachen.
FHIANT wurde nach dem dritten Weltkrieg gegründet und bildet die größte "Weltreligion", die bislang existierte. Die anderen großen Religionen wie das Christentum, der Islam oder auch der Buddhismus zersplitterten damals in kleine, sektenähnliche, doch vernachlässigbare Gruppierungen, welche sich jedoch nach meinem Wissen auch bald auflösten. Die neue Form der Religion ist die liberalste und toleranteste, die es seit Menschengedenken gibt. Sie orientiert sich nicht an uralten Überlieferungen, sondern an wissenschaftlichen Fakten. Die Wissenschaft ist sozusagen die Bibel {oder der Koran; wie es einem beliebt}, aus der diese "Religion" schöpft. Wobei es verpönt ist, diese Organisation, die auch starken Einfluß auf das politische Weltgeschehen hat, mit der Bezeichnung "Religion" zu verunglimpfen. Die Erfahrungen in den vergangenen Jahrhunderten haben bewiesen, daß sich hinter Religionen stets Ideologien verbargen. Und von diesen negativ behafteten Begriffen möchte sich die FHIANT betont distanzieren. Was die FHIANT dennoch meines Erachtens als eine Art Religion - die ideologischen Assoziierungen mal außer acht gelassen - auszeichnet, ist die Annahme, daß ein Schöpfer für sämtliche Existenzen verantwortlich ist.
Nachdem die letzten großen Fragen geklärt wurden, die Quantengravitation endlich mit der Relativitätstheorie vereint und die alleserklärende Weltformel entdeckt und ausformuliert werden konnte, warfen sich wieder neue Fragen auf, und der Menschheit blieb nichts weiter übrig, als einen Schöpfer zu postulieren. Man war an einen Punkt gelangt, wo wieder mystifiziert werden musste, um nicht den Verstand zu verlieren.
Als überzeugte Anhängerin der FHIANT - eine Organisation ohne irgendwelche Zwänge, wie sie von Religionen früher im allgemeinen auferlegt wurden - nahm ich natürlich auch die dargelegten Kritikpunkte und Bedenken ernst. Mein Mißtrauen wurde tatsächlich ein wenig geschürt. Aber eben nur ein wenig.
Da die FHIANT eng mit der modernen Wissenschaft verbunden ist, gelangten Informationen über mögliche Risiken an die Öffentlichkeit.
Die moderne Wissenschaft agiert allerdings seit dem letzten Krieg als Diktatur mit Weltherrschaftsanspruch, sämtliche Behörden und ehemals staatliche Einrichtungen haben sich unterzuordnen. Welch erschreckende Macht mithilfe wissenschaftlicher Methoden verübt wird, zeigt selbst die Unterlegenheit der gewaltigen Maschinerie FHIANT. Es ist ein offenes Geheimnis, daß damals nur ein Bruchteil der tatsächlichen Wahrheit ans Tageslicht gelangte und die schockierendsten Fakten verschwiegen wurden.
Zum einen wurde eindringlich vor eventuellen psychischen Schäden gewarnt. Desweiteren bestanden herbe Zweifel, ob dieser Eingriff tatsächlich reversibel sei, das, was im Volksmund als "Rückgängigmachung" bezeichnet wird. Außerdem wurde auch stark die Komprimierung des kindlichen Leibes kritisiert. Da bis heute immer noch nicht belegt werden konnte, daß das kindliche Bewußtsein in seiner alten Form weiterexistiert, stellt auch die UNESCO - welche immer noch die gleichen Grundsätze vertritt wie vor nahezu hundertfünfzig Jahren - einen Widersacher dieser modernen medizinischen Behandlungsmethode dar. Jedoch mußte auch die UNESCO unter der modernen Diktatur leiden und ihr Einflußbereich wurde in den vergangenen knapp hundert Jahren enorm geschmälert.
Die Bedenken und möglichen Risiken waren letzten Endes wilde Spekulationen und nichts als reine Hypothesen, die wissenschaftliche Untermauerung fehlte. Die Zweifel der FHIANT und UNESCO wurden mißachtet, ignoriert, in den Wind geschlagen.
Und da mir letztendlich und ausschließlich nur das Wohl meines Kindes am Herzen lag, sah ich in dieser medizinischen Errungenschaft die für mich ultimative und einzige Lösung, mein Kind langfristig zu schützen. Zu bewahren.
