 | Auszug aus einem begonnen Roman |  |
Verfasst am: 22.01.2008, 16:34 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 23.05.2007 | | Beiträge | 1182 | | Wohnort | Fehmarn |
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Hallo, es wäre schön, wenn Ihr mal Stellung beziehen würdet.
Ihr könnt den Inhalt ruhig ordentlich zerpflücken, bin nicht
empfindlich und will die Wahrheit hören.
Danke! Ich werde geduldig warten.
LG, Rita
Auszug aus einem begonnen Roman
Es war bereits Mittag. Das Wetter war genauso trübe wie in Deutschland.
Nachdem sie einige, kleine Fischerdörfer durchquert hatten, wurde die Straße allmählich enger. Soweit man sie als Straße überhaupt bezeichnen konnte. Es war eher ein befahrbarer Weg, der sich durch Hecken und Sträucher bis Land´s End schlängelte.
Viele Seevögel flogen über sie hinweg. „Wir sind gleich da, Miss.“, sagte John Taylor. Er lenkte den Wagen auf einem schmalen Weg zu den Klippen hinauf. Mr. Taylor bog auf ein großes mit Koniferen eingezäumtes Wiesengrundstück ab und fuhr über einen Kiesweg direkt vor den Hauseingang.
Die vielen Sträucher und Bäume hatten auch hier die Farbe des Herbstes angenommen. Die Rosen allerdings, die links und rechts der Einfahrt standen, blühten noch in herrlichen Farben. Katja gefiel die weißgetünchte Villa, mit dem kleinen Türmchen und dem Schiefer gedeckten Dach.
Sie war bereits ausgestiegen, als sich die Haustür öffnete und eine große schlanke Frau Ende Vierzig heraustrat. Sie sah hübsch und gepflegt aus. Ihr dunkles Haar hatte sie zu einer Hochfrisur aufgesteckt. Mit einem freundlichen Lächeln trat sie auf Katja zu und streckte ihr die Hand entgegen.
„Schön, das sie da sind, Miss Berghoff. Mr. Graham hat mit dem Mittagessen auf sie gewartet. Ich bin Mary Lindslay, und kümmere mich hier um alle Angelegenheiten, die das Haus betreffen“, sagte sie. "Kommen sie, ich zeige ihnen ihr Zimmer, damit sie sich ein wenig frisch machen können.
Sie führte Katja über einen großen Flur, der wenig Licht herein ließ und ziemlich düster wirkte. Ein leichtes Frösteln flog über ihren Körper. Das Zimmer befand sich in der oberen Etage. Mrs. Lindslay öffnete eine Tür und ließ Katja eintreten. „In zehn Minuten hole ich sie ab und begleite sie in den Speiseraum“, sagte sie.
Als Katja alleine war, schaute sie sich um und war, von dem was sie sah, angenehm überrascht. Das Zimmer gefiel ihr. Ganz in weiß, mit goldenen Verziehrungen an den Möbeln und mit weinrotem Samt bezogenen Sesselchen. Das angrenzende Bad war sehr geschmackvoll in rosa gehalten. Katja konnte sich nicht satt sehen, wusch sich aber dennoch rasch Gesicht und Hände. Sie bemalte ihre Lippen mit einem zarten Rot und legte etwas Rouge auf. Ihre halblangen rotbraunen Haare bürstete sie kräftig durch und band sie zu einem Pferdeschwanz. Als es an die Tür klopfte, war sie bereit. Sie schaute flüchtig auf ihre Armbanduhr. Es war kurz nach Zwei. Sie fand es nett, dass der Professor mit dem Essen auf sie gewartet hatte. Mary brachte sie zum Speisezimmer in das Erdgeschoss.
Professor Graham erhob sich sofort als Katja eintrat und ging ihr mit ausgestreckten Händen entgegen.
„Ich freue mich sehr, sie wieder zu sehen!“ rief er. Dabei strahlte er über das ganze Gesicht.
„Auch ich freue mich und bedanke mich für die Einladung“, sagte Katja. Sie überflog mit einem kurzen Blick den Raum. Auch hier waren die Möbel in weiß gehalten. In der Mitte des Zimmers lag als Farbtupfer ein rot gemusterter Teppich. „Bitte nehmen doch sie Platz, meine Liebe“, sagte der Professor, „wir können gleich mit dem Essen beginnen.
Ein Mädchen trug die Speisen auf. Es gab Truthahn, etwas Gemüse, sowie Reis und kleine Nudeln. Bei Tisch wurde nicht viel gesprochen. Nur allgemein über das Befinden, das Wetter und den gut überstandenen Flug. „Lassen sie uns, zur Feier des Tages, im Kaminzimmer noch ein Gläschen Cognac trinken. Wir können dann gleich über die Arbeitsbedingungen sprechen“, lud der Professor sie nach dem Essen ein.
Katja staunte, als sie das Kaminzimmer betraten. Es glich eher einer riesigen Bibliothek. Alle Wände ringsherum waren bis zur Decke mit Regalen und Schränken zugestellt und voll gestopft mit Büchern aller Art. Nur die Nische, in der der große Kamin stand, in dem jetzt ein Feuer flackerte, blieb von Büchern verschont. Über dem Kamin hing das Porträt einer wunderschönen Frau. Katja schaute das Bild und dann den Professor fragend an. Dieser nickte. „Ja, das ist Ann, meine verstorbene Gemahlin“, sagte er etwas hastig und wechselte übergangslos das Thema.
„Nun, was halten sie von meiner Büchersammlung?“ fragte der Professor stolz.
„Ich bin beeindruckt!“ Katja war sichtlich überrascht.
„Da wird eine Menge Arbeit auf sie zukommen.“ Vielleicht sollten sie es sich noch einmal überlegen“, meinte der Professor grinsend.
„Ganz und gar nicht. Es wird mir eine Freude sein“, gab Katja zu verstehen. Sie nahmen vor dem Kamin auf zwei bequemen Sesseln Platz.
„Wie geht es ihnen, Katja?“, fragte Mr. Graham mitfühlend.
„Ich habe die Einladung angenommen, weil ich mir erhoffe, dass es mir bei ihnen besser gehen wird“, erwiderte Katja ehrlich.
„Oh, dass wird es sicher. Sie brauchen Menschen um sich herum, damit sie das Alleinsein besser überwinden“, meinte Mr. Graham zuversichtlich. „Sie haben es besonders schwer, weil es keine Verwandten gibt, die sich um sie kümmern könnten. Aber sie sind jung, sie werden es schon schaffen. Wenn sie einen Rat oder Hilfe brauchen, ich bin für sie da“, sagte der Professor und tätschelte ihre Hand. Ich weiß, ich danke ihnen“, entgegnete Katja. Nachdem sie sich über die geschäftlichen Modalitäten einig waren, drückte der Professor auf einen Klingelknopf.
