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BeitragVerfasst am: 28.04.2008, 07:54
lverlag
 
Anmeldedatum06.02.2008
Beiträge59
WohnortMünchen


hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Belege sammeln ist immer gut - vor allem müssen sie dann 7 Jahre lang aufbewahrt werden, denn das ist die Zeitspanne, welche das Finanzamt bei einer Überprüfung zurückverfolgt. Jedenfalls gilt das bei uns. Ich denke aber auch in D.


In Deuschland sind es zehn Jahre für alle steuerrelevanten Unterlagen, also Buchungsbelege, eigene Rechnungen, Jahresabschlüsse usw.

Geschäftsbriefe (ein- und ausgehend) müssen sechs Jahre aufbewahrt werden.

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 28.04.2008, 08:18
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1254
WohnortBerlin


Hallo Alina,

Alina hat Folgendes geschrieben:
Wenn man nur Ausgaben produziert, heißt das dann vielleicht irgendwann "Liebhaberei", aber hat nix mehr mit Geschäft zu tun, ich weiß. Wink


Wobei Verluste, selbst wenn sie mehrere Jahre hintereinander auftreten, nicht zwangslaeufig auf Liebhaberei deuten.

Man muss dem Finanzamt dann nur ueberzeugend die Gruende nachweisen. Ich habe z.B. recht aufwendig in Jugoslawien recherchiert, um einen Reisefuehrer zu schreiben. Kein halbes Jahr spaeter begann die NATO den Krieg gegen Serbien Sad Heute koennte ich nur von vorne beginnen.

Uebrigens wuerde ich mir als angehender Autor sehr genau ueberlegen, ob ich einen Laptop von der Steuer absetzen. Man legt sich doch fuer mehrere Jahre fest und schraenkt seine steuerlichen Gestaltungsmoeglichkeiten drastisch ein. Investitionen in das Marketing, in den Vertrieb, in Lesungen ueberzeugen die Finanzaemter vermutlich mehr als die Investition in auch privat nutzbare Hardware.

Beste Gruesse,

Heinz.

_________________
Reisefuehrer Bulgarien, Slowakei: http://www.erlebnis-osteuropa.de
Reiseberichte Osteuropa: http://www.pahlke-online.de
Barrierefreies Webdesign: http://www.Pahlke-KunstWebDesign.de

BeitragVerfasst am: 28.04.2008, 16:24
Alina
 
Anmeldedatum22.04.2008
Beiträge64
WohnortRhein-Main Gebiet


hawepe hat Folgendes geschrieben:


Uebrigens wuerde ich mir als angehender Autor sehr genau ueberlegen, ob ich einen Laptop von der Steuer absetzen. Man legt sich doch fuer mehrere Jahre fest und schraenkt seine steuerlichen Gestaltungsmoeglichkeiten drastisch ein. Investitionen in das Marketing, in den Vertrieb, in Lesungen ueberzeugen die Finanzaemter vermutlich mehr als die Investition in auch privat nutzbare Hardware.


Hallo Heinz,

sicher ist son Laptop auch privat nutzbar. Aber ich hab hier zum Beispiel nen separaten Rechner für die Grafiksachen und einen privaten, alten Rechner zum Surfen. Den Grafikrechner konnte ich problemlos absetzen. Da hat niemand gemuckert. Warum sollte das als Autor anders sein? Meinst Du, das FA verweist mich dann darauf, daß ich mir doch stattdessen auch einen Notizblock und nen Bleistift zulegen könnte? Natürlich würde der Laptop nicht nur zum Abtippen der Manuskripte gebraucht, sondern auch zur Netzrecherche etc. Aber sonst hieße das ja "Generalverdacht", als würde jeder PC, der zu Hause steht, auch privat genutzt. Meinst Du, da gäbs Probleme?
Ich hab hier mein Homeoffice in einem Zimmer. Ich trenne das ganz strikt. Dafür setze ich die Kosten ja auch ab, obgleich ich am Schreibtisch mal ein -privates-Nickerchen machen könnt..*lach*

LG, Alina

BeitragVerfasst am: 28.04.2008, 17:19
Haifischfrau
 
Anmeldedatum04.02.2008
Beiträge206
WohnortBerlin


Hallo Heinz,
ein Laptop steuerlich abzusetzen ist absoluter Klax, man schränkt sich nicht ein damit.

Viele Grüße
Maryanne

_________________
Klänge aus dem Schneckenhaus
Cochlea-Implantat-Träger erzählen
www.audiotherapie-m-becker.de
www.hcig.de

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 28.04.2008, 18:21
mtg
 
Anmeldedatum04.02.2008
Beiträge566
WohnortBerlin


Haifischfrau hat Folgendes geschrieben:
Hallo Heinz,
ein Laptop steuerlich abzusetzen ist absoluter Klax, man schränkt sich nicht ein damit.

Doch - insofern (falls ich Heinz richtig interpretiere) als Du sechs Jahre Abschreibungen hast und in diesem Bereich der G+V blockiert bist.

_________________
Beste Grüße, Matthias

Die Würde des Menschen ist unfassbar.

BeitragVerfasst am: 28.04.2008, 18:55
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1254
WohnortBerlin


Hallo Matthias,

mtg hat Folgendes geschrieben:
Haifischfrau hat Folgendes geschrieben:
Hallo Heinz,
ein Laptop steuerlich abzusetzen ist absoluter Klax, man schränkt sich nicht ein damit.

