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Verfasst am: 30.07.2007, 19:14 |
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| g.c.roth (Moderator) |
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Hallo Heinz,
danke für die Beantwortung meiner noch nicht ausgesprochenen Frage!
Hatte mich schon gefragt, ob es wohl besser wäre, den Text mit der Post zu schicken. So eine mail ist schneller weggeklickt als man ein Blatt Papier zusammenknüllen kann
Habe mir heute Nachmittag schon mal so einige Hefte besorgt. Es waren drei dabei, die ausschließlich - im Stil der Groschenromane - Kurzstories enthielten. Im Schnitt 20.000 Anschläge und immer nach dem gleichen Strickmuster: Klischee aufnehmen, Klischee verstärken, Klischee vollenden. Es steht zwar nirgends geschrieben, dass man diese Geschichten einschicken kann, aber woher sonst sollen sie kommen?
In anderen Zeitschriften fand ich kürzere Geschichten, so ca. 6000 bis 7000 Anschläge. Offensichtlich gibt es auch jede Menge Bedarf an Fotoreportagen über die Zwistigkeiten von Lieschen Müller....
Im Imressum wird meist der Chefredakteur angegeben und die Redaktion die aus mehreren Redakteuren sich zusammensetzt. Wen sollte man beglücken? Gleich den Chefredakteur? Oder verteilt der seine Post ohnehin auf die Redakteure?
LG Grete
(Nach der heutigen Lektüre brauch ich jetzt echt mal eine herzhafte Mahlzeit...) |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 30.07.2007, 20:57 |
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| hawepe |
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Hallo Grete,
| roth hat Folgendes geschrieben: | | Im Imressum wird meist der Chefredakteur angegeben und die Redaktion die aus mehreren Redakteuren sich zusammensetzt. Wen sollte man beglücken? Gleich den Chefredakteur? Oder verteilt der seine Post ohnehin auf die Redakteure? |
Es mag Redaktionen geben, bei denen alle Post ueber den Schreibtisch des Chefredakteurs geht, aber zumindest wenn bestimmte Redakteure oder Abteilungen angeschreiben werden, ist das eher unueblich.
Am besten ist es, du suchst dir die passende Abteilung heraus. Bestimmte Namen wuerde ich nicht anschreiben, denn wenn du Pech hast, ist dieser Mensch gerade auf Urlaub oder krank. Da dein Text nicht tagesaktuell ist, wird er dann mit Sicherheit schmoren und irgendwann untergehen.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 31.07.2007, 07:30 |
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| hwg (Moderator) |
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Guten Morgen!
In der Regel läuft der Posteingang, egal ob E-Mail oder Briefpost, über das Sekretariat. Von da werden die Manuskripte (und alle anderen Beiträge wie Leserbriefe, Beschwerden etc.) an die zuständigen Leute in der Redaktion bzw. im Verlag weitergegeben.
Einen Redakteur direkt anzuschreiben macht nur Sinn, wenn man von ihm - nachdem man mit den ersten Manuskripten erfolgreich gewesen ist - dazu eingeladen bzw. aufgefordert wird.
Kurz nach Einsendung eines Beitrages nachzufragen, ob dieser Chancen hat, veröffentlicht zu werden, nervt nur. Meine Kurzgeschichten sind oft erst Monate später gedruckt worden - und das ist oft auch jetzt noch so.
Ich bin seit Jahrzehnten mit den Vorgängen in Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen vertraut. Außer beim Personal (durch Pensonierung, Arbeitsplatzwechel) und der Technik hat sich bei der Abwicklung von Annahme oder Ablehnung von Manuskripten kaum etwas verändert (bis auf den jeweiligen "Geschmack" eines anderen zuständigen Redakteurs - und diesen "zu treffen" ist eben auch Glückssache ). |
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Verfasst am: 31.07.2007, 07:36 |
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| hwg (Moderator) |
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Nachtrag:
Mir ist früher auch mehrmals passiert, dass ich einen zuvor nicht angenommenen Text Jahre später unverändert wieder an die selbe Zeitschrift geschickt habe - und er wurde veröffentlicht. Schlussfolgerung: Wenn etwas nicht gleich "passt", liegt es nicht immer an der "Qualität", sondern auch an der Tagesverfassung des Redakteurs.  |
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Verfasst am: 31.07.2007, 08:02 |
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| g.c.roth (Moderator) |
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Guten Morgen, Hans,
Du bist wirklich ein richter Mutmacher! Danke!
Mit dem Arbeitsablauf in Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen bin ich nicht vertraut. Ich bin auch - wie erwähnt ein Zeitschriftenmuffel. Nichts desto trotz, liebe ich Zeitungen und Zeitschriften - allerdings den Part, wo ich sie entwickeln und herstellen kann. Das schönste Geschenk, dass ein Kunde mir z.B. machen kann - und das kommt hin und wieder vor: Er bringt mir einen ganzen Karton ungeordneter Texte und Fotos und sagt: 'ich möchte das gern als Broschüre drucken lassen, weiß aber nicht wie'. Da kann ich dann nach herzenslust entwerfen und gestalten und es wird dankbar angenommen. Schwierig ist es meistens, wenn jemand kommt und sagt: Ich möcht dieses so und so und genauso und diese Schrift - und ich hab schon mal mir Word.... also genauso soll es werden, aber anders... --- Ach so... Geht aber natürlich auch.
