| Wie fandet ihr es? |
| Super, mach auf alle Fälle weiter! |
|
0% |
[ 0 ] |
| Gut, wenn du gewisse Dinge ausbesserst |
|
75% |
[ 3 ] |
| Naja, vielleicht |
|
0% |
[ 0 ] |
| Lass es! |
|
25% |
[ 1 ] |
|
| Stimmen insgesamt : 4 |
|
 | Fallen Angel |  |
Verfasst am: 02.07.2008, 19:49 |
|
|
| sarah_blonde |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 22.06.2008 | | Beiträge | 14 | | Wohnort | Thüringen |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Also. Ich habe enige unüberarbeitete versionen schonmal woanders(lektorat)hingeschrieben und bin zu den schluss gekommen, dass ich eher hierher gehöre, da ich auch noch ziemlich jung bin - ich sag zwar immer, dass ich achtzehn bin, aber ich bin doch noch ein bisschen junger. Also frage mal euch. Lohnt es sich weiterzuschreiben oder nicht?
Fallen Angel
Prolog
London, Dezember 1939, inmitten des zweiten Weltkrieges
Es regnete, als wir mit herabhängenden Schultern die leeren Straßen Londons entlang liefen.
Der kalte Wind peitschte mir die Haare aus dem Gesicht. Tränen benetzten meine getrockneten Lippen.
»Es tut mir Leid«, sagte Vadim, immer und immer wieder. »Es tut mir Leid.«
»Ich kann das nicht.«, erwiderte ich, während ich weinte. »Ich schaff das nicht.«
Wir liefen weiter stumm die leeren Straßen entlang. Ich blickte auf die zahllosen Bilder der vermissten Mädchen, die noch nicht tot aufgefunden wurden waren.
Sie hingen an Baumstämmen, Zäunen und Stahlgittern.
Auf den Bildern lächelten sie glücklich. Ich schluckte den schweren Kloß in meinen Hals hinab.
Das Hakenkreuz legte sich wie ein dunkler Schleier auf meine Augen. Jede Nacht musste ich gegen die Erinnerungen kämpfen, um immer wieder dieselben Träume von Blut und Krieg zu durchleben, die nie aufhören würden.
Ich drückte fest Vadims Hand, denn wenn ich losließ, würde ich fallen. Ich war ganz sicher. Ich würde fallen, und mich für immer in einer Zukunft verlieren, die mir so Angst machte.
Denn hier begann meine Geschichte, und hier wird sie wohl enden. Hier, nicht in Larvik, wo ich jüdisch erzogen und wohlbehalten aufgewachsen bin. Nicht in Liverpool, wo ich Vadim das erste Mal in meine Arme nahm, und wo er mir meine Unschuld raubte.
Nein, sie beginnt hier in London, Dezember 1941, auf dem Weg zu einer Beerdigung.
Hier wurde meine einzige Freundin brutal ermordet. Hier habe ich meinen Glauben begraben, um überleben zu können.
»Ich bin da«, sagte Vadim leise und drückte seine Lippen fester als sonst auf meinen Mund. »Egal was kommt, ich stehe hinter dir.«
Ich nickte schwach. Wir bogen um eine Ecke.
»Da bist du der einzige.«, sagte ich nachtragend steif und strich mir die Tränen aus den Gesicht.
»Du wolltest Abschied von ihr nehmen.«
»Ich weiß«, flüsterte ich, weil ich nicht wagte, laut zu sprechen. Ich musste sie in Frieden gehen lassen, auch wenn ich es nicht ertrug. Ich musste Frieden mit meiner selbst schließen.
Ich betrachtete den auf der anderen Straßenseite stehenden Zirkus, und die bunten Lichter tanzten im Nebel, als würde es nichts böses auf der Welt geben. Meine Mundwinkel verzogen sich krampfhaft.
Dann, plötzlich, erblickte ich die alten, trostlosen Gräber des Friedhofs.
Ich zitterte und strich mir reflexartig über meinen Bauch. Die Wölbung war noch nicht zu sehen, wenn ich sie verdeckt hielt, doch ich konnte die Bewegungen spüren.
Vadim drückte meine Hand und wir liefen auf dem Priester zu, der am Friedhofstor auf uns wartete.
»Wie geht es Ihnen?«, erkundigte er sich höflich und reichte mir die Hand.
»Nicht besonders gut«, antwortete Vadim an meiner Stelle tonlos. »Sind Sie alleine?«
»Offenbar nicht«, sagte der Priester, runzelte die Stirn und sein Blick schweifte skeptisch hinten auf die Straße. »Es kommen noch Leute. Drehen Sie sich einmal um.«
Schwarze Gestalten trugen den Sarg, indem Ariannas lebloser Körper lag.
