Verfasst am: 30.06.2008, 08:43 |
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| Versailles |
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| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 836 |
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| Zitat: | | Ich hingegen gebe hiermit zu Protokoll, daß ich unter "deutschen Beamten" einige der belesensten und gebildetsten Menschen angetroffen habe, denen ich je begegnet bin und einige der größten Dumpfbacken. Gleiches kann ich im übrigen über die Lagerarbeiter eines führenden Melkmaschinenherstellers und die Beschäftigten von McDonalds sagen. Und über andere Gruppen von Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte/musste. | Dem hier Gesagten habe ich nichts hinzuzufügen Danke, Christoph |
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_________________ "carpe diem, quam minimum credula postero"
(Horaz, 65-8 v. Chr.)
www.comtesse-heloise.de
Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 30.06.2008, 10:40 |
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| Christoph S. |
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| Anmeldedatum | 12.05.2008 | | Beiträge | 78 | | Wohnort | leider nicht Irland |
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Tja, Zoba, wenn Vorurteile zum Weltbild werden, ist dem/ derjenigen wohl auch nicht mehr zu helfen. Aber Hauptsache, Dein Weltbild ist für Dich stimmig, dann bist wenigstens Du glücklich.
Damit lass' ich es dann bewenden.
Viele Grüße
Christoph |
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_________________ He either fears his fate too much,
Or his deserts are small,
That puts it not unto the touch,
To win or lose it all.
(Montrose) - www.montrose-de.net |
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Verfasst am: 30.06.2008, 11:13 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 978 | | Wohnort | Bremervörde |
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Hi Christoph,
klar, Dumpfbacken gibts immer und überall. Wahrscheinlich fallen die (tatsächlich auch) vorhandenen Dumpfbacken unter den Beamten aber eher auf, da sie zum Teil größeren Einfluss auf ihre Mitmenschen haben, als z.B. McDonalds-Angestellte. (Nun gut, dabei möchte ich mir auch wieder nicht vorstellen wollen, was bei McDonalds so alles "dummes" veranstaltet werden könnte. - Würg Wobei ich mich zum Glück diesem Essen verweigere.)
Bei den Beamten ist es wohl so: Wenn sie gut arbeiten, fällt es niemandem auf. Wenn Sie Fehler machen, schreien alle nach Vergeltung. (Wobei aber schon erstaunlich ist, dass die "Fehler" teilweise wirklich derart dämlich sind, dass man pausenlos gegen eine Wand rennen möchte.)
Andererseits kann es durchaus sein, dass Beamte aufgrund ihres etwas "sicheren" Arbeitsplatzes vielleicht nicht so viel Wert auf "korrekte" Arbeit legen müssen, wie z.B. ein McDonalds-Angestellter. Ein Meccesmensch ist schneller entlassen als ein Beamter.
Das mag ein Vorurteil sein, halte ich aber für eine relativ logische Konsequenz.
Lehrer sind auch Beamte. Da gibt es auch sehr viele richtig gute und sicherlich ebensoviele schlechte.
Ich denke, dass uns die negativen Meldungen eher auffallen. Vor allem solche, wo man am gesunden Menschenvestand wirklich zweifeln muss. Und ich halte es für Okay, wenn (dumme) Fehler öffentlich gemacht werden. Es wird schon über genug Unsinn, der uns verordnet wird, geschwiegen.
Gruß
Hakket |
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_________________ In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord-verlag.de |
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Verfasst am: 30.06.2008, 11:54 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1308 | | Wohnort | Süden |
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Hi,
@Christoph S.
Ein Vorurteil ist zuvorderst gekennzeichnet durch mangelnden Realitätsgehalt, mangelnde Erfahrung, stereotype und fehlerhafte Verallgemeinerung.
Nichts davon trifft auf meine Beurteilung in diesem Fall zu. Nicht nur, daß ich dieses Urteil auf langjährige Erfahrungen (auch aus dem Beamtenstand heraus) gründe, ich habe ursprünglich - wer genau nachliest kann es feststellen - weder gesagt, daß alle Beamte unbelesen sind (intellektuelle Fähigkeiten schließen ein bischen mehr ein bzw. bedeuten durchaus etwas anderes), noch daß alle Beamten so sind. Ich sprach von einer Mehrheit, und zwar eben genau jener Mehrheit, die ich von außen und von innen wahrnehmen mußte. Vergnügen machte mir dies keines, sei dazu angemerkt.
