 | Die Macht der Medien: Knut und Co. |  |
Verfasst am: 24.04.2007, 19:37 |
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| Heiner |
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Hallo,
ich habe lange über ein geeignetes Thema für den Meinungspool nachgedacht. Gleich als erstes ist mir sofort unser lieber `Knut´ eingefallen. Nach kurzem Überlegen habe ich das Thema sofort wieder verworfen...
Nach längerem Nachdenken habe ich mich jetzt doch dazu entschlossen, das Thema `Die Macht der Medien: Knut und Co.´ zur öffentlichen Diskussion zu stellen.
Ich finde es sehr verwunderlich und amüsant, wie derartige Ereignisse immer wieder zum `Selbstläufer´ avancieren. Nicht, dass ich Knut nicht leiden kann oder ihm seinen Ruhm nicht gönne, ich denke jedoch, dass ihm persönlich der ganze Rummel eher schadet als hilft.
Wie passiert es, dass so ein Hype entsteht? Ist alles geplant, oder kommt eines zum anderen? Fakt ist, dass z.B. die Aktien des Berliner Zoos durch die Decke schießen, entsprechende Internetseiten für 500.000 Euro und mehr gehandelt werden, und jeder den kleinen Racker sehen will...
Ich persönlich finde es auf der einen Seite schön, dass auch mal ein `friedliches´ Thema so viel Beachtung findet. Ich habe jedoch gleichzeitig auch ein mulmiges Gefühl, weil ich sehe, was die Medien bewirken können bzw. könnten...
Grüße
Heiner |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 24.04.2007, 21:30 |
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| wgbajohr (Moderator) |
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Hallo!
Manchmal wird mir bei dem Gedanken an die tatsächlich vorhandene oder vielleicht auch nur vermutete Macht der Presse durchaus etwas unwohl. Auf der einen Seite kann sie zwar für jemanden, dem von mächtiger Seite Unrecht zugefügt wird, wie ein Rettungsboot nach einem Schiffsunglück sein, sodass er sich über die Macht der Presse freut. Auf der anderen Seite ist sie aber auch in der Lage, einen Menschen zu vernichten, und zwar unabhängig davon, ob er Schuld auf sich geladen hat oder nicht. Es reicht völlig, die Jagd auf jemanden freizugeben, und ein völlig harmloser Mensch wird derart in eine ausweglose Situation gedrängt, dass er möglicherweise keinen anderen Ausweg mehr sieht als den endgültigen. Dieses unschöne Ende ist der Presse vielleicht sogar noch eine kurze Meldung wert, ein leichtes Raunen geht durch die Massen, dann versiegt das Interesse sehr schnell, und die Jagd auf neue Opfer beginnt.
Wen trifft die Schuld? Ist es die Presse wirklich allein? Ich glaube nicht. Denn wir müssen uns die Frage stellen, wer der Presse überhaupt die Macht verleiht, anderen zu helfen oder sie zu verdammen. Indem wir die Presse nach aufregenden Geschichten durchforsten und dabei fast alles übersehen, was nicht mit Blut aufwarten kann, verleiten wir die Presse dazu, uns mit den gewünschten Aufregungen zu versorgen. Werden dabei Menschen überrollt, wen stört es? Schließlich brauchen wir das Unrecht anderer, um nicht von unserem eigenen Unrecht erdrückt zu werden. Millionen jubeln einem Diktator zu und machen ihn damit zu einer unantastbaren Person. Nachdem sich der Diktator der Gerechtigkeit entzogen hat und die verübten Verbrechen nicht mehr länger verschwiegen werden können, bestehen die Jubelmillionen nur noch aus „harmlosen“ Mitläufern, die angeblich von nichts gewusst haben. Wer hat die Mär in die Welt gesetzt, Mitläufer seien harmlos? Wir können jemanden bevollmächtigen, in unserem Namen zu handeln, aber wir können die Verantwortlichkeit nicht delegieren. Wann lernen wir es endlich, dass wir für alles, was wir auf irgendeine Weise beeinflussen oder beeinflussen könnten, verantwortlich sind?
Erfreuen wir uns in diesem Fall daran, dass die Presse einmal nicht dem Blut hinterherläuft, sondern über einen knuddeligen kleinen Kerl berichtet, von dem keine Gefahr ausgeht, er könne die Popularität nutzen, um sich zum Diktator aufzuschwingen.
wgbajohr |
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Verfasst am: 25.04.2007, 08:12 |
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| hwg (Moderator) |
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Meine sehr kurz gefassten Überlegungen: Die oft zitierte "Macht der Medien" gehört zu einer Demokratie. Medienvielfalt - so es sie gibt - lässt grundsätzlich keine Einseitigkeit zu.
