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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren -> Jungautoren » Geschichten » Anfang für meine Geschichte
Hier klicken, um Mitglied zu werden  Hier klicken, um Mitglied zu werden Die verlorende Freundin • Hat kein Titel

Anfang für meine Geschichte

BeitragVerfasst am: 18.06.2008, 15:34
Fallabella
 
Anmeldedatum18.06.2008
Beiträge5


ich hab mal mit einer Geschichte angefangen, wäre nett wenn ihr den Anfang mal bewerten könntet, eifach wies euch beim lesen so gefällt... ist bisher nur ein entwurf...

Der Regen war an diesem Tag schlimmer als sonst. Es regnete in dieser Gegend oft, aber normalerweise war der Regen schwach genug, um einen nicht sofort bis auf die Kochen nass werden zu lassen. Heute aber regnete es dicke, schwere Tropfen vom dunklen Himmel, die art Regen bei der man sich schon nach wenigen Metern fühlt, als wäre man in ein Becken mit kaltem Wasser getaucht worden. Es hatte schon am Morgen, als ich das Haus verlassen hatte, geregnet und war seit dem nicht weniger geworden.
Hier im Bus war es zwar einigermaßen trocken, jedoch war ich auf dem Weg zur Bushaltestelle vollkommen nass geworden, weshalb ich nun vollkommen durchnässt im darauf wartete, endlich aussteigen zu können.
Der Bus schlängelte sich quälend langsam durch die Straßen und ich konnte mich durch nichts ablenken. Ab und zu hielt der Busfahrer an um ein paar weitere Schüler aufzusammeln, obwohl der Bus schon vollkommen überfüllt war.
Wenigstens war es heute nicht kalt.
Es war Ende Juni, das Schuljahr war fast zu Ende und eigentlich machte es gar keinen Unterschied mehr ob ich kam oder nicht. Die Noten waren im Grunde schon gemacht und im Stoff waren wir auch in nahezu allen Fächern durch.
Irgendwann an diesem verregneten Tag im Bus, als ich meinen Blick über die hier zusammengedrängten Schüler streifen lies, bemerkte ich ihn, das heißt ich bemerkte weniger ihn als Person als die Tatsache dass er mich anstarre. Ich sah ihn nicht zum ersten Mal, er ging einen Jahrgang über mir auf dieselbe Schule wie ich, aber er fiel mir in diesem Moment das erst mal auf. Er hatte dunkelblonde Haare und hatte seine Hände in den Taschen seiner dunklen Jeans vergraben. Er war trotz seiner schwarzen Jacke genauso durchnässt wie ich und starrte mich mit seinen dunklen Augen an, als hätte er noch nie jemanden wie mich gesehen. In seinem Blick lag eine Mischung aus Entsetzen und Neugierde, was mich stutzen lies. Warum starrte er mich so an? Das war kein normaler Blick, den man jemandem in Bus zuwirft. Es war kein neugieriges oder beobachtendes Starren, mit dem man jemanden ansieht den man mag oder einfach nur interessant findet oder ein gelangweiltes in die ferne Blicken, bei dem man nichtswirklich ansieht und einfach nur vor sich hin träumt. Die art und weise wie er mich anstarrte überraschte mich einfach. Und ich starrte zurück. Wir starrten und so eine ganze Weile an, aber weder er noch ich schienen bereit zu sein wegzusehen bevor dies der andere tat.
Irgendwann war der Bus an der Schule angekommen und als wir beide ausstiegen mussten wir uns beide wohl oder übel geschlagen geben. Unentschieden.

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 18.06.2008, 17:50
LOFI (Moderator)
 
Anmeldedatum29.04.2008
Beiträge2868


Hallo Fallabella,

zunächst einmal Willkommen im Pool.
Hier wirst du Tips und Anregungen finden.

Zu deinem Text.

Um was für eine Geschichte handelt es sich? Soll das ein Buch werden?

Mit der Schlußpointe dieses Abschnitts:

Zitat "Irgendwann war der Bus an der Schule angekommen und als wir beide ausstiegen mussten wir uns beide wohl oder übel geschlagen geben. Unentschieden."

wäre dieser Text eine schöne Prosabeschreibung einer ganz normalen Busfahrt mit zwei sich anstarrenden Personen; der Leser weiß nicht was das soll, und am Ende stellt sich heraus, dass es einfach nur eine Provokation war.
Soweit so gut.