Inwieweit es ein vorschnelles, auf nur geringer Erfahrung und praktisch gar keinem Grundwissen basierendes Vorurteil ist, wenn du meinst, feststellen zu können, was meine Urteile darstellen, möchte ich deiner freien Phantasie überlassen.
@Hakket:
Das ist sogar, gegenüber dem was ich meinte, etwas zu kurz gegriffen. Ich meinte keineswegs allein die wirklich gloriosen, jedem offensichtlichen Fehlentscheidungen und Fehlverhalten. Ich meinte vor allem auch die unglaubliche Masse an sachlich durchaus korrekt abgewickelten Verwaltungsakten, die an mangelndem, viel zu kurz gefassten oder garnicht ausgeübten Ermessen kranken, einem Ermessen, das vom Gesetzgeber gewünscht, gefordert und vorgesehen wurde, von Beamten jedoch selten bzw. oft genug garnicht ausgeübt wird.
Dieser absolut gravierende Mangel an Verantwortungsbereitschaft (die hat nämlich vor allem etwas mit Ermessensausübung zu tun) zieht sich durch die Bank durch den öffentlichen Dienst, ist bei Beamten sehr stark ausgeprägt, findet sich aber natürlich auch bei den Angestellten des öffentlichen Dienstes wieder, auch bei Lehrern, Polizisten oder anderen eher praktisch orientierten, aber beamteten Berufen wieder. Durchaus mal mehr, mal weniger ausgeprägt, je nach Beruf.
Er ist vielfach bereits Teil der sich durch diese Position angezogen fühlenden Personen Persönlichkeiten, wird jedoch innerhalb der Beamten/Verwaltungsstrukturen gezielt gefördert und im Fall der Fälle auch mal erzwungen. Dies ist prinzipiell auch verständlich, denn es gehört quasi zum Berufsbild, genauso wie es andere Eigenschaften gibt, die zB für den Beruf des Arztes oder Schauspielers oder Forschers notwendig sind.
Das Problem dabei ist, daß die Gesetzgebung für die Ausführung ihrer Maßgaben auch in der Verwaltung zwischenzeitlich ein Mehr an solcher Verantwortungsbereitschaft und intellektueller wie auch sozialer Kompetenz verlangt, als dies unsere vorhandenen Strukturen, wie auch die von diesem Berufsstand angezogenen Menschen bereit sind zu leisten oder dies überhaupt können.
Das Ergebnis sind zum einen die auffälligsten Fehlleistungen, jene die es teilweise sogar bis in die Presse schaffen, aber vor allem auch die unglaubliche Masse an Entscheidungen, die ohne jedes Verantwortungsbewußtsein und Ermessen gefällt werden. Multipliziert wird das Ganze durch die Verordnungsflut und die weltmeisterliche Bürokratie, die sich in Deutschland ausgebreitet hat.
Das Endergebnis ist entsprechend unerträglich, es kommt allein deshalb nicht zum gewaltigen Aufschrei, weil die Mehrheit der Leute garnicht mitbekommt, daß und wie unverhältnismäßig und auch schlicht gesetzesfern sie abgefertigt werden.
Was ich jedoch insbesondere Beamten nachtrage, das ist, daß sehr viele, wenn nicht gar die meisten, sehr wohl wissen, was sie tun - und es dennoch tun. Das ist, ganz lustige Nummer, eigentlich nicht einmal mit dem Beamteneid zu vereinbaren, mit den den Entscheidungen zugrunde liegenden Gesetzen auch nicht. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 30.06.2008, 13:01 |
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| SandraR |
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| Anmeldedatum | 25.11.2007 | | Beiträge | 347 | | Wohnort | Moskau |
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Ich versuche gerade den Unterschied zwischen 2 gr. Hirnmasse und gewissen Aeusserungen zu finden, nur irgendwie gelingt es mir nicht. Zoba schon mal daran gedacht, auch beamtete Personen schreiben und Beamte kaufen auch Buecher.
Wer keinen Respekt vor seinen Lesern und Kollegen hat, sollte das Schreiben lassen.
Nein, Zoba ich bin kein Beamter aber es gibt genuegend so sind sie auch Deine Leserschaft.
Sandra |
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_________________ russland-buecher.ru |
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Verfasst am: 30.06.2008, 14:46 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1308 | | Wohnort | Süden |
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Hi Sandra,
auch Straftäter und Henker kaufen Bücher, soll ich jetzt lieb und nett zu beiden sein und ja niemals nicht etwas Negatives über ihre Tätigkeiten oder Verhalten äußern?
