 | Re: Autoren und Computer |  |
Verfasst am: 16.08.2007, 19:09 |
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| Poet |
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| Anmeldedatum | 21.06.2007 | | Beiträge | 27 |
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| Andreas T. hat Folgendes geschrieben: | | grundsätzliche Fragen, wie z.B.: "Wie mache ich aus einer Word-Datei eine PDF-Datei?" |
| Friederieke Jakob hat Folgendes geschrieben: |
Ich habe das neue Word 07 und als ich an Heiner meine Datei schicken wollte, konnte er sie nicht öffnen, da die Dateibezeichnung immer lautet : docx. Obwohl ich sie als ganz normale Word-Datei gespeichert habe. Alle anderen Personen konnten meine Dateien bisher öffnen. Kann ich das irgendwie imstellen, dass nicht immer das x dahinter steht? |
Ihr alle mit eurem Word... Textverarbeitungsprogramme sind Software für Sekretärinnen, nicht für Schriftsteller. Allein bei der Vorstellung, ein so umfangreiches Dokument mit einem Textverarbeitungsprogramm zu erstellen / bearbeiten, bekomme ich Magenschmerzen. Wir haben damals unsere Abizeitung in Word gemacht - ein riesiger Fehler.
Man sollte hier also auch nicht so über Word (oder überhaupt über Textverarbeitungssoftware) reden, als sei dies die selbstverständliche Wahl zum schreiben.
Ich kann mir heute ein Leben ohne LaTeX gar nicht mehr vorstellen. Allein durch die Wahl der richtigen Software kann man so 90% an Streß und Ärger beim Schreibvorgang vermeiden. |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 16.08.2007, 19:53 |
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| robertwalden |
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| Anmeldedatum | 16.08.2007 | | Beiträge | 38 | | Wohnort | Wien |
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Grundsätzlich gebe ich Dir recht. Andererseits hat die technische Lösung, wie man den Text niederschreibt, absolut nichts mit der Qualität des textes zu tun. Und Latex halte ich nun doch für maßlos überzogen, um einfach Fließtext abzutippen.
Allein die Einarbeitungszeit ...
Meines Wissens schreibt Stephen King auf einem MacIntosh mit Microsoft Office (letzte Version). Also von wegen Sekretärinnensoftware ... ein bißchen weniger Hochmut wäre da vielleicht angebracht
beste grüße
robertwalden |
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Verfasst am: 16.08.2007, 20:33 |
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| Poet |
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| Anmeldedatum | 21.06.2007 | | Beiträge | 27 |
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| robertwalden hat Folgendes geschrieben: | Grundsätzlich gebe ich Dir recht. Andererseits hat die technische Lösung, wie man den Text niederschreibt, absolut nichts mit der Qualität des textes zu tun. Und Latex halte ich nun doch für maßlos überzogen, um einfach Fließtext abzutippen.
Allein die Einarbeitungszeit ...
Meines Wissens schreibt Stephen King auf einem MacIntosh mit Microsoft Office (letzte Version). Also von wegen Sekretärinnensoftware ... ein bißchen weniger Hochmut wäre da vielleicht angebracht ;-)
beste grüße
robertwalden |
"einfach Fließtext" - haben Deine Bücher kein Layout? Kann es nicht mal sein, daß sich am Buchformat oder an den Kopfzeilen etwas ändern soll? Kann es nicht mal sein, daß Du das Buch jemandem zum korekturlesen geben willst, ohne Angst haben zu müssen, daß er ne andere Word-Version hat? Willst Du Dich ernsthaft mit dem Formeleditor herumquälen, um mal ne Gleichung einzugeben?
usw.
Die Einarbeitungszeit beträgt übrigens keine halbe Stunde. Wenn man einmal das Grundprinzip geschnallt hat, kann man sofort loslegen und erhält die besten Ergebnisse.
Außerdem kann man dann im Prinzip "aus dem Buch heraus" Werbeposter, -flyer und Präsentationen erstellen, ohne die Software wechseln zu müssen. An Komfort ist LaTeX einfach nicht zu überbieten. Und wenn eine Funktion fehlt, schreibt man sie sich einfach selbst. Ich nutze LaTeX sogar für noch simplere Arbeiten, also auch für Briefe, Notizen, usw.
