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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Verlagssuche » Gibt es Verlage ohne Erstdruckkostenbeteiligung? Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Hier klicken, um Mitglied zu werden  Hier klicken, um Mitglied zu werden Vorstellung Lieser Verlag • Wieviel verdient man so als Schriftsteller?

BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 21:40
Hakket (Moderator)
 
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@ Viola:
Wenn du bei den Frankfurtern 5000€ bezahlen sollst, kann ich nur sagen, dass du mit Sicherheit keine entsprechende Gegenleistung erhalten wirst. Schau mal in den Vertrag, was die tatsächliche Leistung ist. Wahrscheinlich wird da stehen: Vertragsgegenstand ist, dass der Verlag das Buch dem Markt zur Verfügung stellt. Oder so ähnlich.
Dafür sind 5000€ definitiv zu viel. (Eine ISBN kostet einen Verlag nur wenige Euro, die VLB Listung 70€ jährlich. Gedruckt wird auf Bestellung - und plop - schon ist das Buch für den Markt verfügbar. Dafür 5000€ bezahlen?)

Auch ist kaum nachzuprüfen, ob der Verlag die genannte Erstauflage tatsächlich druckt. Möglicherweise drucken sie die drei Pflichtexemplare, deine Autorenexemplare, plus noch ein paar. Bezahlen sollst du 1000 Stück. Nach der Vertragslaufzeit bieten sie dir die "restlichen" 950 Exemplare zum Autorenrabatt an. Dann bezahlst du die - bereits bezahlten - Exemplare nochmal. Und erst dann drucken sie die 950 Stück.
Eine "Auflage" spielt ohnehin keine Rolle, da die meisten DKZV im Digitaldruck drucken und somit ohnehin ständig nachdrucken können. Realistisch ist eine Startauflage von vielleicht 100 Stück.

Eine Auflage sollte für die Vertragslaufzeit "unbegrenzt" sein.

Noch etwas: Haben sie einfach geschrieben, dass dein Manuskript, so wie es ist, druckreif sei? Normalerweise ist KEIN Manuskript direkt druckreif. Das ist leider ein Problem der DKZV. Da sie sich NICHT über den Verkauf der Bücher finanzieren müssen, sondern sich über das Geld der Autoren finanzieren, werden sie JEDES Manuskript für gut befinden. (Wobei dein Manuskript durchaus gut sein kann. Nur kannst du leider auf die Aussage eines DKZV nichts geben - aus besagten Gründen. Ich habe auch einen DKZV, aber ich lehne Manuskripte auch ab, eben weil ich Bücher verkaufen will und mir einen gewissen - guten - Ruf erarbeiten will.)

Es ist okay, wenn du für eine Veröffentlichung bezahlst. Aber achte mal darauf, ob sie wirklich auf dein Manuskript eingehen. (Mach doch mal die Probe: Setz dich mit einem Bekanntenn hin und schreib irgendeinen Blödsinn und biete es dem Verlag an ...)

Von den Frankfurtern würde ich dir abraten. Nicht, dass ich schlechte Erfahrungen mit denen habe, aber sie haben einen etwas zweifelhaften Ruf. Außerdem sind sie schlicht zu teuer.

Entweder du hast einen langen Atem und suchst einen Verlag, der dich finanziert, oder du suchst dir einen DKZV, der wirklich auf dich eingeht, der erklärt, warum was wieviel kostet, und der dich als wirklichen Autor behandelt.

Wenn du Werbung für dein Buch komplett selber machst (und je nach Umfang deines Buches) solltest du nicht mehr als ca. 500€ für eine Veröffentlichung bezahlen. Satz, Layout, Umschlag, ISBN, VLB, unbegrenzet Auflage inklusive. Schön wäre es noch, wenn der Vertrag auf dem Verdi-Norm-Vertrag basiert.

@ Stefan: Auch Brentano gehört den Frankfurtern.

