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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Autorenportraits » Das zweitälteste Gewerbe der Welt
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Das zweitälteste Gewerbe der Welt

BeitragVerfasst am: 15.05.2007, 13:34
GBCT3844
 
Anmeldedatum15.05.2007
Beiträge8
WohnortHildesheim


GERHARD NIEMSCH gilt als einer der erfolgreichsten Schauwerbegestalter der Gegenwart.
www.deko-niemsch.de

Vier Jahrzehnte lang bereitete er mit radikalen Denkanstößen und genialen Disziplinübergreifenden Ideen die neue Sprache der viesuellen Werbegestaltung für das 21. Jahrhundert vor. HAZ

Sein neues Buch mit dem Titel:
"Das zweitälteste Gewerbe der Welt"
oder die Symbiose von Kunst & Kommerz der Schauwerbegestaltung im 21. Jahrhundert handelt von den Verführungen der Sinne, der galanten Verbindung von Kunst und Kommerz und der Erotik des Augenblicks. Manchmal ist, so wie hier, der Autor die Figur im Buch. Und wenn ich als Bundessieger für kreative Werbegestaltungen ein innovatives Anliegen habe, dann schreibe ich darüber. 1. Geld ist wichtig wenn man es nicht hat. 2. Erotik ist das stärkste Wunschdenken das wir haben. 3. Kunst ist eine Form von Berufung und Abhängikeit.

Leseprobe:
Nehmen wir einmal an...
... dass morgen der Verbraucher nur kauft, was er wirklich braucht. Nehmen wir an, er hat es einfach satt, weiterhin ein an Ketten geführter Konsumsklave zu sein.
Er will all die Trends nicht mehr mitmachen, lehnt die Kleidungsdiktate künftig total ab und weigert sich auch, vormachen zu lassen wie er wohnen, was er essen, was er tragen und wie er aussehen soll.
Hunderttausende von Anbietern, kleine, mittlere und große Geschäfte müssten schließen. Die Folge wäre ein Ladensterben von bisher nie gekanntem Ausmaß. Die Einzelhandelslandschaft wäre ein Chaos.
Es entstünde ein Handelsgemetzel, ein Existenzpreiskampf ohne Beispiel, ein Schlachtfeld der Konkurse, ein Bankenkrach des Grauens mit nur wenigen Überlebenden.
Das elegante Modehaus würde zum billigen Basar, das Spezialgeschäft um die Ecke zum Ramschkiosk, der Lebensmittelanbieter zum Marktstand, das große Warenhaus zum Gespensterhaus, ganze Geschäftsstraßen würden total veröden, das Citycenter würde zur Geisterstadt.
Millionen Beschäftigte der Einzelhandelsindustrie würden arbeitslos. Die noch verbliebenen Ladeninhaber würden selbst hinter der Theke stehen oder vor der Tür verzweifelt nach Kunden Ausschau halten.

Damit würden unweigerlich auch...
... die Architekten, Ladenplaner, Geschäftseinrichter, Beleuchtungsspezialisten, die Berater, die Künstler der Präsentationen und visuellen Verkaufsförderung und viele andere Helfer, Statisten und Handlanger auf die Straße der trostlosen Verödung verbannt, die nirgendwohin hinführt.
Denn es gäbe nichts mehr zu planen, nichts mehr zu beraten, zu beleuchten und zu visualisieren.
Das Endresultat wäre ein totaler Niedergang, der Bankrott der Einzelhandelsphilosophie.

Denn wenn der heute in vollem Gange befindliche Prozess der offensichtlichen Vereinheitlichung im Warenangebot anhält, man unausweichlich überall gleiche Sortimente antrifft, wenn dazu, und dies ist nicht weniger schlimm, eine weitere negative Zeiterscheinung, und auch die Verkaufsraumgestaltung und Warenpräsentation sich allerorts sehr ähnlich präsentieren, beispielsweise sich ein Warenhaus von den anderen bald nur noch durch einen anderen Namen unterscheidet, könnte dies bereits die ersten Symptome auslösen für eine offensichtliche Enttäuschung und Ermüdung des Konsumenten.

Der Kunde könnte tatsächlich anfangen...
... sich Gedanken zu machen, wieso er für teures Geld Waren erwirbt, die den Preis des visualisierten Lebensstandards nicht wert sind. Er könnte sich ernsthaft überlegen, unnötige Einkäufe zu stoppen und nein zu sagen zu all den Verführungen. Die davon Betroffenen würden gewollt ebenfalls zu Nullverbrauchern, das Heer der Arbeitslosen würde lawinenartig anschwellen, eine Rattenschwanzkatastrophe ohne Ende.
Man erkennt, wie wenig es braucht, um die gesamte Konsumwirtschaft innerhalb kurzer Zeit annähernd stillzulegen, und man realisiert auch mit totaler Klarheit, wer die Macht hat, das über Jahrhunderte sorgsam aufgebaute Gefüge der Einzelhandelswirtschaft dramatisch zum Einsturz zu bringen.
Es ist der Mensch als Konsument, der liebe Kunde König, der es vielleicht plötzlich satt haben könnte, für Unnotwendiges, Entbehrliches und für Luxus ein Leben lang zu schaffen,und somit diese schwere Krone eines Tages auf die Straße schmettert.

Die hier schonungslos...
... und brandschwarz geschilderte Phantasiesituation ist trotzdem nicht ganz unrealistisch, deshalb ist es heute wichtiger als je zuvor, sich zu differenzieren, sich abzusetzen von der allgemeinen Gleichförmigkeit im Handel.
Das sollte zunächst durch ein ausgewogenes Sortiment dem Kundenkreis entsprechend und danach durch

Werbung, Schaufenster, Aktionen, Preisgestaltung, Einrichtung,
Warenpräsentation und gute Mitarbeiter geschehen. Natürlich wird es unter diesen Kriterien Schwerpunkte geben. Der eine setzt neben dem ausgewogenen Sortiment auf Warenpräsentation vor Ort und fachgerechte Bedienung, der andere hat Schaufenster und Werbung und ein dritter die Preise favorisiert. Marktlücken und Marktchancen gibt es für jeden, er muss sich nur entscheiden. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, aber der richtige sollte es schon sein.

Und noch etwas...
... eine ökonomische Zeitwende bahnt sich an, eine industrielle Revolution, die das Gefüge der betroffenen Branchen verändern wird.
Es beginnt das Zeitalter der „Welt AG“.
Noch ist es erst in Umrissen zu erkennen, wie diese dann internationale Identität einer „Welt AG“ vom Schlage Daimler/Chrysler z.B. aussehen wird.
Doch was immer da entsteht, es wird anders sein als alles was vorher war, aber mit Folgen. Die Grenzen werden sich verändern. Das Inland beginnt sich aufzulösen, aber das Ausland eben auch.
Überall wird Zuhause sein, am quirligen Times Square in New York wie in der chinesischen Provinz Hubai.

Pressestimmen
Es ist ohne Zweifel sehr anerkennenswert, dass Sie sich Herr Niemsch mit dem Thema Schauwerbegestaltung, das wie ich durch ihre Information gelernt habe, durchaus auf eine lange Historie zurückblicken kann in der Art und Weise beschäftigt, wie Sie es jetzt anstreben. Ich wünsche Ihnen in der Vorbereitung ihres Projektes recht viel Erfolg und dass es den Stellenwert erreicht, den Sie sich vorstellen.

Mit freundlichem Gruß
Christian Wulff
Niedersächsischer Ministerpräsident

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GERHARD NIEMSCH gilt als einer der erfolgreichsten Schauwerbegestalter der Gegenwart.

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