 | Bruchstücke aus dem kuriosen Leben Hendrick A.’s |  |
Verfasst am: 01.04.2008, 23:47 |
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| Akiragirl |
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| Anmeldedatum | 14.02.2008 | | Beiträge | 32 |
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Titel: Bruchstücke aus dem kuriosen Leben Hendrick A.’s
Autor: Anne Mehlhorn und Sylvia Cerda
Verlag: BoD
ISBN: 978-3-8370-1819-6
Seiten: 220
Preis: 15 Euro
Der Autor über das Buch:
Dieses Buch ist ein Projekt, welches ich mit meiner Freundin über mehrere Jahre hinweg geschrieben habe, wobei immer wieder Veränderungen vorgenommen wurden. Nun haben wir uns endlich getraut, es drucken zu lassen und sind sehr gespannt, ob und wie es ankommt.
Klappentext:
Der 18-jährige Hendrick unternimmt eine Wanderung durch die Abgründe seiner Seele. Die Spur seiner Träume weist in ein altes Krankenhaus, zurück in die Zeit seiner Kindheit. Doch er verlässt den Weg - und verläuft sich.
Heroin entführt Hendrick in das Zauberreich der Träume, dorthin, wo das Leben nicht nur spannend oder komisch ist, sondern auch der Wahnsinn lauert ...
Inhalt:
Leseprobe:
Als Hendrick die Augen wieder aufschlug, fühlte er überhaupt nichts. Er saß auf dem Fußweg, gelehnt an dieselbe Wand, an der er gestern zusammengebrochen war. Die Dunkelheit war von den ersten Sonnenstrahlen schon verjagt worden.
Der erste sinnvolle Gedanke, der sich in seinem Kopf manifestierte war, dass er Daniel umbringen würde, wenn er ihn das nächste Mal traf. Warum drehte er ihm solches Zeug an? Was war das für eine scheiß Designerdroge gewesen? Bestimmt DonaldsDrugging, DD in der Sprache der Coolen. Gott, er hasste diese Techno-Drogen.
Unter größten Anstrengungen streckte er seine Beine aus und zog sie wieder an sich heran. Seine Gelenke knackten dabei schmerzhaft. Dass er sich bewegen konnte, erschien ihm wie ein Wunder.
Er wünschte, irgendwo über ihm möge eine Eisenstange hängen, an der er sich hochziehen könnte. Aber vor ihm stand nur der Mast der Straßenlaterne und lachte ihn aus, dass er dort saß wie ein Penner und nicht in der Lage war, aufzustehen. „Das hast du davon”, schien er zu sagen, und das an ihm angebrachte Straßenschild zeigte dabei wie ein Finger auf Hendrick.
„Klappe”, murmelte er und seine Stimme klang rau.
„Hat Bobby dir nicht schon in der Grundschule erklärt, dass du kein unbekanntes Billigzeug von irgendwelchen Deppen kaufen sollst?”, spottete der Mast.
„Daniel ist nicht irgendein Depp”, erklärte Hendrick.
„Ach nein?”, säuselte der Pfahl abschätzend.
„Nein”, erwiderte Hendrick. Na klasse, jetzt stritt er schon mit einem Laternenmast!
„Tja, du bist eben ein Irrer”, sagte er Pfahl gehässig. Oh mein Gott! Er konnte seine Gedanken lesen!
„Ach, jetzt halt endlich dein Maul!”, blaffte Hendrick und da war es plötzlich still. Der Laternenmast stand wieder ganz ruhig und sagte nichts mehr.
Hendrick schloss wütend die Augen und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. Seine Stirn fühlte sich wie eine Herdplatte auf höchster Stufe an.
Er blieb noch eine ganze Weile sitzen und beobachtete, wie die Sonne höher stieg. Doch schließlich dachte er daran, dass er nicht ewig hier bleiben konnte und setzte sich quälend langsam auf. Er fasste nach dem Dachrinnenrohr hinter sich und versuchte, sich daran hochzuziehen. Mindestens zehn Minuten dauerte es, bis er endlich auf den Beinen stand. Sie zitterten und er befürchtete, dass sie sofort wieder nachgeben würden, wenn er nur einen Schritt tat. Hendricks ganzer Körper fühlte sich an wie ein zu lange gekauter Kaugummi. Schritt für Schritt ging er, an die Wand gepresst, voran.
Doch schon nach ein paar wenigen Schritten begann sein Magen, sich zu verkrampfen und zu drehen. Hendrick musste stehen bleiben, um sich nicht zu übergeben. Er sog die kalte Luft ein, schloss die Augen und spürte, dass es nachließ. Mit dem Handrücken fuhr er sich über die Stirn. Sie war nass, als hätte er geduscht.
Danke Daniel, vielen Dank!, dachte er wütend und setzte seinen Weg fort. |
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Zuletzt bearbeitet von Akiragirl am 06.04.2008, 12:37, insgesamt einmal bearbeitet |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 05.04.2008, 11:45 |
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| Urska |
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| Anmeldedatum | 03.04.2008 | | Beiträge | 7 | | Wohnort | Bad Rappenau |
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Schon dieser kurze Text gefällt mir gut und ich bin neugierig wie es weiter geht. Es ist ein Thema das jeden von uns angeht und über das nicht genug geschrieben werden kann und soll.Ich wünsche Euch viel Erfolg und vielleicht treffen wir uns ja auf einer der nächsten Buchmessen, ganz lieben Gruß Uschi.  |
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Verfasst am: 06.04.2008, 19:44 |
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| Akiragirl |
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| Anmeldedatum | 14.02.2008 | | Beiträge | 32 |
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Hey Urska,
danke für den lieben Kommentar.
Ich finde auch, dass das Thema wichtig ist, obwohl es schon eine Menge Bücher darüber gibt ... Aber wenn das Thema selbst schon etwas breitgetreten ist, kann man es ja mit einer neuen Herangehensweise bearbeiten, stimmts?  |
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