Hoffe, ich konnte dir helfen.
Gruß
Hakket

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In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord-verlag.de

Verfasst am:
 


Super es gibt euch hier

BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 22:25
floatexpert
 
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also: erstmal vielen lieben Dank, dass ihr so zahlreich eure Informationen weiter gebt. Als Neuling ist man (frau) ja echt unbeholfen.

Im Moment hab ich ja die Bücher über lulu.de publiziert. Hat da jemand von euch Erfahrungen gemacht?
Verbaut man sich, wenn man ne ISBN etc. hat, den Weg in einen richtigen Verlag?
Und wie geht ihr an die Presse, Buchhandlungen?
Wie macht ihr das mit Vorlesungen (Kontakten u.ä.)?

Ich freue mich riesig auf diesen Pool gestossen zu sein cheezy grin

Viola

Vergiss lulu

BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 22:41
Stefan Lamboury
 
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Die Idee von Lulu ist ja ganz nett, aber die Umsetzung ist Mist. Erstens total unübersichtlich, dass jemand dort ausgerechnet auf dein Buch stößt ist ziemlich unwahrscheinlich. Das ist wie die Nadel im Heuhaufen. Zweitens die Zahlungsbedingungen sind Mist. Du kannst nur über Paybal oder aber per Scheck bezahlen. Welcher Privatmann eröffnet ein Paybal Konto keiner. Und bei Schecks geht das nur in $ bei Lulu aber nicht in €. Von daher kann ich von Lulu nur abraten.

Schönen Gruß

Stefan

BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 22:51
floatexpert
 
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Hallo Hakket,

du bist ja echt Gold wert thumb up

Da bin ich ja noch rechtzeitig an die richtigen Informanten gekommen.

Welchen Verlag(außer Deinen..grins) könntest du denn empfehlen?

Liebe Grüße

Viola

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 22:52
floatexpert
 
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WohnortSingen


hi Stefan,

danke für die Info mit lulu..

Wie hast du deinen Verlag gefunden?

Lg Viola

BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 23:24
CeKaDo
 
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WohnortSchwelm


Nun ja, wer als Prinz auf die Prinzessin warten will, die ihn aus dem Elfenbeinturm erlöst, der mag auch warten, bis ein Verlag sein Buch auflegt, ohne eine Zahlung zu erwarten. Und natürlich gleich mit Tantiemenvorschüssen überhäuft. Twisted Evil

Aber mal ernsthaft, ein guter Verlag (egal ob mit oder ohne Zahlungsunterstützung des Autoren) schickt Dir auf Anfrage unverbindlich einen Mustervertrag zu. Wer sich da mit seltsamen Ausreden rausmogelt, würde bei mir gleich aus der Wahl fliegen.

Übrigens "Verlag kommt von verlegen oder vorlegen (des Geldes)" ist schon ein sehr sehr alter Zopf. Niemand der heute Schmidt heißt, ist auch noch Schmied oder hat die Verpflichtung, ein solcher zu sein.

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Einfach gemein ... oder genial ... je nachdem.

Der Blog zum Typen: http://www.tagesblog.de

BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 23:35
floatexpert
 
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hi CeKaDo

nun ja, da muss das alte sprichwort wieder mal herhalten"von nix,kommt nix".
Aber wie finde ich nun einen verlag der nicht gleich horrorsummen verlangt?

Gruß
Viola

BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 23:59
Nicole
 
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Hallo,

ich würde auch einmal bei www.shaker-media.de anfragen. Dort findet man ein innovatives Publikationskonzept in Verbindung mit traditioneller Verlagsarbeit. Das Programm wird professionel betreut, die Pressearbeit funktioniert und die Bücher sind im Buchhandel, beim Zwischenbuchhandel und im Internet bestellbar. Das ist aus meiner Sicht die aktuelle Empfehlung.

