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Ich probier es noch mal...

BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 23:44
Benni125
 
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Beiträge28


Es ist manchmal sehr schwierig heir irgendeine Kritik zu bekommen. Deswegen werde ich jetzt mal einen Teil einer Geschichte von mir hier hinein stellen.

Die Geschichte des Professor Horking

„Bedienen sie sich doch! Das ist alles für sie. Nehmen sie!“, sagte er mit einer freundlichen Geste in Richtung Tisch.
Sofort sprang ich auf und setzte mich an den Selbigen.
Er kam heran, nahm mir gegenüber Platz und schaute mir vergnügt zu, wie ich das viele Essen in mich hinein schlang.
„Erzählen sie doch mal ein Wenig von sich, Professor!“, sagte ich während ich an einer Krustenhuhnkäule knabberte.
Schüchtern winkte der Professor ab.
„Ach! Was soll es denn da zu erzählen geben?“
„Doch, ich meine es ernst. Erzählen sie doch mal. Ich höre gerne Geschichten von anderen Menschen. Es gibt kein uninteressantes Leben, nur uninteressante Menschen. Wirklich.“
„Na gut. Weil sie es sind mein lieber Stördenbäcker. Wo fange ich an? Aja. Also:

Ich wurde als ganz normaler Julior geboren. Meine Eltern waren ebenfalls noch Julioren und nicht gerade an der Wissenschaft interessiert. Sie wollten nicht den Dingen auf den Grund gehen, geschweige den die Welt um sie herum verstehen. Nein! Das war nichts für sie.
Wir lebten sehr einfach und ich muss sagen, es fehlte mir an nichts. Sie liebten mich über alles. Ein kleines Auskommen, bescheiden aber es genügte, verdienten sie als Landarbeiter. Also eigentlich waren sie Hocharbeiter. Sie pflückten die roten, saftigen und süßen Früchte des Wolkentasters. Doch leider, wie es eben das Schicksal wollte, starben sie bei einem tragischen Unfall. Sie stürzten von einem Wolkentaster hinunter in die Tiefe.
Das war für mich eine sehr schwere Zeit gewesen. So kam ich zu Adoptiveltern. Es waren aber keine Julioren und auch keine Selioren gewesen. Ich kam zu Anglikanern. Einem Fischervölkchen. Zunächst heuchelten sie Gastfreundschaft. Sie nahmen mich auf und kümmerten sich zunächst auch um mich. Ich muss hinzu fügen, dass ich damals noch sehr jung war.
Doch irgendwann!“, er gestikulierte sehr stark um diese Stelle hervor zu heben.
„Ja. Irgendwann fing es dann an.“
„Was?“, ich war von dieser Geschichte fasziniert. Ein solches Leben hätte ich diesem alten Professor gar nicht zu getraut.
„Ja. Sie fingen an mich zu schlagen. Zu peinigen. Mich bloß zu stellen. Und irgendwann kam es dann soweit, dass sie mich eine Treppe hinunter stießen. Mit voller Absicht.
Ich fiel eine schiefe und ungleichmäßige Steintreppe hinunter und war ab jenen Augenblick an den Rollstuhl gefesselt.

Der Rollstuhl ist im Übrigen eine Erfindung, die auf Kalter von Pföhl zurück geht und der aufwändige Berechnungen zu Grunde liegen.

Wo war ich stehen geblieben? Achso!

Ich flüchtete, bitte fragen sie nicht wie, es war sehr abenteuerlich, zu meinem Heimatdorf, wo ich mit offenen Armen empfangen wurde.