In jedem Falle aber solltest du folgendes beachten:

1. Noch einmal auf Fehler durchschauen, sind da eine Menge drin (nehme aber an, dass dies nicht der Endtext ist.)

2. versuche Wortwiederholungen zu vermeiden.
Nehmen wir z.B. die ersten Sätze. Das Wort "Regen" kommt zu oft vor.

Zitat "Der Regen war an diesem Tag schlimmer als sonst. Es regnete in dieser Gegend oft, aber normalerweise war der Regen schwach genug, um einen nicht sofort bis auf die Kochen nass werden zu lassen. Heute aber regnete es dicke, schwere Tropfen vom dunklen Himmel, die art Regen bei der man sich schon nach wenigen Metern fühlt, als wäre man in ein Becken mit kaltem Wasser getaucht worden. Es hatte schon am Morgen, als ich das Haus verlassen hatte, geregnet und war seit dem nicht weniger geworden."

Versuche bedeutungsgleiche Worte zu finden: Regen= Guß, Wolkenbruch, Niederschlag etc. regnen= gießen, schütten, strömen etc.

Ansonsten, poste mal, was das Ganze werden soll.

LG

Lorenz

BeitragVerfasst am: 18.06.2008, 18:04
Hakket (Moderator)
 
Anmeldedatum14.09.2007
Beiträge978
WohnortBremervörde


Hi Fallabella und ein Herzlich willkommen.

Die Idee als solche ist gut. Mir würden eine Menge "böser" Sachen einfallen, die man daraus machen könnte, sollte die Geschichte noch weiter gehen. Kurz gesagt: Der Text regt meine Fantasie an, ich möchte wissen, was kommen könnte. Zumal die Story alle Möglichkeiten hat: Horror, Psychothriller, Krimi, Fantasy, Liebesgeschichte, Drama, Satire. Oder alles zusammen shocked eyes .

Was die Wiederholung das Regens angeht, gebe ich Lofi recht. Man kann das zwar machen, auch Wiederholungen eines Wortes können als Stilmittel benutzt werden, aber in diesem Fall "passt" es nicht wirklich.
Versuche außerdem das "war", "waren" etc. zu vermeiden. Es ist zwar Anfangs immer einfacher, erstmal das "war" zu benutzen, aber es klingt auf die Dauer nicht gut. Wenn du einen groben Verlauf der Geschichte hast, formuliere die Sätze um, bis sie "rund" klingen.

Ansonsten ist - meiner Meinung nach - Potenzial vorhanden.
Feile am Text, bis er dir zu den Ohren herauskommt cheezy grin .
Lies ihn dir selbst laut vor, als würdest du eine Lesung halten. Oftmals fällt dir dann selbst auf, wo deine Sprachmelodie noch hapert.


Gruß
Hakket

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In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
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BeitragVerfasst am: 18.06.2008, 18:41
Fallabella
 
Anmeldedatum18.06.2008
Beiträge5


Was daraus werden soll... naja, hab mir ist ne Geschichte eingefallen und ich hab angefangen zu schreiben ^^, ist noch in Arbeit, aber ich guck einfach mal wis sich entwickelt...

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 18.06.2008, 19:00
constanze
 
Anmeldedatum07.04.2007
Beiträge198
Wohnorthamburg


Ich würde, um mehr spannung zu erzeugen, kürzere sätze wählen. gerade REGEN bringt erzeugt ja schon emotionen und spannung an sich.

ich habe für mich herausgefunden:
schreiben, als könnte man den text singen!

bei mir hats geholfen.

liebe grüße,
constanze

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BeitragVerfasst am: 18.06.2008, 21:55
Judith
 
Anmeldedatum05.08.2007
Beiträge2633
WohnortSchwobaländle


Hallo Fallabella,

das mit der Wiederholung von Regen/regnen ist mir auch aufgestoßen. Durch die Wiederholung hat sich bei mir keine Stimmung, sondern eher Langeweile aufgebaut.

Darf ich fragen, wie alt du bist?

Grüßle,
Judith

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BeitragVerfasst am: 19.06.2008, 12:12
Fallabella
 
Anmeldedatum18.06.2008
Beiträge5


So, ich hab eine Überarbeitete und längere fassung, ist noch nciht perfekt aber besser....

