 | "Aufstieg in den Abgrund" |  |
Verfasst am: 03.03.2008, 16:04 |
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| Jan Mathes |
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| Anmeldedatum | 03.03.2008 | | Beiträge | 99 | | Wohnort | Worpswede |
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Titel: "Aufstieg in den Abgrund"
Autor: Jan Mathes
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3-8370-1891-2
Seiten: 412
Preis: € 22,30
Der Autor über das Buch und seine Botschaft:
Mein Buch beschreibt die Macht des Geldes über jegliche menschlichen Werte und Emotionen.
Macht und Geld.....zwei Begriffe, die unweigerlich miteinander verbunden zu sein scheinen.
Seit jeher sind sie das Thema der Menschheit, sie verursachten nur allzuoft schon Krieg, Hunger, Tod und Verderb!
Aber auch schon in unserer unmittelbaren Umgebung,in unserem Alltag, findet dieser Prozess statt...jeden Tag, und immer wieder!
Die Macht...sie besitzen zu wollen steckt tief in jedem von uns, doch sollten wir uns dessen bewußt sein, das,wenn wir diese haben, eine Verwandlung in und mit uns stattfinden kann, die all unsere bisherigen, persönlichen Werte und Norme in Frage stellen können.
Die Macht und das Geld verändern uns Menschen, so oder so.
Jenachdem,welche Persönlichkeit in uns steckt,das Ergebnis dessen wird irgendwann sichtbar und spürbar werden...so war es immerschon!
Klappentext:
Der Romanprotagonist Kolja ist ein ganz normaler, beliebter und sportlich aktiver junger Mann aus einfachen Familienverhältnissen, der durch eine unerwartete Erbschaft zu finanziellem Reichtum gelangt. Der Roman beschreibt seine die dadurch entstandenen Wesens - und Lebensveränderungen, die auf sein nahes, persönliches Umfeld seiner Familie und seinen Freunde nicht ohne Auswirkung bleiben soll. Die spannende Geschichte erzählt von einer falschen Freundschaft zu einem älteren Mann, der die Naivität von Kolja zu seinen Gunsten ausnutzt, und ihn dadurch in eine äußerst pikante Situation hineinversetzt.
Auch die Liebe stellt ein wichtiges Thema in diesem Buch dar, die durch die beiden unterschiedlichen Mädchen Tanja und Nancy einen wichtigen und emotionalen Hintergrund bilden.
In diesem Buch wird spannend geschildert,das Geld zu besitzen sicherlich die Lebenszufriedenheit steigern kann, jedoch nicht unbedingt damit aber auch die Lebensqualität.
Inhalt:
Eine kleine Leseprobe........
Leo lag auf seiner Pritsche in der engen Zelle im Staatsgefängnis von Nevada, in Carson City, der Hauptstadt des Bundesstaates.
Er starrte nachdenklich mit verschränkten Armen hinter seinem Kopf an die Decke,draußen, durch die verschlossene Zellentür, hörte er die Stimmen und den täglichen Tulmult der anderen Insassen.
Sein Urteil wurde vor ein paar Tagen vom Richter vor dem Geschworenengericht im Supreme Court of Nevada in Carson City, dem obersten Gerichtshof verkündet.
Leopold wußte, das in Nevada die Todesstrafe existiert, durch die tödliche Injektion der Giftspritze.
Als die Geschworenen nach etwa drei Stunden Beratung wieder den Raum betraten,wurde es im Gerichtssaal still.
Mit leerem Blick, aber höchst aufgeregt und mit einem wuchtigen und gewaltigen, ängstlichen Gefühl,das ihm kaum ein gleichmäßiges Atmen erlaubte, erwartete er das Urteil.
Er rückte sich mit der rechten Hand den Kopfhörer zurecht, um den Simultan-Dolmetscher, der ihm jeden Satz seit Beginn des Prozesses ins Deutsche übersetzte,besser verstehen zu können.Er versuchte in den Augen der Geschworenen einen Anhaltspunkt zu entdecken, die ihn, wie er empfand, mit giftigen und gehässigen Blicken anschauten.
Einer der Geschworenen brachte einen Umschlag nach vorne zum Richter, der öffnete ihn,l as kurz, dann erhob er sich, was ihm alle Anwesenden im Gerichtssaal sofort nachtaten.