Mit der richtigen Automatisierung über Konsolenskripte usw. ist das kein Overkill, sondern einfach ein Höchstmaß an Praktikabilität. Das hat auch mit Hochmut nichts zu tun, sondern einfach mit Professionalität.
Und zu Stephen King: wer Bücher für Sekretärinnen schreibt, kann meinetwegen auch deren Arbeitsmaterialien verwenden. |
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Verfasst am: 16.08.2007, 20:41 |
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| hawepe |
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Hallo,
| robertwalden hat Folgendes geschrieben: | Und Latex halte ich nun doch für maßlos überzogen, um einfach Fließtext abzutippen.
Allein die Einarbeitungszeit ... |
Eben, ich habe einfach nicht die Zeit, mich in die Feinheiten von Word einzuarbeiten und dann doch nur ein typographisch unbefriedigendes Ergebnis zu erhalten. Ich muss schliesslich nicht einfach nur ein Manuskript abgeben, sondern eine druckfertige PDF-Datei.
| Zitat: | | Meines Wissens schreibt Stephen King auf einem MacIntosh mit Microsoft Office (letzte Version). |
Klar, und das hat er dann als Book on Demand veroeffentlicht
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 16.08.2007, 20:52 |
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| hawepe |
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| Anmeldedatum | 15.04.2007 | | Beiträge | 1576 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo,
| Poet hat Folgendes geschrieben: | | Die Einarbeitungszeit beträgt übrigens keine halbe Stunde. Wenn man einmal das Grundprinzip geschnallt hat, kann man sofort loslegen und erhält die besten Ergebnisse. |
Halbe Stunde ist nun doch etwas uebertrieben. Ich arbeite seit Jahren mit LaTeX, ganz so einfach ist es nun leider doch nicht. Es ist nun einmal ein voellig anderer Ansatz, der erst einmal ein Umdenken erfordert.
Wer unter Word konsequent mit Formatvorlagen arbeitet, wird das Konzept leichter nachvollziehen koennen, aber ich kenne keinen einzigen Word-Benutzer, der nicht ueberwiegend hart formatiert - und dann fuerchterlich jammert, wenn ploetzlich andere Vorgaben gemacht werden und alles umformatiert werden darf.
| Zitat: | | Und wenn eine Funktion fehlt, schreibt man sie sich einfach selbst. |
Einfach ist gut
Allerdings gibt es eine recht grosse Zahl von LaTeX-Anwendern, auf deren Hilfe man bauen kann.
| Zitat: | | Ich nutze LaTeX sogar für noch simplere Arbeiten, also auch für Briefe, Notizen, usw. |
Klar, mache ich als notorisch fauler Mensch auch
| Zitat: | | Das hat auch mit Hochmut nichts zu tun, sondern einfach mit Professionalität. |
Das ist meiner Meinung nach eines der Probleme von Book on Demand. Es wird zu viel und haeufig freiwillig auf Qualitaet verzichtet. Der (erzwungene) Verzicht auf einen richtigen Verlag hat eben den Preis, dass man sich als Autor auch noch als Typograph und Layouter betaetigen muss.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 16.08.2007, 21:36 |
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| robertwalden |
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Wollte ich auch erwähnen - nur etwas anders. Ich bin Autor und kein Layouter. Damit kann, soll und muss sich der Verlag befassen. meine Aufgabe ist es, Bücher zu schreiben. Nichts sonst.
beste grüße
robertwalden |
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Verfasst am: 16.08.2007, 22:05 |
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| hawepe |
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Hallo,
| robertwalden hat Folgendes geschrieben: | | Wollte ich auch erwähnen - nur etwas anders. Ich bin Autor und kein Layouter. Damit kann, soll und muss sich der Verlag befassen. meine Aufgabe ist es, Bücher zu schreiben. Nichts sonst. |
Nur nennt sich unser Forum eben "Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren..." Und ob es uns nun gefaellt oder nicht, muessen wir uns damit auch Gedanken um Typographie und Layout machen.
