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Eine ungewöhnliche Frage

BeitragVerfasst am: 04.03.2008, 20:43
reallybad
 
Anmeldedatum04.03.2008
Beiträge1


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine sehr ungewöhnliche Frage, aber vielleicht können Sie mir Auskunft geben.

Vor 24 Jahren hatte ich einen Freund, der schon immer eine sehr lebhafte Fantasie und den Hang zu Übertreibungen und kleinen Lügen hatte.
Vor 10 Jahren haben wir uns dann kurzeitig wieder gesehen und uns aber wieder aus den Augen verloren.

Nun sind wir nach diesen 10 Jahren wieder aufeinander gestoßen und haben uns erstmal reichlich ausgetauscht.

Dabei hat er mir wieder Sachen erzählt, die ich fast für ungelaublich halte. Ehrlich gesagt, macht mir diese Schwindelei ja nichts aus, aber die jetztige Schwindelei finde ich schon ein wenig übertrieben.

Also, er erzählte mir, dass er seit langem auch Romane schreibt. Da er ja ein No-Name ist, werden diese Romane über bekannte Autoren vertrieben, denn laut Verlag lassen sich unbekannte Autoren schlecht verkaufen. Das sei wohl eine ganz üblich Praxis.

So sagte er mir, dass das Werk von
Alexandre Jardin, die Insel der Linkshänder, seine Idee gewesen wäre. Und ich brauche das Buch nur zu lesen, dann weiß ich dass es sein Werk ist.
Nun hab ich das Buch gelesen und es sind doch einige Sachen beschrieben, die passen wie die Faust auf das Auge, auf meinen Jugendfreund. Aber ehrlich gesagt, glaube ich ihm diese Geschichte nicht.
Er hat mir aber gesagt, dass das ehrlich von ihm ist.

Was halten Sie davon.

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Ingrid Lechner

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 04.03.2008, 21:29
jola
 
Anmeldedatum23.09.2007
Beiträge356
WohnortWien


Hallo Ingrid,

zuerst einmal willkommen im Forum! Übrigens, wir sind hier per Du. cheezy grin

Zu Deiner Frage: es gibt viele Leute, die Texte für andere schreiben. Weshalb also sollte jemand nicht als Ghostwriter tätig sein?

Grüße aus Wien,
jola

P.S.: wir sind hier ein neugieriges Völkchen. Wenn Du einige Daten in Deinem Profil (oben in der Navigationsleiste der 2. Button von links, "Dein Profil") ergänzt, wäre das super. thumb up

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BeitragVerfasst am: 04.03.2008, 21:50
Heiner
Site Admin
 
Anmeldedatum05.04.2007
Beiträge1873
WohnortNorden


Hallo,

Du solltest Deiner Freund auch einmal fragen, ob Du die Daten des Autors einfach so veröffentlichen darfst !?

Grüße

Heiner

_________________
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BeitragVerfasst am: 04.03.2008, 22:24
Weasel
 
Anmeldedatum09.02.2008
Beiträge563
WohnortTönisvorst


Ich glaube kaum, das ein Ghostwriter sich einfach so die Autoren, für die sie schreiben, nennen würden. Das dürfen solche Leute denke ich mal gar nicht und das wird vertraglich wahrscheinlich auch so festgehalten sein.

Gruß Weasel

_________________
Hör auf das, was über diesem Strich hier steht. Es sind weise Worte.

Verfasst am:
 


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BeitragVerfasst am: 05.03.2008, 08:09
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
Beiträge3801
WohnortA 8786 Rottenmann


Das, was Ingrid hier beschreibt, kommt gar nicht so selten vor.
In dem Buch "Falsch aus der Feder geflossen" werden u. a. etliche
derartige Beispiele geschildert.

Vielleicht hat der Freund aber auch
nur dieses Buch gelesen und dadurch seine Phantasie beflügeln
lassen... Laughing

Zwischen einem echten Ghostwriter und einem Schreiber, der
sich des Namens eines prominenten Autors bedient, besteht jedoch
ein gravierender Unterschied: Ersterer würde sich kaum "outen"
und den Namen seines Auftraggebers nennen. außer er ist dazu
ausdrücklich berechtigt.

BeitragVerfasst am: 06.03.2008, 10:49
Claire
 
Anmeldedatum07.12.2007
Beiträge648
WohnortBochum


hwg schreibt:

Zitat:
außer er ist dazu ausdrücklich berechtigt.


Letztere, nämlich die Berechtigung, bekommen allerdings die wenigsten. Wäre auch schlecht für's eigene Image. Wer engagiert einen Ghostwriter, der plaudert?

Vielleicht hat der Freund Ingrid die Geschichte auch nur in "aller Freundschaft" erzählt und ist nicht davon ausgegangen, dass sie es, aus welchen Gründen auch immer, weitergibt.

LG Claudia

_________________
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

BeitragVerfasst am: 06.03.2008, 14:38
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
Beiträge3801
WohnortA 8786 Rottenmann


Hallo Claire,

Deine Bemerkung hinsichtlich der Berechtigung trifft natürlich zu. Allerdings weiß man in der Branche oft schon, w e r für w e n schreibt
(ob mit ohne Einverständnis der Betroffenen). Laughing
Eine ungewöhnliche Frage
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