»O Gott«, murmelte ich.
Obwohl es kalt war, klebte meine Bluse schweißtriefend an meiner Haut.
»Es ist so weit«, sagte Vadim und starrte regungslos auf die dunkel gekleideten Menschen.
»Geht es Ihnen nicht gut, Madam?«, fragte der Priester und klang ehrlich besorgt.
Ich schüttelte den Kopf, obwohl es mir nicht gut ging. Aber es musste mir gut gehen.
»Wir können gehen, wenn du willst«, flüsterte Vadim und seine Augen funkelten verheißungsvoll. Ich wusste, was er damit meinte. Es würde mich für eine Zeit ablenken, sicher. Doch ich konnte nicht für immer vor meiner Vergangenheit davonlaufen. Ich musste bleiben, und sei es nur für sie, das Mädchen, das wie eine Schwester für mich war.
»Nein«, log ich zittrig. »Nein, ich möchte bleiben. Mir geht es gut.«
Der Priester hob die Brauen, sagte aber nichts mehr.
Die Menschen kamen näher. Mein Körper glühte vor Hitze.
Arianna, dachte ich, beinahe fluchend. Arianna.
Vier schwarz gekleidete Männer trugen ihren Sarg. Ich ließ Vadims Hand los.
Ich hatte die Beherrschung verloren. Das war mein Ende. Ich rannte auf die Gestalten zu und drängte sie zur Seite.
Ich warf mich auf den Sarg, und pochte auf das Holz. Ich hörte nicht auf.
Es ertönten Stimmen, die ich nicht zuordnen konnte. Mein Name wurde gerufen. Es roch nach Schweiß. Es wurde Blut vergossen. Ich schrie. Das letzte, was ich spürte, war Vadims heißer Atem auf meinen toten Lippen.
Sie bombardierten London. England war gefallen.
1.
Der Körper des Mädchens verblutete langsam in seinen Armen. Der Wind peitschte ihm die Haare aus dem Gesicht. Es war ein regnerischer, düsterer Dezemberabend, und die Lichter an den Fenstern waren erloschen. Seine Schwester betete und weinte. Sie waren am Ufer der Themse entlang gelaufen, und sie hatten sich an ihre verlorene Familie erinnert. Dann waren sie zum Grabstein ihrer Mutter gegangen und hatten weiße und rote Rosen an den verwitterten Stein gelegt. Doch die Überreste des Leichnams ihres Vaters waren zu Asche verfallen und vergessen worden. Und dann hatte Rebecca zu weinen begonnen.
Sie sagte:
»Wir hätten ihn beerdigen sollen.«
Und er hatte den Arm um sie gelegt und geantwortet:
»Er war es nicht wert.«
Jack Clinton fuhr zärtlich über das Gesicht des jungen, verstorbenen Mädchens. Es fast bleicher als seins, und es war wunderschön. Die langen roten Haare verfärbten sich im Regen dunkel. Sie hatte die Augen geschlossen, und doch schien sie ihre Geschichte zu erzählen.
»Sie war nicht von hier«, sagte Rebecca zittrig und bestätigte damit seine Vermutungen.
Er nickte und leckte mit der Zunge das süße, immer noch warme Blut der jungen Frau.
Dann richtete er sich auf und er blickte in den Himmel, als redete mit Gott selbst.
»Wieso musste sie sterben?«
Aber nur Rebecca antwortete, und sie hatte die Augen vor Abcheu oder Angst geschlossen.
»Sie wurde in den Bauch gestochen.«
Jack stemmte sich auf und blickte seine Schwester an. Sie war so zerbrechlich, und konnte doch stärker sein als er selbst.
»Jack, sie trug ein Kind. Es ist mit ihr gestorben. «, flüsterte sie wie ein Fluch in die Nacht.
Jack Clinton bückte sich erneut über die Leiche des Mädchens, fuhr mit den Fingern über ihren Körper, berührte jede einzelne Stelle ihrer leblosen Haut. Und da war sie, die verräterische Wölbung an ihren Bauch. Er leckte erneut mit der Zunge über die Wunde und drehte ihren Arm zur Seite. Er hatte es geahnt – er hatte es gewusst. Und dort war es in ihre zarte Haut eintätowiert. Der dunkle Judenstern.
»Wir bringen sie hier weg.«, sagte er unwillkürlich und richtete sich auf, um den Körper der Frau zu heben.