Bei meinen Reisefuehrern fuer Marco Polo brauchte ich es nicht, wobei ich es mir manchmal allerdings gewuenscht haette. So gibt es einige ueble typographische Fehler, die absolut ueberfluessig sind.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 17.08.2007, 14:01 |
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| robertwalden |
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| Anmeldedatum | 16.08.2007 | | Beiträge | 38 | | Wohnort | Wien |
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@ Poet: Stephen King als Autor für Sekretärinnen zu bezeichnen wirft ein fast bezeichnenderes Licht auf Dich, als Deine Abgehobenheit bezüglich der Software, mit der ein Autor zu arbeiten hat
btw: Stephen King war in dieser Argumentation nur ein Platzhalter für eine Reihe anderer Autoren. Ich verteidige keineswegs eine bestimmte Software; mir würde selbst WordPad genügen. Was ich nicht verstehe, sind Standesdünkel, weil man "andere" Software benutzt, als all die anderen, für-Sekretärinnen-Schreiber.
Wenn heute das Internet zusammenbricht und irgendwer meinen PC aus dem Fenster schmeißt, setze ich mich an die mechanische Kladeradatsch Maschine, schreibe darauf einen Roman auf Papier und finde noch immer einen Verlag. Man sagt ja, dass ein guter Musiker auch auf einem Kamm Musik machen kann - und auch wenn ich mich noch nicht zu den guten Erzählern zähle, für die das Medium egal ist, so ist doch die Zielsetzung ganz eindeutig; nämlich einer zu werden. Und da ist Software Productplacement auf meiner Liste ganz weit hinten, ooops, nein, runtergefallen ^^
cheers,
rw |
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Verfasst am: 20.08.2007, 13:10 |
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Hi!
Ich kann Robert da nur zustimmen. Ein Text muss geschrieben und nicht programmiert werdem.
Ich habe drei Mal versucht, mich in LaTex einzuarbeiten. Drei Mal habe ich das Software-Paket gefrustet wieder deinstalliert. Denn wenn ich in Anleitungen und Beispielen zu LaTex so etwas lese:
| Code: |
%% Erläuterungen zu den Befehlen erfolgen unter
%% diesem Beispiel.
\documentclass{scrartcl}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage{amsmath}
\title{Ein Testdokument}
\author{Otto Normalverbraucher}
\date{05. Januar 2004}
\begin{document}
\maketitle
\tableofcontents
\section{Einleitung}
Hier kommt die Einleitung. Ihre Überschrift kommt
automatisch in das Inhaltsverzeichnis.
\subsection{Formeln}
\LaTeX{} ist auch ohne Formeln sehr nützlich und
einfach zu verwenden. Grafiken, Tabellen,
Querverweise aller Art, Literatur- und
Stichwortverzeichnis sind kein Problem.
Formeln sind etwas schwieriger, dennoch hier ein
einfaches Beispiel. Zwei von Einsteins
berühmtesten Formeln lauten:
\begin{align}
E &= mc^2 \\
m &= \frac{m_0}{\sqrt{1-\frac{v^2}{c^2}}}
\end{align}
Aber wer keine Formeln schreibt, braucht sich
damit auch nicht zu beschäftigen.
\end{document}
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dann fühle ich mich irgendwie im falschen Märchen (wer es nicht kennt: das da oben ist LaTex im Original - LaTex ist nämlich keine "WYSIWYG"-Software wie diverse Textverarbeitungen, wo man eine Überschrift in Fettdruck auch sofort in Fettdruck sieht).
Mir persönlich ist es eigentlich ziemlich egal, womit jemand schreibt (in einem anderen Thread haben Leute zugegegen, mit der Hand zu schreiben - so was Antiquiertes aber auch! ). Stutzig macht mich allerdings diese Attitüde, dass alles außer LaTex nur Bockmist ist (oder sich als LaTex-Schreiber lächelnd über die anderen erhebt).
Jede/r soll damit arbeiten, womit er/sie am besten zurechtkommt. Und wenn es die alte Adler oder Olympia ist.
Grüße
Siegfried
P.S. (Nachtrag): Wir haben hier im Forum einen Bereich, der sich "Schreibwerkstatt" nennt. Vielleicht findet sich ja ein LaTex-Fan, der einen LaTex-Kurs gibt?
