 | Ich glaube, ich wohne in einem Dorf voller Ignoranten |  |
Verfasst am: 11.09.2007, 13:04 |
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| Ruth |
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| Anmeldedatum | 18.04.2007 | | Beiträge | 37 | | Wohnort | Ennigerloh |
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Ja, leider gibt es von der Front mal wieder nichts Gutes zu berichten. Auch nachdem ich nun insgesamt 4 x (über einen gewissen Zeitraum hinweg) mit großen Artikeln in den Lokalzeitungen gewesen bin, habe ich kaum Bücher verkauft. Entweder wohne ich in einem Dorf voller Ignoranten oder Neider.
Nun habe ich bei einer der Lokalzeitungen einen Fuß in der Tür und darf 1 x im Monat eine erheiternde Kolumne schreiben. Damit der Wiedererkennungswert höher ist, ist sogar ein Foto dabei.
Aber glaubt ja nicht, dass die Leute mich darauf ansprechen????!!!!!
Also ich weiß echt nicht weiter ...  |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 11.09.2007, 15:22 |
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| julia07 |
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| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 1201 | | Wohnort | 87700 Memmingen |
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Worüber schreibst du denn?
Vielleicht passt das, was du schreibst, ja nicht zum Dorf - und nicht umgekehrt
Und sogar eine eigene Kolumne!!!!
Ich wäre froh, wenn unsere Regionalzeitung mir eine Kolumne geben würde! Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, wäre ich innerhalb von kürzester Zeit bekannt für meine freche Gosche
LG, Julia |
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Verfasst am: 11.09.2007, 15:43 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3380 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Der Spruch vom Propheten, der im eigenen Land nichts gilt, ist oft auch
auf Autoren und Kunstschaffende anzuwenden.
Diese Feststellung bekomme ich nicht selten von Kolleg(inn)en zu hören. Ich selber darf mich diesbezüglich nicht beklagen - das Echo auf meine feuilletonistischen Zeitungsbeiträge ist zwar nicht übermäßig stark, jedoch hörbar.
Darüber freue ich mich logischer Weise, allerdings empfinde ich es nicht als Wertungsgrad hinsichtlich der Leserhäufigkeit. Auch ich spreche nicht jeden Kollegen auf seine veröffentlichten Texte an, auch wenn diese mir gut gefallen.
Zufriedene Kunden (Leser) sagen meistens wenig oder gar nichts, bloß unzufriedene melden sich, je nach Charakter, laut bis übermäßig gereizt . |
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Verfasst am: 12.09.2007, 01:38 |
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| Judith |
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| Anmeldedatum | 05.08.2007 | | Beiträge | 2074 | | Wohnort | Schwobaländle |
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Hallo Ruth,
Gratulation zur Kolumne!
Das, was mich heute geärgert hat, passt sehr gut zum Thema.
Ich habe ja ein Tanzstudio, unterrichte Jazztanz, Ballett und Steptanz. Nun habe ich einen Jugendroman geschrieben, in dem ein Hund über ein Tanzstudio berichtet. Frauchen muss ihn mitnehmen, und er fühlt sich als Hausmeister. Im Buch erzählt er, was im Tanzstudio so alles abgeht, über die Leute, Begebenheiten...
Nun habe ich zu meinen beiden Büchern hübsche kleine Infokärtchen gemacht, auf einer Seite Abbildung des Covers, auf der anderen Seite Kurzinfo. Als ich im Studio bei Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren fragte, wer Infos zu meinem Buch (das ich in der Hand hatte) haben wolle, war so gut wie keine Reaktion. Noch nichtmal "was, du hast ein Buch geschrieben" o.ä., einfach kein Interesse. Und das, obwohl auf dem Cover sogar noch die Hip Hop-Lehrerin mit abgebildet ist.
Ich erzählte das abends einem erwachsenen Schüler. Er wiederum war total begeistert, dass ich das durchgezogen habe. Dass so wenig Reaktion kommt schob er auf das Schubladendenken der Leute. Sie kennen mich seit vielen Jahren als Tanzpädagogin, das ist das, was ich kann. Wenn ich ein Buch schreibe, kann das nichts Rechtes sein, denn das ist ja nicht mein Bereich. Sie sehen nichtmal rein, einfach absolut null Interesse, keine Reaktion, nichts.
