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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Buchvorstellung: Lyrik » Gedichte
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Gedichte

BeitragVerfasst am: 18.03.2008, 11:30
Wölfchen
 
Anmeldedatum18.03.2008
Beiträge40
WohnortGriesheim


Titel: Überlebenshoffnung
Autorin: Elke Wolf

Verlag: books on demand
ISBN-13: 9783837059069
Seiten: 52
Preis:4.95 €

Der Autor über das Buch:

Ein kleiner Gedichtband aus den letzten zwanzig Jahren meines Lebens.

Inhalt:

Wanderung!

Ich wandere durch das hoffnungslose Arbeitslosental,
zum herauskommen, ist der Weg zu steil und wirklich ganz schmal.
So schließe ich nun eine Eingliederungs-Maßnahme ab,
mit solchen unnützen Sachen hält man uns ganz schön auf Trab.

Vermehrte Bewerbung, und einmal im Monat Meldepflicht,
ob ich Zeit dafür habe fällt bei ihnen nicht ins Gewicht,
Da schult man die Verkäuferin nun als Küchenhilfe um,
sowie die Küchenhilfe als Verkäuferin - find' ich dumm.

Wer einen Termin verpasst, sich weigert in unserem Land,
der kriegt sofort Kürzung – das finde ich einfach allerhand,
Dann der Ein-Euro-Job in unserem schönen Altenheim,
als Senioren-Begleiterin, klingt irgendwie doch sehr fein.

Alles was der Altenheim-Mitarbeiter einfach nicht schafft,
Hurra, dies erledigt unsere neue Ein-Euro-Kraft,
ob du Pflegerin nun etwa gelernt hast, oder auch nicht,
fällt wenn Großmama dringend aufs Klo muss, nicht so ins Gewicht!

Der guten und lieben Pflegekräfte gibt es nie genug,
sind viel zu wenig Mittel da, ein riesengroßer Betrug,
Windel-Eimer leeren, feucht-dreckige Betten überzieh'n,
Menschen füttern und waschen, den Boden säubern auf den Knien.

Man kommt nicht zum erzählen, lachen,singen, spielen, wandern,
ich hetze, eile schnell von einem Senior zum andern,
Für lange ausführliche Gespräche, leider keine Zeit,
für richtige Zuwendung, ist auch keine Gelegenheit,

Ich finde, jeder von unseren originellen Alten,
sollte einen eigenen Ein-Euro-Jobler erhalten,
das würde die Arbeitslosenzahl schnell kolossal senken,
und den alten Leuten, viel Lust am Leben - Freude schenken.

Nach einem langen, erniedrigendem, beschämendem Jahr,
gibt es dann überhaupt keinen Fest - Job für mich, war wohl klar,
danach muss der nächste Arbeitslosen-Kandidat heran,
für einen Euro damit der Staat es sicher zahlen kann.

Die Politiker sollten sich solidarisch erklären,
und nicht mit Boykott, und Bereicherung alles erschweren,
für einen Euro im Bundestag sitzen ein ganzes Jahr,
schnell wäre Deutschland saniert, das wäre genial wunderbar!

Ich muss jetzt leider wieder verstärkt und intensiv wandern,
mit Bewerbungen von einem Arbeitgeber zum andern.
Firmen wandern in andere billige Länder, banal,
Ich wandere im demütigenden Arbeitslosental!


Frieden

Täglich kämpfen Menschen ums Überleben,
während andere nur nach Reichtum streben.
Naturkatastrophen sind jetzt überall,
Überschwemmungen nicht nur am Wasserfall.
Vulkane lassen die Erde erbeben,
viele müssen obdachlos weiterleben,
sie sterben an Hunger weil sie nichts haben,
während andere fressen und sich laben!
Die Verbrecher kriegt man meist nicht zu fassen,
Geldmächte die illegal arbeiten lassen.
Genug Katastrophen! Für was, denn der Krieg?
Für noch mehr Reichtum und Erdöl den Sieg!
Niemand müsste die anderen gar hassen,
wir könnten friedlich sitzen auf Terrassen,
endlich gesund, glücklich und zufrieden sein,
lasst doch endlich ziehen den Weltfrieden ein!

Baden


Fühl ich mich abgespannt und fad,
nehme ich ein lauwarmes Bad,
mit gutem Öl für Seel und Haut,
da werd ich richtig aufgebaut.

Sandelholz, Jasmin, Lavendel,
Wachholder, Rosmarin, Quendel,
wird mit Bürste eingerieben,
bis die Haut hat rote Striemen.

Ist auch für die Durchblutung gut,
vertreibt Depression und gibt Mut,
Sekt ist für den Kreislauf wichtig,
kalt geduscht so ist es richtig!

Und eine Selbstmassage dann,
natürlich nur, wenn ich noch kann!
Wo die Schmerzen am größten sind,
reiben bis ich nichts mehr find.

Computer

Vor 20 Jahren noch kaum zu sehen,
nun in fast jeder Wohnung sie stehen.
Und rauben Kommunikation und Zeit,
machen sich als Oberhaupt der Familie breit!

Mama kann surfen und e-mail’s schreiben,
Junior bei toggo die Zeit sich vertreiben.
Sie sehen grau, eckig, oft staubig aus,
man streichelt nicht Menschen, sondern die Maus.

Kosten Farbe, Papier und Energie,
zerstören Gesundheit von Menschen wie nie.
Krummer Rücken und auch der Kopf tut weh,
Schmerzen vom Scheitel bis zum großen Zeh!

Doch wenn endlich fällt der Computer aus,
dann ist es wieder wie früher im Haus.
Kommt die Zeit miteinander zu reden,
spielen, basteln, lachen und zum Leben!


Zuletzt bearbeitet von Wölfchen am 10.04.2008, 15:05, insgesamt 2-mal bearbeitet

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 18.03.2008, 16:30
Weasel
 
Anmeldedatum09.02.2008
Beiträge525
WohnortTönisvorst


Hi,

na ja, ich finde deine Werke irgendwie zu altmodisch und "simpel"....ich kann mit dieser Art von Lyrik nicht so viel anfangen


Gruß
Weasel

_________________
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