Ich habe schon zwei, drei Geschichten für zwei Zeitschriften im Kopf, die ich diese Woche noch schreiben will. Freu mich drauf und bin gespannt ob was dabei raus kommt.
Habe mir die Links zu den Seiten hinsichtlich Honorar mal angesehen, die Spanne ist ja breit. Beim DJV habe ich noch eine Tabelle gefunden mit etwas genaueren Angaben. Gestaffelt nach der Auflagenhöhe. Für Textbeiträge bis 50.000 Auflage z.B. 0,70 €. Gilt diese Angabe pro Zeile? Eine andere Quelle gab 0,52 € pro Zeile an. Die Zeilenangaben finde ich sehr ungenau, da einige Zeitschriften eine Spaltenbreite von ca. 33 Zeichen haben und andere von 50 Zeichen.
Für Bildbeiträge ist angeben ca. 48,- €. Was ist gemeint mit Bildbeitrag. Einfach ein gutes Foto? Oder mit Story?
Gruß
Grete |
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Verfasst am: 31.07.2007, 08:12 |
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| hawepe |
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Hallo,
| hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | | Kurz nach Einsendung eines Beitrages nachzufragen, ob dieser Chancen hat, veröffentlicht zu werden, nervt nur. Meine Kurzgeschichten sind oft erst Monate später gedruckt worden - und das ist oft auch jetzt noch so. |
Immer wieder ein Diskussionsthema
Dass manche Redakteure diese Anrufe nicht moegen, ist klar. Aber genauso wenig mag man in den Redaktionen in der Regel Texte erfassen. Also bietet es sich geradezu an, zu fragen, ob man das Manuskript per Email zuschicken soll und in welcher Form es gewuenscht ist.
Dabei kann man dann auch gleich in Erfahrung bringen, welche Themen usw. besonders gefragt sind. Nicht immer sind die abgedruckten Themen die besonders gesuchten.
Natuerlich ist bei solchen Telefonaten immer Fingerspitzengefuehl noetig.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 31.07.2007, 08:49 |
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| hwg (Moderator) |
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Hallo Heinz,
jeder von uns hat eben so seine Methode .
Bisher bin ich mit meiner sowohl bei uns im Ösi-Land,
aber auch in Deutschland und in der Schweiz ganz
gut "gefahren".
Einmal sehr überrascht gewesen bin
ich, als ich seinerzeit vom "Darmstädter Echo" ein
Belegexemplar mit einer meiner Kurzgeschichten
zugeschickt bekommen habe. Des Rätsels Lösung:
Ein Redakteur einer damals kleinen Literaturzeitschrift
ist zur genannten Tageszeitung übergewechselt und hat
den Text einfach "mitgenommen" und auch ordentlich
honoriert. So etwas gibt's eben auch .
Herzlichen Gruß! |
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Verfasst am: 31.07.2007, 08:56 |
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| hwg (Moderator) |
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Guten Morgen Grete!
Üblicherweise bezieht sich das Zeilenhonorar auf 28-30 Anschläge pro gedruckter Zeile (die "normale" Spaltenbreite). Bei breiteren Spalten wird umgerechnet.
Manche Zeitschriften bezahlen auch nach Seiten, andere wiederum nach Anzahl der Anschläge (inklusive Leertaste). Das Bildhonorar bezieht sich auf 1 Foto. Für künstlerische Illustrationen (Grafik) gibt es keine Richtlinien, soviel ich weiß, da wird von Fall zu Fall entschieden (schlimmstenfalls gibt es das Fotohonorar).
Lieben Gruß Hans |
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Verfasst am: 31.07.2007, 14:52 |
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| Adriana (Moderator) |
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Hallo allerseits!
hab diesen Thread mit großen Interesse gelesen und bin dankbar für die vielen nützlichen Tipps und Insiderinfos, die man dadurch bekommt .
Ich selbst hab es noch nicht gewagt, eine Geschichte oder ein gedicht bei einer Zeitschrift einzuschicken. Aber wenn ich es mal probiere, teile ich auch gern meine Erfahrungen .
LG, Adriana. |
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Verfasst am: 02.08.2007, 11:21 |
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| hwg (Moderator) |
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Also, dann nichts wie los, Adriana!
Schlussendlich kommt es auf den Inhalt der Story an, nicht so sehr auf die "äußere Form".
Ein Kollege von mir schreibt nach wie vor alles handschriftlich - und es wird ebenfalls gedruckt. Eine Ausnahme, wie ich denke, aber wenn ein Text ins Konzept passt, ist das technische Rundherum zweitrangig.
Redakteure sind zwar meistens überfordert, jedoch niemals "Unmenschen", auch wenn es manchem Autor ab und zu so vorkommt...  |
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