So vertraute ich der weit fortgeschrittenen, technisierten Medizin mein Kind an. Vertraute der Aussage, der Eingriff sei bei Bedarf jederzeit reversibel.
Also konsultierte ich zunächst das hochmoderne renommierte Heidelberger Klinikum, in welchem bereits die andere Frau aus Europa behandelt wurde. Daraufhin wurde mir ein halbes Jahr später ein Termin für den Eingriff einberaumt, da im Vorfeld ein psychologisches Gutachten erstellt werden mußte und mehrere Gespräche, psychologischer und medizinisch-aufklärender Art stattfanden. Mein Sohn mußte auch einem dieser Gespräche beiwohnen, wobei ihm ein schlaraffenhaftes Lügengebäude errichtet wurde. Man riet mir davon ab, ein siebenjähriges Kind über den wahren Sachverhalt des bevorstehenden Eingriffs zu involvieren. Davon abgesehen verstand er von den beiläufig eingestreuten, geheimnisvoll lateingetränkten Medizinerjargon, mit wissenschaftlichen, hochtrabenden Begriffsaneinanderreihungen sowieso nichts. Selbst ich hatte bei so manchem Gespräch zu kämpfen und mußte hier und da diverse Fragen einwerfen, obwohl ich mich schon Monate zuvor sehr intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt hatte.
Kurz und prägnant formuliert, geschieht bei diesem - immer noch als vollkommen harmlos deklarierten! - , in der Fachsprache als "Refusion" bezeichnetem Eingriff folgendes: der Körper des Kindes wird auf eine nicht zellschädigende Weise komprimiert. Die Zellen werden bei der Komprimierung so platzsparend und kompakt wie möglich angeordnet, ohne daß sie jedoch ihre Funktion einbüßen. Besondere Rücksicht gilt dabei dem Gehirn, da dort, nach aktuellsten Forschungsergebnissen, der Sitz der Persönlichkeit und des Bewußtseins ist. Natürlich ist die Erhaltung des kindlichen Bewußtseins das angestrebte Ziel und auch das Gefährlichste am gesamten Eingriff. Nur die für die Motorik, Haptik und Sensorik zuständigen Hirnareale werden durch leichte Stromstösse und ein spezielles Fluid zurückgebildet. Zu berücksichtigen sei auch, daß das zu refusionierende Kind nicht älter als zehn Jahre sein darf, da die Persönlichkeitsentfaltung und Charakterstabilisierung laut neuester pädagogischer Aussagen angeblich erst zwischen zwölf und vierzehn Jahren richtig einsetze. Bei Kindern, die ihr elftes Lebensjahr bereits überschritten haben, sei dieser Eingriff gesetzlich verboten und somit nicht mehr durchführbar, da aufgrund der einsetzenden Persönlichkeitsfindung ethische und moralische Grundsätze in Frage gestellt oder gar verletzt würden. Die verwirrende, hochwissenschaftlich anmutende Argumentationskette hat auf das ungebildete Volk eine hypnotische Wirkung und läßt einen "normalen" Menschen hinterher nicht mehr erkennen, daß Forscher und Gesetzgeber im Grunde genommen ein und dasselbe sind.
Die elitäre, gebildete Fachwelt überzeugte mich davon, daß die zurückgebildeten - quasi in einen komprimierten Ruhezustand versetzten - Areale auf Wunsch mittels "Exfusion" - die "Rückgängigmachung" - ohne Verluste wieder aufgebaut werden können.
Die Trägerin - sprich Mutter - wird narkotisiert, da dies ein operativer Eingriff ist. Die Narbe, die dabei entsteht, gleicht der eines Kaiserschnitts.
So wird also der Gebärmutter der Trägerin das komprimierte Kind, ein Zellhaufen von der Größe einer Orange, wieder zugeführt. Durch eine künstliche Nabelschnur wird die Nahrungszufuhr zum sogenannten "Sekundärfetus" sichergestellt. Wichtig ist auch die Medikation, die hernach zu beachten ist. Durch eine speziell designte Lösung, welche die Trägerin zeitlebens - oder bis zu Exfusion - einzunehmen hat, sollen dem Sekundärfetus angenehme Gefühle suggeriert werden. Verwandt mit Neuroleptika, Antidepressiva und psychedelischen Substanzen wie LSD und MDMA, soll dieses Mittel verhindern, daß der Sekundärfetus depressiv oder psychotisch wird, da man diesen ja angeblich nicht seiner Erinnerungen des zuvorigen Daseinszustands beraubt, und somit, bei falscher oder nichtvorhandener Medikation eine tiefgreifende, irreparable psychische Störung provoziert.
