| Joana |
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| Anmeldedatum | 26.05.2007 | | Beiträge | 129 | | Wohnort | Wien |
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Dunkle Nächte.
Ich weiß nicht, ob sie andere Menschen auch sehen. Aber ich sehe in manchen dunklen Nächten hinter all den Sternen zwei große Augen, die mich unentwegt anstarren.
Sie starren mich an, ohne eine Emotion auszudrücken, nur forschend, fast spöttisch.
So als wollten sie sagen, was bist du doch für ein kleiner Punkt dort unten, unter all diesen anderen unbedeutenden Punkten, die durcheinander laufen, auseinander streben und sich immer wieder in der Menge verlieren. Wenn du nicht vorhanden wärst, würde Nichts aber schon gar Nichts anders sein. Im Ganzen würde sich nichts verändern. Irgendwann wird dein Punkt erlöschen und an seine Stelle tritt ein anderer.
Ich drehe mich um und nehme mir vor, diese Augen nicht zu beachten. Aber sie sind da und brennen auf meinem Rücken ein Zeichen ein.
Wie wichtig sind mir doch meine Wünsche, meine Empfindungen und wie unwichtig sind sie jedoch für das Ganze. Sehen diese die Augen wirklich mich an, oder betrachten sie diese homogene Masse, wie sie sich bewegt, auseinander strebt und wieder zentriert. Hat es einen Sinn, aufzubegehren, lieber da oder dort zu stehen? Ist es so wichtig, welche Farbe ich als kleiner Punkt in der Masse habe?
Wie groß bin ich eigentlich? Rage ich heraus aus dieser Menge von verschiedenen Punkten oder muß ich ein Zeichen setzen, um beachtet zu werden? Und wenn man von mir Notiz nimmt, was verändert sich da im Großen?
Ich kann mich anstrengen, aufglühen für den kurzen Moment meines Lebens, es wird nur ein kleines Blinken sein, für einen kurzen Augenblick im Universum und auch wiederum untergehen im Blinken vieler anderer Punkte.
Es sind, wie gesagt dunkle Nächte, mit einer Stille die in den Ohren dröhnt. |
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