Verfasst am: 22.01.2008, 16:22 |
|
|
|
| dbs (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | Glaubst du wirklich, ich falle auf den Trick rein???
|
Bin ich im falschen Märchen? Entweder gilt die Aussage, bezogen auf die "Neunzig" und die "Vierhundert"
| Zitat: | | [Zahlen jenseits der Zwölf werden normalerweise mit Ziffern geschrieben] |
oder es heißt
| Zitat: | | Jeder kann Zahlen so schreiben, wie er es für richtig hält. |
Aber nicht mal so und mal so...
@ Heinz: Danke für die Antwort. Das finde ich nämlich auch. Deshalb wollte ich dazu mal eine zweite Meinung hören bzw. lesen.
Matthias |
|
|
|
|
Verfasst am: |
|
|
|
|
Verfasst am: 22.01.2008, 17:19 |
|
|
|
| matthiasgerschwitz hat Folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Jeder kann Zahlen so schreiben, wie er es für richtig hält. |
Aber nicht mal so und mal so...
|
| matthiasgerschwitz hat Folgendes geschrieben: |
Lange Rede - kurzer Sinn:
Wenn sich alle Autoren sklavisch an die hier im Thread zitierten Lehrsätze halten, brauchen wir "in the long run" nur noch einen Autor.
|
LG
Siegfried |
|
|
|
|
Verfasst am: 22.01.2008, 17:26 |
|
|
|
| @ dbs: Aus dem Zusammenhang gerissen, wirken Zitate immer prima. Aber bitte - ich habe nichts dagegen, wenn Du Dir selber widersprichst. Ende Gelände. |
|
|
|
|
Verfasst am: 23.01.2008, 03:07 |
|
|
| Judith |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 05.08.2007 | | Beiträge | 1860 | | Wohnort | Schwobaländle |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Das mit den Zahlen ab zwölf darf man nicht verpflichtend sehen und muss man je nach Einzelfall entscheiden.
Siegfried, du hast so gar noch einen Fehler übersehen: "meist besuchte" muss in dem Zusammenhang zusammen geschrieben werden, sonst würde es heißen, meistens wird die Stadt besucht, aber nicht immer.
Grüßle,
Judith |
|
|
|
|
Verfasst am: |
|
|
|
|
Verfasst am: 23.01.2008, 10:14 |
|
|
|
| matthiasgerschwitz hat Folgendes geschrieben: | | @ dbs: Aus dem Zusammenhang gerissen, wirken Zitate immer prima. Aber bitte - ich habe nichts dagegen, wenn Du Dir selber widersprichst. Ende Gelände. |
Widerspruch?
Ich sehe da keinen Widerspruch.
Ich schrieb nur, dass Zahlen jenseits der Zwölf normalerweise in Ziffern geschrieben werden. »Normalerweise« verstehe ich hier als eine Art Empfehlung, nicht als bindende Regelung - aber interessant, wie du auf deine eigene Argumentationstechnik (wenn auch in anderem Zusammenhang) reagierst. Wer austeilt, der sollte auch ...
LG
Siegfried |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 23.01.2008, 10:25 |
|
|
|
| Judith hat Folgendes geschrieben: |
Siegfried, du hast so gar noch einen Fehler übersehen: "meist besuchte" muss in dem Zusammenhang zusammen geschrieben werden, sonst würde es heißen, meistens wird die Stadt besucht, aber nicht immer.
|
Da die Zusammen-/Getrenntschreibung nach der Reform der Reform der Reform eine recht unübersichtliche Regelung ist, habe ich das "meist besuchte" einfach mal als gültig stehen lassen. Die Frage ist, ob "meist" in diesem Zusammenhang eine Steigerungsform ist - dann wäre die Getrenntschreibung richtig. Der "Duden Online" schreibt dazu:
| Zitat: | In folgenden Fällen wird prinzipiell getrennt geschrieben:
[...]