Leo fing an zu zittern, sein Pflichtanwalt schaute ihm kurz ins Gesicht, dann verkündete der Richter sein Urteil.
Leo hörte, wie seine Zellentür mit lautem, metallischem Geräusch aufgeschlossen wurde.
Tränen rannen ihm übers Gesicht, als er daran dachte, wie er im Casino in Las Vegas seine letzten vierzehntausend Dollar in Jettons vor sich auf dem Spieltisch liegen sah, er hatte es tatsächlich geschafft, in den letzten drei Wochen das gesamte, von Kolja ergaunertes Geld zu verspielen.
Seine Bank in Melbourne sendete ihm die letzten Kontoauszüge online per E-Mail, nachdem er sich mit seinem Passwort in einem Internetcafé einloggte, um die Übersicht über sein Kontoguthaben zu bekommen.
Erst jetzt wurde ihm bewußt, in welche unglaubliche Position er sich hineinmanövriert hatte, vor ein drei Wochen war er noch mehrfache Millionär und jetzt besaß er nur noch lächerliche vierzehntausend Dollar.
Bittere Erinnerungen auch an die Nacht, als er sich frustriert in einer Bar neben dem Casino an den Tresen setzte, sich einen Drink nach dem anderen von der süßen Bedienung in ihrem schwarzen, knappen Rock bestellte.Sie lächelte immer zu ihm herüber, wenn sie hinter dem langen Tresen entlangschritt, um zügig mit ihren drei Kolleginnen die Gäste bedienen zu können.
Leopold fragte sich, ob sie es wegen seiner Person oder wegen des stattlichen Trinkgeldes tat,das er ihr nach jedem Drink gab.
Bei jedem Glas der hochprozentigen Drinks dachte er wehmütig an die gewaltigen Unsummen des Geldes, welches er besonders an diesem heutigen Abend verspielte.
Er dachte mit unbehaglichen Gefühl daran, wie es sein würde, wenn auch das letzte Guthaben verspielt wäre, er wünschte sich nach Deutschland zurück, doch er konnte nicht, jedenfalls nicht solange, bis er zumindest einen gewissen Teil des verlorenes Geldes zurückgewonnen hatte.Irgendwann mußte ja seine Pechsträhne beendet sein, dachte er mit einem lauten Seufzer.
Und so eine Chance würde er vielleicht niemals mehr im Leben erhalten, also mußte er sie ergreifen.
Das er vollkommen geblendet war, weitab von der realen Welt,durch seine verhängnisvolle Spielsucht, das sah er nichteinmal andeutungsweise.Er war gefangen in seiner engen Denkstruktur, die ihm keine Alternativen seines festgefahrenen Verstandes zuließ.
Es wurde schon hell, als er zum Ausgang schwankte, er war schwer betrunken.
Die süße Bedienung schenkte ihm zum Abschied noch ein letztes Lächeln, dann schwanden seine Erinnerungen zunehmens, wahrscheinlich war es die frische Luft, die seinen betrunkenen Zustand schlagartig intensivierte, er erinnerte sich dann nur wieder ab dem Moment,als die Cops im Hotelzimmer ihm Handschellen auf dem Rücken zusammenbanden, und an das schreckliche Bild von dem leblosen Körper mit dem zerschmetterten Kopf, welcher einmal Sabine gehörte,der Frau, die Leopold liebte.
Was hatte er nur angerichtet? Was war passiert?
Das Warten wurde zur Qual, die Sekunden erschienen ihm wie Stunden, das die Finger seiner linken Hand schon blau anliefen, weil er sie in seiner Aufregung mit einem starken Griff der anderen Hand fest umklammerte, bemerkte er nicht,ebensowenig, wie den kleinen Blutstropfen, der sich auf seiner Unterlippe bildete, weil er nervös darauf herumkaute.
Der Richter hatte eine Nickelbrille auf der Nase, die ihn noch strenger erschienen ließ, als er ohnehin schon wirkte.
Wie in einem Zeitraffer beobachtete er den Mund des Richters, der diesen langsam öffnete, um seinen Urteilsspruch zu verkünden.
„Guilty!“.