Nun, wo ich so eingeschränkt war, fing ich an, mich für die Wissenschaft zu interessieren. Als Fachgebiete wählte ich die Biologie und die Physik. Ich war gerade zu besessenen von der Idee, dass ich irgendwann wieder ein normales Leben führen würde. So forschte ich unermüdlich, Tag und Nacht, Woche für Woche, Jahr um Jahr. Eines Tages kam für mich der Durchbruch. Ich entdeckte eine von Riese berechnete Lebensform, die meine Idee verwirklichen sollte. Und zwar handelte es sich um eine Bakterienart, nein Bakterien ist falsch, es waren winzige Wesen, so groß wie Bakterien, die sich so völlig von dem schon bekannter Lebensformen unterschieden. Ich nannte diese Wesen 'practicum realisum regeneratianum' oder kurz: T – Helfer, wobei das 'T' für tatkräftig steht. Unter dem Mikroskop sah ich eine Kultur, die ein eigenständiges Leben führt. Eine Gemeinschaft, die immer wieder auf der Suche nach Patienten war, denen geholfen werden musste. An der schadhaften Stelle des Körpers ausgesetzt, begannen sie sofort mit ihrer Arbeit und heilten mich vollständig. Und so sitze ich nun hier vor ihnen.“
Er schaute mich an. Mir viel die Kinnlade herunter.
Er schmunzelte und stand auf.
„Ich lasse sie jetzt alleine. Ich bitte sie mich zu entschuldigen, aber die Arbeit schläft nicht. Ach ja! Ich lasse ihnen diese Flasche mit der Tinktur hier. Es handelt sich um ein Mittel, dass den Körper beruhigt, sollte sie wieder einen solchen Anfall bekommen.“
Er stellte das Fläschchen, dessen Inhalt mich schon einmal beruhigt hatte, auf den Tisch.
Ich dankte und er verließ den Raum. Ich war vollkommen beeindruckt von diesem Mann, den ich noch vor Wochen für vollkommen verrückt gehalten hatte. Naja. Wochen. Eigentlich gestern.

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 07:02
Zeitl0ch
 
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WohnortNeuss


Also, sprachlich: aufgefallen ist mir, ohne etwas nachzuschlagen, "aufwändig". Richtig heißt es aufwendig. Ich meine auch "den selbigen" musst du klein schreiben. Notfalls muss jemand in den Duden schauen oder es weiß jemand ganz genau. Sonst gefällt mir sprachlich und stilistisch alles ganz gut. Die seltsamen Namen und Begriffe finde ich ganz toll, wenn das in der Geschichte durchgehalten wird, macht sie das zu etwas ganz Besonderem. Ich fände einen ganzen Roman mit so einer Sprache sehr interessant. Sehr humorig! Allerdings würde ich mir auch eine Erklärung wünschen, was "Julioren" und "Selioren" sein sollen. Aber den Leser erstmal einfach mit solchen Worten zu konfrontieren ist schon schön. Bei diesen T-Dingern fällt mir positiv auf, dass das mal eine optimistische Sci-Fi-Idee ist, die sich von den sonst in dem Genre üblichen pessimistischen Ideen abhebt. Es könnte im Ganzen eine sehr launige Geschichte sein, die beim Lesen viel Spaß bereitet.

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 07:22
LOFI (Moderator)
 
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Beiträge2877


Zeitl0ch hat Folgendes geschrieben:
Also, sprachlich: aufgefallen ist mir, ohne etwas nachzuschlagen, "aufwändig". Richtig heißt es aufwendig.


Hi,

stimmt nicht ganz. Nach alter Rechtschreibung ja, weil es vom Verb "aufwenden" abgeleitet wurde.
Nach neuer Rechtschreibung wird es vom Substantiv "Aufwand" abgeleitet und muss daher eigentlich "aufwändig" geschrieben werden.

LG

Lorenz

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 07:37
frangsen
 
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Nach Wahrig, 2006, ist die alte Rechtschreibung auch zulässig.

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 08:14
hawepe
 
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WohnortBerlin


Hallo Frank,

frangsen hat Folgendes geschrieben:
Nach Wahrig, 2006, ist die alte Rechtschreibung auch zulässig.


Und da wir als Autoren uns eher vor der Substanzivierung hueten sollten, sollten wir unsere Rechtschreibung von den Verbformen herleiten und die von Beamten ersonnene Reform den Beamten ueberlassen cheezy grin

Ich orientiere mich jedenfalls auch am Wahrig und waehle im Zweifel die traditionelle Variante.

Beste Gruesse,

Heinz.

_________________
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BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 08:21
Zeitl0ch
 
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WohnortNeuss


OK, hab mal nachgeschlagen, laut Duden sind beide Varianten zulässig. Ich persönlich finde "aufwändig" etwas befremdlich und habe es auch noch in keinem neueren Buch in der Schreibweise gelesen. Mit dem "selbigen" lag ich aber wohl richtig.