Adjektive, deren erster Bestandteil erweitert oder gesteigert ist: leichter verdaulich, besonders schwer verständlich, höchst erfreulich
|
Hier wird "meist" ja im Sinne von "häufig - häufiger - am häufigsten" benutzt - also getrennt?
LG
Siegfried |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 23.01.2008, 10:40 |
|
|
| Claire |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 07.12.2007 | | Beiträge | 603 | | Wohnort | Bochum |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Die meist besuchte Stadt Berlin
Stil: ?
Wenn schon, dann bitte "die viel besuchte Stadt Berlin" (Getrenntschreibung ist hier Dudenempfehlung).
LG Claudia |
|
_________________ LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren. |
|
|
|
Verfasst am: 23.01.2008, 10:49 |
|
|
| Pliekolus |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 07.09.2007 | | Beiträge | 252 | | Wohnort | Sachsen |
|
|
|
 |
 |
 |
|
ach so, viel besuchte Stadt und ich dachte schon, meistens wird die Stadt besucht. Aber, es hätte ja auch die Stadt mit den meisten Besuchern sein können.
Jacqueline |
|
|
|
|
Verfasst am: 23.01.2008, 12:55 |
|
|
| Lally |
|
|
| |
| Anmeldedatum | 05.07.2007 | | Beiträge | 24 |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Acha. Warum ist Word denn so schlecht? Gut, zugegeben, ich wundere mich manchmal auch darüber, wieso das eine Wort, das im Kontext keinen Sinn ergibt, nicht korrigiert wird. Aber bisher lief alles -denk ich- gut.
Was genau versteht man eigentlich unter "Stil"? |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 23.01.2008, 13:57 |
|
|
|
| Lally hat Folgendes geschrieben: | | Was genau versteht man eigentlich unter "Stil"? |
Stil ist - generell gesagt - die Art und Weise, wie ein Mensch eine bestimmte Tätigkeit ausführt.
Beim Schreiben (bzw. bei der Sprache) geht es beim Stil nicht um den Inhalt dessen, was gesagt bzw. geschrieben wird, sondern wie sich die Bedeutung des Geschriebenen in der benutzten Sprache wiederfindet.
Was nun guter oder schlechter Stil ist, darüber streiten sich die (Un-)Gelehrten. Vielleicht ein paar Beispiele, was für schlechten Stil gehalten wird.
1. Hilfsverben statt Vollverben benutzen
"Ich war am Gehen über den Platz."
"Ich ging über den Platz."
2. Passiv statt Aktiv
"Hans wurde von Tom und Lisa mit Handschlag begrüßt"
"Tom und Lisa begrüßten Hans mit Handschlag"
3. sinnverändernde nachgestellte Vollverben
"Peter schlug den verhassten Jürgen, gerade weil ihn niemand mochte, zum Klassensprecher vor."
"Peter schlug den verhassten Jürgen zum Klassensprecher vor, gerade weil ihn niemand mochte."
4. endlose Reihungen von nachgestellten Verben (Schachtelsätze)
"Derjenige, der denjenigen, der den Wegweiser, der an der Brücke, die über den Fluss, der nach Dingsdorf fließt, führt, stand, umwarf, anzeigt, erhält eine Belohnung!"
5. Füllwörter und Floskeln benutzen
Wörter wie 'auch', 'doch', 'eigentlich', 'irgend' können sehr häufig ersatzlos gestrichen werden. Bestimmte Floskeln sollten bei genauem Betrachten jedem selbst auffallen: 'Ich würde sagen, ...' ist so ein Kandidat (sage ich es nun oder sage ich es nicht?). Ähnliches gilt für 'man' (da versteckt sich jemand hinter der Unperson namens 'man').
usw. usw.
