Verfasst am: 07.02.2008, 02:36 |
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| Judith |
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| Anmeldedatum | 05.08.2007 | | Beiträge | 1719 | | Wohnort | Schwobaländle |
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Hallo Phönix.
ich hatte immer eine Fünf in Geschichte und hätte vermutlich noch größere Probleme als du.
"Nur nebensächlich nahm ich war..." Das Wort "nebensächlich" ist in meinen Augen unpassend gewählt.
Man schreibt "wiederbelebt" zusammen.
Grüßle,
Judith |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 07.02.2008, 08:53 |
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| hawepe |
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| Anmeldedatum | 15.04.2007 | | Beiträge | 1249 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo Gerhard,
| Gerhard hat Folgendes geschrieben: | | wenn ich das recht verstanden habe, soll es eine Hausaufgabe von ca. 500 Worten sein. Und ich denke, da muss man jetzt nicht wochenlang recherchieren um alles so authentisch wie möglich zu machen. |
Das muss man auch nicht. Trotzdem muss die Geschichte fuer den aufmerksamen Leser glaubwuerdig sein.
| Zitat: | | Die Aufgabe ist also eigentlich nicht lösbar, wenn man all die Punkte beachten soll, die ihr bisher genannt habt ... die natürlich alle richtig sind. |
Natuerlich ist sie loesbar. Phoenix schrieb aber selbst, dass sie keine richtige Idee habe. Und das merkt man eben, und zwar auch daran, dass viel zu viel in die Geschichte hineingestopft wurde. 500 Worte sind nicht viel, wenn man ein oder zwei Gedanken aus dem Text herausnimmt und gestaltet.
| Zitat: | | Wenn man aber an so viele Kleinigkeiten denken soll ... dann sollte eine Autorin wie Rebecca Gable eigentlich keine Romane schreiben ... und Ken Follett mit seinen "Säulen der Erde" sollte dann seinen Roman auch einstampfen weil damals niemand so gesprochen hat, wie Ken Follett es ihnen in den Mund gelegt hat . |
Solange ein Roman nicht vorgibt, zugleich Geschichtsschreibung zu sein, muessen nicht alle Details einer geschichtlichen Ueberpruefung standhalten koennen. Aber es muss fuer den Leser glaubhaft sein.
| Zitat: | | Andererseits, wenn Phönix wirklich die Sprache und den Ausdruck der damaligen Zeit benutzen würde ... dann würde niemand den Text lesen, weil wir ihn nicht verstehen würden. |
Jein Die Sprache des Bauern und der Wissenschaftler muss sich aber deutlich unterscheiden. Auch in ihr muss sich zeigen, dass hier zwei Welten aufeinanderprallen.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 08.02.2008, 10:38 |
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| Tommy |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 73 |
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| SandraR hat Folgendes geschrieben: | | Du kannst auch eine historische Figur nehmen, wenn Goethe nicht Dein Ding ist. Mochtest Du Napoleon oder |
Napoleon wäre klasse.
Da könnte ein Tagebucheintrag etwa so lauten:
| Zitat: | | Heute, in aller Frühe, verschaffte ich mir als allererstes eine Europa-Karte aus einer dieser riesigen Lagerhallen, die sie *Warenhaus* nennen. Seit einigen Stunden sitze ich tief gebeugt über dieses moderne Machwerk und grübele. Die Karte ist degoutant; dringend wäre hier etwas an den Grenzen zu ändern. |
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Verfasst am: 08.02.2008, 10:56 |
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| mtg |
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| Anmeldedatum | 04.02.2008 | | Beiträge | 551 | | Wohnort | Berlin |
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Wieso erinnert mich das gerade an die Affäre um die Hitler-Tagebücher und insbesondere den Film "Schtonk"?