Der Regen war an diesem Morgen schlimmer als sonst. Es regnete in dieser Gegend oft, aber normalerweise war es zu wenig um den Leuten wirklich aufzufallen. Sie merkten dass es nass war und nahmen dies als ein kleines Übel des alltäglichen Lebens ohne mehr als eine kleine Bemerkung über das schlechte Wetter hin.
Es fiel auch normalerweise nicht genug Wasser vom Himmel um einen wie an jenem Tag sofort bis auf die Knochen nass werden zu lassen.
An diesem Morgen fielen dicke, schwere Tropfen vom Himmel, die Art Sturzbach bei der man sich schon nach wenigen Metern fühlt, als wäre man in ein Becken mit Wasser getaucht worden.
Hier im Bus war es zwar einigermaßen trocken, ich war auf dem Weg zur Bushaltestelle aber ziemlich nass geworden, weshalb ich nun nur noch darauf wartete, endlich aussteigen zu können. Meine Kleidung klebte unangenehm an meinem Körper und ich überlegte an der nächsten Haltestelle auszusteigen um nach Hause zu gehen.
Der Bus schlängelte sich quälend langsam durch die Straßen und ich konnte mich durch nichts ablenken. Ab und zu hielt der Busfahrer an um ein paar weitere Schüler aufzusammeln, obwohl der Bus schon vollkommen überfüllt war.
Wenigstens war es heute nicht kalt.
Es war Ende Juni, das Schuljahr war fast zu Ende und eigentlich machte es gar keinen Unterschied mehr ob ich kam oder nicht. Die Noten standen im Grunde schon fest und die Lehrer hatten keine Ahnung womit sie uns noch beschäftigen sollten.

Irgendwann an diesem verregneten Morgen, als ich mit dem Bus zur Schule fuhr und meinen Blick über die hier zusammengedrängten Schüler streifen lies, bemerkte ich ihn, das heißt ich bemerkte weniger ihn als Person als die Tatsache dass er mich anstarre. Ich sah ihn nicht zum ersten Mal, er ging einen Jahrgang über mir auf dieselbe Schule wie ich, aber er fiel mir in diesem Moment das erste Mal auf. Er hatte dunkelblonde Haare und seine Hände in den Taschen seiner Jeans vergraben. Trotz seiner schwarzen Jacke war er genauso durchnässt wie ich und starrte mich mit seinen dunklen Augen an, als hätte er noch nie jemanden wie mich gesehen. In seinen Augen lag eine Mischung aus Entsetzen und Neugierde, aber etwas anderes lies mich stutzen. Irgendetwas war bei ihm anders. Auf den ersten Blick wirkte er auf mich wie ein vollkommen normaler Junge, vielleicht 16 oder 17 Jahre alt und in keiner Weise auffällig. Irgendetwas stimmt mit seinen Augen nicht, aber ich wusste nicht was. Eigentlich waren es ganz normale Augen, soweit ich das von meinem Platz aus sehen konnte. Er saß etwa zwei Reihen von der Stelle entfernt an der ich stand und somit konnte ich seine Augen nicht bis ins Detail erkennen. Trotzdem kamen sie mir seltsam vor. Er hatte braune Augen, nichts ungewöhnliches und doch störte mich etwas an ihnen.
Und warum starrte er mich so an? Er hatte diese seltsamen Augen, eigentlich sollte ich ihn anstarren.
Das war kein normaler Blick, kein Blick den man jemandem zuwirft, den man zufällig im Bus sieht, den man noch nicht einmal kennt. Kein neugieriges beobachten, mit dem man jemanden ansieht den man mag oder einfach nur interessant findet, auch kein gelangweiltes in die ferne blicken, bei dem man nichts wirklich wahrnimmt und einfach nur vor sich hin träumt. Die art und weise wie er mich anstarrte überraschte mich. Und ich starrte zurück. Wir sahen und so eine ganze Weile so an, aber weder er noch unseren Blick voneinander.
Irgendwann war der Bus an der Schule angekommen und wir stiegen aus, womit wir uns auch aus diesem Sinnlosen Starren lösten.
_____________________________________________________________________