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 09:27
Seshmosis
 
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WohnortBinzwangen


Hallo Benni!

Ich habe mir die Geschichte herunter geladen und gelesen. Es ist eine ganz, ganz feine Erzählung mit wunderbaren Wortschöpfungen, Assoziationen und Anspielungen, die mir sehr gefallen hat. Und ich denke, da steckt noch mehr Potenzial für ein größeres Werk darin. Großes Lob!

Eine kleine Anmerkung:
Such Dir jemanden, der nochmals Korrektur liest. Bei allen Wortspielen erscheint mir z.B. die "Krustenhuhnkäule" doch eher unverdaulich, die Keule wäre mir lieber ...

Schöne Grüße von Haus zu Haus von Sesh, dem Schreibnomaden

_________________
www.scherm.de

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 10:45
Siegfried
 
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Beiträge452


Erste Korrektur (meine Änderungen in Rot; Text in [...] würde ich streichen)


Die Geschichte des Professor Horking

„Bedienen Sie sich doch! Das ist alles für Sie. Nehmen Sie!“, sagte er mit einer freundlichen Geste in Richtung Tisch.
Sofort sprang ich auf und [setzte mich an den Selbigen] folgte seiner Einladung.
Er kam heran, nahm mir gegenüber Platz und schaute mir vergnügt zu, wie ich das [viele] Essen in mich hinein schlang.
„Erzählen Sie doch mal ein wenig von sich, Professor!“, sagte ich, während ich an einer Krustenhuhnkeule knabberte.
Schüchtern winkte der Professor ab. „Ach! Was soll es denn da zu erzählen geben?“
„Doch, ich meine es ernst. Erzählen Sie doch mal. Ich höre gerne Geschichten von anderen Menschen. Es gibt kein uninteressantes Leben, nur uninteressante Menschen. Wirklich.“
„Na gut. Weil Sie es sind, mein lieber Stördenbäcker. Wo fange ich an? Ah ja. Also:
Ich wurde als ganz normaler Julior geboren. Meine Eltern waren ebenfalls noch Julioren und nicht gerade an der Wissenschaft interessiert. Sie wollten nicht den Dingen auf den Grund gehen, geschweige denn die Welt um sie herum verstehen. Nein! Das war nichts für sie.
Wir lebten sehr einfach und ich muss sagen, es fehlte mir an nichts. Sie liebten mich über alles. Ein kleines Auskommen, bescheiden, aber es genügte, verdienten sie als Landarbeiter. Also eigentlich waren sie Hocharbeiter. Sie pflückten die roten, saftigen und süßen Früchte des Wolkentasters. Doch leider, wie es eben das Schicksal wollte, starben sie bei einem tragischen Unfall. Sie stürzten von einem Wolkentaster hinunter in die Tiefe.
Das war für mich eine sehr schwere Zeit gewesen. So kam ich zu Adoptiveltern. Es waren aber keine Julioren und auch keine Selioren gewesen. Ich kam zu Anglikanern. Einem Fischervölkchen. Zunächst heuchelten sie Gastfreundschaft. Sie nahmen mich auf und kümmerten sich zunächst auch um mich. Ich muss hinzufügen, dass ich damals noch sehr jung war.
Doch irgendwann!“[,] Er gestikulierte sehr stark um diese Stelle hervor zu heben. „Ja. Irgendwann fing es dann an.“
„Was?“[,] Ich war von dieser Geschichte fasziniert. Ein solches Leben hätte ich diesem alten Professor gar nicht zu getraut.
„Ja. Sie fingen an mich zu schlagen. Zu peinigen. Mich bloß zu stellen. Und irgendwann kam es dann soweit, dass sie mich eine Treppe hinunter stießen. Mit voller Absicht. Ich fiel eine schiefe und ungleichmäßige Steintreppe hinunter und war ab jenem Augenblick an den Rollstuhl gefesselt.
Der Rollstuhl ist im Übrigen eine Erfindung, die auf Kalter von Pföhl zurück geht und der aufwändige Berechnungen zu Grunde liegen.
Wo war ich stehen geblieben? Achso!
Ich flüchtete, bitte fragen Sie nicht wie, es war sehr abenteuerlich, zu meinem Heimatdorf, wo ich mit offenen Armen empfangen wurde.
Nun, wo ich so eingeschränkt war, fing ich an, mich für die Wissenschaft zu interessieren. Als Fachgebiete wählte ich die Biologie und die Physik. Ich war geradezu besessenen von der Idee, dass ich irgendwann wieder ein normales Leben führen würde. So forschte ich unermüdlich, Tag und Nacht, Woche für Woche, Jahr um Jahr. Eines Tages kam für mich der Durchbruch. Ich entdeckte eine von Riese berechnete Lebensform, die meine Idee verwirklichen sollte. Und zwar handelte es sich um eine Bakterienart, nein, Bakterien ist falsch, es waren winzige Wesen, so groß wie Bakterien, die sich so völlig von dem schon bekannter Lebensformen unterschieden. Ich nannte diese Wesen 'practicum realisum regeneratianum' oder kurz: T – Helfer, wobei das 'T' für tatkräftig steht. Unter dem Mikroskop sah ich eine Kultur, die ein eigenständiges Leben führt. Eine Gemeinschaft, die immer wieder auf der Suche nach Patienten war, denen geholfen werden musste. An der schadhaften Stelle des Körpers ausgesetzt, begannen sie sofort mit ihrer Arbeit und heilten mich vollständig. Und so sitze ich nun hier vor Ihnen.“
Er schaute mich an. Mir fiel die Kinnlade herunter.
Er schmunzelte und stand auf.
„Ich lasse Sie jetzt alleine. Ich bitte Sie mich zu entschuldigen, aber die Arbeit schläft nicht. Ach ja! Ich lasse Ihnen diese Flasche mit der Tinktur hier. Es handelt sich um ein Mittel, dass den Körper beruhigt, sollten Sie wieder einen solchen Anfall bekommen.“
Er stellte das Fläschchen, dessen Inhalt mich schon einmal beruhigt hatte, auf den Tisch.
Ich dankte und er verließ den Raum. Ich war vollkommen beeindruckt von diesem Mann, den ich noch vor Wochen für vollkommen verrückt gehalten hatte. Naja. Wochen. Eigentlich gestern.