Glücklicherweise ist die Reaktion bei den Eltern der Kleinen mit dem Vorlesebuch etwas besser. Doch bei einem Buch für Fünfjährige steckt natürlich viel weniger drin und hat man auch viel weniger sprachliche Möglichkeiten.
Nun kann ich nur hoffen, dass es "von außen" anerkannt wird, vielleicht wird es dann auch für die Leute im eigenen Studio interessant.
Grüßle,
Judith |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 12.09.2007, 01:44 |
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| Judith |
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| Anmeldedatum | 05.08.2007 | | Beiträge | 2074 | | Wohnort | Schwobaländle |
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Ach, noch was. Als ich meinem Mann davon klagte, erzählte er mir von den Bee Gees. Anscheinend war es so, dass in dem Dorf in Australien, in dem sie früher wohnten, sich keiner dafür interessierte, dass sie berühmt waren. Sie konnten sich in ihrem Dorf frei bewegen, waren ja nur die Jungs von nebenan.
Nur, die hatten es vermutlich genossen, nicht überall belagert zu werden. Ich würde es genießen, wenn ein paar Leute sich für mein Buch interessieren würden.
Gute Nacht (bzw. bis ihr es lest - schönen Tag)
wünscht Judith |
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Verfasst am: 12.09.2007, 09:03 |
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| MM |
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| Anmeldedatum | 29.05.2007 | | Beiträge | 96 | | Wohnort | Nürnberg |
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wenn wir schon dieses Thema besprechen, dann würde ich mich freuen, wenn wenigstens einer aus meiner Familie Interesse zeigen würde und mein Schreiben nicht als "Zeitverschwendung" "brotlose Kunst" abtun würden.
Aber ich lese hier, daß ich mit diesem Problem nicht alleine bin. Vielleicht gibt mir das wieder den Mut, weiterzuschreiben.
LG
MM |
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Verfasst am: 12.09.2007, 13:23 |
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| Ruth |
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| Anmeldedatum | 18.04.2007 | | Beiträge | 37 | | Wohnort | Ennigerloh |
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es ist ja nicht so, dass ich damit angeben will oder damit prahle, aber ein bisschen anerkennung oder lob wäre schon nicht schlecht. wenn meine nachbarin diese kolumne geschrieben hätte, dann hätte ich ihr ja auch dazu gratuliert und gefragt, wie sie dazu gekommen ist usw.
dass die kolumne nicht zum dorf passt, daran haben die redaktion und ich gearbeitet, es ist praktisch extra lokal ausgerichtet, damit die leute, die hier im dorf wohnen, auch den ein oder anderen schauplatz wiedererkennen und sich mehr identifizieren. alle anderen texte ohne den örtlichen bezug wollten die gar nicht drucken, von daher ...
ich finde es einfach nur schade, dass keiner was sagt oder sich freut, als wenn mir das alles einfach so zugeflogen käme. als wenn ich hier so berühmt wäre, dass die zeitungen bei mir anrufen und mich fragen, ob ich mal eine kolumne schreiben möchte. darum musste ich mich selbst bemühen und bin froh, dass mir diese chance gegeben wurde.
wenigstens meine tante aus österreich hat sich sehr für mich gefreut und freut sich auch schon auf die kopien, die ich ihr zusenden werde.
ich werde auf jeden fall weiterschreiben, sollen sich die neider und nichtgönner eben eine andere zeitung kaufen oder sich in ihrem stillen kämmerlein verschanzen!
und gut zu wissen, dass es anderen auch so geht wie mir
manchmal denke ich, die leute haben es gar nicht verdient, weil einfach nichts von denen zurückkommt und es wirklich als brotlose kunst oder zeitverschwendung abtun, aber mir liegt soviel am schreiben ... |
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Verfasst am: 12.09.2007, 14:22 |
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| julia07 |
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| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 1201 | | Wohnort | 87700 Memmingen |
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Hey Ruth, was ist los?
Sei doch nicht so frustriert!!!!
Du hast mit der Kolumne eine irre Chance bekommen !
Wenn das nicht gleich so klappt mit der Begeisterung der Leser, dann wäre es jetzt doch ungeheuer wichtig herauszubekommen, warum das so ist.