Der Unterricht verlief nicht anders als ich es erwartet hätte. Die Lehrer versuchten schon fast verzweifelt uns für ihre jeweiligen Fächer zu begeistern aber die Gedanken der meisten Schüler waren schon bei den bald beginnenden Ferien.
Ich war in Gedanken jedoch ganz wo anders. Warum hatte mich dieser Junge so seltsam angestarrt? Ich versuchte seinen seltsamen Blick und zu vergessen, aber er schien sich in meinem Kopf eingebrannt zu haben, als wolle er mich verfolgen. Wenn ich die Augen schloss konnte ich seine Augen ganz deutlich sehen, ich sah wie sie mich noch immer anstarrten. Seine seltsamen Augen an denen mir immer noch etwas seltsam vorkam. Obwohl ich sie in meinem Kopf ganz deutlich vor mir sehen konnte, fiel mir nicht ein was an ihnen so besonders, so anders war, dass ich sie nicht vergessen konnte.
Um nicht weiter darüber nachdenken zu müssen versuchte ich mich auf den Unterricht zu konzentrieren, was mir aber nur mäßig gelang. Im Laufe des Vormittags sah ich ihn zwar ab und zu kurz aus der Ferne, aber er blickte noch nicht einmal in meine Richtung. Er stand jedes Mal zu weit entfernt von mir als das ich noch einen Blick in seine Augen hätte erhaschen können. Ich konnte mir das nicht eingebildet haben.
Als ich mit dem Bus wieder nach Hause fuhr konnte ich ihn nirgendwo entdecken. Was war los mit mir? Warum warf mich ein einziger, wenn auch langer Blick eines Jungen, den ich noch nicht einmal kannte derart aus der Bahn?
Ich zwang mich an etwas anderes zu denken als ich ausstieg und den kurzen Weg von der Bushaltestelle nach Hause zurücklegte. Der Regen hatte aufgehört und die Sonne die Straßen teilweise schon wieder getrocknet. Ich versuchte den tieferen Pfützen auszuweichen und vor allem nicht über den Jungen im Bus nachzudenken. Das Auto meiner Mutter stand nicht vor dem alten Mehrfamilienhaus in dem ich mit ihr wohnte. Also musste sie heute arbeiten. Ich betrat unsere kleine aber gemütliche Wohnung und versuchte den Gedanken an die morgendliche Busfahrt zu unterdrücken während ich mir etwas zu essen machte. Beim essen konzentrierte ich mich auf den Fernseher, aber immer wieder schweiften meine Gedanken ab… Was war los mit mir? Was war mit seinen Augen los? Er hatte mich nur angesehen. Ich war es einfach nicht gewohnt angestarrt zu werden und das bisschen Aufmerksamkeit das mir ausnahmsweise zukam verwirrte mich jetzt. Mit meiner Erklärung unzufrieden überlegte, was an seinen Augen so seltsam gewesen sein konnte. Ich wollte nicht weiter darüber nachdenke, weshalb ich darüber nachdachte was ich an diesem Tag machen wollte. Sollte ich zu Hause bleiben, würde ich mir wahrscheinlich nur weiter den Kopf über diesen Jungen zerbrechen. Ich entschied mich meine Freundin Emma zu besuchen. Emma würde genug reden um meine Gedanken vollkommen in zu Anspruch nehmen.

BeitragVerfasst am: 19.06.2008, 12:25
constanze
 
Anmeldedatum07.04.2007
Beiträge198
Wohnorthamburg


ich denke noch immer, die sätze sind viel zu lang. und ich würde unbedingt über das rechtschreibprogramm gehen.
es wäre schade, wenn leser nur noch hier den focus setzen, wenn die zu hauf sind. schade um ein sicherlich schönes thema.
aber kein problem, dafür ist das forum ja da! Smile
grüße,
c

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BeitragVerfasst am: 19.06.2008, 13:37
LOFI (Moderator)
 
Anmeldedatum29.04.2008
Beiträge2868


Ich gebe Constanze Recht,

aber es wird besser. Sätze müssten noch kürzer werden. Rechtschreibung spätestens dann checken, wenn die Geschichte fertig ist. Wortwiederholungen sind auch noch einige drin. Aber man merkt dass du dran arbeitest. Lautes Vorlesen bringt viel. Dann merkt man selbst, was sich nicht gut anhört.