LG - Matthias |
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_________________ Beste Grüße, Matthias
Die Würde des Menschen ist unfassbar. |
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Verfasst am: |
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 | @ Tommy |  |
Verfasst am: 08.02.2008, 12:28 |
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| Versailles |
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| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 650 | | Wohnort | Hagen |
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| Zitat: | Da könnte ein Tagebucheintrag etwa so lauten:
| Zitat: | | Heute, in aller Frühe, verschaffte ich mir als allererstes eine Europa-Karte aus einer dieser riesigen Lagerhallen, die sie *Warenhaus* nennen. Seit einigen Stunden sitze ich tief gebeugt über dieses moderne Machwerk und grübele. Die Karte ist degoutant; dringend wäre hier etwas an den Grenzen zu ändern. | |
Na, diese Herangehensweise find ich sehr erfrischend Kompliment, Tommy - ich habe herzlich gelacht. Toll!
LG
Amalia |
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Verfasst am: 08.02.2008, 12:53 |
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| Gerhard |
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| Anmeldedatum | 07.12.2007 | | Beiträge | 291 |
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[quote="Tommy"] Napoleon wäre klasse.
Da könnte ein Tagebucheintrag etwa so lauten:
| Zitat: | | Heute, in aller Frühe, verschaffte ich mir als allererstes eine Europa-Karte aus einer dieser riesigen Lagerhallen, die sie *Warenhaus* nennen. Seit einigen Stunden sitze ich tief gebeugt über dieses moderne Machwerk und grübele. Die Karte ist degoutant; dringend wäre hier etwas an den Grenzen zu ändern. |
Mach weiter Tommy, herrlich  |
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_________________ Herzliche Grüße
Gerhard
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Die Welt ist anders, als sie uns erscheint.
"Auf der Suche nach der Realität", ISBN 978-3833493294 |
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Verfasst am: 09.02.2008, 14:25 |
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| Phoenix-Nubigena |
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| Anmeldedatum | 14.01.2008 | | Beiträge | 109 | | Wohnort | Bremen |
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Hey Tommy,
das ist ja mega lustig.
So, hab mir jetzt während des Umzugs noch mal n paar Gedanken gemacht. Ihr habt Recht...es ist einfacher, sich nur auf eine "Szene", ein "Ereignis" zu beziehen und das detailliert zu beschreiben.
Das werde ich heut Abend machen. Früher schaffe ich e sleider nicht. Dann zeig ich euch den Text und ihr dürft nochmal kritisieren, okay?
Vielen Dank,
Phoenix |
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_________________ - Unmöglich sind nur die Dinge, die man nicht tut - www.marisahart.de |
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 | Neuer Versuch |  |
Verfasst am: 10.02.2008, 13:29 |
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| Phoenix-Nubigena |
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| Anmeldedatum | 14.01.2008 | | Beiträge | 109 | | Wohnort | Bremen |
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Huhu, ihr Lieben!
So, hab mich jetzt an einen neuen Versuch gewagt und bin ganz gespannt auf eure Meinungen. Ich muss sagen, dass mir dieser text weitaus besser gefällt als der vorige. Was sagt ihr dazu? Bitte bedenkt, dass der Text nur einen eingeschränkten Umfang haben darf und ich deshalb nicht allzu sehr ausholen kann.
Vielen Dank!
Hier der Text:
„Es ist schon einige Wochen her, dass eine Bande maskierter Hexen, die sich selbst als moderne „Ärzte“ bezeichneten, mich wieder belebt hatte - gegen Gottes Willen. Es ist riskant, sich gegen die Regeln Gottes zu stellen und über Leben und Tod zu entscheiden. Dieser Gedanke jagt mir noch immer Angst ein, doch kann ich mich dem Geschehenen nicht widersetzen und habe mich mit dieser Erkenntnis abgefunden.
Ich befinde mich im Jahre 2008 – unglaublich, aber wahr. In den letzten Tagen ist bereits sehr viel passiert. Ich hatte lernen müssen, mich in der neuen Welt, in der alles anders ist, zurecht zu finden.
