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Höchststrafe: Adoption!

BeitragVerfasst am: 09.08.2008, 13:19
Michael Th. Nordmann
 
Anmeldedatum09.08.2008
Beiträge2
WohnortOstholstein


Titel: Höchststrafe: Adoption!
Autor: Michael Th. Nordmann

Verlag: BoD
ISBN: 978-3-8370-4579-6
Seiten: 156
Preis: 12.95

Der Autor über das Buch:

Höchststrafe: Adoption! - Erinnerungen an eine zerstörte Kindheit.

Diesen Titel gab ich meinem Buch, das ich seit etwa 20 Jahren schreiben wollte, vor drei Jahren begann und dann doch liegen ließ.
Vor einigen Wochen fühlte ich mich stark genug, viele Erinnerungen nochmal zu durchleben, um sie niederzuschreiben bzw. zu beenden. Ich brachte sie von meiner Seele heraus auf Papier und fand so einen wichtigen Schritt in meinem Leben: das Verarbeiten von Erlebnissen, die mich von Kindesbeinen an nicht loslassen wollten.

Ich schrieb dieses Buch nicht, - wie manche glauben mögen - um in Selbstmitleid zu versinken, sondern um viele Dinge zu verarbeiten, die mich lange nicht zur Ruhe kommen ließen. Es geht mir sehr gut damit und fühle mich sehr viel befreiter.
Ich möchte damit auch anderen Menschen mit ähnlicher Vergangenheit den Mut geben, sich dieser zu stellen, statt sie zu verdrängen.
Gleichzeitig ist es mir wichtig zu zeigen, daß selbst ein Kleinkind ein größeres Gedächtnis hat als wir manchmal glauben wollen und selbst kleinste Detail bis weit ins Erwachsenenalter behalten kann.
Dies sollten wir alle bei der Erziehung unserer Kinder nie aus den Augen lassen - und darauf achten, daß sie möglichst nur positive Erinnerungen ins Leben nehmen.

Klappentext:

In diesem Buch erzählt der 1965 geborene Autor von den eigenen seelischen und körperlichen Misshandlungen, die er bereits vor seiner Adoption, aber auch bei seinen Adoptiv-Eltern durchlebte. Dabei gibt er tiefe Einblicke in das unglaubliche Erinnerungsvermögen eines Kindes und dessen Gefühlswelt.

In erster Linie möchte Michael Th. Nordmann durch dieses Werk seine Vergangenheit verarbeiten.
Gleichzeitig aber möchte er allen Lesern einen Ansporn geben, sich mehr in die Seelenwelt unserer Kinder hineinzudenken – unabhängig, ob es sich um ein Pflegekind, Adoptivkind oder das eigene leibliche Kind handelt.

Inhalt:

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 09.08.2008, 13:57
julia07
 
Anmeldedatum22.05.2007
Beiträge1407
Wohnort87700 Memmingen


Titel und Cover lassen vermuten, was diese Sorte von "Menschenhandel" für Dich bedeutet hat. Sad
Mich interessiert, was Du erlebt hast. Gibt es irgendwo eine Leseprobe?

LG,
Julia

BeitragVerfasst am: 09.08.2008, 14:58
morningstar
 
Anmeldedatum01.07.2008
Beiträge110


interessiert mich auch sehr, da ich auch als Pflegekind aufgewachsen bin. Ich meine zwar, ich hätte keine größeren Schäden dadurch erfahren, aber man weiß eben, dass man nicht in einer "normalen" Familie aufgewachsen ist.
Diese Vergangenheit wird einen immer wieder irgendwie einholen.
Würde mich auch über eine Leseprobe freuen.
Gruß
morningstar

BeitragVerfasst am: 10.08.2008, 07:17
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
Beiträge4206
WohnortA 8786 Rottenmann


Meine Lebensgeschichte als Pflegekind, das 1944 als Säugling aus einem Heim zu dafür vorgesehene Adoptiveltern gekommen ist, eine Adoption dann jedoch nicht möglich war, weil der Adoptivvater nochmals an die Front musste und dann als vermisst galt, wäre sicher auch Stoff für eine "Aufarbeitung" in Buchform.