Kurz danach trat Mary ein. „Sie wünschen, Sir?“ fragte sie mit leicht gehobener Stimmlage. Mr. Graham schaute ihr kurz ins Gesicht, sagte aber nichts. Er wandte sich wieder Katja zu. „Mrs. Lindslay ist hier sozusagen der Hausvorstand. Wenn sie irgendwelche Fragen haben, wenden sie sich verstauensvoll an sie. Oder selbstverständlich auch an mich“, meinte der Professor freundlich.“ Er stand auf. „Mich müssen die Damen nun entschuldigen. Ich habe noch Telefonate zu erledigen. Schauen sie sich ein wenig um“, forderte er Katja auf. „Wir sehen uns beim Fünfuhrtee. Dann wird sicher auch Jack, mein Sohn anwesend sein.“ Und schon war er verschwunden.
„Sie können sich auch gerne etwas hinlegen“, meinte Mary Lindslay. „Sie sind schon seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen.“ Katja erhob sich.
„Sie haben Recht. Ein Stündchen Pause würde mir gut tun. Danach inspiziere ich die Bücher in diesen Raum etwas genauer.“ Mary brachte Katja zu ihrem Zimmer. „Vielen Dank, Mrs. Lindslay, das nächste Mal finde ich mich alleine zurecht.“ Katja schloss die Tür und atmete tief durch. Sie ließ sich auf das bequeme, kuschelige Bett fallen und streckte sich aus. Langsam kroch die Anspannung aus ihrem Körper. Sie gab sich ihrer Müdigkeit hin und schlief tatsächlich ein.
Plötzlich setzte sich Katja ruckartig im Bett auf. Sie war hell wach und schaute etwas unbehaglich im Raum umher. Irgendein Geräusch hatte sie geweckt und sie hörte, wie die Tür geschlossen wurde. |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
www.ritahajak.de |
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Verfasst am: |
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 | Re: Auszug aus einem begonnen Roman |  |
Verfasst am: 22.01.2008, 20:24 |
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| Bärentante |
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Uih, Rita, die neue Frau Pilcher.
Ich habe kräftig geräubert, hihi. Ich hoffe, Du nimmst es nicht krumm, kennst mich ja, ich kann stunden-, tagelang an Texten basteln. Mir macht das viel Spaß!
Übrigens: Das Anrede-Sie wird großgeschrieben.
Dann sind noch einige Kommas an die falschen Stellen gerutscht und Anführungszeichen fehlen.
Mein Schnell-Kommentar:
Es war bereits Mittag. Das Wetter war genauso trübe wie in Deutschland. (Zwei Mal "war")
Nachdem sie einige, kleine Fischerdörfer durchquert (durch einige Dörfer gefahren) hatten, wurde die Straße allmählich enger (immer schmaler). Soweit man sie als Straße überhaupt bezeichnen konnte. Es war eher ein befahrbarer Weg, der sich durch Hecken und Sträucher bis Land´s End schlängelte. (Wenn es keine Straße ist, warum dann nicht gleich weglassen und nur von einem befahrbaren Weg sprechen?)
Viele Seevögel flogen über sie hinweg. (Das ist mir etwas mager an Beschreibung. Entweder ausführlich mit Landschaft und den Vögeln oder konkreter: Ein Schwarm, eine Formation Wasweißich ... mit Gekreische ... schwebte majestätisch ... na eben ausführlicher, hihi.) „Wir sind gleich da, Miss.“, sagte John Taylor. Er lenkte den Wagen auf einem schmalen Weg zu den Klippen hinauf. Mr. Taylor bog auf ein großes mit Koniferen eingezäumtes (eingezäunt?) Wiesengrundstück ab und fuhr über einen Kiesweg (direkt) vor den Hauseingang.
Die (vielen) Sträucher und Bäume hatten ("auch hier" weglassen, oder: "auch in diesem Landstrich, England bereits ...") die Farbe des Herbstes angenommen. Die Rosen allerdings, die links und rechts der Einfahrt standen, blühten noch in herrlichen Farben. Katja gefiel die weißgetünchte Villa, mit dem kleinen Türmchen und dem Schiefer (mit Schiefer) gedeckten Dach.
Sie war bereits ausgestiegen, als sich die Haustür öffnete und eine große schlanke Frau Ende Vierzig heraustrat. Sie sah hübsch und gepflegt aus. Ihr dunkles Haar hatte sie zu einer Hochfrisur aufgesteckt. Mit einem freundlichen Lächeln trat sie auf Katja zu und streckte ihr die Hand entgegen.
„Schön, das (dass) sie da sind, Miss Berghoff. Mr. Graham hat mit dem Mittagessen auf sie gewartet. Ich bin Mary Lindslay, und kümmere mich hier um alle Angelegenheiten, die das Haus betreffen“, sagte sie (begrüßte sie Katja herzlich.) "Kommen sie, ich zeige ihnen ihr Zimmer, damit sie sich ein wenig frisch machen können.
Sie führte Katja (den Gast) über einen großen Flur, der wenig Licht herein ließ und ziemlich düster wirkte. (Doppeltgemoppelt. Wenn wenig Licht ist, ist es düster. Wenn es düster ist, gibt es wenig Licht.) Ein leichtes Frösteln flog über ihren Körper. (ließ ihren Körper erzittern/erbeben) Das Zimmer befand sich in der oberen Etage. (Dann müssen sie nach dem Flur aber erst noch eine Treppe hinauf.) Mrs. Lindslay öffnete eine Tür (das ist mir zu ungenau, man möchte vielleicht wissen, wie lange dieser Flur ist, wie viele Türen sich darin befinden) und ließ Katja eintreten. „In zehn Minuten hole ich sie ab und begleite sie in den Speiseraum“, sagte sie.
Als Katja alleine war, (Da sich der gute Hausdrache ja schon verabschiedet hat, ist es eigentlich klar, dass Katja jetzt alleine ist) schaute sie sich um und war, von dem was sie sah, angenehm überrascht. (und war von dem, was sie sah, ...) Das Zimmer gefiel ihr. (Kurz und knapp, aber irgendwie drückt der Satz davor das ja bereits aus. Wenn sie angenehm überrascht war, gefällt es ihr doch bereits.) Ganz in weiß, mit goldenen Verziehrungen (Verzierung) an den Möbeln und mit weinrotem Samt bezogenen Sesselchen. Das angrenzende Bad war sehr geschmackvoll in rosa gehalten. Katja konnte sich nicht satt sehen, wusch sich aber (dennoch) rasch Gesicht und Hände. Sie bemalte ihre Lippen mit einem zarten Rot (Lippen bemalen? Sie zog den sinnlichen Bogen ihrer Lippen nach, oder so ähnlich. Hihi, ich werde zur dritten Frau Pilcher) und legte etwas Rouge auf. Ihre halblangen rotbraunen Haare bürstete sie kräftig durch und band sie zu einem Pferdeschwanz. (Wenn sie die Haare zum Pferdeschwanz binden kann, sind sie mindestens halblang. Dann kann man es bei rotbraun belassen.) Als es an die (der) Tür klopfte, war sie bereit. Sie schaute flüchtig auf ihre Armbanduhr. Es war kurz nach Zwei. (Zwei Mal "war") Sie fand es nett, dass der Professor mit dem Essen auf sie gewartet hatte. Mary brachte (begleitete) sie zum Speisezimmer in das (im) Erdgeschoss.