Fragt doch einfach alle möglichen Leute, was sie nicht so interessant finden und was oder worüber sie lieber lesen würden!
Schmeiß bloß die Flinte nicht ins Korn, sondern finde heraus, wo der Hund begraben liegt
LG, Julia |
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Verfasst am: 13.09.2007, 00:16 |
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| Judith |
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| Anmeldedatum | 05.08.2007 | | Beiträge | 2074 | | Wohnort | Schwobaländle |
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Hallo Ruth,
mir geht es wirklich genau wie dir. In meinem Tanzstudio wurde bis jetzt von meinem Tanzroman genau 1 Buch bestellt. Und das, obwohl ich gerade überall schöne Faltblätter und Infokärtchen auslege oder verteile.
Ich habe mal über mich selbst nachgedacht, wie ich reagieren würde. Würde ich einer Kollegin zutrauen, ein gutes Buch zu schreiben? Zunächst würde ich vielleicht auch denken "was will die denn?!" Wenn ich höre, dass Schauspieler malen, bin ich auch skeptisch und nehme das nur bedingt ernst. Ich bin also auch nicht besser, habe dieselben Schubladen. Und es wird vermutlich nicht einfach sein, die Leute davon zu überzeugen, dass ich mehr als ein Talent habe.
Dass wir unsere Bücher selbst verlegen müssen und du die Zeitung von dir aus ansprechen musst wegen der Kolumne, das bedeutet für die Leute natürlich dann erst Recht wieder, dass wir nicht gut genug sind. Sonst würden sich die Verlage ja um uns reißen.
Grüßle,
Judith |
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Verfasst am: 13.09.2007, 12:59 |
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| Ruth |
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| Anmeldedatum | 18.04.2007 | | Beiträge | 37 | | Wohnort | Ennigerloh |
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ich glaube, den leuten hat es schon gefallen, aber sie sprechen mich einfach nicht drauf an. so als wenn sie einfach nur neidisch wären und sich denken: sag mal lieber gar nichts zu ihr, sonst bildet sie sich am ende noch was drauf ein ...
warum können die einem einfach nicht mal was gönnen und sagen: fand ich klasse, dass du jetzt deine eigene kolumne hast.
ich weiß, dass es eine riesenchance ist, und die werde ich auch nutzen, egal ob jetzt rückmeldungen von den leuten kommt oder nicht. dann freu ich mich halt, wenn ich die zeitung aufschlage und meine kolumne da stehen sehe.
aber es wäre einfach schön zu erfahren, dass die arbeit, die man da reinsteckt, von den anderen auch anerkannt wird  |
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Verfasst am: 13.09.2007, 14:25 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3380 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Hallo Ruth,
solange die Zeitung gekauft und daher auch gelesen wird, ist Dir die Anerkennung im Kreis der schreibenden Kolleg(inn)en sicher.
Wie ich schon vorher geschrieben habe: Wer zufrieden ist, lobt selten, es melden sich eher die Unzufriedenen. Und das ist bei Dir ja nicht der Fall.
Also, nicht den Kopf hängen lassen, sondern eifrig Deine Kolumne füllen!
Verräts Du uns auch, in welcher Zeitung diese erscheint?
Gruß aus der Steiermark! |
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Verfasst am: 14.09.2007, 10:47 |
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| Ruth |
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| Anmeldedatum | 18.04.2007 | | Beiträge | 37 | | Wohnort | Ennigerloh |
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ja, die wird wohl kaum einer kennen, das ist der ahlener stadtanzeiger, also eine lokalzeitung bei uns im kreis. die kolumne handelt von meiner kleinen tochter, die wird jetzt 2 1/2 und erlebt jeden tag die aufregendsten sachen. ich habe die kolumne aus ihrer sicht geschrieben, also alles sehr witzig und eben aus dem kindermund.
wenn meine homepage fertig ist, dann werde ich die texte einscannen, dann sag ich bescheid! |
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Verfasst am: 14.09.2007, 11:03 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3380 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Gerade Lokalzeitungen haben einen angestammten Leserkreis und werden besonders aufmerksam "studiert". Und wenn es eine Wochenzeitung ist, erhöht sich der "Lesewert", weil meistens öfter in ihr geblättert wird als in einem Tagblatt.
