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Verfasst am: 07.05.2008, 10:59 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 663 | | Wohnort | Süden |
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Hi,
ziemlich witziger Thread...
Ich bin selbst Nachfahre von KZ-Überlebenden. In diesen Familien wird es niemals ein Vergessen geben, der Schaden und die Verletzungen tradieren sich, man wächst damit auf. Und man hat ein waches Auge und Ohr für jede Tendenz in dieselbe Richtung (momentan in D bereits wieder vorhanden und ich meine damit keineswegs die Neonazis!).
Für manchen wohl erstaunlicherweise gehe ich jedoch mit Einigem überein, was hier erwähnt und beschossen wurde:
Es nervt, daß seit Hitlerdeutschland jedes andere Staatengebilde mit massiv Dreck am Stecken meint, nun einen Freibrief zu haben, weil "die Deutschen" diejenigen seien, die das Schlimmste vom Schlimmen getan hätten.
Das halte ich, trotz des Hintergrunds meiner Familie, für ein Gerücht. Ob die Völkermorde in den USA oder Australien, ob das eigentlich gesamte letzte Jahrhundert in der ehemaligen UDSSR, ob die Kolonialherrschaften in Afrika inkl. des regen Sklavenhandels, da steht sich keiner besser. Wer da mit Zahlen um sich wirft, der vergißt, daß einer bereits einer zuviel ist und er hat nicht rechnen gelernt.
Des Weiteren nervt mich die Art der Aufbereitung unserer Geschichte, ich kenne nur sehr wenige Menschen, die dies heutzutage aufrecht und unter Hinzuziehung aller ursächlichen Gesichtspunkte tun. Weder der Westen, noch der Osten bekleckern sich dabei mit Ruhm. Daß die Mechanismen und die treibenden Kräfte hinter dem, was im 3. Reich geschah, bis heute fast unerwähnt und unerklärt bleiben, wie es übrigens auch bei anderen Staaten der Fall ist, die Vergleichbares in ihrer Historie vorzuweisen haben, zeigt, daß in der Tat kein Willen vorhanden ist, dieses Verhalten hinter sich zu lassen. Groß wäre das Geschrei, würde wirklich in die Tiefe hinein aufgeklärt, denn dann würde sich herausstellen, daß niemand nichts überwunden hat. Es Hitler als Hauptperson in die Schuhe zu schieben, das ist waschechte Geschichtsklitterei und sowas von bequem für alle.
Was allerdings das Bild des Deutschen betrifft, da gehe ich eher mit der Gegenseite überein: wo kein Feuer, da kein Rauch. Stolz aufs Deutschsein? Geht für mich nicht, denn ich sehe gerade derzeit nicht viel, auf das man stolz sein könnte, auf kleiner und großer Ebene. Aber ich halte ja auch sonst herzlich wenig von Patriotismus oder Nationalstolz, beides wächst für mich auf dem Mist der früheren Nahrungskonkurrenz zwischen den Volksstämmen und ist kein Ruhmesblatt für irgendwen und war das auch noch nie. Konkurrenz und der Versuch, sich besser zu stellen und zu sehen, als den anderen.
Was die Reaktionen hier und im anderen Thread auf einzelne Kommentare oder ganze Meinungen betrifft, so fällt Vieles davon für mich unter Peer Pressure und Scheinheiligkeit.
Ich hatte schon bei Eva Herrman die Meinung, daß die Reaktionen und das Verhalten des Moderators der Sendung völlig daneben waren, übrigens auch in Anbetracht dessen, daß wir heute wieder einen Zwangs-Arbeitsdienst haben, der zumindest den Anfängen von Hitlers Autobahnbau sehr nahe kommt und kein Schwein schert sich um diese heutigen Verletzungen von Menschenrechten und (seitens der BRD unterschriebenen) Völkerrechtsverträgen.
Kurts Ausführungen widerstreben mir zum überwiegenden Teil, ebenso aber übrigens Vieles was ihm hier deutlich unreflektiert geantwortet wird. Was PvO betrifft, so wird er m.E. mit Absicht mißverstanden. Anbetracht der zwischenzeitlich unsäglichen Art und Weise wie in dieser Gesellschaft "aufbereitet" wird, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen, ist es sicher nicht unangemessen, zu sagen man habe die Schnauze davon voll.