Professor Graham erhob sich (sofort) als Katja eintrat und ging ihr mit ausgestreckten Händen entgegen.
„Ich freue mich sehr, sie wieder zu sehen!“ rief er. (wiederzusehen. Ruft er das wirklich? Ich denke, er begrüßt sie so.) Dabei strahlte er über das ganze Gesicht. (Das sagt man so, aber schreibt man das in einem Roman?)
„Auch ich freue mich und bedanke mich für die Einladung“, sagte Katja. Sie überflog mit einem kurzen Blick den Raum. (einen Blick werfen, mit den Augen überfliegen) Auch hier waren die Möbel in weiß gehalten. In der Mitte des Zimmers lag als Farbtupfer ein rot gemusterter Teppich. „Bitte nehmen doch sie Platz, meine Liebe“, sagte der Professor, „wir können gleich mit dem Essen beginnen.
Ein Mädchen trug die Speisen auf. Es gab Truthahn, etwas Gemüse, (was ist denn das für eine Sorte? Oder reicht das Geld in dem Großhaushalt nicht für etwas mehr Gemüse?) sowie (mit) Reis und kleine Nudeln. Bei Tisch (während des Essens) wurde nicht viel gesprochen. Nur allgemein (Smalltalk) über das Befinden, das Wetter und den (gut überstandenen) Flug (nach England, würde ich ergänzen). „Lassen sie uns, zur Feier des Tages, im Kaminzimmer noch ein Gläschen Cognac trinken. Wir können dann gleich (dabei auch) über die Arbeitsbedingungen sprechen“, lud der Professor sie nach dem Essen ein. (schlug der Professor vor)
Katja staunte, als sie das Kaminzimmer betraten. Es glich eher einer riesigen Bibliothek. Alle (Die) Wände (ringsherum) waren bis zur Decke mit Regalen und Schränken zugestellt und voll gestopft mit Büchern aller Art. (So schnell kann sie sicher nicht abschätzen, welcher Art die Bücher sind.) Nur die Nische, in der der große Kamin stand, in dem jetzt ein Feuer flackerte, blieb von Büchern verschont. (Nur die Nische mit dem Kamin, in dem ein Feuer angefacht war, ... Verschont bleiben? Das klingt eher negativ, soll inhaltlich aber doch wohl das Gegenteil ausdrücken.)
Über dem Kamin hing das Porträt einer wunderschönen (schönen) Frau. Katja schaute (betrachtete lange) das Bild und (schaute) dann den Professor fragend an. Dieser nickte. „Ja, das ist Ann, meine verstorbene Gemahlin“, sagte er (etwas) hastig und wechselte (übergangslos) das Thema. (ohne Absatz)
„Nun, was halten sie von meiner Büchersammlung?“ fragte der Professor (er) stolz.
„Ich bin beeindruckt!“ Katja war sichtlich überrascht. (Ja was denn nun? Beeindruckt oder überrascht?)
„Da (Es) wird eine Menge Arbeit auf sie zukommen.(“) Vielleicht sollten sie es sich noch einmal überlegen“, meinte der Professor grinsend.
„Ganz und gar nicht. Es wird mir eine Freude sein“, gab Katja zu verstehen. Sie nahmen vor dem Kamin auf zwei bequemen Sesseln Platz. (Sie setzten sich in die bequemen Sessel vor dem Kamin.)
„Wie geht es ihnen, Katja?“, fragte Mr. Graham mitfühlend. (Bisher ging es ihr doch ganz gut? Nöö, ich weiß schon, was du meinst, erahne es zumindest, aber irgendwie kommt das so plötzlich, vorher war es doch eine normale Unterhaltung. Sie ist neugierig, schaut sich alles genau an, von Leid keine Spur. Vielleicht könnte ja ein Tränchen über ihre Wangen fließen?)
„Ich habe die Einladung angenommen, weil ich mir erhoffe, dass es mir bei ihnen besser gehen wird“ (weil ich mir von dem Aufenthalt in Ihrem Hause eine Ablenkung erhoffe), erwiderte Katja ehrlich.
„Oh, dass (das) wird es sicher. Sie brauchen Menschen um sich herum, damit sie das Alleinsein besser überwinden“, (zurechtkommen) meinte Mr. Graham zuversichtlich (väterlich). „Sie haben es besonders schwer, weil es keine Verwandten gibt, die sich um sie kümmern könnten. Aber sie sind jung, sie werden es schon schaffen. Wenn sie einen Rat oder Hilfe brauchen, ich bin für sie da“, sagte der Professor und tätschelte ihre Hand. (Tätscheln ist zu vertraulich in diesem feinen Haushalt. Ein gehauchter Handkuss reicht sicher aus.) "(Ich weiß,) ich danke ihnen“, entgegnete Katja. Nachdem sie sich über die geschäftlichen Modalitäten einig waren (geeinigt hatten), drückte der Professor auf einen Klingelknopf.
Kurz danach trat Mary ein. „Sie wünschen, Sir?“ fragte sie mit leicht gehobener Stimmlage. Mr. Graham schaute ihr kurz ins Gesicht (zwei Mal "kurz"), sagte aber nichts. Er wandte sich wieder Katja zu. (sich an seinen Gast) „Mrs. Lindslay ist hier sozusagen der Hausvorstand. (Haushaltsvorstand?) Wenn sie (irgendwelche) Fragen haben, wenden sie sich verstauensvoll (vertrauensvoll) an sie. Oder selbstverständlich auch an mich“, meinte der Professor freundlich.“ Er stand auf. „Mich müssen die Damen nun entschuldigen. (Eigentlich hat er die Hausdame doch ignoriert, nun spricht er sie aber doch an?) Ich habe noch Telefonate zu erledigen. Schauen sie sich ein wenig um“, forderte er Katja auf. „Wir sehen uns beim Fünfuhrtee. Dann wird sicher auch (Jack,) mein Sohn anwesend sein.“ Und schon war er verschwunden. (Hastig verließ er das Kaminzimmer durch die Tür an hinteren Ende des ... blablabla...)
„Sie können sich auch gerne etwas hinlegen“, meinte Mary Lindslay. (Ob das erlaubt ist, entscheidet sicher nicht die bezahlte Hausdame. Eher: "Vielleicht möchten Sie sich ein wenig hinlegen?") „Sie sind schon seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen.“ Katja erhob sich.
„Sie haben Recht. Ein Stündchen Pause (Ruhe) würde mir (wird mir sicher) gut tun. Danach inspiziere ich die Bücher in diesen Raum (in diesem Raum oder "hier in der Bibliothek") etwas genauer.“ Mary brachte Katja zu ihrem Zimmer. „Vielen Dank, Mrs. Lindslay, das nächste Mal finde ich mich alleine zurecht.“ Katja schloss die Tür und atmete tief durch. Sie ließ sich auf das bequeme, kuschelige Bett (ein Bett ist nicht kuschelig, höchstens die Decken oder Kissen, aber es könnte groß sein) fallen und streckte sich (aus). Langsam kroch die Anspannung aus ihrem Körper. (ihren Gliedern) Sie gab sich ihrer Müdigkeit hin und schlief (tatsächlich) ein.