LG

Lorenz

BeitragVerfasst am: 19.06.2008, 13:54
constanze
 
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Beiträge198
Wohnorthamburg


Alternative:

"Der Regen brach wie ein Feuerwerk aus allen Wolken. In dieser Gegend war Regen nichts Ungewöhnliches, doch heute wurde jeder nass bis auf die Knochen. Dicke, schwere Tropfen – als tauchte man in ein Becken kalten Wassers.
Ich hatte mich auf die letzte Bank im Bus zurückgezogen. Hier war es stickig, aber trocken. Meine nassen Kleider lagen schwer auf meinen Knochen. Ich sehnte mich danach, endlich Daheim zu sein."...

Ich hatte gerade eine kleine Pause! Smile

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BeitragVerfasst am: 19.06.2008, 19:55
Fallabella
 
Anmeldedatum18.06.2008
Beiträge5


So, erstmal danke für alle Verbessserrungsvorschläge, hab ein bisschen versucht sie zu beherzigen... Hier hab ich ein wenig weitergeschrieben, ist im Moment aber noch ziemlcih verbesserrungswürdig...

Als ich mit meinem Fahrrad zu Emma fuhr waren die Straßen schon beinahe wieder trocken. Über mir erstreckte sich der Himmel in einem sanften Hellblau das lediglich von vereinzelten weißen Wolkenfetzen unterbrochen wurde. Ich trat schon fast aggressiv in die Pedale meines Fahrrads und versuchte nicht an den Jungen zu denken. Ich war fest davon überzeugt dass er von alleine aus meinen Gedanken verschwinden würde, aber bisher hatte sich dies noch nicht bestätigt. Bis zu Emmas Haus war es nicht mehr weit und ich zwang mich weniger energisch zu fahren. Ich hatte keinen Grund wütend zu sein, das beruhigte mich aber nicht. Auf wen war ich wütend? Auf den Jungen? Ich konnte mir meine Frage nicht beantworteten und meine Laune besserte sich dadurch auch nicht. Was war mit den Augen des Jungen gewesen? Warum waren sie mir am Morgen im Bus so seltsam vorgekommen? Hatte ich mir das nur eingebildet? Als ich in die Straße einbog, in der Emma lebte war ich von dieser Idee vollkommen begeistert, was auch daran lag das sie die einfachste und unkomplizierteste Lösung war die ich im Moment hatte. Als ich mein Fahrrad vor Emmas Haus abstellte schmückte ich sie gerade ein wenig aus. Es war früh am Morgen gewesen, in meiner Verschlafenheit hatte ich mir alles nur eingebildet und das eine Person eine anderen anstarrt ist ja auch nicht so ungewöhnlich. Wahrscheinlich waren seine Augen vollkommen normal. Nur eine Einbildung. Ich war vollkommen davon überzeugt als ich mich der Haustür näherte. Bis er mich fast überrannte. Der Junge verließ in dem Moment fluchtartig Emmas Haus als ich es betreten wollte. Er riss die Tür auf, rannte mich fast um, murmelte ein kurzes „Sorry“
Und war auch schon verschwunden. Während dieser noch nicht einmal 5 Sekunden hatte ich seine Augen ganz genau und von nahem sehen können. Sie waren nicht normal. Sie waren mir zu recht seltsam vorgekommen und nun hatte ich auch sehen können warum. Ich hatte mich und meine Umgebung in seinen Augen ganz normal sehen können, als würde ich in zwei kleine, leicht getönte Spiegel blicken. Seine Augen hatten einen seltsamen Glanz, eine seltsame Art das Licht zu reflektieren. Deshalb war es mir im Bus auch nicht aufgefallen. Er war zu weit weg gewesen. Leicht unter Schock stand ich dort und starrte ihm nach. Ich muss wohl ziemlich verdattert gewirkt haben, denn auf einmal riss mich die fragende Stimmt meiner Freundin Emma aus meiner Starre. „Mira?“. Ich drehte mich zu ihr um. „Komm rein“ sagte sie und ich folgte ihr ins Haus. „Wer war das gerade?“ fragte ich Emma. Bestimmt konnte sie mir sagen wer dieser Junge war. „Ben. Irgendein Freund von meinem Bruder.“ Antwortete sie. „Warum?“. Ich zuckte nur mit den Schultern und wir gingen in Emmas Zimmer.
Eine Weile redeten wir über alles mögliche, nur nicht über das einzige Thema das mich im Moment interessierte.
Anfang für meine Geschichte
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