Kleine Geschichte dazu: bei den 50-Jahr-Feiern des Weltkriegsendes im Elsass/Frankreich, sicherlich eine der Gegenden, die zweimal massivst von Weltkriegen betroffen waren, fanden sich französische, deutsche und sogar britische Veteranen und ihre Familien freundlich und die Besserung der Beziehungen der Nationen durchaus positiv sehend und feiernd zusammen.
Allein die Amerikaner fielen aus dem Rahmen, provozierten vielfachst (die Zeitungen berichteten von Vorfällen an allen Gedenkorten) Streit und ungute Stimmung, und verhielten sich exakt so, als ob zwischen 1945 und 1995 kein Tag vergangen sei und man "den Feind" immer noch in den Hintern treten müsse. Sehr zum Ärger und der deutlich zur Schau getragenen Ablehnung der Franzosen, die den deutschen Gästen dieser Feiern helfend zur Seite sprangen.
Ein Kommentar dazu fand Eingang in die Zeitung: "genug ist genug und es liegen 50 Jahre guter Freundschaft dazwischen", ausgesprochen von einem französischen Veteran. Er erntete damit bei den Amerikanern kein Verständnis, aber sehr wohl bei den restlichen Anwesenden.
Ähnlich verstehe ich PvO, auch wenn er grob auf den Klotz gehauen hat. Daß es kein tatsächliches Vergessen geben wird, das steht auf einem andern Blatt. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 07.05.2008, 11:34 |
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| frangsen |
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| Anmeldedatum | 15.12.2007 | | Beiträge | 104 | | Wohnort | Kiel |
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| Zitat: | | Kurts Ausführungen widerstreben mir zum überwiegenden Teil, ebenso aber übrigens Vieles was ihm hier deutlich unreflektiert geantwortet wird. |
Das ist anstengend, Zoba, denn es ist schief: Dass man Deiner Ansicht nach zu den Reaktionen unterschiedlicher Meinung sein kann, ist eine Sache. (Deine Meinung, dass man auf Patriotismus pfeifen könne, teile ich auch nicht. Aber darum geht es jetzt nicht.) Dass hier jemand völkisch-rass. Betrachtungen hervorkramt - wie der Threadeinsteller -, ist aber eine andere Sache. Das hat eine völlig andere Qualität - und es verstößt auch gegen die Zugangsbedingungen zu diesem Forum, denen wir uns alle unterworfen haben. Diese völkisch-rassistische Betrachtung ist Nazi-Ideologie.
Auf diesen ach so witzigen Thread weiter zu antworten, habe ich im Übrigen keine Lust mehr.
Frank |
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Verfasst am: 07.05.2008, 12:14 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 663 | | Wohnort | Süden |
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Hi Frank,
Totschlagsargumente sind Keulen für die es keinen TÜV gibt. Für die deutsche Sprache auch nicht.
Auf welche völkisch-rassistischen Aussagen beziehst du dich im Detail?
Mir fiel auf, daß alle hier in die Luft gingen, als das Wort "Wirtsvolk" fiel. Ohne die Verwendung positiv zu beurteilen, aber ist hier irgendwem aufgefallen, daß dies im Englischen "host country" oder "hosts" heißt? "Host" jedoch, wiegleich die deutsche Übersetzung "Wirt" lautet, hat im Englischen keineswegs den gleichen Nebensinn, den es im Deutschen hat, sondern ist weit wohlwollender und neutraler.
Das dürfte übrigens auf eine Reihe weiterer hier gefallener Aussagen zutreffen und man sollte es, bis zur Klärung, wenigstens im Hinterkopf haben. Insbesondere dann, wenn sich Menschen unterhalten, die zu meinen glauben, mit der Sprache besonders gut umgehen zu können.