Ansonsten:
Julioren und Selioren sind m. W. fiktive Begriffe. Anglikaner hingegen nicht (Kirche von England). T-Helfer ist ein in der Medizin/Biologie benutzter Begriff für eine Subgruppe der T-Lymphozyten. Die Benutzung dieser beiden Begriffe, Anglikaner und T-Helfer, hat mich beim Lesen in eine völlig falsche Richtung geschickt. Ich würde beide Begriffe durch erfundene Worte ersetzen.

Ich kann den positiven Kritiken der anderen hier leider nicht folgen, da ich mich als Leser irgendwie "betrogen" fühle, weil du mir die wirklich interessanten Teile im Leben des Professors vorenthältst. Warum gab es diesen Konflikt mit den Pflegeeltern, warum diesen Mordversuch, was geschah daraufhin mit den Pflegeeltern, was passierte danach mit dem Professor als Kind (Strafverfolgung, Anklage der Pflegeeltern)? Als etwas wirklich Ungewöhnliches im Leben den jungen Professors geschieht, springt die Geschichte wild vorwärts.

Gleiches geschieht bei der Entdeckung des Mikro-Volkes. Was für Folgen hatte diese Entdeckung für den Professor? Wird er in die Öffentlichkeit gezerrt? Ist er dadurch berühmt geworden und hat großes Ansehen erreicht? Gab es neidische Konkurrenten?

So wie das Leben des Professors dargestellt wird, kann ich das "faszinierend" und "vollkommen beeindruckt" des Ich-Erzählers nicht nachvollziehen.

Rechtschreibung:
Ein sich durchziehendes Problem in der Rechtschreibung hast du offenbar mit der Höflichkeitsanrede "Sie" bzw "Ihnen". Als Anrede wird das groß geschrieben; "sie" und "ihnen", also klein geschrieben, ist dritte Person Plural und bezieht sich damit nicht auf die Person, die vor mir steht und mit der ich gerade rede.