Rebecca murmelte zustimmend, und die dunklen Locken verbargen ihr ängstliches Gesicht.
Sie nahmen das Mädchen wie einst ihren Vater und warfen sie in die Fluten der Themse, wo sie für immer vergessen sein würde. Die blutige Spur ließen sie auf den Asphalt zurück, als hätte Vampire Londons Straßen an Weihnachten heimgesucht und getrunken. Als sie im Nebel verschwanden, fragte sich Jack Clinton, wie es wohl war, zu sterben und lächelte.
2.
London, 13. Juli 1941
»Der Mann wurde in seiner eigenen Kirche bei lebendigen Leib gekreuzigt, verdammt noch mal.«
Adam Rosseli stand fluchend über den Toten, und fuchtelte mit den Händen um sich herum. Ein Mann lehnte sich geschmeidig an die heilige Wand und er lächelte Rosseli aufmunternd zu. Er war schwarz gekleidet, dass Hemd unverschämt weit aufgeknöpft und die dreckig blonden Haare umrahmten sein markantes Gesicht. Die allzu blauen Augen funkelten ihn freundlich an.
»Ich sehe es«, sagte Jack Clinton sachlich und kam auf Rosseli zu. Seine krumme Nase zuckte.
Rosseli starrte Jack an, und Jack hatte den Eindruck, dass er in Rosselis Augen ein wenig Neid aufflackern sehen konnte.
»Wo kommen Sie denn her?«, fragte Rosseli schnippisch.
»Ich wollte beichten. Das ist eine Kirche«, antwortete Jack und zog belustigt die Brauen hoch.
»Ich weiß nicht, ob Sie es schon mitbekommen haben.«, sagte Rosseli scharf und zeigte mit dem Finger auf dem toten Priester. »Aber hier wurde gestern Abend ein Priester gekreuzigt. «
Jacks Lächeln wurde breiter und Rosselis Augen verengten sich zu Schlitzen.
»Wo waren Sie gestern Nacht, Sir?«
Jack betrachtete den Ermittler mir einer gewissen Neugierde. Er erinnerte ihn an Rebecca, die bei jedem Zucken seiner Mundwinkel aufmerksam wurde und unangenehme Fragen stellte.
»Ich wüsste nicht, was Sie das angeht, Sir.«
Rosseli seufzte, strich sich den Schweiß von der Stirn und kramte in seiner Tasche.
»Können Sie mir Ihren Namen sagen?«
»Fr – Jack Clinton.«
Der Ermittler hob einen Moment die Brauen, schaute aber nicht von seinen Blatt auf und notierte schnell den Namen.
»Leben Sie hier in London?«, fragte Rosseli und blickte Jack eindringlich an.
»Seit zwei Jahren.«, antwortete er wahrheitsgemäß.
»Ah ja.« Der Mordermittler verstaute den Zettel in seiner Tasche und blickte abwechselnd zu Jack und den Toten.
»Kannten Sie Father Samuel, Mr. Clinton?«
Jack lächelte wieder.
»Nein, Sir.« |
|
_________________ Gehe mit Gott. Spazieren oder was? |
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 02.07.2008, 20:43 |
|
|
| Hakket (Moderator) |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 981 | | Wohnort | Bremervörde |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Es regnete, als wir mit herabhängenden Schultern die leeren Straßen Londons entlang liefen.
Der kalte Wind peitschte mir die Haare aus dem Gesicht. Tränen benetzten meine getrockneten Lippen. (Es regnet. Dann sind die Lippen nicht getrocknet. Du könntest schreiben, dass du grundsätzlich trockene Lippen hast – aufgrund von allgemein trockener Haut.)»Es tut mir Leid«, sagte Vadim, immer und immer wieder. »Es tut mir Leid.«
»Ich kann das nicht.(wenn du nach einer wörtlichen Rede ein Komma setzt, kommt innerhalb der wörtlichen Redee kein Punkt.)«, erwiderte ich, während ich weinte. »Ich schaff das nicht.«
Wir liefen weiter stumm die leeren Straßen entlang. Ich blickte auf die zahllosen Bilder der vermissten Mädchen, die noch nicht tot aufgefunden wurden waren.
Sie hingen an Baumstämmen, Zäunen und Stahlgittern. (Die Bilder, nicht die Mädchen.)
Auf den Bildern lächelten sie glücklich. Ich schluckte den schweren Kloß in meinen Hals hinab (besser: runter).