Allerdings war mir eine schöne Kindheit und Jugend beschieden - und ich möchte keinen Tag mit meiner (Pflege-)Mutter, welche 1996 im Alter von 91 Jahren verstorben ist, missen.

Wahrscheinlich haben es etliche Kinder, die in so genannten intakten Familien aufgewachsen sind, in der damaligen Zeit oft nicht so gut gehabt...

Mir ist die Situation bereits als Kindergartenbesucher bewusst gewesen,
habe sie auch kapiert und keinen einzigen Tag darunter "gelitten", ganz im Gegenteil. Das Schicksal hat es gut mit mir gemeint!

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 29.08.2008, 09:12
julia07
 
Anmeldedatum22.05.2007
Beiträge1407
Wohnort87700 Memmingen


Hallo Michael,

nachdem ich Dein Buch gekauft und gelesen habe, möchte ich dazu doch ein paar Worte sagen.

Zunächst einmal, Respekt davor, dass Du das alles so offen erzählt hast. Dazu gehört eine Menge Überwindung und Mut. thumb up Ich wünschte, mehr Betroffene würden auch so handeln, denn so etwas gehört an die Öffentlichkeit, was ja heutzutage, Dank BOD-Möglichkeiten, kein Problem mehr ist.

Genau diese Möglichkeiten sind aber der Grund, weshalb ich von dem Buch auch maßlos enttäuscht bin, denn es hätte erheblich mehr Handwerkskunst verdient! Hier meine Kritikpunkte im Einzelnen:

Der Titel ist m. M. nach falsch gewählt, denn es geht nicht um Adoption, sondern fast ausschließlich um die Misshandlung von Schutzbefohlenen. Das hat mit Deiner Adoptionshistorie nicht viel zu tun, denn erstens erzählst Du davon eigentlich so gut wie nichts und zweitens ist Kindsmisshandlung nicht typisch für Adoption; das betrifft vermutlich weit mehr "normale" Kinder.

Zum Inhalt muss ich anmerken, dass er absolut schockierend ist. Jeder, der das liest, legt das Buch ab und zu betroffen zur Seite, weil es schwer fällt, weiterzulesen. Es ist sehr schade, dass Du nur alle kriminellen Missetaten aufzählst, aber ansonsten wenig Handlung zu spüren ist. Das ist eher eine Aufzählung, die mich als Leser sehr ermüdet hat. Hier wäre sicher sehr viel mehr drin gewesen.

Das Cover passt sehr gut zum Inhalt, denn der ist genauso bedrückend wie das Coverfoto.

Der Buchblock hat mich entsetzt, denn hier fühle ich mich als Käufer an der Nase herum geführt. Wozu das Aufblasen des Textes von (vermuteten) 100 Seiten auf reale 156? Der 1,5-fache Zeilenabstand, die besonders breiten Außenränder und die völlig fehlende Silbentrennung sind Tricks, die dem Ruf von BOD-Büchern nicht gerade zuträglich sind! Es gibt Zeilen in Deinem Buch, die bestehen aus exakt drei Wörtern, von denen zwei nur fünf Buchstaben enthalten, das dritte aber nicht etwa 30. der Abstand zwischen den Wörtern ist so groß wie die kurzen Wörter selbst. Dafür auch noch 12,95 Euro als VK anzusetzten, grenzt für mich an Täuschung, um das einmal milde auszudrücken. Hierfür wären 9 Euronen eher angemessen gewesen.

Ich würde Dir dringend raten, einmal das Buch unseres Pool-Kollegen "Heinz" zu studieren (Buchsatz für Autoren).

Trotzdem habe ich diesen Kauf nicht zur Gänze bereut, denn ich habe einiges daraus gelernt.

LG,
Julia
Höchststrafe: Adoption!
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