Besorg dir einfach mal die "Stilfibel" von Ludwig Reiners (Bibliothek oder Handel). Das Buch ist in manchen Punkten nicht mehr ganz aktuell, aber du lernst sicher eine Menge zum Thema Sprache und Stil.
http://www.amazon.de/Stilfibel-Ludwig-Reiners/dp/3423343583/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1201088512&sr=1-1
LG
Siegfried |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 23.01.2008, 15:55 |
|
|
| Hakket (Moderator) |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 558 | | Wohnort | Bremervörde |
|
|
|
 |
 |
 |
|
@ Lally:
Ich habe nicht behauptet, dass WORD schlecht ist. WORD ist eben nur ein Programm und Programme haben kein Gefühl - sprich - Einfühlungsvermögen. Genau das, was dir aufgefallen ist, ist eben der Knackpunkt. WORD ist eine Hilfe - ja - aber du darfst dich nicht darauf verlassen, weil WORD "doof" ist
WORD wird wahrscheinlich den Unterschied zwischen "fiel" und "viel" nicht sehen, weil beide Wörter ja richtig geschrieben sind aber im mög. Zusammenhang falsch sind. WORD wird die Geschichte, die du schreibst, nicht verstehen - sie ist ihm auch egal.
Ein menschlicher Korrekturleser ist durch nichts zu ersetzen.
Gruß
Hakket |
|
_________________ In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord.de |
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 23.01.2008, 16:25 |
|
|
| Melissa |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 14.12.2007 | | Beiträge | 89 | | Wohnort | Mittelfranken |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Jetzt verfolge ich diesen Thread schon seit Tagen... und muss meinen Senf jetzt einfach dazu geben.
Erstmal bin ich schockiert. Ich habe mein Buch rund vier mal Korrekturgelesen und es insgesamt an drei leute zum Betalesen gegeben. Warte ungeduldig auf deren Ergebnis. Klar, auch ich möchte es eigentlich schnell in Händen halten. Aber wenn der Preis für diese Eile dann sowas ist, dann will ich doch lieber Geduld lernen
Wirklich, solche Fehler müssen doch schon auffallen, wenn man nur ein einziges Mal drübersieht... Kann man denn Freude am eigenen Buch haben, wenn man es aufschlägt und einem auf jeder Seite rund 20 fehler entgegenspringen? o_O
Ach ja, zu der Zahlenfrage wollte ich auch noch etwas sagen: Wenn mich nicht alles täuscht schreiben einige Autoren Zahlen immer als Wort aus. Grundsätzlich, selbst bei drei- und mehrstelligen (J. K. Rowling; wobei ich sie jetzt nicht als Paradebeispiel darstellen will...). Falsch ist es doch folglich nicht, oder? Nur unschön zu lesen, weil es eben doch ziemlich den Lesefluss stört.
Liebe Grüße
Melissa |
|
|
|
|
 | Hallo Plikolus |  |
Verfasst am: 25.01.2008, 23:25 |
|
|
| Guezelses |
|
|
| |
| Anmeldedatum | 10.01.2008 | | Beiträge | 10 |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Danke erstmal für deine Antwort.
Natürlich habe ich meine Manuskripte vielen verschiedenen Leuten gezeigt, ich kenne Chefredakteure, Schriftsteller etc, alle fanden meine Texte gut, und sie sagten das ganz bestimmt nicht, um mich aufzumuntern, es war eine ehrliche Meinung. Nur die Sache ist, zu allem gehört auch ein Quentchen Glück. Wer kann schon voraussehen, was die breite Masse lesen will? Ich kann morgen totalen Mist schreiben, und 10000 Bücher verkaufen. Ehrlich gesagt, wär mir das lieber, ich schreibe ein Buch hinter dem ich selber 100 % stehe. Ich lese extrem viel und muss sagen, sogar Bücher, die Ranizki für sehr gut findet sind Mist. Aber wenn man eine bestimmte Menge verkauft, sind die Bücher eben sehr gut, oder werden so tituliert.
Nichts für ungut, aber Qualität scheint wenn es ums Bücherverkaufen geht nicht unbedingt im Vordergrund zu stehen, es sei denn man hat selber viel Herzblut darin investiert. Egal, ich wünsche jedem Erfolg und nur das Beste.