Plötzlich setzte sich Katja ruckartig im Bett auf. Sie war hell wach (hellwach) und schaute etwas unbehaglich im Raum umher. (sich unbehaglich im Raum um.) Irgendein (Ein) Geräusch hatte sie geweckt und sie hörte, wie die Tür geschlossen wurde. (Erst ein Geräusch, dann nochmals das der Tür? Dann muss das erste Geräusch hinter ihre Aufwachphase. Das zweite in einem neuen Satz an den Schluss.) |
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_________________ Liebe Grüße
Christel |
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Verfasst am: 22.01.2008, 23:17 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 23.05.2007 | | Beiträge | 1182 | | Wohnort | Fehmarn |
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Hi Christel,
ich danke Dir für Deine Ausführungen. Ich wusste schon, dass einige
Streichungen und Änderungen notwendig sind.
Diese Zeilen sind noch nicht überarbeitet. Aber du hast mir sehr
geholfen und mich auf einige wesentliche Dinge aufmerksam gemacht.
Leider kennst Du den Anfang des Textes nicht.
Woher sich z.B. der Professor und Katja kennen. (Vertraulichkeiten dürfen
sein).
Aber einen "Pilcherroman" soll daraus nicht werden, da läuft mir zu viel Schmalz.
Mir geht es in erster Linie um den Inhalt. Überarbeitet wird dann später.
LG, Rita |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
www.ritahajak.de |
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Verfasst am: 23.01.2008, 00:46 |
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| Bärentante |
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| Anmeldedatum | 30.05.2007 | | Beiträge | 641 | | Wohnort | bei Frankfurt/M. |
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Huhu Rita,
zum Inhalt kann ich allerdings wenig sagen. Bücher mit solchen Inhalten habe ich zuletzt vor ca. 30 Jahren gelesen.
Aber die Filme schaue ich manchmal wegen der Landschaftsaufnahmen. |
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_________________ Liebe Grüße
Christel |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 23.01.2008, 11:49 |
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| Birgit Fabich |
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| Anmeldedatum | 23.10.2007 | | Beiträge | 855 | | Wohnort | Füchtorf |
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Das sagen se doch alle, dass sie die Filme nur wegen der Landschaft angucken.
Ich stehe dazu, manchmal braucht man solche Filme, bei denen man weiß, die zwei vom Anfang kriegen sich.
Oder stellt ihr den Ton ab?
Ich finde interessant, dass alle Geschichten von Rosamunde auf Tatsachen aus ihrer Familie oder Freundeskreis beruhen. Da kann man mal sehen wie kitschig das wahre Leben ist. Ich kann es nur bestätigen.
Gruß Birgit |
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Verfasst am: 23.01.2008, 15:21 |
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| Birgit Fabich |
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| Anmeldedatum | 23.10.2007 | | Beiträge | 855 | | Wohnort | Füchtorf |
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Hallo Rita,
die Haushälterin stellt sich am Anfang Deines Textausschnittes selbst vor, später stellt der Professor sie noch mal vor, das weiß ich nicht, ob das erzählerisches Mittel sein soll oder nicht.
Ansonsten möchte ich gern wissen, in welche Richtung es geht, wenn es ja kein Liebesroman wird, was dann?
Hat Katja ein Verbrechen überlebt? hat sie es selbst begangen?
Entwickelt sich ein Horrorszenario?
Eine besondere Sache aus dem Deutschunterricht habe ich noch behalten, in Romanen ist auf der ersten Seite schon der ganze Roman enthalten. Also bei näherem Hinsehen und Lesen. Ich weiß nicht, ob das stimmt, finde aber das ist ein interessanter Aspekt, der noch mal gerade auf den Start ein ganz neues Licht wirft und genau wie die Einleitung bei einer Arbeit erst zum Schluß geschrieben wird, wird vielleicht auch die Anfangsseite ganz am Ende geschrieben.
Bärentante hat ja schon viele Ideen aufgegriffen.
Viele Grüße Birgit |
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Verfasst am: 23.01.2008, 16:54 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 23.05.2007 | | Beiträge | 1182 | | Wohnort | Fehmarn |
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Ja, Birgit, Du hast Recht. Es ist schwer aus einem Textstück aus dem Mittelteil eines Romans Zusammenhänge zuerkennen.
Deshalb setze ich den Anfang des Textes bis zu dem Absatz, wo es hier
weitergeht auch noch hinein.
Soviel kann ich noch verraten: Die Ereignisse in diesem Haus werden
für Katja noch dramatisch.
LG, Rita
Anfang des Romans ohne Titel:
Katja schaute auf den Umschlag, der ihr beim Öffnen des Briefkastens vor die Füße fiel. Zitternd hob sie ihn auf. Post war selten geworden, in der letzten Zeit. Es war ein Brief aus Englang, von Professor Graham.
Seit der Beerdigung ihrer Eltern hatte sie von ihm nichts mehr gehört. Während ihrer Studienzeit leitete er, als Gastprofessor, einige Semester in Kunstgeschichte, an der Universität in Hamburg. Kurz vor seinen sechzigsten Geburtstag ging er zurück nach England. Zwischen ihnen hatte sich eine herzliche Sympathie entwickelt.
Katja ging ins Haus zurück und setzte sich auf einen Küchenstuhl. Mit unruhigen Händen und gespannt aus welchem Grund der Professor ihr schrieb, öffnete sie den Umschlag und faltete das weiße Papier auseinander.
Liebe Katja,
Sie werden überrascht sein, wenn sie diesen Brief in den Händen halten. Aber ich habe sie in so lieber Erinnerung, dass sie, für mein Vorhaben, die Geeignete sind. Ich habe Ihre Freude und Ihr großes Interesse an guter Literatur immer wohlwollend belächelt. Jetzt möchte ich sie, als meinen Gast, in mein Haus, nach Land`s End, in Cornwall, einladen und Sie bitten, mir bei der Katalogisierung meiner gesamten Literatur behilflich zu sein.
Die Abwechslung wird Ihnen gut tun. Selbstverständlich werde ich Ihnen die Arbeit bestens honorieren. Sie haben mir in ihrem letzten Brief geschrieben, dass Sie Ihre Anstellung, in einer Antiquitäten-Bibliothek, erst im Januar beginnen. Das sind noch drei Monate, die Sie in netter Gesellschaft verbringen können. Ich würde mich sehr freuen und erwarte bald Ihre Antwort.
Mit den besten Grüßen
Ihr Professor Graham.