Was das allgemeine Echauffieren über vermeintliche oder tatsächliche "völkisch-rassische" Betrachtungen betrifft, so entspringt meine Abneigung gegenüber Patriotismus und Nationalstolz exakt diesem Hintergrund, beides ist jeweils eine Seite derselben Medaille, das eine gibt es nicht ohne das andere. Niemals.
Das ist der Hauptgrund, warum ich die Reaktionen und die Debatte hier als amüsant empfinde.
Kurts Aussagen basieren für mich, und ich sage nochmals, ich teile sie nicht und rede ihn hiermit auch nicht frei vom generellen Vorwurf mangelnder Reflektion, exakt auf dem hierzulande wiedererstarkenden Nationalstolz und Patriotismus, der an anderer Stelle von euch so in den grünen Klee gelobt wird.
Zwei Seiten - eine Medaille. Übrigens überall auf dieser Welt. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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 | g |  |
Verfasst am: 07.05.2008, 15:26 |
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Hallo Zoba,
du scheinst doch tatsaechlich mein Zeug gelesen zu haben...
Das war nett. Wenn es die unsachlichen Uebertreibungen in diesem Thread nicht gaebe, koennte man von einer Diskussion reden. Aber leider werden Woerter und Meinungen im Mund verdreht. Da kann ich wiederholt behaupten, dass ich nichts, absolut nichts vergessen will, und man antwortet und schreibt einfach so als behaupte ich das Gegenteil. Desgleichen mit dem voelkisch-rassischen Punkt. Wie man darauf kommen kann ist ...? Ich habe mich ernst gefragt, ob man in diesem Forum noch ganz dicht ist.
Zum Vorwurf meiner mangelnden Reflexion: wenn man dieses Thema echt so behandeln will, wie es das verdient, dann muessten wir Buecher schreiben. Mangelnde Reflexion betrifft jeden, vor allem aber die , die nur anklagen.
Ich verstehe, dass es Leute gibt, die zwischen Patriotismus und nationalismus nicht viel unterscheiden. Da ist eine gewisse Grauzone, das stimmt, aber wenn du hier lebst, in Australien, und du bist bombardiert, seit 28 Jahren, mit einem Wahnsinn an Patriotismus und natinalstolz, dass einem schlecht werden kann, wegen dem Gesuelze, dann merkst du aber erst, dass man tatsaechlich stolz darauf sein kann, zu einer bestimmten Wir-Gruppe zu gehoeren ohne dass man gleich die naechsten Nachbarn ueberfaellt und umbringt. Sagen wir mal: die Franzosen sind stolz auf ihre Sprache und verhalten sich so. Das ist patriotisch, oder? Deutsche scheren sich einen Scheis um Goethes Muttersprache, das ist cool, also nicht patriotisch. Wenn ich also ein deutsches Volkslied singe, bin ich auf der gleichen Medaille wie nationalstolz und Holocaust, oder? Dem widerspreche ich.
Komischerweise bin ich hier in Aus, wenn ich Patrioten treffe, immer am bremsen, dann rede ich von Vorsicht und distanziere mich. Wenn ich aber junge reisende Deutsche treffen, die in Selbstgeiselung schwelgen und ihr "Deutschtum und -sein" (ist das Wort noch legal?) leugnen und ablehnen, dann reagiere ich genau anders und rede (mit Moderation)wieder dagegen. (Bremsen braucht man da ja nicht mehr.)
Zum Wirtsvolk. Der Term ist wahrscheinlich aus irgeneinem Eibl-Eibesfeldt Buch haengen geblieben. Vielleicht auch die schnelle Uebersetzung, wie du schon sagst. Wo das Schlimme dabei ist, begreife ich wieder nicht. Mein Wirtsvolk sind die Aussies (und das obwohl auch ich mittlerweile einer bin, allerdings wuerden meine Kinder das nicht mehr so sehen, denn sie werden 100%ige Aussies, Assimilieren ist ja eine deutsche Domaene). Wirtsvolk? Da denkt man gar nicht nach, man kann doch nicht jedes Wort vorher genehmigen lassen, vom Woertergenehmiger. Was ich zum Ausdruck bringen wollte, ist, dass "nicht assimilierungsbereite oder -faehige Einwanderer" generell wie Gaeste gesehen werden (von den Wirtsvoelkern), und auch so behandelt werden (eben auch rausgeworfen werden oder umgebracht... so sind wir eben - als Primaten, Das ist halt so, da kann ich doch nichts fuer). Umgekehrt sehen kohaesive Einwanderergruppierungen, die sich selber ausgrenzen, das Volk, auf dessen Territorium sie leben und arbeiten, als Wirtsvolk. (und da muss man sagen, dass nicht wenige, - laut "Spiegel" - das ausnutzen , sich schnell bereichern wollen, um dann wieder dorthin zu gehen, wo man herkommt. das schnelle Bereichern kann dann auch uU kriminell geschehen, das ist doch hoffentlich jetzt keine fremdenfeindliche Volksverhetzung, sondern kalte Statistik.