Ich z.B. habe das letzte Mal LaTex vom Rechner geworfen, weil es mir einfach nicht gelingen wollte, auf einer Seite zwei Bilder so zu platzieren, das die linke obere Ecke des zweiten Bildes die rechte untere Ecke des ersten Bildes überdeckt (im verschmähten Word habe ich das binnen 15 Sekunden hinbekommen). |
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Verfasst am: 20.08.2007, 13:57 |
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| hawepe |
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| Anmeldedatum | 15.04.2007 | | Beiträge | 1576 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo Siegfried,
| dbs (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | | Ich kann Robert da nur zustimmen. Ein Text muss geschrieben und nicht programmiert werdem. |
Stimme ich dir voll zu. Als Autor muss und will man erst einmal nur schreiben. Ob man das mit einem Bleistift oder Federhalter auf papier, mit dem Meissel in Stein, auf dem PC oder was weiss ich tut, ist voellig egal.
Und wer bei einem klassischen Verlag veroeffentlicht, braucht sich meistens auch um nichts weiter Gedanken zu machen.
Nur beim Book on demand muessen wir uns frueher oder spaeter ausser als Autor auch als Layouter, Designer, Typograph und Grafiker betaetigen, egal, ob wir dazu Lust haben oder nicht. (Okay, wenn man das noetige Kleingeld hat, kann man auch dafuer Dienstleister beauftragen, aber das tun eher wenige.)
| Zitat: | Ich habe drei Mal versucht, mich in LaTex einzuarbeiten. Drei Mal habe ich das Software-Paket gefrustet wieder deinstalliert. Denn wenn ich in Anleitungen und Beispielen zu LaTex so etwas lese:...
dann fühle ich mich irgendwie im falschen Märchen (wer es nicht kennt: das da oben ist LaTex im Original - LaTex ist nämlich keine "WYSIWYG"-Software wie diverse Textverarbeitungen, wo man eine Überschrift in Fettdruck auch sofort in Fettdruck sieht). |
Natuerlich ist es ungewohnt. Aber wieviele Sekunden brauchst du, um obigen Code in eine leere Datei zu kopieren und wieviele, um in Word oder OpenOffice die entsprechenden Formatvorlagen zu erstellen?
| Zitat: | | Stutzig macht mich allerdings diese Attitüde, dass alles außer LaTex nur Bockmist ist (oder sich als LaTex-Schreiber lächelnd über die anderen erhebt). |
Ich benutze keine Software, weil andere sie als gut oder schlecht bewerten. Das ist mir sowas von egal. Deshalb ist es mir auch voellig egal, welche Software andere benutzen. Ich biete nur meine Erfahrungen und Unterstuetzung an, nicht mehr und nicht weniger.
| Zitat: | | P.S. (Nachtrag): Wir haben hier im Forum einen Bereich, der sich "Schreibwerkstatt" nennt. Vielleicht findet sich ja ein LaTex-Fan, der einen LaTex-Kurs gibt? |
Davon halte ich ueberhaupt nichts.
Aber wenn es Fragen gibt, bin ich jederzeit bereit, nach meinen Moeglichkeiten zu helfen. Seitdem ich aus Frust, weil die Fenster meiner Briefumschlaege immer an der falschen Stelle sassen , nach einer Alternative gesucht habe, mache ich heute fast alles mit LaTeX.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 20.08.2007, 15:17 |
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| Andreas T. |
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| Anmeldedatum | 11.04.2007 | | Beiträge | 144 | | Wohnort | Böhme |
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[quote="dbs (Moderator)] ...dann fühle ich mich irgendwie im falschen Märchen (wer es nicht kennt: das da oben ist LaTex im Original - LaTex ist nämlich keine "WYSIWYG"-Software wie diverse Textverarbeitungen, wo man eine Überschrift in Fettdruck auch sofort in Fettdruck sieht).... [/quote]
Jetzt weiß ich auch, warum es LaTex nicht für MacOs gibt! Das ist ja ergonomisch Steinzeit!
