| Friedrich F. |
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| Anmeldedatum | 23.04.2007 | | Beiträge | 1 | | Wohnort | Wien |
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ICH BIN
EIN ANDERES DU
Prolog
"Als energetisches Wesen ziehe ich an, was ich fürchte. Angst, Scham und Wut der Frau, die mir das Leben schenkt, entladen sich in meinen Körper und prügeln mich in den Widerstand, gepaart mit der Ablehnung der Männlichkeit, die ihren Samen in eine Epoche verpflanzte, dessen Trauma, vom Mangel an lebensnotwendigen Ressourcen, Nahrung, Gefühlen und Liebe geprägt war...
Vorsichtig taste ich mich durch die Straßen der Randbezirke... Die Stadt ist eine energetische Wildnis. An allen Ecken und Enden lauert die Versuchung. Eine Begierde jagt die Andere. Fundamentale Ängste werden durch Gewalt oder kompensatorische Handlungen legitimiert, getarnt durch geschäftliches Treiben. Verdichtete Materie strebt danach, in Besitz zu gelangen, um sich festzusetzen, als Illusion für Sicherheit, trachtend danach, als Trophäe zu dienen, Aufmerksamkeit bindend...
Die Augen der Menschen suchen Bezugspunkte, um Eindrücke in gewohnter Art und Weise ins Bewußtsein aufzunehmen. Gelernte Strukturen, anerzogene Muster, dienlich dem Erhalt eines Systems der Trennung, hervorgerufen durch Prioritäten zum Erhalt einer illusionären Funktionalität...
Mein Geist folgt der unendlichen Sehnsucht. Der Hunger treibt mich, die Sucht konserviert, prüft, immer und immer wieder. Schuld und Scham lassen meine Seele bluten. Doch jeder Tropfen ist Dünger in der Saat aller Sehnsucht nach Liebe, die mich am Leben erhält...
Todesnähe ist mir vertraut und jede Aktion zeigt einen Hochseilakt ohne Netz. Auf meinem Weg ziehe ich Furchen der Verwüstung. Sowohl Nähe als auch Distanz zu Umwelt und Gefühlen gelingen im Rausch. Drogen führen mich in die menschliche Nähe und lassen mich die dichte Materie ertragen. Drogen schaffen auch wieder die nötige Distanz. Zerstörung als Ausdruck meiner Wut werden von Gefühlen der Scham abgelöst, immer und immer wieder...
Am Tiefpunkt, wo kein Muster mehr die unendliche Einsamkeit lindert, findet mein Gebet Anklang und meine Seele begegnet ihrem Dual, in Form einer Frau, die mir Gott sendet und die das zu lieben beginnt, was tief verborgen, Schutz suchend, in mir schlummert, mein inneres Kind, ängstlich, verletzt, gedemütigt, verraten, mißbraucht, einsam und verlassen, erblickt von einer Göttin, beginnt das Erwachen…"
Ein Spiegel, der Handlungen und Prozesse zu Verknüpfungen führt und letztlich sinnvoll erscheint, für mich, vielleicht auch für dich, der du ein anderes ich bist, auf dem Weg in die Zeitlosigkeit...
Herzliche GRüße aus Wien
Friedrich Fichtenbauer |
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