 | Die 13 Tage nach der Hinrichtung |  |
Verfasst am: 09.06.2008, 10:39 |
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| Felix16 |
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| Anmeldedatum | 05.06.2008 | | Beiträge | 64 | | Wohnort | Nordseeheilbad Borkum |
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Titel: Die 13 Tage nach der Hinrichtung
Autor: Felix H. Bendig
Verlag: BoD
ISBN: 9783837014327
Seiten: 268
Preis: 17,50
Der Autor über das Buch:
Was ich in diesem Buch erzähle, entstammt eigenen Erlebnissen als Zeitungsredakteur und natürlich meiner Phantasie. Die Devise meines Chefredakteurs war: "Wir sind nur Beobachter, wir greifen nicht ins Geschehen ein." Ist es dann erlaubt, seelenruhig seinen Fotoapparat zu zücken, um einen Mord zu fotografieren? Sollte man nicht lieber die Polizei verständigen? Der Reporter in meiner Erzählung hat sich für den ersten Weg entschieden und musste dafür einen zu hohen Preis zahlen.
Klappentext:
Dies ist die Geschichte des Reporters Winfried Regenstein, der im Strudel des beruflichen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Abstiegs in unverhoffte Versuchung gerät. Als er eines Nachts aus seiner Stammkneipe kommt, wird er unfreiwillig Zeuge einer rituellen Hinrichtung. Anstatt Hilfe zu holen, fotografiert er das unheimliche Szenario. Wie in Trance drückt er immer wieder auf den Auslöser seiner Kamera und löst damit zugleich eine dramatische Wende in seinem Leben aus. In den darauf folgenden 13 Tagen geht er durch eine Hölle.
Inhalt:
Leseprobe:
Leseprobe
aus dem Kapitel
Zwölfter Tag
Regenstein kippte den Kognak, schluckte. Im Gegensatz zu früher spürte er kein Brennen in der Speiseröhre. Was sollte auch brennen? Er war schon innerlich ausgebrannt. Der Schmerz hatte schon einen Punkt erreicht, wo alles ins Gegenteil umschlug. Alles war gefühllos, taub, abgestorben. Oder war er vielleicht schon tot und wußte es nur nicht? Was war das aber noch für ein zäher, grausamer Rest, der ihn am Leben hielt und quälte? Wer forderte von ihm, dass er sich quälte, sein Gehirn marterte, sich zwischen Zweifel und Hoffen zerfleischte? Hatte er nicht das Recht der freien Entscheidung, wann und wo alles ein Ende haben sollte?
Er stand auf. Langsam lenkte er seine Schritte auf Agnes´ Kommode zu, zog die untere Schublade heraus. Seine Hand tastete über ihre Wasche. Ganz unten lag die Pistole. Sie war nie benutzt worden, aber immer geladen. Der metallene Griff fühlte sich kalt an. Er nahm die kleine Waffe in seine Rechte und ging ohne Hast zu seinem Sessel zurück. Unendlich vorsichtig legte er die Damenpistole neben sein Glas und schenkte erneut ein. Es war schon so dunkel im Zimmer, dass er etwas vorbei goss. Aber es störte ihn nicht. Erneut griff er zum Glas und stürzte den ganzen Inhalt ohne Zögern in sich hinein. Kein Brennen. Er nickte zufrieden.
Alles war plötzlich so leicht, so einfach geworden.
Es ist genug, Winfried Regenstein! Machs kurz. Du hast doch nie lange Abschiedsszenen gemocht.
Er nahm die kleine Pistole behutsam in die Hand, lehnte sich im Sessel zurück und legte den kurzen Lauf gegen seine rechte Schläfe an. Ich bin schon tot, redete er sich ein. Das hier ist nur ein kleiner Rest, der noch erledigt werden muß. Sein Zeigefinger ertastete prüfend den Abzug. Er schloss die Augen, atmete tief ein und drückte ab. Mit dem lauten Knall fuhr zugleich ein glühender Strahl durch seinen Kopf, der seinen Körper augenblicklich in eine Finsternis katapultierte.
"Agnes", schrie er, "Agnes!!" Aber seine Stimme verhallte in der unendlichen Schwärze des Raumes. |
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_________________ Felix
Die 13 Tage nach der Hinrichtung (Roman)
Hans-Joachim und Brigitte - Der Schatz der Geldfälscherbande (Kinderkrimi)
Todsicher, Isolde! (Erzählungen)
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 09.06.2008, 10:52 |
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| LOFI (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 29.04.2008 | | Beiträge | 2873 |
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Hi Felix,
da läuft es einem ja kalt den Rücken hinunter. Stelle ich mir für einen betroffenen Journalisten traumatisch vor, unter menschlichem und psychologischem Aspekt. Was ist es, das den Journalisten in solch einer Situation so handeln lässt?, scheint wohl mit einer der Kernfragen des Buches zu sein. Ein Buch, dass sicherlich allein durch den Klappentext Interesse weckt. Bei mir ist es jedenfalls geweckt worden.
Gruß
Lorenz |
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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Buchvorstellung: Belletristik
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