| redrose-87 |
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| Anmeldedatum | 07.05.2007 | | Beiträge | 7 | | Wohnort | Berlin |
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Der alte Stuhl unter mir wankt zu allen Seiten auf den farbzerbröckelten Holzlatten. Das splittrige Stuhlholz bort sich in meine Haut. Ich empfinde leichten Schmerz und setze mich auf die große, vor unserem Haus liegende, Wiese. Die Sonne kitzelt mir im Gesicht. Blätter bilden Schatten auf den Seiten meines Buches. Sonnenstrahlen erhellen die schwarzgemalten Linien vor meinen Augen. Über meinem Kopf unterhalten sich zwei Vögel und ein Eichhörnchen. Ich lege mein Buch zur Seite, lausche der Unterhaltung. Die Tiere tauchen plötzlich in Dunkelheit. Ein bedrohlicher Schatten legt sich hinter mir auf unser Haus. Er kommt auf mich zu. Ich habe ein unwohles Gefühl in meinem Magen. Mein Herz fängt an zu rasen. Ich habe Gänsehaut. Das Hellgrün des Grases taucht nun in ein Schwarzgrün. Die Bäume, Häuser und Autos werden zu bedrohlichen Schatten, bilden unheimliche Gesichter. Die Stadt ist in einem lichtlosen Tunnel. Ein graülicher, kleiner Fleck bildet sich auf einer Seite meines offen liegenden Buches ab. Es fängt an zu regnen. Tropfen kullern über meine Wangen. Ich lecke sie von meinen Lippen. Ein Gefühl von Tränen auf meinem Gesicht. Harte Eisbrocken fallen von dem dunklen Dunst über mir. Stille. Nur das rasselnde Geräusch des Hagels auf den Autos, der Straße und den Dächern. Mein Buch wird zur anderen Seite des Gartens geschleudert. Es wird stürmisch. Kalte Windzüge unter meinem T-Shirt. Helle, gelbe Pfeile zucken sekundenartig aus den schwarzen Wolken. Ich schaue zurück. Hinter mir scheint es noch bedrohlicher zu sein. Am unteren Rand des Monsterteppiches bildet sich ein kleiner Zipfel. Er wird länger. Ein Rüssel aus dem Monster, der gleich auf den Boden zu treffen scheint. Bruchstücke, die durch die Landschaft fliegen. Sand weht mir ins gesicht, brennt sich in meine Haut. Der Monsterfuß bewegt sich nun auf mich zu, mit einer rasenden geschwindigkeit. Mir wird angst und bange. Meine Herz schlägt so schnell, dass ich es nicht mehr spüre. Ich stehe nun direkt in Richtung des Tornados.
Spüre meine Füße nicht!
Spüre meinen Körper nicht!
Spüre nur, wie meine Knie unter mir zu Pudding werden und langsam nachgeben. Ein ohnmächtiges Gefühl in meinem Kopf. Er ist jetzt genau vor meinen Augen, kommt direkt auf mich zu, reißt unser Haus hoch, schleudert es in meine Richtung. Mein Körper gibt nach. Alles dreht sich in meinem Kopf. Meine Augenlider werden schwer. Ich spüre, wie meine Knie hart auf den Boden aufschlagen, empfinde aber keinen Schmerz. Alles wird schwarz. STILLE ! |
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