Heute war wieder einer dieser Tage, an dem ich etwas Neues kennen lernen durfte. Kathrin, eine junge Frau, die ich kurz nach meiner erschreckenden Wiederbelebung kennen lernte und die mir Obdach gewährt, brachte mich in eine Art Theatersaal. Aus meinem früheren Leben kenne ich das Theater sehr gut, aber solch eine Räumlichkeit ist mir zuvor noch nicht untergekommen. Kathrin schob mich durch eine von flackernden Bildern umgebene Tür. Unsicher blickte ich mich um, doch beruhigte Kathrin mich damit, dass sie mir immer wieder sagte, dass mir das Kommende Freude bereiten würde. Sie geleitete mich in einen großen Saal mit einer weißen Wand am Fuße der vielen königlich aussehenden Sitzen, die mit purpurnem Stoff überzogen waren. Links und rechts der weißen Wand befanden sich große, tiefdunkle Vorhänge. Überall waren kleine Lichter, die einem Sternenhimmel ähnelten. Ich seufzte und beobachtete die vielen Menschen, die nach und nach hineinkamen und sich ihre Plätze suchten. Verwundert war ich vor allem darüber, dass es keine gesonderten Stühle, die sich höher befanden, für die Wohlhabenderen unter uns gab. Über diese Tatsache machte ich mir allerdings nicht zu viele Gedanken.
Gerade in dem Moment, in dem ich mir die Aufgaben der vielen Lichter zu Gemüte führen wollte, wurde der Saal stockfinster. Erschrocken blickte ich mich um und wollte Kathrin nach dem Sinn des Ganzen fragen. In jenem Moment erhellte die weiße Wand. Plötzlich befanden sich andere Menschen und Tiere auf dieser Wand. Laute Stimmen schallten im Saal wider. Mein Kopf wurde mit unzähligen Eindrücken und Fragen überflutet. Hatte ich es mit einem farbigen Schattenspiel zu tun oder befand ich mich tatsächlich in einem Theater, das etwas anders war? Ich blickte nach oben und entdeckte einem Lichtstrahl, dem ich unsicher folgte. Er kam aus einem kleinen Kästchen an der hinteren Wand des Saales. Aufgeregt fragte ich Kathrin, was los sei. Sie schmunzelte und erklärte mir, dass lediglich Filme, was wiederum zusammen gesetzte Bilder waren, auf dem Bildschirm reflektiert werden. Sie sagte, dass die ganze Sache wie ein Theater sei, dass zuvor mit heutigen Mitteln festgehalten wurde und so später für alle zu sehen wäre.
Die Moderne des 20. Jahrhunderts faszinierte mich. Obgleich ich nicht verstand, warum alles so war, wie Kathrin es mir erklärte, war es dennoch beeindruckend. Ich befand mich in einem Saal, in dem ein zuvor aufgeführtes Theater wiedergegeben wurde. Wirklich unglaublich!
Mit diesem Gedanken sank ich in meinem überaus weichen Stuhl und konnte das Schauspiel, eine Romanze, beruhigt genießen.
Erst am Ende des Filmes stellte ich Kathrin Unmengen weiterer Fragen, die sie mir später zu beantworte versprach. Während wir den Saal, der sich „Kino“ nannte, wieder verließen, musste ich meinen eigenen Geist noch einmal von der Wahrheit überzeugen. Ich ging zu der weißen Wand und tastete sie vorsichtig ab. Hinter einem langen, sich lederartig anfühlenden Vorhang, befand sich tatsächlich nichts weiter als eine feste Steinwand. Ich habe wieder etwas Wunderbares kennen lernen dürfen. Dieser Besuch des Kinos wird in keinem Fall der letzte bleiben. Ich bin beeindruckt.
Grandios, wie sich unser Volk entwickelt hat!“ |
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Verfasst am: 10.02.2008, 13:56 |
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| Adriana (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 08.04.2007 | | Beiträge | 454 | | Wohnort | Brandenburg/Havel |
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Nicht schlecht!
OFF-Topic: Da du gerade diesen Kurs in Kreatives Schreiben machst ... Könntest du ab und zu mal was für die Schreibwerkstatt beisteuern?