Katjas Herz klopfte aufgeregt gegen die Rippen. Damit hatte sie nicht gerechnet. Was sollte sie tun. Für einen Moment schloss sie die Augen. Ihre Eltern kamen ihr in den Sinn. Sie waren vor einem Jahr, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Katja vermisste sie sehr. Würden sie ihr raten, die Einladung anzunehmen? Immer waren ihre Eltern zur Stelle, wenn sie einen Rat brauchte. Jetzt musste sie ihre Entscheidungen alleine treffen. Sie verließ nur ungern dieses Haus. Hier fühlte sie sich ihren Eltern nahe.
Ihr Blick schweifte zum Küchenfenster hinaus. Draußen zogen Nebelschwaden vorbei, und der Wind pustete die Gelb-bräunlich gefärbten Blätter von den Bäumen. Herbst, eine Jahreszeit, die ihr auf das Gemüt drückte.
Es wäre in der Tat eine Herausforderung, dachte sie. Katja wollte sich nichts vormachen. Sie wusste, dass es so nicht weiter gehen konnte. Seit dem Tod ihrer Eltern lebte sie sehr zurückgezogen. Eine Abwechslung würde ihr sicherlich gut tun. Finanziell war sie abgesichert. Ihre Eltern hatten ihr ein beträchtliches Vermögen hinterlassen. Katja brauchte nicht lange, um sich zu entscheiden. Bei Tom Graham war sie in den besten Händen. Hier würde sie ohnehin keiner vermissen.
Zehn Tage später saß sie im Flieger. Der junge Mann an ihrer Seite versuchte sie in ein Gespräch zu verwickeln. Katja gab nur einsilbige Antworten. Sie zeigte keinerlei Interesse an einer Unterhaltung. Ihr Flugnachbar schaute sie irritiert an und meinte schließlich: „Es tut mir Leid, „ich wollte sie keinesfalls belästigen. Ist mit ihnen alles in Ordnung?“ Katja schämte sich, dass sie so unhöflich reagiert hatte. „Danke, mir geht es gut. Ich habe nur keine Lust zum Reden“, sagte sie. Später sah sie den Mann unauffällig von der Seite her an. Nett, aussehen tut er ja, dachte sie.
Der Flug verlief ohne Komplikationen und Katja atmete erleichtert auf, als sie zur Landung ansetzten. Vor dem Flughafen wartete bereits ein Bus, der die Passagiere, die ihre Reise mit der Bahn fortsetzen mussten, zum Bahnhof brachte. Die mehrstündige Fahrt nach Penzance, verbrachte sie schlafend. Wach wurde sie erst wieder, als ein Bahnangestellter einen Wagen mit Erfrischungen durch das Abteil schob. Sie schaute aus dem Fenster. Viel konnte sie nicht erkennen, denn links und rechts der Gleise standen hohe Büsche und Hecken.
Endlich hatte sie ihr Ziel erreicht. In Penzance wartete ein Wagen auf sie, der sie nach Land`s End bringen sollte. Sie verließ den Bahnhof und schaute sich suchend um. Fröstelnd zog sie die Schultern zusammen, denn es wehte ein kühler Wind. Ein Mann, etwa sechzig Jahre alt, in grauer Flanellhose und schwarzer Lederjacke, kam auf sie zu und stellte sich, mit einer steifen Verbeugung, als John Taylor vor. Sie nickte, nannte ihren Namen und reichte ihm die Hand.
Irgendetwas an ihm störte sie. War es der feindselige Blick, mit dem er sie ansah? Vielleicht lag es auch an ihr. In der letzten Zeit war sie kaum mit Menschen zusammen gekommen und reagierte wahrscheinlich überempfindlich. Sprachlich gab es keine Schwierigkeiten.
Katja beherrschte die englische Sprache sehr gut. Während Mr. Taylor ihr Gepäck verstaute, ließ sie sich in die weichen Polster des Wagens fallen.
Oben geht es dann weiter ... |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
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Verfasst am: 23.01.2008, 17:00 |
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| Birgit Fabich |
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| Anmeldedatum | 23.10.2007 | | Beiträge | 855 | | Wohnort | Füchtorf |
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na na na liebe Rita, wenn da man nicht doch der Sitznachbar im Flugzeug noch eine größere Rolle bekommt?
Ich muß den Text auf Papier vor mir haben, mit dem Stift arbeiten, mal gucken.
Erst mal danke für den Einstieg
Gruß Birgit |
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Verfasst am: 23.01.2008, 18:30 |
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| FMJork |
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| Anmeldedatum | 08.01.2008 | | Beiträge | 36 | | Wohnort | Berlin |
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Liebe Rita, ich will dann auch mal meine meinung und meine Korrekturvorschläge vorbringen.
Anfang des Romans ohne Titel:
Katja schaute auf den Umschlag, der ihr beim Öffnen des Briefkastens vor die Füße fiel ( gefallen war). Zitternd hob sie ihn auf. Post war selten geworden (ohne Komma) in der letzten Zeit (oder besser: Post war in letzter Zeit selten geworden). Es war ein Brief aus Englang (d), von Professor Graham.
Seit der Beerdigung ihrer Eltern hatte sie von ihm nichts mehr gehört. Während ihrer Studienzeit leitete er, als Gastprofessor, einige Semester in Kunstgeschichte, an der Universität in Hamburg. Während ihrer Studienzeit an der Hamburger Uni hatte er als Gastprofessor einige Semester lang Vorlesungen in Kunstgeschichte gehalten und es hatte sich eine gewisse Sympathie zwischen ihnen beiden entwickelt.) Kurz vor seinen sechzigsten Geburtstag ging er zurück nach England. (...war er nach England zurückgegangen... Du erzählst ja in der Vergangenheitsform und das liegt noch davor)
Katja ging ins Haus zurück und setzte sich auf einen Küchenstuhl. Mit unruhigen Händen und gespannt,(Komma) aus welchem Grund der Professor ihr schrieb (geschrieben hatte), öffnete sie den Umschlag und faltete das weiße (Blatt) Papier auseinander.
Liebe Katja,
Sie werden überrascht sein, wenn sie diesen Brief in den Händen halten. Aber ich habe Sie (mit großem S) in so lieber Erinnerung, dass Sie(dto.)(ohne Komma) für mein Vorhaben (ohne Komma) die Geeignete sind. Ich habe Ihre Freude und Ihr großes Interesse an guter Literatur immer wohlwollend belächelt. Jetzt möchte ich sie (ohne Komma) als meinen Gast (ohne Komma) in mein Haus (ohne Komma) nach Land`s End (ohne Komma) in Cornwall (ohne Komma) einladen und Sie bitten, mir bei der Katalogisierung meiner gesamten Literatur behilflich zu sein.
Die Abwechslung wird Ihnen gut tun. Selbstverständlich werde ich Ihnen die Arbeit bestens honorieren. Sie haben mir in Ihrem (großes I) letzten Brief geschrieben, dass Sie Ihre Anstellung (ohne Komma) in einer Antiquitätenbibliothek (zusammen, kein Bindestrich) erst im Januar beginnen. Das sind noch drei Monate, die Sie in netter Gesellschaft verbringen können.(Somit bleiben Ihnen noch drei Monate, die Sie in netter Gesellschaft verbringen könnten) Ich würde mich sehr freuen und erwarte bald Ihre Antwort.