Noch bevor Leopold die Stimme des Übersetzers im Kopfhörer vernahm, wußte er bereits,was dieser Richterspruch bedeutete…..schuldig!
Nachdem dieses Wort über einige Umwege in seinem Hirn endlich in sein Bewußtsein gerückt war, versagten seine Beine, er sackte zusammen, und plumpste auf seinen Stuhl zurück.
Die Begründung und das Strafmaß nahm er in diesem Moment nicht mehr wahr, er dachte nur an die Liege in einem hellen Zimmer, auf die er festgeschnallt werden würde, er spürte förmlich die dicke Kanüle, die man ihm in die Vene des linken Armes einstechen würde. Er sah die Zeugen hinter der dicken, gepanzerten Glaswand und er sah, wie der Gefängnisdirektor durch ein Kopfnicken dem Henker zu verstehen gab, die tödliche Injektion zu setzen und das Urteil damit zu vollstrecken.
Alleine in einem fremden Land, fernab seiner Heimat, keine Beststattung mit trauernden Angehörigen und Freunden, vielleicht nur einen nichtssagendes Kreuz mit seinem Namen auf seinem Grab, wo sich kein Mensch mehr an ihn erinnern würde, er würde aus dieser Welt verschwinden, ohne das es auch nur irgendjemandem auffallen würde, er hatte ja auch niemanden mehr. Eine schreckliche und schmerzliche Vorstellung.
Wie in Trance versetzt wurde er von zwei Polizisten abgeführt, nach kurzem Aufenthalt in einer Zelle des Gerichtshofes, wurde er mit einem Gefangenentransporter in das Staatsgefängnis gefahren,er blickte stumpf aus dem vergitterten Fenster des Fahrzeuges, seine Hände und Füße waren mit Ketten zusammengebunden, welche mit einem breiten Gürtel um seine Hüfte verbunden waren.
Seinen Anzug,den er während des Prozesses trug, wurde ausgetauscht durch einen orangen Overall, den alle Strafgefangenen in dem Bundesstaat trugen, die in ein Gefängnis überführt wurden.
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Zuletzt bearbeitet von Jan Mathes am 05.03.2008, 09:16, insgesamt 18-mal bearbeitet _________________ Es ist, wie es ist und es kommt, wie es kommen soll!
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Verfasst am: 03.03.2008, 16:07 |
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| Hakket (Moderator) |
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Herzlich Willkommen im Pool, Jan.
Interessantes und wichtiges Thema .
Ich wünsche dir viel Glück mit deinem Buch.
Gruß
Hakket |
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_________________ In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
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Verfasst am: 03.03.2008, 16:41 |
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| hwg (Moderator) |
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| Den von Hakket artikulierten Wünschen schließe ich mich gerne an! |
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Verfasst am: 03.03.2008, 17:51 |
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| Jan Mathes |
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| Anmeldedatum | 03.03.2008 | | Beiträge | 99 | | Wohnort | Worpswede |
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Ich bedanke mich sehr herzlich für die nette Begrüßung!
Liebe Grüße erstmal von
Jan  |
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_________________ Es ist, wie es ist und es kommt, wie es kommen soll!
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Verfasst am: 03.03.2008, 22:06 |
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| Weasel |
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| Anmeldedatum | 09.02.2008 | | Beiträge | 530 | | Wohnort | Tönisvorst |
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Interessante Leseprobe. Nur nach nem Komma folgt normalerweise ein Leerzeichen...
Aber, was solls, das Thema ist echt ansprechend und deine Schreibe lässt sich gut lesen.
Grüße Weasel |
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_________________ Hör auf das, was über diesem Strich hier steht. Es sind weise Worte. |
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Verfasst am: 04.03.2008, 20:28 |
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| Jan Mathes |
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| Anmeldedatum | 03.03.2008 | | Beiträge | 99 | | Wohnort | Worpswede |
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| Weasel hat Folgendes geschrieben: | Interessante Leseprobe. Nur nach nem Komma folgt normalerweise ein Leerzeichen...
Aber, was solls, das Thema ist echt ansprechend und deine Schreibe lässt sich gut lesen.
Grüße Weasel |
Ich danke Dir,Weasel.
Ich werde mich hier im Forum sicherlich wohlfühlen!
LG von Jan |
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