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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Textvorstellung: Prosa » Das Gleich ist nicht das SElbe, Glosse
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Das Gleich ist nicht das SElbe, Glosse

BeitragVerfasst am: 28.05.2007, 00:49
Joana
 
Anmeldedatum26.05.2007
Beiträge127
WohnortWien


Das Gleiche ist nicht das Selbe


Genau betrachtet hat FRAU-Sein meist ungeheure Vorteile!

Wir können zum Beispiel, je nach Lust und Laune, unserem Drang nachgeben und in Männerkleidung, sprich Hosenanzug, oder einfach nur mit Jeans das Haus verlassen und ins Büro gehen.
Emanzipatorische Vorreiterin war da George Sand, die man als Hosen tragende Salondame der französischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und bedeutende Schriftstellerin kennt.

Man stelle sich vor, Mann hätte Lust, sich in Frauenkleidern aus dem Hause zu wagen und an der Besprechung der Gebietsvertreter am Freitag teilzunehmen!
Unter vorgehaltener Hand wäre das Wort „Tunte“ noch das harmloseste, was man hören würde und mit der Karriere wäre es wohl auch vorbei.

Das Einzige was wir nicht können, zumindest sehr sehr selten, wir können keinen Bart tragen. Aber das gefällt sowieso den wenigsten Frauen an sich selbst und die kleinsten Ansätze werden mit allerlei Mittelchen bekämpft.
Also, alles brauchen wir ja wiederum auch nicht zu haben! Die bösartigen Behauptungen, dass es Frauen mit Haaren auf den Zähnen gibt, ist unbewiesen!

Männer müssen in der Regel auch mit jenem Gesicht herumlaufen, dass sie nun einmal von Natur aus haben. Frauen hingegen können verschiedenes kaschieren, unterstreichen oder bemalen. Selten kommt morgens die selbe Frau aus dem Bad, welche man hinein gehen sah!

Geschminkte Männer dagegen werden höchstens auf der Bühne geduldet und da auch nur in Komödien oder als Transvestiten. Am Arbeitsplatz würde das wiederum zu aufgeregtem Getuschel und Gelächter führen und zu einigen indignierten Fragen des Personalchefs.
Obwohl verschiedentlich schon Männer gesichtet wurden, die offensichtlich ihre Haare färben. Das aber wird gerade noch geduldet, höchstens belächelt.

Dagegen wiederum übersieht man ungerechter Weise, dass Männer behaarte Beine haben, einen Bierbauch oder/und eine Glatze. Hauptsache, sie haben Ausstrahlung. Womit sie strahlen sollte von Fall zu Fall erforscht werden. Schöne Männer sind laut der legendären
„Tante Jolesch“ sowieso Luxus pur.

Das wiederum empfinden wir schon als Ungerechtigkeit.

Aber so hat eben alles eine gute und eine schlechte Seite im Leben.

_________________
Erst die kleinen Dinge erfreuen die Seele

Verfasst am:
 


Das Gleich ist nicht das SElbe, Glosse
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