Mit den besten Grüßen
Ihr Professor Graham.
Katjas Herz klopfte aufgeregt gegen die Rippen. Damit hatte sie nicht gerechnet. Was sollte sie tun? (Fragezeichen) Für einen Moment schloß sie die Augen. Ihre Eltern kamen ihr in den Sinn. Sie waren vor einem Jahr (ohne Komma) bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Katja vermisste sie sehr. Würden sie ihr raten,(Hätten sie ihr geraten...) die Einladung anzunehmen? Immer waren ihre Eltern zur Stelle (gewesen), wenn sie einen Rat brauchte (gebraucht hatte). Jetzt mußte sie ihre Entscheidungen allein treffen. Sie verließ nur ungern dieses Haus. Hier fühlte sie sich ihren Eltern nahe.
Ihr Blick schweifte zum Küchenfenster hinaus. Draußen zogen Nebelschwaden vorbei, und der Wind pustete die gelb-bräunlich gefärbten Blätter von den Bäumen. (Der )Herbst (war) eine Jahreszeit, die ihr auf das Gemüt drückte.
Es wäre in der Tat eine Herausforderung, dachte sie. Katja wollte sich nichts vormachen. Sie wusste, dass es so nicht weiter gehen konnte. Seit dem Tod ihrer Eltern lebte sie sehr zurückgezogen. Eine Abwechslung würde ihr sicherlich gut tun. Finanziell war sie abgesichert. Ihre Eltern hatten ihr ein beträchtliches Vermögen hinterlassen. Katja brauchte nicht lange, um sich zu entscheiden. Bei Tom Graham war sie in den besten Händen. Hier würde sie ohnehin keiner vermissen.
Zehn Tage später saß sie im Flieger (Bitte Flugzeug... Ich weiß, man sagt es so. Aber Flieger ist allenfalls der Mensch, der ein Flugzeug steuert ). Der junge Mann an ihrer Seite versuchte, (Komma) sie in ein Gespräch zu verwickeln. Katja gab nur einsilbige Antworten. Sie zeigte keinerlei Interesse an einer Unterhaltung. Ihr Flugnachbar (besser Sitznachbar) schaute sie irritiert an und meinte schließlich: „Es tut mir leid, ich wollte sie keinesfalls belästigen. Ist mit ihnen alles in Ordnung?“ Katja schämte sich, dass sie so unhöflich reagiert hatte. „Danke, mir geht es gut. Ich habe nur keine Lust zum Reden“, sagte sie. Später sah sie den Mann unauffällig von der Seite her an. Nett (kein Komma) aussehen tut er ja, dachte sie.
Der Flug verlief ohne Komplikationen und Katja atmete erleichtert auf, als sie zur Landung ansetzten. Vor dem Flughafen wartete bereits ein Bus, der die Passagiere, die ihre Reise mit der Bahn fortsetzen mußten, zum Bahnhof brachte. Die mehrstündige Fahrt (im Zug) nach Penzance (kein Komma)verbrachte sie schlafend. Wach wurde sie erst wieder, als ein Bahnangestellter einen Wagen mit Erfrischungen durch das Abteil schob. Sie schaute aus dem Fenster. Viel konnte sie nicht erkennen, denn links und rechts der Gleise standen hohe Büsche und Hecken.
Endlich hatte sie ihr Ziel erreicht. In Penzance wartete ein Wagen auf sie, der sie nach Land`s End bringen sollte. Sie verließ den Bahnhof und schaute sich suchend um. Fröstelnd zog sie die Schultern zusammen, denn es wehte ein kühler Wind. Ein Mann, etwa sechzig Jahre alt, in grauer Flanellhose und schwarzer Lederjacke, kam auf sie zu und stellte sich mit einer steifen Verbeugung als John Taylor vor. Sie nickte, nannte ihren Namen und reichte ihm die Hand.
Irgendetwas an ihm störte sie. War es der feindselige Blick, mit dem er sie ansah? Vielleicht lag es auch an ihr. In der letzten Zeit war sie kaum mit Menschen zusammen gekommen und reagierte wahrscheinlich überempfindlich. Sprachlich gab es keine Schwierigkeiten.
Katja beherrschte die englische Sprache sehr gut. Während Mr. Taylor ihr Gepäck verstaute, ließ sie sich in die weichen Polster des Wagens fallen. |
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Verfasst am: 23.01.2008, 18:59 |
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Hier kommt mein Vorschlag.
Ich halte diesen Teil der Geschichte für ein wunderbares Entrée zweier Menschen, die irgendwann (boy meets girl, boy loses glrl, boy meets girl again) wieder zusammenkommen.
Wie wäre es hiermit:
Katja schaute gebannt auf den Umschlag, der ihr aus dem Briefkasten gefallen war. Post war selten geworden in letzter Zeit - und ein Umschlag in dieser Größe machte ihr Angst.
Der Absender beruhigte sie - es war Professor Graham aus England. Seit der Beerdigung ihrer Eltern hatte sie von ihm nichts mehr gehört. Während ihrer Studienzeit hatte er als Gastprofessor einige Semester in Kunstgeschichte an der Universität in Hamburg gehalten - und seit der Zeit hatte sich eine gewisse Sympathie zwischen ihnen beiden entwickelt. Kurz vor seinen sechzigsten Geburtstag war er zurück nach England zurück gegangen. Und nun kam - völlig unerwartet - ein Brief. Katja öffnete mit zitternden Händen den Umschlag und las:
Liebe Katja,
Sie werden überrascht sein, wenn Sie diesen Brief in den Händen halten. Aber ich habe Sie (mit großem S) in so lieber Erinnerung, dass Sie(dto.)(ohne Komma) für mein Vorhaben (ohne Komma) die Geeignete sind. Ich habe Ihre Freude und Ihr großes Interesse an guter Literatur immer wohlwollend belächelt. Jetzt möchte ich sie (ohne Komma) als meinen Gast (ohne Komma) in mein Haus (ohne Komma) nach Land`s End (ohne Komma) in Cornwall (ohne Komma) einladen und Sie bitten, mir bei der Katalogisierung meiner gesamten Literatur behilflich zu sein.
(Absatz)
Die Abwechslung wird Ihnen gut tun. Selbstverständlich werde ich Ihnen die Arbeit bestens honorieren. Sie haben mir in Ihrem (großes I) letzten Brief geschrieben, dass Sie Ihre Anstellung (ohne Komma) in einer Antiquitätenbibliothek (zusammen, kein Bindestrich) erst im Januar beginnen. Das sind noch drei Monate, die Sie in netter Gesellschaft verbringen können.(Somit bleiben Ihnen noch drei Monate, die Sie in netter Gesellschaft verbringen könnten) Ich würde mich sehr freuen und erwarte bald Ihre Antwort.
Mit den besten Grüßen
Ihr Professor Graham.