Wäre bestimmt interessant, da du ja ds Handwerk richtig lernst. |
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Verfasst am: 10.02.2008, 14:22 |
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| Phoenix-Nubigena |
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| Anmeldedatum | 14.01.2008 | | Beiträge | 109 | | Wohnort | Bremen |
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Huhu Adriana,
schön, dass der Text jetzt gefällt...ein wenig dran feilen werde ich sicher noch.
Ja, also ds Handwerk erlenen kann man ja gar nicht so richtig - also das Schreiben jetzt. Aber man kann eben erlernen, wie z.B. Haikus gemacht werden und man erfährt und erlernt viel Hintergrundwissen und Techniken für verschiedene literarische Aufgaben. Ich mache das eigentlich nur so aus Lust und Laune nebenebei, weil es mir Spaß bringt. Momentan habe ich aber leider nicht so viel Zeit, weil ich mitten im Umzug von Bremen anch Kiel bin. Hier ausmisten, dort renovieren, packen, ausmisten, HA machen, jobben etc. Aber sobald ich in Kiel zur Ruhe komme, werde ich das sehr gerne machen. Also erzählen, was so in den heften steht. Das ist zum Teil wirklich interessant!
Das mache ich dann sehr gerne! Also erinner mich am besten nochmal Anfang März daran und dann werde ich etwas dazu beitragen, ja?
Ist bestimmt interessant für viele hier im Forum
Bin jetzt bei Heft 3 von 8 Heften
Lg und danke,
Phönix |
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Verfasst am: 10.02.2008, 23:31 |
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| Phoenix-Nubigena |
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| Anmeldedatum | 14.01.2008 | | Beiträge | 109 | | Wohnort | Bremen |
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Gibts noch mehr Meinungen? Hab' mich dieses Mal wirklich bemüht. denkt ihr, ich kann das so abschicken? Ausgenommen noch ein paar Sätze umzuformulieren?
Lg eure Phönix |
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Verfasst am: 11.02.2008, 09:21 |
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| hawepe |
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| Anmeldedatum | 15.04.2007 | | Beiträge | 1249 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo Phoenix,
du stellst Fragen
Also, ich finde diesen Text wesentlich besser als deinen ersten. Aber das er mich ueberzeugen koennte - nein, nicht wirklich.
Gelungen finde ich den Schluss, aber der Anfang ist zu weitlaeufig. Es soll ja ein Tagebuchausschnitt sein. Wenn das Tagebuch erst heute beginnt, dann wuerde er mit Sicherheit erst einmal ueber seine Wiedererweckung schreiben. Handelt es sich um einen der folgenden Eintraege, waere der Anfang eine Wiederholung eines alten Eintrages.
Offenbar gehoerte dieser Mensch zur Oberschicht, denn sonst wuerde er ein Theater (als Gebaeude) vermutlich gar nicht, aber zumindest nicht gut kennen. Doch er kennt es gut - aber vergleicht es nicht.
Gut finde ich die Idee, dass er schaut, ob nicht doch etwas hinter der Leinwand ist.
Ich hoffe, dich enttaeuscht meine Kritik nicht.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 11.02.2008, 11:17 |
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| Tommy |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 73 |
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Hallo
Was Hawepe sagt, leuchtet mir ein. Ich würde an deiner Stelle die erste Passage streichen und mich auf den Kinobesuch konzentrieren und daran arbeiten. Der Text würde also mit "Heute war wieder einer dieser Tage, an dem ich etwas Neues kennen lernen durfte" beginnen.
Hier mal meine Verbesserungsvorschläge.
| Zitat: | | Kathrin, eine junge Frau, die ich kurz nach meiner erschreckenden Wiederbelebung kennen lernte und die mir Obdach gewährt, brachte mich in eine Art Theatersaal. |
"Brachte" hört sich so an, als ob die Ich-Erzählerin in den Raum hineingeschoben wird, sozusagen eine wehrlose Kranke, aber das soll doch sicher nicht ausgedrückt werden. Kathrin stellt doch wohl eher eine Betreuerin dar, die behutsam in die neue Welt einführen soll. Würde also schreiben: "zeigte mir eine Art Theatersaal" oder "besuchte mit mir eine Art Theatersaal".