Das Problem hier im Forum ist meines Erachtens, dass, wenn erstmal ein Feind ausgemacht ist, derselbe mit voller Haerte, erbarmungslos angegriffen wird. Das ist etwas, was mir hier bei den relaxten Aussies total abhanden gekommen war.
Die Schaerfe der Verurteilung, die Rhetorik, die Gruendlichkeit - das ist schon beaengstigend, das stimmt, da fragt man sich tatsaechlich, ob da jemals dazugelernt werden kann.
Was man hier generell nicht versteht ist, dass es beim Dazulernen nicht um die Politik geht (ein guter, lieber Diktator waere besser als eine schlechte Demokratie mir einem aggressiven, menschenverachtenden Kanzler, oder?) oder um die Richtung der Politik (man kann auch in die entgegengesetzte Richtung marschieren!!!), sondern um die Art und Weise, wie man mit dem Leben umgeht. Italiener werden weder extreme Faschisten, noch extreme Hippies, oder Terroristen abgeben, also weder ein Holocaust damals, noch Masseneinwanderung a la Germany heute - wir Deutschen dagegen schon. Und falls Extremismus jemals in Italien grasiert, dann im Norden , wo die germanischen Goten sitzen... Der Extremismus ist tief im deutschen Wesen verankert. Die Leute von der Anti-Fa hatten sich schon vor langen Jahren eher wie Fa als Anti verhalten. Saarlaender haben da vielleicht wieder einen kleinen Vorteil wegen der beruhigenden Naehe Frankreichs.
naja, war schon froh nicht einfach NUR schlecht gemacht zu werden - um des Schlechtmachens Willen. |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 07.05.2008, 18:08 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 663 | | Wohnort | Süden |
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Hallo Kurt,
du misinterpretierst mich, wenn du meinst, ich könnte deinen Ausführungen etwas Positives abgewinnen.
Mir ist jegliche Form von Patriotismus und Nationalismus, egal ob bei Deutschen oder sonstwem, zutiefst zuwider.
Nur weil ich begreife, woher deine Haltung kommt, bedeutet das nicht, daß ich deine Schlußfolgerungen aus durchaus tatsächlichen Fakten teile.