Desweiteren wird der Trägerin nahegelegt, sich nach dem Eingriff für einen individuell beliebigen Zeitraum psychologisch begleiten zu lassen, da die Gefahr bestehe, daß die Refusion wie ein realer Verlust erscheint, was in Ausnahmefällen zu suizidalen Depressionen führen könnte.
Aus heutiger Sicht kann ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen, was mich an dieser törichten Maßnahme so fasziniert hat. Womöglich trübte mir meine überängstliche, paranoide Mütterlichkeit mein objektives Urteilsvermögen. Auch der Glaube an eine mögliche Wiederherstellung, das Festhalten an einer Exfusion, lähmte meine Ratio. So begab ich mich also unters Messer und blickte freudig der friedvollen, unbesorgten Zeit entgegen.
Mein Kind und ich. Nur wir zwei.
Das Lockmittel, die groß angepriesenen 20.000 Globar ließen mich völlig kalt.
Bis heute habe ich keinen Cent davon angerührt.
Nein.
Verschuldet habe ich mich sogar. Lieber nahm ich die finanzielle Belastung auf mich, als mit diesen widerlichen 20.000 Globar ein "sorgenfreies" Leben zu führen.
Kurz nach der Einpflanzung meines komprimierten Kindes in die Gebärmutter kam das herbe Erwachen.
Kaum hatte die Wirkung des Narkosemittels nachgelassen, um meinem "klaren" Verstand zu weichen, überkamen mich heftige depressive Verstimmungen und ein Gefühl von absoluter Leere. Man versicherte mir, daß dies eine normale Reaktion sei und das Stimmungsschwankungen aufgrund der hormonellen Umstellung mit Wochenbettdepressionen vergleichbar seien. Nicht weiter besorgniserregend.
Doch auch nach zwei Wochen trat keine Besserung ein. Ich empfinde seither nur noch eine seltsame Einsamkeit. Und Leere. Das Gefühl, einen entsetzlichen Verlust erlitten zu haben, lassen meine wachen Momente zur Qual werden. Im Schlaf werde ich von Albträumen geplagt, welche mich immer wieder schweißgebadet hochschrecken lassen. Selbst harte Schlafmittel schaffen es nicht, dem beizukommen.
Und ich spüre mein Kind nicht. Da ist nichts, was mich emotional an diesen Zellklumpen bindet. Zwar überzeugten mich die Ultraschallbilder, daß da Etwas in meiner Gebärmutter ist. Lebt. Doch ist dieses Etwas nicht mein Kind. Ich weiß nicht, was es ist. Aber es ist nicht mein Kind. Oder nicht mehr.
Ungefähr zwei Monate nach diesem schrecklichen Eingriff - meine Umwelt nehme ich aufgrund der zahlreichen Drogen nur noch als eine verschwommene, wattige Begleiterscheinung wahr - rollte der erste, große, schockierende Skandal durch die Medien. Die "Trägerin" aus Neuseeland entschied sich für eine Exfusion. Davon abgesehen, daß die Frau fast während des Eingriff krepiert wäre, war das, was sie "gebar", nicht im Entferntesten mit einem humanoiden Kind zu vergleichen. Die etwa schädelgroße Zellansammlung mit freiliegender, ungeschützter Wirbelsäule, ohne Extremitäten und Atemöffnung, geschweige denn Augen und Ohren, konnte nur wenige Minuten nach der Exfusion am "Leben" erhalten werden.
Danach erschütterten immer mehr Fälle mißlungener Exfusionen die Anteilnahme der Öffentlichkeit.
Die Trägerinnen - die meisten davon ließen die Refusion nach mir durchführen - gebaren Rümpfe ohne Kopf, Arme und Beine. Oder blanke, kleine Wirbelsäulen. Schrumpfköpfe ohne Mund, Nase, Augen oder Ohren - schlimmstenfalls war nichts davon vorhanden. Oder die armen Frauen brachten unter Schmerzen einen dampfenden Haufen sterbender Zellen zur Welt. Nicht von einem einzigen Fall, der winzige Hoffnungen hätte wecken können, wurde berichtet. Kein einziges Mal gelang es der Medizin eine erfolgreiche Exfusion durchzuführen. Kein einziges Mal resultierte daraus ein lebendiges, fröhliches Kind. Alle befremdlichen Exemplare starben früher oder später.
