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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren -> Jungautoren » Geschichten » Geheimrezept
Hier klicken, um Mitglied zu werden  Hier klicken, um Mitglied zu werden Die arme, alte Frau Hurmbold • anna und ihr hund teil 2

Geheimrezept

BeitragVerfasst am: 13.11.2007, 18:12
Sarah*
 
Anmeldedatum13.11.2007
Beiträge16
WohnortLinz/OÖ.


Es war ein wunderschöner Samstagmorgen. Meine Eltern führen zu meiner Tante Ursula, und da musste ich natürlich mit. Meine Tante ist schon sehr alt, und jedes Mal, wenn ich bei ihr bin, zeigt sie mir andere Bilder aus ihrer Jugend. So auch dieses Mal. „Sarah, jetzt komm endlich, wir wollen los!“ schrie mein Vater. Alle stiegen ins Auto, und schon begann die Fahrt.

Eine Stunde später waren wir bei meiner Tante. Wie jedes Mal bekam ich zwei dicke Schmatzer auf meine Wangen. Bäää, die sind so nass. Wir gingen ins Haus und setzten uns an ihren alten Tisch. Nach Kaffee und Kuchen erlaubte sie mir, mich auf ihrem alten Dachboden umzuschauen.

Ich ging die Treppen zum Dachboden hinauf und kletterte eine Leiter hoch. Als ich die Tür öffnete, bemerkte ich, dass meine Tante den Vorhang vor dem Fenster vorgezogen hatte. Ich ging auf das Fenster zu, um den Vorhang wegzuschieben, doch plötzlich schloss sich die Türe. Schnell riss ich das Fenster auf, um ein bisschen Licht hereinfallen zu lassen. Als ich mich wieder zur Tür umdrehte, stand plötzlich eine große Truhe davor. Ich versuchte sie wegzuschieben, aber irgendwie klemmte sie. Ohne zu zögern nahm ich den Henkel und öffnete die Truhe. Auf den ersten Blick sah ich lauter Rezepte, zum Beispiel ein Rezept, mit dem man einen dreistöckigen Erdbeerkuchen backen kann.

Ich stöberte ein bisschen darin herum, bis ich plötzlich einen blauen Zettel sah, auf dem stand: „GEHEIMREZEPT“. Neugierig, wie ich war, las ich es mir durch. Es war ziemlich leicht zu merken, und so fragte ich meine Tante, ob ich dieses Rezept haben könnte. Dass es ein Geheimrezept war, wollte ich nicht sagen, denn sie hätte es mir sonst sicher nicht geschenkt.

Wieder zuhause angekommen, lief ich sofort in mein Zimmer, um es zu probieren. Es war wie ein Kuchenrezept, bei dem am Ende eine Art Teig herauskam. Als ich auch die letzte Zutat hineingeworfen und gut umgerührt hatte, nahm ich einen kleinen Löffel, um zu kosten. Der erste Löffel schmeckte einfach himmlisch, und so nahm ich noch einen und noch einen, bis die ganze Schüssel leer war. Jetzt war mein Bauch kugelrund und ich wurde müde. Ich legte mich auf mein Bett, um ein wenig zu schlafen, und tatsächlich schlief ich gleich ein.

Als ich wieder aufwachte, saß plötzlich ein riesengroßes Monster auf meinem Bauch. Es hatte große Kulleraugen, zwei Flügel und war schwarz.
Ich brauchte eine Weile, um zu begreifen, dass es eine Fliege war. Ich konnte es mir nicht erklären, doch aus irgendeinem Grund war ich plötzlich so klein wie eine Ameise. Da fiel mir das Rezept ein. Schnell kletterte ich von meinem Bett, was bei dieser Größe kein Vergnügen war, und holte mir das Blatt mit dem Rezept. Auf den ersten Blick fiel mir nichts Besonderes auf, doch dann entdeckte ich so etwas Ähnliches wie einen Saftfleck. Ich wischte mit meinem Pullover darüber, um lesen zu können, was da stand. Sofort bekam ich einen Schreck. Da stand, dass schlimme Nebenwirkungen auftreten könnten. Leider stand nicht dort, wann oder wie man wieder groß werden könnte. Ich wollte keinem von meiner Familie etwas davon erzählen, aber ich hielt es doch für das beste, denn sie könnten mich zu meiner Tante fahren, die vielleicht eine Lösung wüsste, da es ja ihr Rezept war.