Peersysteme wie das der Juden gibt es bei vielen Gruppierungen, so z.B. auch unter den türkischstämmigen Deutschen und hier Lebenden, aber auch in diversen Seilschaften der Politik oder Wirtschaft ganz allgemein. Sie machen für jene, die daran teilnehmen, Sinn. Ob sie für die Menschheit und die Mitmenschen allgemein sinnvoll sind, vor allem wenn man in die Zukunft blickt, halte ich für eher fraglich. Daraus jedoch deine Haltung zu übernehmen, liegt mir fern. Ich verstehe lediglich woher der Neid kommt, was du ja auch erkannt hast. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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 | g |  |
Verfasst am: 08.05.2008, 01:17 |
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Halo Zoba,
Peersysteme gibt es, ja klar. Tribalismus nenne ich das, und es betrifft jede Gruppierung, jede Gruppe, sonst waers ja keine Gruppe, jeden Kegelklub, jede Partei, jede Organisation, jeden Fussballverein. Man schliesst sich mit Gleichgesinnten zusammen. Als fan von evolutionspsychologischen Analysen sehe ich dieses fast schon mechanische Verhalten als ein Ueberbleibsel aus uralter Hordenzeit. Auch heute noch sind uns unsere genetisch naeherstehenden Personen lieber als die genetisch weiter entfernten (bitte hier keine rassistischen Unterstellungen). Eltern lieben ihre eigenen Kinder mehr als die Nachbarskinder. Diesen Gedanken kann man weiterdenken und irgendwann schreit man fuer Schalke 04 und nicht fuer Dortmund, weil man territorial einfach naeher zu Gelsenkirchen ist (auch als Tuerke oder Nigerianer, denn wenn es um Fussball geht, spielt das kaum eine Rolle, Ausnahmen bestaetigen...). Der Mensch liebt es sich mit Gleichgesinnten zu identifizieren. Da schreien tuerkische Fussballfans fuer Deutschland im WM-Spiel gegen Argentinien, aber wenn wir gegen die Tuerkei gespielt haetten, wuerden Deutsche tuerkischer Abstammung wohl mehrheitlich fuer die Tuerkei schreien. Das ist halt so, damit muessen wir leben, ob das fuer unsere Zukunft gut ist oder nicht. Und Amerika steht bis an die Zaehne bewaffnet hinter Busch, selbst wenn die Mehrheit ihn ablehnt, das ist Demokratie heute. Schau dir dieses Forum an als Beispiel - wie es sich in Gruppen einteilt, wie von selbst finden sich die Gruppenmitglieder und klagen an und stecken in Schubladen. Der alte Hordentrieb arbeitet immer noch gut. Objektivitaet ist so gut wie tot, wenn es um heikle Themen geht, da moechte man (not me) am liebsten nur noch mit der keule reinhauen, was dann auch verbal geschieht.
Soweit hat jedenfalls dieser Tribaltrieb uns Menschen ungewoehnliche Erfolge gebracht. Wir haben die Welt total uebervoelkert und als Folge bricht jetzt dieses alte System zusammen. Statt Grenzen, die Jahrtausendelang den Frieden bescherten, reisst man diese jetzt nieder und verspricht dadurch "Frieden" - und das gegen alle (!!!) historischen.
Beweise.
Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Patriotismus und Selbstablehnung. Wenn man in D schon Angst hat, ein Patriot a la Franzosen zu sein, dann sind wir so gut wie von der Weltbuehne abgetreten (is mir prinzipiell auch egal). Jedenfalls bedarf es fuer einen bluehenden Nationalismus etwas mehr als den ganz normalen patriotischen Gedanken. Und, dass wir ES nochmals tun wollen, sowie sich die erste Gelegenheit dazu ergibt, das ist schlichtweg unmoeglich, selbst wenn man ES tatsaechlich wollte, wie gesagt, weil wir dazu gar nicht mehr in der Lage sind und auch niemals wieder sein werden.
Fuer die Deutschen heute geht es nur noch ums ueberleben, nicht ums erobern, da wollen wir uns doch mal im klaren sein. Ich glaube mittlerweile sogar, dass die Deutschen evolutionaer gesehen, das Ueberleben nicht verdient haben. Und zwar, weil sie unfaehig sind wie Italiener und Englaender, Franzosen und Chinese einfach nur spazieren zu gehen (geistig versteht sich). He, laut "Spiegel" haben nur noch 6% aller Kinder in D deutsche Namen. Ist es schon patriotisch/nationalistisch/ holocaustisch , wenn man seinen Sohnemann Manfred nennt? Nein, wir ollen Idioten sind wie immer am rennen, kopflos und voll ueberzeugt, dass es die einzige Gangart ist. So, was zum Teufel habe ich damit schon gesagt, das nur negativ ist? Was zum Teufel ist an meiner Meinung so verdammt voelkisch-rassistisch und weiss der Kuckuck noch was...?
Dass du, lieber Zoba, mir nichts Positives abgewinnen kannst, ist fuer mich ein gutes Beispiel fuer entweder fehlende Objektivitaet und/oder guten alten Peer-pressure.