Das Hakenkreuz legte sich wie ein dunkler Schleier auf meine Augen. Jede Nacht musste ich gegen die Erinnerungen kämpfen, um immer wieder dieselben Träume von Blut und Krieg zu durchleben, die nie aufhören würden. (Wenn du über eine historisch relevante Zeit berichtest, solltest du sehr genau recherchieren, was, wann, wo wie war.)Ich drückte fest Vadims Hand, denn wenn ich losließ (denn sollte ich loslassen), würde ich fallen. Ich war ganz sicher. Ich würde fallen, und mich für immer in einer Zukunft verlieren, die mir so Angst machte (macht).
Denn hier begann meine Geschichte, und hier wird sie wohl enden. Hier, nicht in Larvik, wo ich jüdisch erzogen und wohlbehalten aufgewachsen bin. Nicht in Liverpool, wo ich Vadim das erste Mal in meine Arme nahm, und wo er mir meine Unschuld raubte.
Nein, sie beginnt hier in London, Dezember 1941, auf dem Weg zu einer Beerdigung. (Guter Abschnitt)
Hier wurde meine einzige Freundin brutal ermordet. Hier habe ich meinen Glauben begraben, um überleben zu können.
»Ich bin da«, sagte Vadim leise und drückte seine Lippen fester als sonst auf meinen Mund. »Egal was kommt, ich stehe hinter dir.«
Ich nickte schwach. Wir bogen um eine Ecke.
»Da bist du der einzige.«, sagte ich nachtragend steif und strich (wischte) mir die Tränen aus den Gesicht.
»Du wolltest Abschied von ihr nehmen.«
»Ich weiß«, flüsterte ich, weil ich nicht wagte, laut zu sprechen. Ich musste sie in Frieden gehen lassen, auch wenn ich es nicht ertrug. Ich musste Frieden mit meiner selbst schließen (klingt nicht optimal. Ich musste Frieden mit mir selbst schließen.).
Ich betrachtete den auf der anderen Straßenseite stehenden Zirkus, und die bunten Lichter tanzten im Nebel, als würde es nichts böses auf der Welt geben. (Regen und Nebel?) Meine Mundwinkel verzogen sich krampfhaft.
Dann, plötzlich, erblickte ich die alten, trostlosen Gräber des Friedhofs. (Würde ein Zirkus gegenüber einem Friedhof kampieren? Lass die beiden lieber noch etwas weiter gehen.)Ich zitterte und strich mir reflexartig über meinen Bauch. Die Wölbung war noch nicht zu sehen, wenn ich sie verdeckt hielt, doch ich konnte die Bewegungen spüren. (An sich logisch. Wenn die Wölbung verdeckt wird, ist sie grundsätzlich nicht zu sehen. Auch das mit der Bewegung ist nicht optimal formuliert.)Vadim drückte meine Hand und wir liefen auf dem Priester zu, der am Friedhofstor auf uns wartete.
»Wie geht es Ihnen?«, erkundigte er sich höflich und reichte mir die Hand.
»Nicht besonders gut«, antwortete Vadim an meiner Stelle tonlos. »Sind Sie alleine?« (Oder: „Sind wir die Einzigen?“)»Offenbar nicht«, sagte der Priester, runzelte die Stirn und sein Blick schweifte skeptisch hinten auf die Straße (und er blickte skeptisch hinter sie). »Es kommen noch Leute. Drehen Sie sich einmal um.«
Schwarze Gestalten trugen den Sarg, in dem Ariannas lebloser Körper lag. (Kann man das sehen? Besser: In dem wahrscheinlich -aller Wahrscheinlichkeit nach - Ariannas …)
»O Gott«, murmelte ich.
Obwohl es kalt war, klebte meine Bluse schweißtriefend an meiner Haut. (Hmm. Obwohl es so kalt war, klebte mir die Bluse auf der Haut. Ich wusste nicht, ob der Regen daran schuld war, oder die Hitze, die ich innerlich spürte, und die mir imaginäre Schweißbäche bescherte.).
»Es ist so weit«, sagte Vadim und starrte regungslos auf die dunkel gekleideten Menschen.
»Geht es Ihnen nicht gut, Madam?«, fragte der Priester und klang ehrlich besorgt.
Ich schüttelte den Kopf, obwohl es mir nicht gut ging. (Wenn sie den Kopf schüttelt, meint sie nein. Ich würde das als „mir geht es nicht gut“ interpretieren. Lass sie lieber antworten: „Doch, doch, es geht mir gut.“) Aber es musste mir gut gehen.