Katjas Herz schlug bis zum Hals. Damit hatte sie nicht gerechnet. Was sollte sie tun? (Fragezeichen) Für einen Moment schloß sie die Augen. In Gedanken lief die Vergangenheit ab wie ein Film. Der Flugzeugabsturz ihrer Eltern. Ihre ergebnislose Suche. Das Bewusstsein, plötzlich alleine auf sich gestellt zu sein. Was hätten ihre Eltern zu dieser Einladung gesagt?
| Zitat: | | Das kann raus: Immer waren ihre Eltern zur Stelle (gewesen), wenn sie einen Rat brauchte (gebraucht hatte). Jetzt mußte sie ihre Entscheidungen allein treffen. Sie verließ nur ungern dieses Haus. Hier fühlte sie sich ihren Eltern nahe. Ihr Blick schweifte zum Küchenfenster hinaus. Draußen zogen Nebelschwaden vorbei, und der Wind pustete die gelb-bräunlich gefärbten Blätter von den Bäumen. (Der )Herbst (war) eine Jahreszeit, die ihr auf das Gemüt drückte. |
Katja hatte sich immer auf den Rat ihrer Eltern verlassen - aber nun? Sie war auf sich gestellt und musste eine eigene Entscheidung fällen.
| Zitat: | | Das kann raus: Es wäre in der Tat eine Herausforderung, dachte sie. Katja wollte sich nichts vormachen. Sie wusste, dass es so nicht weiter gehen konnte. Seit dem Tod ihrer Eltern lebte sie sehr zurückgezogen. Eine Abwechslung würde ihr sicherlich gut tun. Finanziell war sie abgesichert. Ihre Eltern hatten ihr ein beträchtliches Vermögen hinterlassen. Katja brauchte nicht lange, um sich zu entscheiden. Bei Tom Graham war sie in den besten Händen. Hier würde sie ohnehin keiner vermissen. |
Zehn Tage später saß sie im Flieger (Bitte Flugzeug... Ich weiß, man sagt es so. Aber Flieger ist allenfalls der Mensch, der ein Flugzeug steuert nein - der Flieger ist ein Flugzeug - zumindest in diesem Falle! ). Neben ihr saß ein junger Mann, der sie schon seit dem Boarding auffallend gemustert hatte, Er versuchte, (Komma) sie in ein Gespräch zu verwickeln. Der Nachbar scheint wichtig, also sollte er eingeführt werden
Katja gab nur einsilbige Antworten. Sie zeigte keinerlei Interesse an einer Unterhaltung. Ihr Flugnachbar (besser Sitznachbar) Der junge Mann neben ihr schaute sie irritiert an und meinte schließlich: „Es tut mir leid, ich wollte sie keinesfalls belästigen. Ist mit ihnen alles in Ordnung?“ Katja schämte sich, dass sie so unhöflich reagiert hatte. „Danke, mir geht es gut. Ich habe nur keine Lust zum Reden“, sagte sie. Später sah sie den Mann unauffällig von der Seite her an. Nett (kein Komma) aussehen tut er ja, dachte sie.
Der Flug verlief ohne Komplikationen und Katja atmete erleichtert auf, als sie zur Landung ansetzten. Vor dem Flughafen wartete bereits ein Bus, der die Passagiere, die ihre Reise mit der Bahn fortsetzen mußten, zum Bahnhof brachte. Die mehrstündige Fahrt (im Zug) nach Penzance (kein Komma)verbrachte sie schlafend. Wach wurde sie erst wieder, als ein Bahnangestellter einen Wagen mit Erfrischungen durch das Abteil schob. Sie schaute aus dem Fenster. Viel konnte sie nicht erkennen, denn links und rechts der Gleise standen hohe Büsche und Hecken.
Endlich hatte sie ihr Ziel erreicht. In Penzance wartete ein Wagen auf sie, der sie nach Land`s End bringen sollte. Sie verließ den Bahnhof und schaute sich suchend um. Fröstelnd zog sie die Schultern zusammen, denn es wehte ein kühler Wind. Ein Mann, etwa sechzig Jahre alt, in grauer Flanellhose und schwarzer Lederjacke, kam auf sie zu und stellte sich mit einer steifen Verbeugung als John Taylor vor. Sie nickte, nannte ihren Namen und reichte ihm die Hand.
Irgendetwas an ihm störte sie. War es der feindselige Blick, mit dem er sie ansah? Vielleicht lag es auch an ihr. In der letzten Zeit war sie kaum mit Menschen zusammen gekommen und reagierte wahrscheinlich überempfindlich. Sprachlich gab es keine Schwierigkeiten.
Katja beherrschte die englische Sprache sehr gut. Während Mr. Taylor ihr Gepäck verstaute, ließ sie sich in die weichen Polster des Wagens fallen.
Die Geschichte fängt an, spannend zu werden. Gerne mehr! |
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Verfasst am: 23.01.2008, 20:07 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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© FMJork
© Matthias
Vielen Dank für Eure Mühe!
Ich finde es erstaunlich, was Ihr aus diesem Text heraus geholt habt.
Wie soll ich das alles verwerten? Ich lasse das Los entscheiden.
Mit der Vergangenheitsform hapert es bei mir noch.
Fortsetzung des Textes s. ganz oben.
LG, Rita |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
www.ritahajak.de |
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Verfasst am: 23.01.2008, 21:13 |
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| FMJork |
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So, ein paar Minuten Zeit habe ich noch. Also dann werde ich auch noch Deinen 2.Teil von mir "bearbeitet" einstellen:
Es war bereits Mittag. (Inzwischen war es Mittag geworden) Das Wetter war (zeigte sich) genauso trübe wie in Deutschland.
Nachdem sie einige kleine (ohne Komma dazwischen, denn du kannst die beiden Worte in ihrer Satzszellung nicht austauschen) Fischerdörfer durchquert hatten, wurde die Straße allmählich enger. (immer schmaler) Soweit (..., sofern) man sie (überhaupt noch) als Straße überhaupt bezeichnen konnte. Es war eher ein (gerade noch) befahrbarer Weg, der sich durch Hecken und Sträucher bis Land´s End schlängelte.
Viele Seevögel flogen über sie hinweg (und betonten mit ihrem durchdringenden Geschrei die melancholische Atmosphäre der Landschaft )„Wir sind gleich da, Miss“, sagte John Taylor. Er lenkte den Wagen auf einem (dem) schmalen Weg zu den Klippen hinauf (Mr. Taylor würde ich weglassen) ,bog auf ein großes, (Komma)mit Koniferen eingezäumtes Wiesengrundstück ab und fuhr (schließlich) über einen Kiesweg direkt vor den Hauseingang.
Die vielen Sträucher und Bäume hatten auch hier (wie überall) die Farbe des Herbstes angenommen. Die Rosen allerdings, die links und rechts der Einfahrt standen, blühten noch in herrlichen Farben. Katja gefiel die weißgetünchte Villa. Mit dem kleinen Türmchen und dem Schiefer gedeckten Dach (wirkte sie wie ein kleines Märchenschlößchen).