Damit ist auch der Erkennungswert einer regelmäßig erscheinenden Kolume besser garantiert, was auch einen gewissen "Werbeeffekt" für das sonstige schriftstellerische Schaffen nach sich ziehen kann.
Lieben Gruß! |
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Verfasst am: 14.09.2007, 12:53 |
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| Rita Hajak (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 23.05.2007 | | Beiträge | 1354 | | Wohnort | Fehmarn |
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Hallo,
es ist wirklich traurig, wie wenig Interesse von den Menschen gezeigt wird.
Hier auf der Insel ist es nicht anders. Kaufen will mein Buch keiner. Einige, die ich verschenkt habe, wurden in die Regale gestellt. Kein Lob keine Kritik. Habe ich Wochen später nachgefragt, sagte man: Habe mal darin herum geblättert, werde es demnächst lesen. Das war es dann.
Habe bei uns im Kindertherapie-Zentrum nachgefragt, wegen einer Lesung. Die Antwort: Das bringt nichts. Wir kriegen die Leute nicht unter einen Hut. In der Schule war es genauso. Keinerlei Interesse.
Da soll man den Mut nicht verlieren. Ich werde kein Kinderbuch mehr schreiben. Nur noch für Erwachsene. Die Eltern sind nicht in der Lage, ihre Kinder zum Lesen zu annimieren. Leider!
Gruß Rita |
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_________________ „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich
aus den Dingen etwas zu machen.“
Thomas Mann
www.ritahajak.de Wieder mal neu |
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Verfasst am: 14.09.2007, 16:37 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3380 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Hallo Rita!
Interessant. Bei uns wird - zwar nicht überall aber doch häufig - in den öffentlichen Büchereien den Kindern vorgelesen. Und es kommen oft bis zu 100 Mädchen und Buben, so dass die Räumlichkeiten fast aus den Nähten platzen. Noch dazu werden die vorlesenden Autoren zwar nicht fürstlich, immerhin aber doch nennenswert honoriert.
In den Schulen haben die Leseveranstaltungen ebenfalls stark abgenommen, weil angeblich im Budet kein Geld dafür vorhanden ist. Dabei werden literarische Veranstaltungen von Land und Bund finanziell gefördert. Aber offensichtlich ist die Mehrheit der Lehrkräfte desinteressiert. Die Kinder wären es garantiert nicht.
Zudem eine selbst gemachte Erfahrung: Gratis lesende Autoren haben weniger Zulauf als von Buchhändlern oder Vereinen organisierte Abende, für die Eintritt verlangt wird.
Mein Mindeshonorar pro Leseabend, den ich gerne mit einem anderen Autor, einer anderen Autorin . auf eine entsprechende Einladung hin gestalte, ist je 300 Euro, wobei jeder ungefährt eine halbe Stunde (ohne Musikbegleitung) aufwendet . Lese ich allein, wobei ich weniger lese als über meine "schöpferische" Arbeit berichte und damit die Zuhörer auf meine "Werke" aufmerksam mache, kostet es dem Veranstalter 500 Euro für ungefähr eine Stunde, wobei das Zeitüberziehen meistens mit eingeschlossen ist.
Länger als eine Stunde sollte eine Lesung oder ein Vortrag ohnehin nicht dauern, will man beim Publikum "ankommen" und es nicht zu Müdigkeitserscheinungen animieren wollen. Mit Musikbegleitung, die vom Veranstalter oft gewünscht wird, dauert der Abend dann so etwa 1 1/2 Stunden bei einem Eintritt für zwischen 10 und 20 Euro.
Als Veranstaltungsorte bevorzuge ich Gasthof-Extrazimmer oder Cafés,
schließlich wollen viele Zuhörer nicht wie "Zinnsoldaten" in Reih und Glied auf unbequemen Sesseln in unfreundlichen Räumen sich den Hintern einschlafen lassen.... Außerdem ist es viel gemütlicher, wenn die Gäste beim Zuhören an einem Glas Wein nippen oder an einer Zigarette ziehen können. Auf militante Nikotingegner verzichte ich ohnehin gerne, denn das sind meist mieselsüchtige Leut' . |
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