Nach stundenlangen Versuchen, die Tür aufzubringen, gelang es mir dann tatsächlich. Ich dachte jetzt könnte nichts Schlimmeres mehr kommen, doch da irrte ich mich gewaltig. Ich schloss meine Zimmertüre lieber zu, weil ich wollte nicht, dass Gelsen hinein fliegen, denn ich hatte ja schon genug Probleme mit den Fliegen. Als ich meine Türe geschlossen hatte, km schon das nächste Problem. Ich musste ja noch die Stiegen hinunterklettern, und das war sicher nicht leicht, aber nach ein paar Minuten kam ich endlich unten an, wenn auch mit blauen Flecken und einer kleinen Prellung. Meine Mutter war gerade beim Staubsaugen, und da wollte ich ihr beim besten Willen nicht in die Quere kommen. Ich beschloss, es als Erstes meinem Vater zu sagen. Als ich ins Wohnzimmer ging, sah ich ihn auf dem Sofa liegen. Auch wenn es noch so schwer schien, ihn aufzuwecken, beschloss ich, wes zu probieren. Ich versuchte, ihn an den Füßen zu kitzeln, und es gelang mir sogar, doch leider trat er mich dann auch gleich von dem Sofa hinunter. Nach zwei Stunden harter Bemühungen, meinen Vater zu wecken, gab ich auf.

Nein Stunden waren schon vergangen, und ich war noch immer so kein. Ich beschloss mich mal im Garten umzusehen. Draußen sah ich dann meine Schwestern Selina und Leah, die gerade Blumen gossen. Schnell lief ich vorbei.

Ich ging gerade um den Hasenstall, als ich plötzlich eine Spinne sah. Als ich noch groß war, hatte ich Angst vor Spinnen, doch jetzt wo ich klein bin, kann ich sie verstehen. Die Menschen haben immer Angst vor so kleinen Tieren, doch eigentlich hat die Spinne mehr Angst vor den Menschen.

Jetzt waren schon zehn Stunden vergangen und ich beschloss, in mein Zimmer zu gehen. Als ich vor meinem Zimmer stand, merkte ich, dass die Türe offen stand und Mama gerade sauber machte. Ich schlüpfe schnell hinein und versteckte mich hinter einem Buch, denn dort mach Mama nie sauber. Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, jemals wieder groß zu werden. Doch dann schlief ich ein.

„Morgen Sarah“, flüstere Papa mir ins Ohr. Ich erschrak gewaltig, als ich Papas Stimme hörte. Ich dachte schon, es wäre alles nur ein Traum gewesen, doch dann sagte Papa mir, er hätte irgend einen blauen Zettel weggeworfen. 12 Stunden, dachte ich mir, das muss das Heilmittel sein. Ich bin froh, dass ich jetzt wieder groß bin und eine gute Sache hat das Ganze auch. Ich habe keine Angst mehr vor Spinnen.

Sarah St. cheezy grin

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 00:47
Judith
 
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Hallo Sarah,

eine interessante Geschichte und recht gut geschrieben! doch einiges ist mir aufgefallen:

Wie bist du aus dem Dachboden gekommen, wo doch die Truhe vor der Türe stand?
Wie hast du, als du so klein warst, dein Zimmer verschlossen?
Auch die Zahl der stunden verwirrt mich ein wenig.
Und eine Frage: Was sind Gelsen?

Grüßle und weiterhin viel Spaß beim Schreiben,
Judith

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Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 06:11
g.c.roth (Moderator)
 
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WohnortEmden


Hallo Sarah,
eine spannende Geschichte und eine schöne Idee.
Du schreibst wirklich schon sehr gut. thumb up

Die Fragen, die Judith aufgeführt hat sind mir auch aufgefallen.
Manchmal merkt man beim Schreiben einfach nicht, dass man eine wichtige Information vergessen hat aufzuschreiben, weil die Gedanken so schnell sind.
Mit soviel Phantasie wird Dir aber ganz bestimmt eine Lösung einfallen, die Du (dank PC) problemlos in Deine Geschichte einbauen kannst.