Es dauerte auch nicht lange, bis die Bevölkerung von einer merkwürdigen Suizidwelle heimgesucht wurde. Viele Frauen schafften es nicht, den endgültigen Verlust und die traumatischen Erlebnisse, bedingt durch die Exfusion, zu verarbeiten.
Obwohl ich weder Zuneigung noch eine Anwesenheit meines Kindes spüre {weil da nichts ist}, klammere ich mich verzweifelt an die Vorstellung, daß dieses Leben in mir doch zumindest einmal mein Kind war. Und es ist lebendig. Auch wenn es offenbar kein Bewußtsein mehr besitzt. Intuitiv weiß ich, daß die Persönlichkeit beim Komprimierungsprozess vernichtet wurde.
Bevor ich von dem Wunsch zu sterben noch weiter geschwächt werde, belasse ich es dabei. Möchte nicht noch mehr zerstören als ich es ohnehin schon getan habe. Denn ich liebe mein Kind. Will es doch nur beschützen.
Stattdessen entschied ich mich für seinen Tod, denn der jetzige Zustand, nicht mal mit einem Hauch von Bewußtsein versetzt, beschreibt nichts anderes als den Tod.
Gibt es denn einen Unterschied zwischen "tot sein" und "Existenz ohne Bewußtsein"?
Außerdem befürchte ich, daß auch mein Leben bald endet.
Jüngst wurde mir Gebärmutterkrebs im Endstadium diagnostiziert. |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 18.07.2008, 21:43 |
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| Alexandra_Sperling |
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| Anmeldedatum | 30.05.2008 | | Beiträge | 167 |
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Hi,
boah - Das Thema hat ja schon Philipp K. Dick-Qualitäten... wahnsinn...
Bin beeindruckt, entsetzt und völlig von den Socken.... Toll geschrieben, sehr fesselnd.
Bin gespannt auf Dein nächstes Werk!
Viele Grüße,
Alex |
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 | hallo alex |  |
Verfasst am: 18.07.2008, 22:07 |
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| pla.nk.ton |
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| Anmeldedatum | 10.05.2008 | | Beiträge | 21 | | Wohnort | bruchsal |
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vielen dank für dein lob!
in einem anderen forum .... wurde dieser text zwar auch für gut befunden, aber er erschien den meisten lesern im mittelteil zu lang.
wüßte aber nicht, was ich da kürzen sollte.
empfindest du den text auch als zu lang{atmig}?
liebe grüße und nochmals danke, bin hocherfreut!
rebecca |
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Verfasst am: 18.07.2008, 22:39 |
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raus sollten füllsel wie:
usw., quasi, bzw. |
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Verfasst am: |
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 | danke |  |
Verfasst am: 18.07.2008, 22:51 |
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| pla.nk.ton |
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| Anmeldedatum | 10.05.2008 | | Beiträge | 21 | | Wohnort | bruchsal |
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konkrete, konstruktive kritik ist immer gut. ich werd's morgen überarbeiten.
lg rebecca |
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Verfasst am: 18.07.2008, 23:07 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1296 | | Wohnort | Süden |
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Hi,
so leid es mir tut, aber diese Geschichte läßt mich kalt. Es mag sich wie Science Fiction anhören, aber ich denke nicht, daß es im wahren Sinn des Begriffs Science Fiction ist.
Das Clonen, z.B. zur Organentnahme - ja. Patentierung von Tieren und Menschen à là Monsanto - ja. Leihmütter - ja. Genschäden dank genetisch veränderter Lebensmittel - ja. Unfruchtbarkeit dank Gengemüse - ja.
Refusion? Nö. Wozu?
Der momentane Umschwung in der Wissenschaft hin zum rein Kommerziellen, Gentechnik und ihre Möglichkeiten und Folgen, Patentierungen von Pflanzen, Tieren, Menschen, Chimären, die schon versuchsweise angesetzt wurden. All das weist nicht nur in eine andere Richtung, es ist bei weitem schwerwiegender und dabei bereits heute so elend real, daß hier liegt, was die Leute interessant finden werden, weil es sie betreffen wird. Das zeichnete schon immer guten SF aus.