Ich benutze den Computer, damit er mir möglichst viel Arbeit abnimmt, insbesondere stupide Arbeit. Für reine Computerfreaks ist es natürlich "geil" noch halb auf DOS-Niveau zu basteln. Ich bewundere diese Leute dafür, dass sie das noch können, genau wie ich einen Automechaniker dafür bewundere, dass er eine neue Kupplung in mein Auto einbauen kann. Tauschen möchte ich aber nicht mit denen, ich will halt schreiben und nicht basteln.
Aber warum sollte es schwierig sein mit einem anständigen WYSIWYG-Textprogramm einen vernünftigen Satz hinzubekommen? |
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Verfasst am: 20.08.2007, 15:45 |
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| hawepe |
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| Anmeldedatum | 15.04.2007 | | Beiträge | 1576 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo,
| Andreas T. hat Folgendes geschrieben: | | Jetzt weiß ich auch, warum es LaTex nicht für MacOs gibt! Das ist ja ergonomisch Steinzeit! |
Dann hast du schlecht recherchiert, denn natuerlich gibt es LaTeX auch fuer MacOs
| Zitat: | | Ich benutze den Computer, damit er mir möglichst viel Arbeit abnimmt, insbesondere stupide Arbeit. |
Eben. Ich habe weder Zeit noch Lust, mir irgendwelche Makros zu programmieren, um halbe Leerstellen zu bekommen, oder mauell rumzufrickeln fuer einen vernuenftigen Blocksatz. Und ich mag mir auch nicht irgendwelche Formatvorlagen basteln oder mich ueber verlorengegangene Fussnoten aergern.
Wenn ich schreibe, will ich wirklich nur schreiben, aber mir keinerlei Gedanken ueber das Aussehen machen.
| Zitat: | | Aber warum sollte es schwierig sein mit einem anständigen WYSIWYG-Textprogramm einen vernünftigen Satz hinzubekommen? |
Dazu muesstest du die Programmierer dieser Programme fragen. Das groesste Mano sind fuer mein Empfinden die fehlenden halben Leerstellen und der fehlende optische Randausgleich. Alles andere (wie z.B. die leichte Verkleinerung und Sperrung von Versalien) laesst sich, wenn auch mit zum Teil erheblichem Aufwand, hinbekommen.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 20.08.2007, 16:33 |
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| Andreas T. |
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| Anmeldedatum | 11.04.2007 | | Beiträge | 144 | | Wohnort | Böhme |
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Hallo Heinz,
| hawepe hat Folgendes geschrieben: | ...Dann hast du schlecht recherchiert, denn natuerlich gibt es LaTeX auch fuer MacOs  |
Tatsächlich! TeX spielt allerding auf der Mac-Plattform überhaupt keine Rolle! So ein Programm ist wirklich nicht "Mac-Like" und eine reine Anwendung für Bastler!
| Zitat: | | ...Ich habe weder Zeit noch Lust, mir irgendwelche Makros zu programmieren, um halbe Leerstellen zu bekommen, oder mauell rumzufrickeln fuer einen vernuenftigen Blocksatz. Und ich mag mir auch nicht irgendwelche Formatvorlagen basteln oder mich ueber verlorengegangene Fussnoten aergern... |
Das verstehe ich jetzt wirklich nicht! Welche Software hast Du denn schon ausprobiert? Ich arbeite seit Jahren mit einem WYSIWYG*-Programm und dort passe ich alles nach meinem Geschmack per Drag & Drop oder per Eingabe in Klartext an. Verlorene Fußnoten? Hab´ich noch nicht erlebt! Dafür erstellt meine Software auf Wunsch automatische Inhaltsverzeichnisse, Indizes, Kopf- und Fußzeilen, einen automatischen Randausgleich für rechte und linke Seite und vieles mehr. Das alles ist aber doch Standard bei einer ganzen Reihe von Text- oder DTP**-Programmen und die Bedienbarkeit ist dabei in der Regel wirklich intuitiv und sogar ohne Handbuch schnell zu erlernen.
Ausserdem kann man bei den meisten WYSIWYG-Programmen einfach drauf los schreiben und die Anpassungen und Formatierungen ganz in Ruhe hinterher durchführen. Geht das auch Mit (La) TeX?