LG Grete

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BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 07:32
hawepe
 
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WohnortBerlin


Hallo Sarah,

eine schoene Geschichte, die du auch gut erzählt hast.

Judith hat Folgendes geschrieben:
Wie bist du aus dem Dachboden gekommen, wo doch die Truhe vor der Türe stand?
Wie hast du, als du so klein warst, dein Zimmer verschlossen?


Das ist auch mir aufgefallen. Und wer sich beim Treppen hinunterklettern blaue Flecken holt, duerfte beim Hinaufklettern noch groessere Probleme bekommen. Vielleicht koennte der Weg hinauf ueber eine Kletterpflanze an der Fassade fuehren, oder, oder ...

Zitat:
Und eine Frage: Was sind Gelsen?


Na, das weiss doch jede(r) Wink , Muecken Sad

Beste Gruesse,

Heinz.

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Verfasst am:
 


Gelsen, Moskitos, Schnaken

BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 08:35
Franz W. Bauer
Gast
 


Gelsen sind nicht einfach bloß Mücken. Es sind (und jetzt kommt ein Auszug aus Wikipedia) Stechmücken (Culicidae) oder Moskitos (in Teilen der Schweiz und Süddeutschlands: Schnaken, Staunsen oder Stanzen, im größten Teil Österreichs: Gelsen)

Schöne Grüße aus Wien, wo es jetzt weder Schnaken, noch Gelsen oder Moskitos gibt - aber wartet! Im Sommer kommen sie wieder, die Juckreiz verursachenden Quälgeister.

Laughing

BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 14:45
Hakket (Moderator)
 
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Beiträge981
WohnortBremervörde


Hallo Sahra!
Ich bin auch beeindruckt davon, wie gut du schon schreibst.
Die "Denkfehler" sind mir auch aufgefallen. Vielleicht ein Tipp: Wenn du dir an solchen Stellen nicht ganz sicher bist, versuche einfach mal, die Szenen selbst "durchzuspielen". Wenn du dir vorstellst, so klein zu sein, und dich dann vor eine Tür stellst, dann merkst du bestimmt ganz schnell, wie schwierig es wäre, die Tür zu verschließen. Und wahrscheinlich fällt dir in dem Moment auch schon eine Lösung ein ... cheezy grin
Und wenn du dann deine Gedanken mit in die Geschichte einbringst, kann der Leser mit deinem Hauptdarsteller richtig mitfiebern. shocked eyes

Gruß

_________________
In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
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BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 16:00
norma
 
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Beiträge52
WohnortEmden


Coole Geschichte! thumb up

_________________
Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.

BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 18:28
Sarah*
 
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Beiträge16
WohnortLinz/OÖ.


Hallo cheezy grin
Ist mir gar icht aufgefallen, die Sache mit der Truhe. Dann bin ich halt durch Schlüsselloch raus. Ich bin ja eh so klein wie eine Ameise thumb up
Und Ihr Deutschen sagt zu unseren Gelsen Stechmücken. Das weiß ich von den Urlauben in Italien. Razz

Heiner deine Smilies sind klasse, voll cool. Sowas bräuchten wir in der Schule. smart

Liebe Grüße
Sarah

BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 19:41
simpledeath
 
Anmeldedatum12.11.2007
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Wohnortkreis bad kreuznach


ich will ja nich angeberich klingen
aber ich geb dir nen tipp: schreib es in abschnitten dann haben mehr lust auf mehr un es lesen mehr.
angle

BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 19:42
g.c.roth (Moderator)
 
Anmeldedatum01.05.2007
Beiträge1733
WohnortEmden


Superschnell gelöst, das Problem mit der Tür! Very Happy
Jetzt noch die anderen Kleinigkeiten und fertig! thumb up

LG Grete angle

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BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 19:46
g.c.roth (Moderator)
 
Anmeldedatum01.05.2007
Beiträge1733
WohnortEmden


Hallo Aaron,
ich lese lieber ganze Geschichten.
Wenn ich eine Geschichte in Häppchen bekomme, dann kopiere ich sie mir in ein Worddokument, damit ich sie am Ende in einem Stück lesen kann! Very Happy

LG Grete angle

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