Und , weil du begreifst, wo meine Haltung herkommt, ....?? Was genau ist das fuer eine Haltung? Eine Schraeghaltung, vermutlich... das klingt als haette ich ein Tumor im Kopf. Well, have I got news for all of you: I haven't, I've just been checked ;-) |
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Verfasst am: 08.05.2008, 02:12 |
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| mtg |
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| Anmeldedatum | 04.02.2008 | | Beiträge | 550 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo Riemenschneider,
langer rede kurzer Sinn: Was willst Du eigentllch sagen? Du hast keine Ahnung und versuchst diese nicht vorhandene Ahnung in Worte zu fassen. Boah ey ... Das kann aber nicht funktionieren....
Was weißt Du vom wahren Leben. Was weißt Du von Deutschand. Was weißt Du von Europa? Was weißt Du von Dir? Nix - offensichtliich. Punkt. |
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_________________ Beste Grüße, Matthias
Die Würde des Menschen ist unfassbar. |
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 | b |  |
Verfasst am: 08.05.2008, 11:01 |
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mtg, danke fuer deine - wie immer - recht reflexive stellungnahme.
Selbst deine groessten Fans merken spaetens jetzt, dass du ein hunderprozentiger Duennbrettbohrer aus den Siebzigern bist. Von Weiterentwickeln und Dazulernen keine Spur. Ein geistiger Dinosaurier bei seiner Denunziationsarbeit. Nur guter altdeutscher, entschlossener Hass auf die die nicht deiner Gruppe angehoeren in combinationmit der immergruenen Hurenschnauze, die alles zerschreit. Bravo, deine Kommentare werde ich auswendig lernen und gebetsmaessig wiederholen, damit ich mich bessern kann und so werde wie du, oh mtg.
Das war 'n Witz, mtg - falls es dir entgangen sein sollte.., wie alles andere.
Dein Logo : Die Wuerde des Menschen ist unfassbar"" beschreibt treffend deinen Zustand, denn die Wuerde anderer Menschen (zB die meinige... (ich bin ein Mensch!)) ist indeed fuer dich, du Schmalspurpazifist, unfassbar. Boah fuckin' ey. Geh in dein Zimmer, creme dich ein und mach'ne Lichterkette!
(Leser moegen entschuldigen, aber zwecks Kommunikation mit mtg musste ich mich kurz auf dessen Niveau abseilen. T'schuiung.) |
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Verfasst am: 08.05.2008, 11:33 |
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| mtg |
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| Anmeldedatum | 04.02.2008 | | Beiträge | 550 | | Wohnort | Berlin |
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Herr Riemenschneider hat gesprochen... Hugh. Und tatsächlich hat er es geschafft, keinen Satz ohne Beleidigung zu schreiben. Das muss man können. Chapeau!
Allerdings scheint Dir entgangen zu sein, dass sich hier niemand wirklich auf Deine etwas abstrusen Gedanken einlassen möchte - geschweige denn, sie gutzuheißen. Deine verzweifelte Suche nach Gleichgesinnten hat mittlerweile etwas fast schon Amüsantes... Und es ist sehr putzig anzusehen, wie Du Dich anbiederst und selbst verbiegst, um wenigstens einen Hauch von Streicheleinheiten zu bekommen. Tough luck, mein Lieber. Nice try, good-bye - don't waste my time. |
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_________________ Beste Grüße, Matthias
Die Würde des Menschen ist unfassbar. |
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Verfasst am: 08.05.2008, 11:57 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 413 | | Wohnort | Bremervörde |
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Grmpf, müsst ihr schon wieder aufeinander losgehen?
Warum akzeptiert ihr nicht, dass eure beiden Meinungen einfach nicht übereinkommen? Im Übrigen finde ich nicht, dass Kurt mit seinen Thesen so völlig daneben liegt - so wie ich ihn verstehe, wertet er nicht, sondern zeigt nur auf, was er beobachtet. Auf der anderen Seite kann ich auch mtgs Reaktion verstehen. Beide haben recht, und unrecht.
Es bringt weder dir - Kurt - noch dir - mtg - etwas, wenn ihr gegeneinander anredet. Ihr fangt nämlich beide an, nicht mehr ums Thema als solches, sondern über euch als Personen zu diskutieren.