Liebe Grüße von Guezelses an alle da draußen |
|
|
|
|
 | Re: Hallo Plikolus |  |
Verfasst am: 26.01.2008, 09:09 |
|
|
| julia07 |
|
|
| |
| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 1160 | | Wohnort | 87700 Memmingen |
|
|
|
 |
 |
 |
|
| Guezelses hat Folgendes geschrieben: | Danke erstmal für deine Antwort.
Natürlich habe ich meine Manuskripte vielen verschiedenen Leuten gezeigt, ich kenne Chefredakteure, Schriftsteller etc, alle fanden meine Texte gut, und sie sagten das ganz bestimmt nicht, um mich aufzumuntern, es war eine ehrliche Meinung. |
Leider kenne ich Deine Texte nicht.
Wenn dem so ist, dass Hochkaräter, wie die von Dir angegebenen, Deine Texte gut finden, dann schreibst Du diese aber offensichtlich viel "sauberer", als Deine Postings! Hier hätte ich wenigstens erwartet, dass man den Namen (Marcel Reich-)Ranicki richtig schreibt, wenn man ihn schon benutzt. Das hat zwar nichts mit Rechtschreibung zu tun, aber mit Stil und Anstand.
Auch wer die Zahl "Zehntausend" ohne Punkt (10.000) darstellt, damit dem Leser das lästige Abzählen der Nullen erspart bleibt, ist nicht gerade ein Freund derjenigen, die hinterher die Bücher kaufen und lesen sollen!
| Guezelses hat Folgendes geschrieben: | | Nur die Sache ist, zu allem gehört auch ein Quentchen Glück. Wer kann schon voraussehen, was die breite Masse lesen will? (...)Aber wenn man eine bestimmte Menge verkauft, sind die Bücher eben sehr gut, oder werden so tituliert. |
Hier solltest Du unterscheiden zwischen "gut geschrieben" und "gut verkauft"! Das ist nämlich ein himmelweiter Unterschied. Wer das Ziel hat, nur Masse zu verkaufen, der macht es eben so wie die berühmten Beispiele der Boulevardpresse... Quäntchen (eine sehr kleine Menge) kommt übrigens von Quantum (angemessene Menge). Das ist Rechtschreibung. Auf all die anderen Fehler gehe ich jetzt nicht weiter ein.
LG, Julia |
|
Zuletzt bearbeitet von julia07 am 26.01.2008, 16:08, insgesamt einmal bearbeitet |
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 26.01.2008, 15:48 |
|
|
| Tommy |
|
|
| |
| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 73 |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Bücher wie "Der Bücherwurm" sind eigentlich eine zwangsläufige Folgeerscheinung der *BoD*-Idee. Wo Licht ist, da auch Schatten. Ich möchte nicht wissen, wieviel ähnlich geartete Produkte sich in den Untiefen des 30.000 starken Sortiments verstecken, ich fürchte mehr, als wir uns vorstellen können.
Was wäre die Alternative? Die Einführung einer minimalen Qualitätskontrolle, die dem lesenden Publikum zumindest solche Extremwerke erspart? Wäre ja wieder mit Kosten verbunden und würde sich dann auf die Preise auswirken.
Vielleicht ein Zusatz in den BoD-Richtlinien, etwa:
"Texte, die sich chronisch jenseits geltender Orthographie und Grammatik bewegen, können von BoD abgelehnt werden. Es finden Stichproben statt."
Und zwar gleich auf der Begrüßungsseite. In der Hoffnung, daß sich vor lauter Schreck die User zumindest die Mühe machen, die Rechtschreibprüfung in Word zu aktivieren, die die gröbsten Schnitzer wie etwa "Fützen" eliminiert hätte.
Eine andere Möglichkeit außerhalb dieses verbalen Warnschusses fällt mir nicht ein.
 |
|
|
|
|
Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Erfahrungsberichte
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen
|
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 3 von 5
Gehe zu Seite Zurück 1, 2, 3, 4, 5 Weiter
|
|
|
|
| |