Wie war das mit der Selbstzensur und der Schere im Kopf?
Sorry, so weit geht meine Geldgeilheit nicht. Aber jedem das seine.
Wenn du zurückliest, wird dir ´übrigens klar woher die 2g Hirnmasse kommen, nämlich daher, daß in bewußtem Fall Beamte nicht für einen müden Heller nachdachten, bevor sie eine Familie zerstörten, ein Kind schwer traumatisierten und ein paar junge Leute dauerhaft in ihrem Umfeld der Verachtung preisgaben. Jeder, der nur 2g Hirn in arbeitsbereitem Zustand im Schädel herumschwirren hat, wäre auf eine ganze Reihe Lösungen des Problems gekommen, ohne mit der Keule aufs rohe Ei zu schlagen. Dazu muß man eigentlich nur nachdenken, Verantwortung tragen wollen und Ermessen ausüben. All das stand den erwähnten Beamten frei zu tun. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: 30.06.2008, 16:01 |
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| Rainer Paul |
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| Anmeldedatum | 09.05.2007 | | Beiträge | 107 | | Wohnort | 26129 Oldenburg |
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Schade,
in Zoba's Profil kann ich keine weiteren Angaben - ausser, daß sie Webmistress sei - finden; über eine Webseite oder Hinweise auf Publikationen könnte ich vielleicht erraten, worauf ihre Abneigung gegen die Beamten beruht. Schreibt Zoba vielleicht gar nicht?
Ich habe die Diskussion bisher kopfschüttelnd verfolgt und finde, man sollte aus einer Absurdität ( ebay-Angebot und Behördenreaktion) keine allgemeine Berufsgruppenschelte machen.
Jedenfalls ist mein Kopf schwerer als 2 Gramm.
Weitere Äußerungen hierzu sollten sich die Diskutanten per PN senden, aber bitte nicht an mich.
Schöne Grüße von
Rainer Paul
Lebenszeitbeamter im höheren Dienst |
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Verfasst am: 30.06.2008, 16:40 |
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| chiquitita |
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| Anmeldedatum | 21.09.2007 | | Beiträge | 435 |
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@ Christoph, Amalia, Julia, Sandra und Rainer Paul
Ihr sprecht mir alle aus dem Herzen.
@ Zoba
was muss Dir von Beamten Schreckliches angetan worden sein, dass Du eine solche Schimpfkanonade im Gießkannenprinzip über einen ganzen Berufsstand ausschütten musst? (ich bin übrigens keine Beamtin.)
| Zitat: | | in Zoba's Profil kann ich keine weiteren Angaben - ausser, daß sie Webmistress sei - finden; über eine Webseite oder Hinweise auf Publikationen könnte ich vielleicht erraten, worauf ihre Abneigung gegen die Beamten beruht. Schreibt Zoba vielleicht gar nicht? |
Das ist eine gute Frage.
Ich habe an anderer Stelle ja schon moniert, dass wenigstens ein Minimum an Auskünften über die Diskutanten bekanntgegeben werden sollten, wenn man solche heißen Diskussionen führt. Gerade deshalb habe ich mein Profil ja bewusst geändert. Früher war da mehr über mich zu erfahren. Und wer mehr von mir wissen will, kann mich gern per PN anschreiben. Wer sich mir etwas öffnet, kann auch von mir mehr erfahren.
Chiquitita |
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Verfasst am: 30.06.2008, 17:09 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1308 | | Wohnort | Süden |
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Hi Rainer,
Zoba schreibt, aber darauf begründet sich nicht meine Beurteilung des Verhaltens von Beamten im Beruf. Die basiert auf etwas eingehender und langjährigerer Erfahrung, auch deutlichst eingehender als bewußtes Ebayangebot mitsamt beamteter Fehlreaktion.
Es gibt andere Berufsgruppen die sich immanent durch andere Eigenschaften auszeichnen, manche davon sicher auch nicht unbedingt positiv. Letztendlich spielt es keine Rolle, ob dieses Verhalten durch die Attraktion eines Berufs für Menschen mit den zu diesem Verhalten gehörenden Eigenschaften in dieser Gruppe verstärkt wird, oder über Gruppendruck, oder über das System an sich - das Ergebnis ist dasselbe.