Es bleibt dem Leser (Zuschauer) überlassen, welcher Medien er sich bedient. Dass der "Boulevard" die sogenannten Qualitätsmedien übertrumpft, mag man bedauern - trotzdem muss ein Autor (und nicht nur der) froh sein, wenn überhaupt gelesen wird.
Über Sinn und Unsinn der Inhalte wird, seit es Medien gibt, köstlich gestritten. Die "Knut"-Hysterie hat allerdings (hoffentlich) niemandem geschadet. Und dem Eisbärenbaby soll es nach den Zahnschmerzen ja auch wieder besser gehen...  |
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Verfasst am: 26.04.2007, 10:19 |
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| Heiner |
| Site Admin |
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Hallo,
ich denke, ganz so einfach ist es manchmal nicht. Wir leben nicht umsonst im Medienzeitalter. Es ist heute leider nur noch sehr schwer möglich, sich diesen Einflüssen zu entziehen. Wer meint, er hätte noch die Wahl, irrt wahrscheinlich...
Das fängt bei Wahl der Kleidung der Kinder an, geht über Branding-Paradebeispiele wie `Tempo´ oder `Maggi´, und hört bei der geliebten Bundesliga auf :shock: ...
Grüße
Heiner |
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Verfasst am: 26.04.2007, 13:25 |
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| hwg (Moderator) |
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Grüße Dich Heiner!
Klar, es gibt mehr mediale Angebote, als ein Normalsterblicher jemals bewältigen könnte. Doch immer noch besser die Qual der Wahl anstelle eines politsch "konzentrierten" Einheitsbreies.
Für einen Heranwachsenden oder an Auwahlkriterien Unterinteressierten, mag die Medienwelle ein Problem darstellen, mit der Zeit kristallisiert sich aber doch, so sehe ich das jedenfalls, die Fähigkeit zur bewussten Konsumation heraus.
Davon leben schließlich auch Buchautoren. Bei uns hält sich zwar der Buchleseranteil im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung laut offizieller Statistik seit Jahrzehnten bei etwa 12 Prozent, der Buchhandel freut sich jedoch über zwar zahme, immerhin aber messbare Umsatzzuwächse. Ich sehe also nicht schwarz...  |
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Verfasst am: 25.05.2007, 15:03 |
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| jensemar |
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Hallo an alle!
Also die allgegenwärtige Berieselung durch die Medien läßt sich in unserem technischen Zeitalter sicherlich kaum vermeiden. Gerade deswegen sollte man dieser Macht der Presse aber entsprechend mißtrauisch begegnen, meine ich.
Auch wenn das wahrscheinlich vielen jetzt zu radikal klingt, aber ich halte es für ziemlich naiv, ernsthaft zu glauben, unsere Presse sei frei und unabhängig und berichte objektiv.
Daß dem nicht so ist, sehe ich an jedem Wahlabend, wenn Moderatoren mal wieder anfangen, die Parteien in "Demokraten" und "Nichtdemokraten" einzuteilen und Wähler aufgrund ihrer nonkonformen Stimmabgabe öffentlich zu rügen. Ich finde hingegen: Jeder Moderator hat die Pflicht zur Neutralität und sollte allen Wählern gleichermaßen respektvoll entgegentreten, egal wo er oder seine Vorgesetzten sie in ihrer Gesäßgeographie einordnen. Leider ist die Realität eine andere.
Jensemar |
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Verfasst am: 25.05.2007, 19:40 |
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| hwg (Moderator) |
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Objektivität zu verlangen, ist eine unerfüllbare Forderung.
Alles Geschriebene und Gesagte ist Menschenwerk und
deshalb individuell "gefärbt".
Der eine empfindet 25 Grad Celsius im Hochsommer als zu kühl,
der andere als viel zu warm.
Dass 3 x 3 9 ist, daran gibt es keinen Zweifel, außer die
Wissenschaftler entdecken doch noch eine "Unkorrektheit"
Von einem Journalisten zu verlangen, "objektiv" zu berichten, kann
sich bestenfalls auf die Wiedergabe von Zahlen beziehen. Und auch
dabei kann diese vom Leser unterschiedlich interpretiert werden.
Was nach einer Bilanzpressekonferenz veröffentlicht wird, angenommen
die Summen werden richtig wiedergegeben, ist für den einen
eine wirtschaftliche Erfolgsmeldung, für den anderen der Beweis für
die baldige Pleite des Unternehmens.