Ciao

Nicole

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Probieren geht über Studieren

BeitragVerfasst am: 18.03.2008, 00:28
floatexpert
 
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hallo Nicole

danke für den tipp!
werde mich da mal einlesen.

gruß
Viola

BeitragVerfasst am: 18.03.2008, 10:21
CeKaDo
 
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WohnortSchwelm


Hach ja, ich kann natürlich auch den Verlag (Hier war ein Link) empfehlen, der mich verlegt und für den ich Aufgaben übernehme.

Ob das nun "Horrorsummen" sind, kannst nur Du entscheiden.


Edit 03.07.2008:

Ich mußte diesen Beitrag aus Gewissensgründen am 03.07.2008 editieren. Aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Verlag kann ich keine Empfehlung mehr aussprechen. Ich möchte auch auf diese Weise verhindern, daß jemand meiner damaligen Empfehlung folgt und ähnliche Erfahrungen wie ich macht.


Zuletzt bearbeitet von CeKaDo am 03.07.2008, 20:45, insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Gibt es

BeitragVerfasst am: 03.07.2008, 19:00
N.L.S.S.
 
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hallo naja recht in allen fällen kann ich hier schon sagen daß es stimmt kannst sehr nobel das geld dort ausgeben.
hatte mal aus spass ganze 72 gedichten zugesendet und das erste das ankam
das Lektorat ist begeistert von deinen Gedichten, aber 14 tagen später die ernüchterung ganze 3200 € für die ersten 100 bücher, danach wird es kostenlos weiter verlegt ( wohin ) und bekäme 1% vom Buchpreis pro verkauf.
bin total von den Socken geflogen und denen mitgeteilt
erstens war dies eine anfrage ,fertig
die hatten nicht aufgeben nochmal so 4 x Post bekommen.
nun bekomme ich nur noch werbung für einen kurs mit zu machen
ach je locke 2300€ ?
echt cool von denen

wandert alles in den Holzofen und schön feuerchen machen damit cheezy grin

BeitragVerfasst am: 03.07.2008, 19:17
Hakket (Moderator)
 
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Boah, 3200€ für 100 Bücher? shocked eyes
Wahnsinn, die Preise sollte ich mir merken!

(Ist ironisch gemeint cheezy grin )

Gruß
Hakket

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BeitragVerfasst am: 04.07.2008, 06:58
Claire
 
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Bei meinem Kinderbuch sollte ich auch mit 3200,-- € dabei sein, bei einer Marge von 5 %. Wie - bitteschön! - sollte ich das wieder reinbekommen???? Ach ja, ab 10.000 verkauften Exemplaren wäre die Marge erhöht worden. Von DKVZ war vorher aber nie die Rede (E-Mail-Kontakt). Das Porto hätte ich mir ansonsten gespart! Twisted Evil

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Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

BeitragVerfasst am: 04.07.2008, 12:12
Judith
 
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Ja, für meine Hannah-Geschichten hatte ich auch so ein Angebot.
60 Seiten Paperback für 2.433,68 incl. damals noch 16% MWSt.
Das Buch hätte 8,95 gekostet, pro verkauftem Exemplar hätte ich 0,26 Euro bekommen (incl. 7% MWSt.). Und beim Einkauf 30% Rabatt.

Nun sind meine Kosten nur ein Bruchteil dessen, das Buch kostet bei 68 Seiten nur 6,- Euro und meine Marge beträgt über einen Euro.

Ach, was auch toll ist, in dem Angebot steht: DKZ-Verlage würden ein Vielfaches des Preises verlangen. blink

Grüßle und schönen Tag,
Judith

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BeitragVerfasst am: 04.07.2008, 12:33
Hakket (Moderator)
 
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WohnortBremervörde


Das ist wirklich interessant.
Ich muss ja nicht erwähnen, dass ich auch Geld von den Autoren nehme, aber was da so an "Angeboten" in der weiten DKZV-Welt rumflattert, ist echt der Hammer.
"Ab 10000 verkauften Exemplaren ..." Ja, ne, ist klar. shocked eyes

Gruß
Hakket

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