Schliesslich würde mich jetzt wirklich einmal interessieren, wer von den Autoren hier im Forum einfachen Zugang zu der Bedienung von LaTeX findet oder gefunden hat! Ich schätze mal, dass Du da eine seltene Begabung oder Zuneigung für LaTeX hast.
Beste Grüße, Andreas
Glossar:
*WYSIWYG= What You See Is What You Get= Was du siehst bekommst du auch, oder: Wie es auf dem Bildschirm aussieht, so wird es auch ausgedruckt.
**DTP= Desktop Publishing = das rechnergestützte Setzen hochwertiger Dokumente, die aus Texten und Bildern bestehen und später als Publikationen, wie zum Beispiel Broschüren, Magazine, Bücher oder Kataloge ihre Verwendung finden |
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Verfasst am: 20.08.2007, 17:05 |
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| hawepe |
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| Anmeldedatum | 15.04.2007 | | Beiträge | 1576 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo Andreas,
| Andreas T. hat Folgendes geschrieben: | | Das verstehe ich jetzt wirklich nicht! Welche Software hast Du denn schon ausprobiert? |
Word, OpenOffice, StarOffice, ApplixOffice, Textmaker - alles gute Textbearbeitungsprogramme, aber eben keine Textsatzsysteme und damit alle mit aehnlichen typographischen Maengeln behaftet.
| Zitat: | | Verlorene Fußnoten? Hab´ich noch nicht erlebt! |
Treibe dich mal zur richtigen Zeit in den richtigen Foren, Listen und Newsgroups herum Zwei zentrale Frage sind dort immer, ich muss uebermorgen meine Semester-/Fach-/Diplomarbeit abgeben und heute zerhaut es mir dem gesamten Fussnotenapparat/die Bildpositionierung. Was soll ich tun?
| Zitat: | | Dafür erstellt meine Software auf Wunsch automatische Inhaltsverzeichnisse, Indizes, Kopf- und Fußzeilen, |
Das sollte heute jedes Textbearbeitungsprogramm schaffen.
| Zitat: | | einen automatischen Randausgleich |
Ich sprach nicht von einem automatischen, sondern optischen Randausgleich.
Besonders Bindestriche, Gedankenstriche, Punkte und Kommata sehen im Vergleich zu Buchstaben zu leicht aus und bewirken, dass der rechte Rand bei Blocksatz optisch leichte Dellen aufweist. Der optische Randausgleich bewirkt, dass diese Zeichen ganz leicht in den Rand hinein verschoben werden. Dass kann uebrigens nicht nur LaTeX, sondern auch Indesign, um mal ein teures kommerzielles Programm zu nennen.
| Zitat: | | Ausserdem kann man bei den meisten WYSIWYG-Programmen einfach drauf los schreiben und die Anpassungen und Formatierungen ganz in Ruhe hinterher durchführen. Geht das auch Mit (La) TeX? |
Wie gesagt, ich kuemmere mich fast immer erst hinterher um das Aussehen.
| Zitat: | | Schliesslich würde mich jetzt wirklich einmal interessieren, wer von den Autoren hier im Forum einfachen Zugang zu der Bedienung von LaTeX findet oder gefunden hat! Ich schätze mal, dass Du da eine seltene Begabung oder Zuneigung für LaTeX hast. |
Seine groesste Verbreitung hat LaTeX im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich mit seinen unzaehligen Formeln.
Dass ich mit LaTeX arbeite, liegt unter anderem daran, dass ich zugegebenermassen ziemlich faul bin. Das staendige Herumgebastel mit den Fensterbriefumschlaegen, das Anpassen der Formatvorlagen bei neuen Word-Versionen, das Nachbessern an mit aelteren Word-Versionen geschriebenen Texten, der Aerger mit dem Formatierungsueberraschungen beim Wechsel des Druckertreibers - das hat mich einfach nur genervt und gebremst.
Meine Frau ist dagegen mit OpenOffice absolut zufrieden und versteht gar nicht, warum ich unbedingt Fensterbriefumschlaege benutzen will. Aber EINE Macke muss ich schliesslich haben
Beste Gruesse,
Heinz. |
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