Doch - insofern (falls ich Heinz richtig interpretiere) als Du sechs Jahre Abschreibungen hast und in diesem Bereich der G+V blockiert bist.


Danke, du hast es richtig verstanden Smile

Drei Jahre akzeptieren die Finanzaemter meistens Verluste, danach muss man aber mit Fragen rechnen.

Wenn es mit den Einnahmen nicht wie gewuenscht laufen will, muss man manchmal eben auch die Ausgaben senken. Was das Geschaeft ankurbeln koennte, darf man aber nicht streichen, weil man dem Finanzamt damit unfreiwillig signalisieren wuerde, dass es sich um keine ernsthafte Geschaeftstaetigkeit handelt.

Eine einmal aufgenommene Abschreibung kann man aber nicht einfach vergessen, um die Einnahmen/Ueberschuss-Rechnung zu verbessern.

Klar, wenn man die ganze Schreiberei groesser angeht, dann spielen solche Ueberlegungen keine Rolle.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 28.04.2008, 18:58
Haifischfrau
 
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Beiträge206
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Okey Matthias und Heinz,
wieder etwas gelernt. In dieser Situation war ich noch nie, d.h. ich hatte nie kaum Gewinne und nur Verluste , allerdings in der Summe .....

Viele Grüße
Maryanne

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BeitragVerfasst am: 28.04.2008, 20:27
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1254
WohnortBerlin


Hallo Alina,

Alina hat Folgendes geschrieben:
sicher ist son Laptop auch privat nutzbar. Aber ich hab hier zum Beispiel nen separaten Rechner für die Grafiksachen und einen privaten, alten Rechner zum Surfen. Den Grafikrechner konnte ich problemlos absetzen. Da hat niemand gemuckert. Warum sollte das als Autor anders sein?


Mit meinem anderen Posting duerfte vermutlich auch deine Frage beantwortet sein.

Lesungen, Flyer, Druckkosten fuer das Buch, fuer Illustrationen, eine buchspezifische Homepage usw. lassen sich sehr viel schwerer mit privaten Interessen begruenden als ein Laptop und aehnliche Investitionen.

Prinzipiell ist es natuerlich ausschliesslich Sache des Autors, wofuer er sein Geld ausgibt. Interessant wird es eben wirklich nur, wenn man nachweisen muss, dass es sich um keine Liebhaberei handelt.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 28.04.2008, 23:25
Judith
 
Anmeldedatum05.08.2007
Beiträge1719
WohnortSchwobaländle


Mehr zufällig habe ich mein Notebook nicht angegeben; nach den Erklärungen hier war es wohl besser so.

Danke und Gruß,
Judith

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BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 07:41
hawepe
 
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Beiträge1254
WohnortBerlin


Hallo Judith,

Judith hat Folgendes geschrieben:
Mehr zufällig habe ich mein Notebook nicht angegeben; nach den Erklärungen hier war es wohl besser so.


Ich glaube nicht, dass du Schwierigkeiten mit dem Finanzamt bekommen haettest. Du wirst dort doch schon seit Jahren als Selbstaendige gefuehrt und hast fuer die letztlich nur dein Geschaeftsfeld etwas erweitert. Und mit deinen Aktivitaeten duerftest du wohl auch nicht den Eindruck erwecken, dass das Schreiben nur eine Liebhaberei ist, die du dir vom Finanzamt mitfinanzieren lassen moechtest.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 29.04.2008, 12:01
Judith
 
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Beiträge1719
WohnortSchwobaländle


Hallo Heinz,

es läuft aber ein "normaler" PC übers Geschäft, und die hätten sich vielleicht gefragt, wozu dann noch ein Notebook. So lange ich noch relativ wenig schreibe, sehe ich es als Privatvergnügen an. Und bis das nächste fällig ist (was nicht so lange dauert, weil ich mal Saftschorle über die Tastatur gekippt habe Twisted Evil ), werde ich vielleicht ja schwarze Zahlen schreiben mit der Schreiberei. Razz

Grüßle,
Judith

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Autor als Beruf

BeitragVerfasst am: 02.05.2008, 09:50
Schnuffelandree
 
Anmeldedatum24.04.2008
Beiträge20


Hallo, dann gehöre ich wohl zu den wenigen 1%. Ich verdiene mein Geld seit 1999 als freischaffender Autor und schreibe Computerbücher und Beiträge für Computermagazine, Onlinemedien, Sammelwerke etc.

Ich finde jedoch wenig Zeit, um nebenbei eigene Projekte zu entwickeln, seien es nun Sachbücher oder mein Genremixx-Roman.

Man kann auf simple Weise auch ein paar Gewinne einholen. Und wenn das Finanzamt nur mal 100 oder 200 Euro im Plus sieht. Mach ne Homepage mit Google-Werbung, Amazon-Links und Affiliante-Anzeigen. Zumindest aller zwei Jahre bekommst du was raus. Und so hast du auch Gewinne, wenn dein Buch kein grosser Erfolg wird oder du länger für einen Titel braucchst.

Meine ersten zwei BOD-Titel haben nicht viel gebraht. Dank Werbung, die ich auch selbst nutzen kann, habe ich aber auch Gewinne vorweisen können. Ausserdem - warum die Provision für ein neues Handy verschenken? Smile

MfG
René
Autor: Hauptberuf oder Nebenjob
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