| Zitat: | | Aus meinem früheren Leben kenne ich das Theater sehr gut, aber solch eine Räumlichkeit ist mir zuvor noch nicht untergekommen. Kathrin schob mich durch eine von flackernden Bildern umgebene Tür. |
Hier ist mir nicht klar, um was es sich bei den "flackernden Bildern" handeln soll. War zwar schon länger nicht mehr im Kino, aber ist es so, daß neben der Eingangstür Filmausschnitte projiziert werden? Wäre mir neu.
| Zitat: | | Verwundert war ich vor allem darüber, dass es keine gesonderten Stühle, die sich höher befanden, für die Wohlhabenderen unter uns gab. |
Aber genau das ist doch im Kino, ebenso wie im Theater der Fall, wenn ich mich recht erinnere. Wenn die Sitzreihen auf einer planen Ebene angeordnet wären, könnte hinten niemand mehr etwas sehen.
| Zitat: | | Gerade in dem Moment, in dem ich mir die Aufgaben der vielen Lichter zu Gemüte führen wollte, wurde der Saal stockfinster. Erschrocken blickte ich mich um und wollte Kathrin nach dem Sinn des Ganzen fragen. In jenem Moment erhellte die weiße Wand. |
"erhellte sich"
| Zitat: | | Plötzlich befanden sich andere Menschen und Tiere auf dieser Wand. Laute Stimmen schallten im Saal wider. Mein Kopf wurde mit unzähligen Eindrücken und Fragen überflutet. Hatte ich es mit einem farbigen Schattenspiel zu tun oder befand ich mich tatsächlich in einem Theater, das etwas anders war? Ich blickte nach oben und entdeckte einem (einen)Lichtstrahl, dem ich unsicher folgte. Er kam aus einem kleinen Kästchen an der hinteren Wand des Saales. Aufgeregt fragte ich Kathrin, was los sei. |
"was los sei" klingt mir zu sehr nach moderner Umgangssprache. Die Ich-Erzählerin muß ja aus der damaligen Oberschicht stammen, wie hawepe bereits bemerkte, ich glaube, das passt nicht zum Sprachstil. Also, dann lieber: "Aufgeregt fragte ich Kathrin, welche Bewandnis es damit habe."
| Zitat: | Sie schmunzelte und erklärte mir, dass lediglich Filme, was wiederum zusammen gesetzte (zusammengesetzte) Bilder waren (wären), auf dem Bildschirm reflektiert werden (würden). Sie sagte, dass die ganze Sache wie ein Theater sei, dass (das) zuvor mit heutigen Mitteln festgehalten wurde (worden war)und so später für alle zu sehen wäre.
Die Moderne des 20. Jahrhunderts faszinierte mich. Obgleich ich nicht (exakt)verstand, warum alles so war (wie dies alles zusammenhing/lieber Vollverben statt Hilfsverben benutzen), wie Kathrin es mir erklärte, war es dennoch beeindruckend (die Art der Erklärung beeindruckte mich schon/klingt m.E. eleganter). Ich befand mich (also) in einem Saal, in dem ein zuvor aufgeführtes Theater(stück) wiedergegeben wurde. Wirklich unglaublich! |
Ich würde nach Gefühl hinter "wiedergegeben wurde" das Rufzeichen setzen. Und hinter "unglaublich" drei Punkte, also so:
| Zitat: | | Ich befand mich also in einem Saal, in dem ein zuvor aufgeführtes Theaterstück wiedergegeben wurde! Wirklich unglaublich ... |
Oder vielleicht noch ein wenig erweitern:
| Zitat: | | Ich befand mich also in einem Saal, in dem ein zuvor aufgeführtes Theaterstück wiederholt wurde! Mit gemalten Menschen, die aber wie echte aussahen und sich auch so bewegten und so sprachen wie echte Menschen! Wirklich unglaublich ... |
Das Konzept "gemalte Bilder, die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Gemalten haben" kennt sie sicher aus ihrem früheren Leben. Und damit wird sie es am ehesten vergleichen, denn das Gehirn durchsucht bei neuen Situationen erst einmal die Gedächtnisspeicher nach Analogien aus den bisher gemachten Erfahrungen. Das Entscheidende, was sie umhaut, dürfte die Tatsache sein, daß sich diese Bilder bewegen. Und das müßte auch im Tagebucheintrag im Vordergrund stehen.
"Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von Zauberei nicht zu unterscheiden", sagte mal Arthur C. Clarke. Vielleicht sollte dieser magische Eindruck noch ein wenig mehr hervorgehoben werden, also noch eine Erweiterung:
| Zitat: | | Ich befand mich also in einem Saal, in dem ein zuvor aufgeführtes Theaterstück in einer Bilderserie wiederholt wurde! Mit gemalten Menschen, die aber wie echte aussahen und sich auch so bewegten und so sprachen wie echte Menschen! Über welch immense Zauberkräfte mußten die heutigen Maler verfügen, um diese Bilder zum Leben zu erwecken? Kathrin meinte allerdings, es sei keine Zauberei im Spiel. Aber diese Bilder sprachen tatsächlich! Wirklich unglaublich ... |
| Zitat: | | Mit diesem Gedanken sank ich in meinem überaus weichen Stuhl und konnte das Schauspiel, eine Romanze, beruhigt genießen. |
Würde ich anders schreiben. Es handelt sich doch um eine völlig aufregende Entdeckung. Ich würde schreiben, daß sie es eben nicht beruhigt genießen konnte, sondern eher innerlich aufgewühlt durch die noch offenen Fragen.
| Zitat: | Erst am Ende des Filmes stellte ich Kathrin Unmengen weiterer Fragen, die sie mir später zu beantworte versprach. Während wir den Saal, der sich „Kino“ nannte, wieder verließen, musste ich meinen eigenen Geist noch einmal von der Wahrheit überzeugen. Ich ging zu der weißen Wand und tastete sie vorsichtig ab. Hinter einem langen, sich lederartig anfühlenden Vorhang, befand sich tatsächlich nichts weiter als eine feste Steinwand. Ich habe wieder etwas Wunderbares (Aufregendes und Unerklärliches) kennen lernen dürfen. Dieser Besuch des Kinos wird in keinem Fall der letzte bleiben. Ich bin beeindruckt.
Grandios, wie sich unser Volk entwickelt hat!“ |
Das sind nur meine persönlichen Eindrücke; insgesamt finde ich die Idee, einen Kinobesuch zum Gegenstand des Tagebucheintrags zu machen, sehr gelungen.
P.S. Die Aufgabe an Napoleon durchzuspielen, würde mir tatsächlich Spaß machen, aber es geht ja hier um die Hausarbeit von Phoenix.
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Verfasst am: 11.02.2008, 11:56 |
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| Weasel |
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| Anmeldedatum | 09.02.2008 | | Beiträge | 525 | | Wohnort | Tönisvorst |
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Hi,
ich habs mir auch einmal durchgelesen. Was mir noch aufgefallen ist:
Die heutigen Kinos zeigen ihre Filme in extrem hoher Lautstärke. Ich denke dass könnte noch ein Punkt sein, worüber sich die Ich-Erzählerin erst einmal erschreckt. Ich glaube kaum, dass sie extreme Lautstärke aus ihrem alten leben gewohnt ist und sie wird das wahrscheinlich als unangenehm empfinden. Ist nur so ne Anregung
Gruß Weasel |
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Verfasst am: 11.02.2008, 13:32 |
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| Phoenix-Nubigena |
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| Anmeldedatum | 14.01.2008 | | Beiträge | 109 | | Wohnort | Bremen |
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Huhu,
erstmal danke für eure ganzen Hiflestellungen. Das sollte ja erstmal wieder reichen. Ich habe eure Kritik gern gelesen und weiß nun, woran ich nochmal arbeiten muss.
Auch dir Tommy,
vielen dank für deine ausführliche Überarbeitung meines Textes. unglaublich - du hast dir ja richtig Mühe gemacht.
Vielen Dank,
ich meld' mich bald wieder hierzu!
LG Phönix |
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