Wünschen kann man sich vieles, manche der Wünsche, so auch der nach "Objektivität", ist schier unerfüllbar. Und wer als mit dem Wort Befasster Objektivität einfordert, hat vom "Job" eines Schreibers falsche Vorstellungen. Das ist jedenfalls meine Sicht. Bis jetzt ist es noch niemandem gelungen, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Vielleicht gelingt es hier einem Mitdiskutanten? |
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Verfasst am: 27.05.2007, 09:09 |
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| jensemar |
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Tut mir leid, aber das kann ich nun doch nicht so stehen lassen.
Also ich habe nicht davon gesprochen, daß ein Journalist etwas sagt, das man als Parteinahme für die ein oder andere Seite auslegen kann. Ich habe gemeint, daß sie gezielt Parteien, die ihnen nicht genehm sind als "Rattenfänger" und ihre Wähler als reine "Protestler" abtun. Daß sie versuchen, den Bürgern einzureden, ihre Wahlentscheidung wäre undemokratisch und dumm. Deutlicher muß ich wohl nicht werden, oder?
Ein Moderator, der sowas macht, tut das nicht irgendwie aus Versehen, sondern aus politischem Kalkül. Das zu erkennen hat wenig damit zu tun, ob man Ahnung vom Schrieben hat. |
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Verfasst am: 27.05.2007, 11:44 |
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| hwg (Moderator) |
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Klar, sowas gibt's.
Da muss der Leser
eben darauf achten,
wer als Eigentümer
hinter der jeweiligen
Zeitung steckt.
Bei uns in Österreich
muss der Verlag
die Besitzverhältnisse
allgemein verständlich
bekannt geben (zu
Beginn des Jahres im
dann oft eine Seite
umfassenden Impressum).
Von einer der Wirtschaft
nahestehenden Publikation
wirst Du kaum "objektive"
Berichterstattung im Sinne
der Arbeitnehmerschaft
erwarten können. Und
bei konservativen Parteien
erst recht nicht.
Und die meisten Schreiber
müssen sich, wollen sie
ihren Job behalten, dem
"Diktat" der Herausgeber
beugen. So ist es nun mal
in unseren Demokratien.
Und in österreich gibt es
nach dem Niedergang von
"Wahrheit" und "Volksstimme"
keine einzige "linke"
Tageszeitung mehr.
Kennst Du Kapitalisten, die
in einer solchen inserieren
würden? Und von diesen
Einnahmen hängt nun mal
der (wirtschaftliche) Erfolg
eines Mediums ab.
Vom Verkaufs- oder Abo-Preis allein
könnte keine einzige Zeitschrift, trotz
starker Presseförderung
existieren.
Somit ist es der Kapitalismus, der
die Meinungsfreiheit beschneidet.
Gibt's ein Gegenargument? Bin neugierig!  |
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Verfasst am: 30.05.2007, 22:43 |
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| jensemar |
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Hallo, bin heute mal wieder drin, im Forum.
Also Moderator, ich kenne die österreichische Presselandschaft natürlich nicht so genau, und ich weiß schon mal gar nicht, ob die besagten Blätter "links" sind oder waren, und woran man das festmachen soll.
Die Gesäßgeographie ist eigentlich eine sehr mißverständliche Sache, wie ich finde. Wenn du hier "links" und "kapitalistisch" gegeneinander stellst, klingt das als seien Kapititalisten "rechts". Das will aber bekanntlich keiner sein, wie man so hört, und die, welche man hier in Deutschland als "rechts" beschimpft, werden bestimmt nicht von "Kapitalisten" gewählt.
Letzten Endes stimmt es aber natürlich, daß überall das Geld regiert, auch und gerade bei den Medien. |
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Verfasst am: 31.05.2007, 06:43 |
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| hwg (Moderator) |
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Guten Morgen jensemar!
Die Bezeichnungen "links" und "rechts" hinsichtlich politischer Ansichten sind natürlich plakativ, aber trotzdem nicht ganz unzutreffend. Unsere Parteien drängen ja alle in die "Mitte". Dadurch wird der Bauchspeck dicker und es bildet sich ein "Gürtel der Sattheit". Manche Wähler wissen daher nicht mehr genau, wo "links" und "rechts" ist.
Bei uns sind die "reinen" Partei-Tageszeitungen schon seit Jahren vom Markt verschwunden (kein Wunder, haben doch Politiker mehr zu sagen gehabt, als manche Journalisten). Tatsächlich "unabhängig" ist aber derzeit trotzdem keine (und ich arbeitete für mehrere dieser Blätter, allerdings im Kultur- und Regionalbereich).