Störend ist so etwas - für mich - stets dann, wenn Aussenstehende existentiell betroffen sind. Das verpflichtet in besonderer Weise und hier gehören Beamte nun mal zu genau jenen Berufsgruppen, deren Fehler sich unmittelbar auf andere auswirken. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: 30.06.2008, 17:36 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1308 | | Wohnort | Süden |
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Hi Chiquita,
nein, mir ist nichts Schreckliches passiert.
Ich hatte nur einen langjährigen Einblick in Beamtenverhalten (wobei für mich, wie o.e., das Problem den gesamten öffentlichen Dienst betrifft, nicht nur Beamte), stelle mit schöner Regelmäßigkeit fest, daß sich dies auch mit jüngeren Generationen nicht verbessert (eher im Gegenteil) und die Weigerung, zumindest im gesetzlich vorgesehenen Rahmen Verantwortung zu übernehmen, Ermessen auszuüben und nachdenkliche Eigenleistung zu erbringen, zwischenzeitlich Standard geworden ist.
Ich könnte dazu nun seitenlange Beispiele bringen, es ließe sich hierüber ein ganzes Buch schreiben (nein, es wäre nicht amüsant zu lesen). Der Ebayfall hingegen zeigt exemplarisch wohin diese Weigerung führt.
Er wurde übrigens in zwei Fachforen (IT-Fachforen, da Ebay nun mal eine Internetplattform ist), die ich frequentiere, einem deutschen und einem britischen, diskutiert. Mich hat es nicht im Geringsten erstaunt, daß all diese lösungsorientierten ITler ziemlich rasch auf wenigstens ein halbes Dutzend absolut mit geltendem deutschen Recht vereinbare Möglichkeiten kamen, die weniger invasiv, weniger traumatisch und weniger drastisch waren und dennoch gesichert hätten, daß dem Kind nicht nur nichts passiert, sondern überprüft werden kann, daß die Eltern es gut versorgen und lieben.
Da muß man sich dann schon fragen, warum eine Behörde mit ihren Mitarbeitern zu so einer Leistung nicht in der Lage ist. Wobei mir wiegesagt klar ist, warum, und ich nun mal nicht bereit bin solche und andere Fehler allein als "menschlich" und "kann doch mal passieren" zu entschuldigen. Diese Fehler sind systemimmanent, sie dürfen nicht passieren und sie sind schon lange der Regelfall und nicht die Ausnahme. Nicht immer fallen sie so auf, wie in diesem Fall, leider muß man sagen.
Ebenfalls off topic:
Heiner kennt einen der Hauptgründe, warum ich vorziehe anonym zu bleiben. Andere, ausgesprochen valide Gründe gibt es zuhauf, vor allem für jene, die sich wie ich ein wenig besser mit dem Netz auskennen.
Dahingegen sehe ich keine Veranlassung dafür, hier mit meinem Realnamen, meinem Beruf oder meinen Publikationen hausieren zu gehen. Weder muß ich irgendwem irgendwas beweisen, noch habe ich es nötig, hier Werbung zu betreiben, um ein paar Bücher mehr oder gar berufliche Leistungen zu verkaufen, in Google aufzutauchen oder gar das SEO meiner Webseiten zu verbessern.
Ich störe mich aber auch nicht an jenen, die dies wollen oder nötig haben. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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Verfasst am: 30.06.2008, 18:15 |
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| Claire |
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| Anmeldedatum | 07.12.2007 | | Beiträge | 675 | | Wohnort | Bochum |
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@Zoba
Soweit ich mich erinnere, haben die Eltern es selbst publik gemacht, weil sie sich darüber aufgeregt haben, dass man ihnen aufgrund eines "harmlosen Scherzes" das Kind weggenommen hat. Da habe ich mich nämlich noch gefragt, wie blöd man eigentlich sein muss, erst so eine ausgemachte Sch.... zu verzapfen und sich dann noch in aller Öffentlichkeit zu beschweren. Danach habe ich den Fall nicht weiter verfolgt, weil es mir einfach zu dämlich war. Wenn in diesem Fall Beamte eine Gehirnmasse von 2 g haben, dann haben die Eltern einen IQ von 3,5 - jedes Knäckebrot hat schon vier! |
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_________________ LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren. |
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Verfasst am: 30.06.2008, 18:38 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1308 | | Wohnort | Süden |
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Hi Claudia,
die Eltern haben sich erst dann an die Presse gewandt, als ihre Anfragen bei der entsprechenden Behörde keinerlei Reaktion zeitigten. Das zumindest hatte mit Blödheit weniger zu tun als mit schlichter Verzweiflung. Die Behörden wiederum hatten keinerlei Hemmungen lange vor einem Gerichtsverfahren die Eltern so schuldig und verachtenswert zu malen, wie sie es nur konnten.