Und ich wage zu bezweifeln, dass das Talkshow-Niveau ("Du bist doof!" - "Nee, guck dich mal an!") keinem was bringt.
Und da nun mal nicht alle miteinander können, wäre doch die simpelste Lösung sich aus dem Weg zu gehen, oder?
(Ja, ich weiß ... "aber ich kann doch zu einer Meinung meine Meinung sagen, usw ..." Jep, stimmt. Aber wie so oft im Leben sollte man den Kosten/Nutzen-Faktor dabei nicht aus den Augen verlieren.
Ist nur so ein Gedanke ... wissen müsst ihr das.
Gruß
Hakket |
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_________________ In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord.de |
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 | n |  |
Verfasst am: 08.05.2008, 14:06 |
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Lieber Hakket, ich verstehe, man will Frieden,
aber bitte, zeig mir doch noch schnell das Teil, wo mtg mit dem , was er sagt, recht hat. Er sagt doch gar nichts. Der wilde Hoernchenfresser beschimpft mich doch nur. Bin ich der einzige , der das merkt?
Agiert der nur als Gedankenbulle? Oder hat mtg irgendwas geschrieben, was man lesen koennte? Wuerde mich interessieren, was mtg so schreibt, schliesslich ist das hier ein Autorenforum. Irgendwelche Leseproben?
The Germans either got you by the throat, or they lick your boots.... (W. Churchill)
Churchill surely knew his little mtgs....! |
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Verfasst am: 08.05.2008, 14:19 |
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| frangsen |
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| Anmeldedatum | 15.12.2007 | | Beiträge | 104 | | Wohnort | Kiel |
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@Hakket
Der Streit nervt, aber es gibt einige Betonköpfe. Und ein Stück weit bist Du ja auch schmerzfrei, was Deine vermeintlich objektive Betrachtung angeht:
| Zitat: | | Im Übrigen finde ich nicht, dass Kurt mit seinen Thesen so völlig daneben liegt - so wie ich ihn verstehe, wertet er nicht, sondern zeigt nur auf, was er beobachtet. |
Auf den Quatsch muss man erst einmal kommen. Völkisch-rassistische
Betrachtungen als neutrale "Beobachtungen"? Im Übrigen: Um einzelne
Terminii geht es auch, aber am Rande. Hier wurden vermeintliche
Gesetzmäßigkeiten behauptet, nach dem Motto: "So sind sie -alle- ...und
nicht anders, und selbst schuld haben sie deshalb auch, weil es ist ja
logische Folge."
Den Hohmann-Fall hatte ich schon einmal für Dich erwähnt: Hohmann meinte die vermeintlich objektive Betrachtung gemacht zu haben, dass ca. 1/3 der "Bolschewiki" jüdischer Abstammung gewesen seien: Selbst wenn? Das sagt nichts darüber, wie sie zu der jüd. Abstammung gestanden haben. Die restlichen 2/3 wären dann christlicher Abstammung gewesen. (Aber das Argument hat niemand erwähnt.) Diese vermeintlich objektive Betrachtung ist jedenfalls eine rassistische.
(Und was Riemi dauernd mit Churchill hat, ist mir auch nicht klar.)
Frank |
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Verfasst am: 08.05.2008, 14:28 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 413 | | Wohnort | Bremervörde |
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Moin Kurt,
vor allem meinte ich, dass ich ihn verstehen kann .
Nein, im Ernst. Deine These von den Vereinen usw. teile ich sogar. Mtg sieht das eben anders, und insoweit hat er "recht" wenn er das so sieht. Du hast recht, wenn du diese These aufstellst, die ja - so sehe ich das - nur eine Beobachtung von Gruppenverhalten darstellt, und mtg hat "das Recht" sich darüber aufzuregen, weil es ein schwieriges Thema in diesem unseren Lande ist.
Ich stehe aber mit mtg in Pn-Kontakt - genau zu der Sache. Ich will jetzt hier nicht sagen, was ich ihm geschrieben habe - da persönlich - aber ich denke, ich bin auch auf deinen Einwand eingegangen. Ich kann euch beide verstehen, deshalb kann ich nicht wirklich Partei ergreifen.