Vorher waren "Arbeiter Zeitung", "Neue Zeit", "Kärntner Tageszeitung" u.a.m. seitens der Herausgeber eindeutig sozialistisch, "Wahrheit", "Volkswille" und "Volksstimme" kommunistisch,
"Tagespost" u.a.m. im Eigentum der erzkonservativen Volkspartei.
"Kurier", "Kleine Zeitung", "Presse", "Salzburger Nachrichten", "Voraralberger Nachrichten", "Kronen Zeitung" , um nur einige der insgesamt 16 Tageszeitungen anzuführen, stehen Wirtschaftsbossen und der katholischen Kirche nahe, lediglich "Der Standard" vermittelt einen "Hauch leicht links von der Mitte".
Derzeit bestimmt der "Boulevard" die Szene, Kronen Zeitung und Österreich (ein relativ neues Blatt) sind Spitzenreiter bei Auflage und Verkauf.
Die österreichische Presseszene lässt sich schon wegen der Kleinheit des Landes schwer mit der in Deutschland vergleichen. Aus meiner Sicht sind
taz, SZ und FR eher "links", FAZ, Welt, Bild u.a. (Springer-Presse allgemein) eher "rechts" angesiedelt. Die "Rechten", wie Du sie in Deinem Beitrag erwähnst, gehören für mich zu den "Rechtsextremisten" (wie ich bei uns FPÖ und BZÖ bezeichne) und verfügen über keinen starken Einfluss auf Tageszeitungen (hoffe ich jedenfalls).
Selbstverständlich bin ich für Meinungsfreiheit - dann aber für a l l e !
Das Thema weiter zu spinnen, würde jedoch sowohl den Platz hier als auch den Zweck des Forums sprengen, denke ich.
Kollegialen Gruß! |
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Verfasst am: 31.05.2007, 06:51 |
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| hwg (Moderator) |
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Nur noch einen kurzen Nachtrag:
Mein Herz schlägt links. Und da
Herz und Hirn irgendwie zusammen
gehören, ist meine Denkart eben
"links". Soll aber nicht heißen, dass
ich ein Fanatiker bin. Alle, die behaupten,
etwas "100%ig" zu wissen, sind mir
irgendwie suspekt...  |
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Verfasst am: 03.06.2007, 15:13 |
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| jensemar |
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Hallo Moderator!
Auch von mir noch ein kleiner Nachtrag: Das mit dem "Bauchspeck" und dem "Gürtel der Sattheit" klingt wirklich sehr zutreffend. Parteien drängen heute tatsächlich am liebsten zur "Mitte", wie sie oft sagen.
Danke noch für die Erklärung zur österreichischen Pressewelt, die ich so ausführlich nicht erwartet hatte.
Und in der Tat: Meinungsfreiheit sollte für alle gelten :idea: |
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Verfasst am: 04.06.2007, 09:29 |
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| jensemar |
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Eins noch: Ich bin auch kein Fanatiker, nur ein überzeugter Nationalpatriot. Wie gesagt, Meinungsfreiheit für alle, bitteschön!!!  |
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Verfasst am: 21.06.2007, 22:37 |
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| Kay Fischer |
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Hallo zusammen,
ich möchte - um auf das anfangs erwähnte Thema "Knut und Medien" zurückzukommen - mal kurz etwas zu dem kleinen Bären sagen.
Ich war neulich wieder im Berliner Zoo, und ich denke, daß dem Bären
die Menschen und die Medien egal sind! Ich glaube, daß der davon gar nichts mitbekommt, er spielt ohne Ende, nuckelt am Finger der Tierpfleger (vornean bei Dörflein) und tummelt sich mit der grünen Decke und dem Korb. Ist Knut dann fertig mit seiner "Show" liegt er grummelnd in einem eigenen Gelände, schläft und spaziert danach etwas herum.
Natürlich ist das schon seltsam, wenn die Leute sich so stark für Knut interessieren und draußen über Hunde oder schieternde Tauben schimpfen, die Tierliebe geht da manchmal seltsame Wege - dennoch:
Der Zoo kann das Geld gut gebrauchen und wird es m.E. auch gut nutzen.
Was die Medien im allgemeinen angeht, so muß man wissen, daß sie von den Schlagzeilen leben. Und was Knut und Medien, also Tiere und Medien angeht, so dürfen wir gespannt sein: Eventuell kommt im Berliner Zoo nächstes Jahr ein weiterer Eisbär zur Welt!
Na dann ... |
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_________________ K a y F i s c h e r
www.kayfischer.de
Zeit im Sand
Das Wellhornboot
Strand und mehr |
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