Sie war bereits ausgestiegen, als sich die Haustür öffnete und eine große schlanke Frau Ende Vierzig heraustrat. Sie sah hübsch und gepflegt aus. Ihr dunkles Haar hatte sie zu einer Hochfrisur aufgesteckt. Mit einem freundlichen Lächeln trat sie auf Katja zu und streckte ihr die Hand entgegen.
„Schön, daß Sie da sind, Miss Berghoff. Mr. Graham hat mit dem Mittagessen (Lunch) (extra) auf Sie gewartet. Ich bin (Mein Name ist) Mary Lindslay und (ich) kümmere mich hier um alle Angelegenheiten, die das Haus betreffen“, sagte sie. "Kommen sie, ich zeige ihnen Ihr Zimmer, damit Sie sich ein wenig frischmachen (ein Wort) können.
Sie führte Katja über einen großen Flur, der wenig Licht herein ließ und (deshalb auch) ziemlich düster wirkte. (Kann man so lassen, denn auch ein Raum in den viel Licht hereinkommt, kann düster wirken ) Ein leichtes Frösteln flog über ihren (Katjas)Körper. Das Zimmer befand sich in der oberen Etage. Mrs. Lindslay öffnete eine Tür und ließ Katja eintreten. „In zehn Minuten hole ich Sie ab und begleite Sie in den Speiseraum“, sagte sie. (Bitte die Großschreibung bei Sie und Ihr/e in der Anrede nicht vergessen)
Als Katja allein war, schaute sie sich um und war (ohne Komma) von dem, (hier Komma) was sie sah, angenehm überrascht. Das Zimmer gefiel ihr. Ganz in weiß, mit goldenen Verziehrungen (Verzierungen) an den Möbeln und mit weinrotem Samt bezogene Sesselchen. Das angrenzende Bad war sehr geschmackvoll in rosa gehalten. Katja konnte sich nicht satt sehen, wusch sich aber dennoch rasch Gesicht und Hände. Sie bemalte ihre Lippen mit einem zarten Rot und legte etwas Rouge auf. Ihre halblangen rotbraunen Haare bürstete sie kräftig durch und band sie zu einem Pferdeschwanz. Als es an die Tür klopfte, war sie bereit. (wozu? ) Sie schaute flüchtig auf ihre Armbanduhr. Es war kurz nach Zwei. Sie fand es nett, dass der Professor mit dem Essen auf sie gewartet hatte. Mary brachte sie zum Speisezimmer in das Erdgeschoss. (Noch wissen wir nicht, was für eine Rolle Mary Lindslay spielt. Ist sie nur eine Angestellte? Im Prinzip wird die Geschichte aus der Sicht von Katja erzählt. Nennt Katja die Haushälterin beim Vornamen? Sollte sie nicht vorerst Miss Lidslay genannt werden? Nur so ein paar Überlegungen.)
Professor Graham erhob sich sofort, (Komma) als Katja eintrat und ging ihr mit ausgestreckten Händen entgegen.
„Ich freue mich sehr, Sie wieder zu sehen!“ rief er. Dabei strahlte er über das ganze Gesicht.
„Auch ich freue mich und bedanke mich für die Einladung“, sagte Katja. Sie überflog mit einem kurzen Blick den Raum. Auch hier waren die Möbel in weiß gehalten. In der Mitte des Zimmers lag als Farbtupfer ein rot gemusterter Teppich. „Bitte nehmen doch sie Platz, meine Liebe“, sagte der Professor, „wir können gleich mit dem Essen beginnen.
Ein Mädchen trug die Speisen auf. Es gab Truthahn, etwas Gemüse, sowie Reis und kleine Nudeln. Bei Tisch wurde nicht viel gesprochen. Nur allgemein über das Befinden, das Wetter und den gut überstandenen Flug. „Lassen sie uns zur Feier des Tages im Kaminzimmer noch ein Gläschen Cognac trinken. Wir können dann gleich über die Arbeitsbedingungen sprechen“, lud der Professor sie nach dem Essen ein.
Katja staunte, als sie das Kaminzimmer betraten. Es glich eher einer riesigen Bibliothek. Alle Wände ringsherum waren bis zur Decke mit Regalen und Schränken zugestellt und vollgestopft (ein Wort) mit Büchern aller Art. Nur die Nische, in der der große Kamin stand, in dem jetzt ein Feuer flackerte, blieb von Büchern verschont. (war von Büchern verschont geblieben.... ist aber ohnehin keine schöne Formulierung.. und wenn es so viele Bücher gibt, ist es ja auch eigentlich eine Bibliothek, oder?) Über dem Kamin hing das Porträt einer wunderschönen Frau. Katja schaute das Bild und dann den Professor fragend an. Dieser nickte. „Ja, das ist Ann, meine verstorbene Gemahlin“, sagte er etwas hastig und wechselte übergangslos das Thema.
„Nun, was halten Sie von meiner Büchersammlung?“ fragte der Professor stolz.
„Ich bin beeindruckt!“ Katja war sichtlich überrascht. (worüber?)
„Da wird eine Menge Arbeit auf Sie zukommen.“ Vielleicht sollten sie es sich noch einmal überlegen“, meinte der Professor grinsend.
„Ganz und gar nicht. Es wird mir eine Freude sein“, gab Katja zu verstehen. Sie nahmen vor dem Kamin auf zwei bequemen Sesseln Platz.
„Wie geht es Ihnen, Katja?“, fragte Mr. Graham mitfühlend.
„Ich habe die Einladung angenommen, weil ich mir erhoffe, dass es mir bei Ihnen besser gehen wird“, erwiderte Katja ehrlich.
„Oh, das wird es sicher. Sie brauchen Menschen um sich herum, damit sie das Alleinsein besser überwinden“, meinte Mr. Graham zuversichtlich. „Sie haben es besonders schwer, weil es keine Verwandten gibt, die sich um sie kümmern könnten. Aber Sie sind jung, Sie werden es schon schaffen. Wenn Sie einen Rat oder Hilfe brauchen, ich bin für Sie da“, sagte der Professor und tätschelte ihre Hand.
"Ich weiß, ich danke Ihnen“, entgegnete Katja. Nachdem sie sich über die geschäftlichen Modalitäten einig waren (geeinigt hatten), drückte der Professor auf einen Klingelknopf.
Kurz danach trat Mary ein. „Sie wünschen, Sir?“ fragte sie mit leicht gehobener Stimmlage. Mr. Graham schaute ihr kurz ins Gesicht, sagte aber nichts. Er wandte sich wieder Katja zu. „Mrs. Lindslay ist hier sozusagen der Hausvorstand. Wenn sie irgendwelche Fragen haben, wenden sie sich verstauensvoll an sie. Oder selbstverständlich auch an mich“, meinte der Professor freundlich.“ Er stand auf. „Mich müssen die Damen nun entschuldigen. Ich habe noch Telefonate zu erledigen. Schauen sie sich ein wenig um“, forderte er Katja auf. „Wir sehen uns beim Fünf- | | | | |