Bemerkenswert zB was Anne McCaffrey in diesem Zusammenhang vor mehr als 40 Jahren schrieb: The Ship Who Sang. Ein Roman über ein körperlich behindertes Kind, das mittels chirurgischer, genverändernder und androidischer Mittel zum atmenden, lebendigen Computergehirn eines Raumschiffs trainiert wird. Diese Gehirne müssen die ungeheure Summe, die in ihre Erschaffung und ihr Training investiert wird bei den Megakonzernen abarbeiten.
Wir haben gerade angefangen, an solchen Lösungen zu arbeiten, der Ansatz vor 40 Jahren war nicht nur realistisch in den Möglichkeiten, sondern auch in der Zielsetzung und in Bezug auf die finanzielle Übernahme- und Allmachtsgedanken, die von solchen Konzernen ausgeht. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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 | hallo zoba |  |
Verfasst am: 18.07.2008, 23:18 |
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| pla.nk.ton |
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| Anmeldedatum | 10.05.2008 | | Beiträge | 21 | | Wohnort | bruchsal |
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danke für den komm.
ist klar, daß mein geschreibsel nicht jedermanns geschmack trifft.
inspiriert hat mich tatsächlich die sorge um meinen sohn - wie man unschwer erraten kann - und die vorstellung, ihn am liebsten in mir einzuschließen.
naja... vielleicht waxe ich ja noch im laufe der zeit und mit ein wenig übung.
lg rebecca |
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Verfasst am: 19.07.2008, 00:28 |
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| Gerhard |
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| Anmeldedatum | 07.12.2007 | | Beiträge | 416 |
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Also ich find die Geschichte einfach nur gut. Toll geschrieben und da muss auch nirgendwo was raus. Einzig, man erfährt etwas spät um welchen Eingriff es sich handelt. Entsprechend habe ich beim ersten Lesen einfach nur schnell gelesen und vieles überflogen, um endlich zu erfahren, was da nun Sache ist.
Ob es eine Refusion jemals geben wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber Anwendungen könnte ich mir durchaus vorstellen. Deine Idee ist nur eine dieser Möglichkeiten.
Wenn man den Text mal dahingehend ändern würde, dass sich eine Frau einen solchen Eingriff nur wünscht (er also real noch nicht möglich wäre), wäre der Text eine tolle Studie zu welch abstrusen Gedanken permanente Angst führen kann.
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_________________ Herzliche Grüße
Gerhard
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Die Welt ist anders, als sie uns erscheint.
"Auf der Suche nach der Realität", ISBN 978-3833493294 |
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 | hallo gerhard |  |
Verfasst am: 19.07.2008, 00:37 |
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| pla.nk.ton |
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| Anmeldedatum | 10.05.2008 | | Beiträge | 21 | | Wohnort | bruchsal |
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erstmal danke fürs lob.
und danke auch für den hinweis.
demnäxt werde ich den text ein wenig überarbeiten.
lg rebecca |
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Verfasst am: 19.07.2008, 08:15 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1296 | | Wohnort | Süden |
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Hi Rebecca,
Angst ums Kind ist nachvollziehbar und kann intensive, packende Geschichten liefern.
Aktuell drückt sich diese durchaus vorhandene und steigende Angst um die eigene Familie auch bereits zukunftsweisend aus, z.B. die Separation der Wohnumgebung in den USA und Frankreich, mit hohen Mauern, Privatpolizei, überwachter Tätigkeit der Bewohner und Selektion auf Geld und Unverfänglichkeit.
Oder die irren Auswüchse, die die Überwachung der Umgebung und der Bürger bereits in Großbritannien nimmt, wo zwischenzeitlich möglich ist, daß Privatleute sich in die vielen Überwachungskameras einklinken können, die über den lokalen Kabel-TV-Kanal laufen.
In Deutschland wiederum werden Grund- und Freiheitsrechte auf der Basis dieser Angst beschnitten. Überwachung der Kinder per Handy und GPS ist bereits Realität, dasselbe miniaturisiert per implantiertem RFID-Chip wird grade erforscht.
Die von mir sehr geschätzte Twister schreibt z.B. äußerst packende Stories in dieser Richtung.