Daß diese Eltern ein mehr als seltsames Humorverständnis und keinerlei Einsicht in die absolute Humorlosigkeit unseres Staatsapparates hatten und daß die gesamte Aktion völlig hirnrissig war, das alles stelle ich nicht in Abrede.
Aber staatliche Stellen (sprich Beamte) haben auch dem größten Idioten gegenüber die nötige Sorgfalt, die Ausübung des vom Gesetz vorgesehenen Ermessen und zudem Verhältnismäßigkeit zu wahren. Davon ist in diesem Fall nun mal kaum etwas zu finden, und er ist ziemlich exemplarisch.
Weißt du was mich etwas an der ganzen Diskussion amüsiert?
Ich könnte mir aus praktisch jedem Haushalt der hieran Teilnehmenden Behördenakte greifen und nachweisen, wo das was ich hier moniere bei ihnen zu finanziellen und persönlichen Verlusten, Erschwernissen und Problemen geführt hat. In der großen Mehrheit würde dies denjenigen erst dann bewußt werden, wenn sie darauf hingewiesen würden, ihnen die entsprechenden Gesetze und Verordnungen in Realitas vorgelegt würden und sie begriffen, daß sie knallhart über den Löffel balbiert wurden - in der Mehrheit aus Feigheit und Bequemlichkeit der verantwortlichen Staatsbediensteten noch dazu, nur sehr selten aus Unwissenheit.
Noch weit schlimmer ist, daß gerade - völlig unbeachtet von der ahnungslosen Bevölkerung - die Gesetzgebung dahingehend geändert wurde, daß jene, denen wider Erwarten auffällt, daß sie nicht korrekt behandelt wurden, nun in der großen Mehrheit aller Fälle keine Möglichkeit mehr zu einer kostenfreien Überprüfung dieses Staatshandelns und ggfs. Aufhebung/Änderung derselben haben.
Statt die systemimmanenten Fehler zu beheben, statt ein Klima in den Behörden zu schaffen, das sie verhindert und statt Leute einzustellen, die Eigenverantwortung und Eigeninitiative zeigen bzw. dieses bei den vorhandenen Mitarbeitern zu fördern, reagiert unser Staat auf den Fakt der immer mehr zunehmenden Behördenfehler damit, den Rechtsweg drastisch zu verteuern und damit für viele unmöglich zu machen.
Nur falls sich jemand fragt, warum auf Verwaltungsakten neuerdings nicht mehr die Widerspruchsmöglichkeit steht, sondern auf den Rechtsweg vor Gericht verwiesen wird... |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: 30.06.2008, 18:50 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 978 | | Wohnort | Bremervörde |
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Der letzte Teil - Zoba - ist interessant. Das wusste ich nicht. Passt aber sehr zu unseren Oberen.
Irgendwann werden Fehler einfach nicht mehr als Fehler bezeichnet, sondern man erfindet ein neues Wort dafür. Und da nur ein Fehler berichtigt werden KANN, aber Fehler von den Regierenden dann grundsätzlich nicht mehr Fehler heißen sondern ... "andersartige Handlung aufgrund von höherer Kenntnis der Gesamtsituation außerhalb der Norm" wird eine Regierung nie mehr gezwungen werden können, die (nun nicht mehr) Fehler zu beheben.
Und mir deucht, soweit sind wir von dem System gar nicht mehr weg.
Politiker waren schon immer sehr einfallsreich darin, dem für sie Lästigen einen anderen Namen zu geben.
Hakket |
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Verfasst am: 30.06.2008, 19:17 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1308 | | Wohnort | Süden |
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_________________ Gruß,
Zoba
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Verfasst am: 01.07.2008, 08:10 |
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| Claire |
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| Anmeldedatum | 07.12.2007 | | Beiträge | 675 | | Wohnort | Bochum |
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@Zoba
Einigen wir uns darauf, dass sich in dem besagten Fall beide Seiten nichts geschenkt haben. Grenzenlos Dummheit prallte auf sture Bürokratie.
Zum Thema Bürokratieabbau: Die mögen es offiziell zwar so nennen, aber wirklich erlebt habe ich den noch nicht. |
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_________________ LG Claudia
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