»Wir können gehen, wenn du willst«, flüsterte Vadim und seine Augen funkelten verheißungsvoll. Ich wusste, was er damit meinte. Es würde mich für eine Zeit ablenken, sicher. Doch ich konnte nicht für immer vor meiner Vergangenheit davonlaufen. Ich musste bleiben, und sei es nur für sie, das Mädchen, das wie eine Schwester für mich war.
»Nein«, log ich zittrig. »Nein, ich möchte bleiben. Mir geht es gut.«
Der Priester hob die Brauen, sagte aber nichts mehr.
Die Menschen kamen näher. Mein Körper glühte vor Hitze.
Arianna, dachte ich, beinahe fluchend. Arianna.
Vier schwarz gekleidete Männer trugen ihren Sarg. Ich ließ Vadims Hand los.
Ich hatte die Beherrschung verloren. Das war mein Ende. Ich rannte auf die Gestalten zu und drängte sie zur Seite. (Oh, Vorsicht. So ein Sarg ist schwer. Du kannst die Träger nicht so einfach wegschubsen. Das könnte gefährlich werden. Der Sarg sollte vorher besser abgestellt werden.)Ich warf mich auf den Sarg, und pochte (trommelte) auf das Holz. Ich hörte nicht auf.
Es ertönten Stimmen, die ich nicht zuordnen konnte. Mein Name wurde gerufen. Es roch nach Schweiß. Es wurde Blut vergossen. Ich schrie. Das letzte, was ich spürte, war Vadims heißer Atem auf meinen toten Lippen. (Tote Lippen? Erklärt sich das noch?)Sie bombardierten London. England war gefallen.
(Soll die Geschichte historisch korrekt sein? Dann recherchieren. Wenn nicht, dann egal.)
So weit.
Nicht schlecht. Du kannst immer noch ein bisschen mehr herausholen und noch weiter feilen. Aber die negative Grundstimmung kommt rüber, finde ich. Alles wirkt sehr traurig und trostlos. Ich denke, so soll es auch wirken. Rechtschreibung habe ich jetzt nicht weiter geschaut, das darfst du selbst machen.
Lies dir den Text immer mal wieder selbst laut vor, als würdest du eine Lesung halten. Und lies sehr genau. Dann fallen dir Schwächen meist selbst auf. Du solltest bei Szenen, in denen etwas passiert, was Einfluss auf Gegenstände/Menschen/physikalische Kettenreaktionen hat, wie eine Schauspielerin die Szene durchspielen. Das bewahrt dich vor Logikfehlern.
Wie gesagt, die Stimmung passt und kommt rüber.
Gruß
Hakket |
|
_________________ In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord-verlag.de |
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 02.07.2008, 20:56 |
|
|
| Hakket (Moderator) |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 981 | | Wohnort | Bremervörde |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Nachtrag:
"Hier habe ich meinen Glauben begraben, um überleben zu können."
Ich verstehe das so: Sie ist Jüdin und hat ihrem Glauben abgeschworen, um der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. Das wird aber meiner Meinung nach nicht reichen. Ich glaube, den Nazis war es ziemlich schnuppe, ob jemand seinen Glauben abgelegt hat. Für die war es wohl eher ein "Rassending".
Nochmal: Wenn du über diese Zeit schreibst, musst du sehr genau recherchieren, sonst wirst du nicht ernst genommen.
Du könntest das aber auch als Fantasy schreiben, also ausgedachte Kriegsgeschehnisse verwenden, wo jedoch der Bezug zum 2. Weltkrieg offensichtlich wird. Das erlaubt dir gewisse Freiheiten.
Gruß
Hakket |
|
_________________ In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord-verlag.de |
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 04.07.2008, 17:38 |
|
|
| sarah_blonde |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 22.06.2008 | | Beiträge | 14 | | Wohnort | Thüringen |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Hey Hakket!
vielen lieben dank ersteinmal für deine mühe. ich werde deine korrekturen in bald möglicher zeit umsetzen, zumindest einige
Ich habe keine Ahnung, ob der Anschlag passiert ist, aber dass spielt keine Rolle, weil das inzwischen tote "ich"(von dem später einige Ausschnitte ihrer vergangenheit zu lesen werden)nur gedacht hat, es wäre ein Anschlag. Das witzige daran ist, dass es nur ein überfall war, und der priester gehörte mitten dazu...
Lg
Sarah  |
|
_________________ Gehe mit Gott. Spazieren oder was? |
|
|
|
Verfasst am: |
|
|
|
|
Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Geschichten -> Jungautoren
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen
|
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1
|
|
|
|
| |