Natürlich, es bringt dir und mtg wesentlich mehr, wenn eine These analysiert wird, und nicht gleich ohne wirkliche Auseinandersetzung mit der These als solche diese für falsch oder "Unwissenheit" abgetan wird.
Aber, wenn du den Eindruck hast, dass du angegriffen wirst - was ich verstehe und z.T. auch so sehe, dann lass dich einfach nicht drauf ein, "schieß" nicht zurück, denn wahrscheinlich ist genau das es, was von dir erwartet wird. Einer von euch beiden muss halt der Klügere sein. Auch wenn es nervt.
Ich sitze zwischen den Stühlen . Ich versuche euch beiden "gerecht" zu werden.
Gruß
Hakket |
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 | Re: n |  |
Verfasst am: 08.05.2008, 14:35 |
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| mtg |
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| Anmeldedatum | 04.02.2008 | | Beiträge | 550 | | Wohnort | Berlin |
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| Riemenschneider hat Folgendes geschrieben: | | Oder hat mtg irgendwas geschrieben, was man lesen koennte? |
Gerne bin ich zu sachdienlichen Auskünften bereit. Man muss nur nett fragen. Oder mein Profil besser lesen... |
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_________________ Beste Grüße, Matthias
Die Würde des Menschen ist unfassbar. |
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Verfasst am: 08.05.2008, 14:58 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 413 | | Wohnort | Bremervörde |
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@ Frank:
Objektiv kann man nur sein, wenn man schmerzfrei ist. Schmerzen sind Gefühle, und Gefühle lassen uns nicht objektiv, sondern subjektiv urteilen.
Das ist einafch so, da kann man nicht drüber diskutieren.
Außerdem sehe ich bei Kurts Posting nicht, dass er rassistisch ist. Er sagt nicht, dass ein Volk oder ein anderes schlechter als dieses oder jenes ist. Er sagt nur, dass es menschlich ist, dass sich Menschen, die sich aufgrund von gleicher/ähnlicher Kultur, Moral, Empfinungen, Sprache, Religion oder ähnlichem eher zueinender gesellen. Menschen, die andere Vorstellungen in diesen Belangen haben, werden sich wahrscheinlich eher nicht zu dieser Gruppe gesellen, sondern sie gründen eine eigene (ist doch auch logisch: Wenn eine Kultur z.B Frauen emanzipiert hat, eine andere Kultur nicht, werden sich die beiden Kulturen früher oder später in den Haaren liegen, weil beide meinen, Recht zu haben.). Also kochen beide ihr eigenes Süppchen, und es wäre wahrscheinlich fatal, wenn man versucht, beide Kulturen miteinander koexistieren zu lassen. So verstehe ich Kurts These. Und die teile ich. Du bist sicherlich der Meinung, dass Frauen die gleichen Rechte haben sollten, wie Männer. Sehe ich auch so. Aber andere Kulturen sehen das vielleicht nicht so. Sind sie deshalb schlechter?
Ich sehe nicht dabei, dass in dieser Darstellung etwas völlig Normalen, eine rassistische Tendenz ist. Kurt bewertet keine Kultur, Moral,etc. sondern er stellt nur fest, dass es so ist und sich Menschen so verhalten.
Daran kann ich nichts "böses" sehen.
Dass Menschen/Kulturen unterschiedlich sind, ist doch auch gut. Es ist die Vielfalt des menschlichen Daseins. Nur deshalb jemanden schlecht zu machen, weil einem seine Sichtweise nicht gefällt, das wäre rassistisch.
Wir sind hier Autoren. Wir haben uns hier gefunden, haben eine Art "Klub", weil wir alle etwas sehr ähnliches machen. Ein Gemüsebauer würde hier nicht reinpassen, es sei denn er schreibt. Aber deshalb ist der Gemüsebauer ja kein schlechterer Mensch.
So sehe ich das, und so verstehe ich Kurt.
Gruß
Hakket |
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