Dein Rigor Mortis zeigt, daß du zu beidem gleichzeitig in der Lage bist (persönlich und für andere interessant und nachvollziehbar), das vermisse ich in dieser Story. Die Frage ist wohl, was, wen und wie viele du mit deinen Geschichten (erreichen) möchtest. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: 19.07.2008, 12:12 |
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| pla.nk.ton |
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| Anmeldedatum | 10.05.2008 | | Beiträge | 21 | | Wohnort | bruchsal |
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hi zoba,
hmm... was, wen, und wie viele möchte ich mit meinen geschichten erreichen?
in erster linie schreibe ich meine geschichten natürlich nur für mich. und klar, wenn ich nicht dahinter stehen würde und nicht davon überzeugt wäre, würde ich diese freilich nicht publizieren. es interessiert mich natürlich, wie andere auf meine gedanken reagieren. ein stück weit stellt es für mich auch eine art selbsttherapie dar, da es mir bis vor kurzem noch ziemlich mies ging {scheiß psyche}. der austausch mit anderen teilnehmern {ich publiziere auch in einem anderen online-forum und bin dort sehr aktiv} ist sehr angenehm und hat sich sogar auch ein wenig heilsam auf meinen zustand ausgewirkt.
wen ich schlußendlich damit erreiche, ist mir vollkommen egal. aus den vielen verschiedenen komms zu obigem text schlußfolgere ich mal wieder, daß man nicht "die perfekte geschichte" schreiben kann. manche finden die story ganz toll, andere wiederum profan und langweilig. manche können brad easton ellis' "american psycho" gar nix abgewinnen, andere wiederum lieben dieses werk {ich entartetes stück übrigens auch!}.
schreiben ist eine form von kunst und berührt nun einmal nicht jeden.
und wie viele ich damit erreiche, ist mir im grunde genommen auch egal. sicher, es ist motivierend, wenn man gelobt wird und viele komms und empfehlungen erhält. da ich es tatsächlich geschafft habe, mit meiner schreibe doch zumindest einen kleinen kreis von leuten zu gewinnen, die mich gerne lesen, ist es für mich natürlich schon ein ansporn, weiter zu machen. wenn keine resonanz käme, würde ich die publikation meiner texte an den nagel hängen und im stillen kämmerlein weiterschreiben *schmoll*.
ja, und ich spiele auch schon mit dem gedanken, mein geschreibsel irgendwann drucken zu lassen. über die qualität entscheidet letztendlich jeder leser selber. denn dies ist zu subjektiv, um mit normen oder nur einer guten oder schlechten meinung allgemein beurteilt werden zu können.
liebe grüße
rebecca |
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Verfasst am: 19.07.2008, 12:24 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1296 | | Wohnort | Süden |
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Hi Rebecca,
den Eindruck, daß deine Geschichten eine Art Selbsttherapie sind hatte ich schon, war bis dahin aber nur eine Vermutung.
Gibt es eigentlich einen besonderen Grund, warum du dich und andere Frauen als "Stück" bezeichnest? |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: 19.07.2008, 12:28 |
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| pla.nk.ton |
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| Anmeldedatum | 10.05.2008 | | Beiträge | 21 | | Wohnort | bruchsal |
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war ein scherz ;o)
nicht jeder teilt meinen merkwürdigen humor.
lg reb, das stück |
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Verfasst am: 19.07.2008, 13:12 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1296 | | Wohnort | Süden |
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Hi,
| Zitat: | war ein scherz ;o)
nicht jeder teilt meinen merkwürdigen humor.
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Zweimal (hier und in der anderen Kurzgeschichte)?
"Miststück" würde ich als scherzhaft empfinden, "Stück" für Frauen kommt eigentlich aus einem sehr speziellen Personenkreis und ist schwer als scherzhaft wahrzunehmen, Selbstauszeichnung - eventuell, ein Selbstverständnis kennzeichnend - auch, kompliziert auf jeden Fall. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: 19.07.2008, 14:53 |
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| pla.nk.ton |
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| Anmeldedatum | 10.05.2008 | | Beiträge | 21 | | Wohnort | bruchsal |
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ach zoba,
man sollte wirklich nicht alles überbewerten.
wenn du dich nun auch zum "stück" degradiert fühlst, liegt das an deiner einstellung und prägung.
jedenfalls habe ich dieses WORT ohne jegliche wertung benutzt.
es ist nur ein wort, eine aneinanderreihung von symbolen. dank unserer anatomischen fähigkeiten können wir diese aneinanderreihung von symbolen in laute übersetzen, in welche man, WAS WEIß ICH, alles mögliche hineininterpretieren kann / möchte / will / muß.
yep. echt kompliziert, das.
gruß vom stück |
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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Textvorstellung: Prosa
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