Stilistisch:
Warum wird die Steintreppe ausdrücklich als schief und ungleichmäßig beschrieben? Wäre der Mordversuch bei einer geraden und gleichmäßig geformten Steintreppe nicht möglich gewesen?

Die Pflegeeltern stellen ihren Zögling bloß - in was? Hat das Pflegekind ein dunkles Geheimnis, oder was konnten die Pflegeeltern damals über das Kind erzählen, dass es bloß gestellt wurde?

Formales:
Der Zeilenumbruch in der direkten Rede des Professors wirkt recht willkürlich. Mal gibt es einen Zeilenumbruch innerhalb der direkten Rede, wo sich der nächste Sätz direkt anschließt (siehe "Das war nichts für sie. [Zeilenumbruch] Wir lebten sehr einfach ...", mal gibt es nach einem Zeilenumbruch eine zusätzliche Leerzeile (siehe "... an den Rollstuhl gefessel. [Zeilenumbruch][Leerzeile] Der Rollstuhl ist im Übrigen ..."

Faustregel für direkte Rede: Wenn der Sprecher nicht wechselt, bleibt der Absatz als Einheit erhalten. Das gilt auch für eingeschobene Aktionen des Sprechers. Erst wenn der Dialog länger wird, etwa eine halbe Manuskriptseite übersteigt, kann man einen Absatz einfügen. Leerzeilen in einer direkten Rede sollte man tunlichst vermeiden.

Soweit von mir. Wahrscheinlich gibt es jetzt wieder von allen Seiten Kritik an der Kritik! cheezy grin Aber frag dich selbst, ob du durch allgemeines Lob irgend etwas lernen und verbessern kannst.

Grüße
Siegfried

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 11:08
Benni125
 
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Beiträge28


Danke erstmal für die Kritik.
Also der Begriff Selior und Julior kommen von den Wörtern Senior und Junior. Es wird weiter vorne in der Geschichte auch erklärt. Zwar etwas anders, aber egal Smile

Dass die wirklich wichtigen Sachen verschwiegen werden... Da könntest du sogar Recht haben. Ist mir gestern auch aufgefallen - ich werde mich darum kümmern. Das heißt: Was mit den Pflegeeltern passierte und warum dieser Mordanschlag auf den Professor war.

Auf seine Popularität komme ich später zu sprechen, denn am Ende ist nämlich wieder alles ganz anders.

Diese Geschichte ist eine große Parodie über so ziemlich alles was ich kenne.
Wer sich die Geschichte mal runterlädt wird feststellen dass viel der Wirklichkeit entlehnt ist. Amseln von Canterbury. Klaus Stördebecker. Der fliegende Holländer. Kaspar Hauser. Adam Riese usw.

Deswegen finde ich, dass Worte wie T-Helfer ihre Berechtigung haben.

Das mit "Sie" und "Ihre" werde ich korrigieren sobald ich Zeit dafür finde.

Aus der Käule mach ich eine Keule - wie bin ich da eigentlich drauf gekommen. *kopfschüttel*

Die Geschichte ist bei mir daheim auf A5 geschrieben, wahrscheinlich ist deswegen der Zeilenumbruch so unverständlich.

Der bisherige Teil liegt schon zur Korrektur.

Danke erstmal. Würde mich natürlich über weitere Kritik freuen.

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 11:43
Bärentante
 
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Wohnortbei Frankfurt/M.


Da fallen mir spontan noch weitere Dinge auf:

Zitat:
„Bedienen Sie sich doch! Das ist alles für Sie. Nehmen Sie!“, sagte er ...
„Erzählen Sie doch mal ein wenig von sich, Professor!“, sagte ich ...
„Ach! Was soll es denn da zu erzählen geben?“
„Doch, ich meine es ernst. Erzählen Sie doch mal.


Sagte er - sagte ich.
Drei Mal "erzählen"
Beide sind so unterwürfig und gezwungen höflich, es kommt mir jedenfalls so vor. Einer sollte doch etwas mehr Rückgrat haben, bestimmter auftreten.

Zitat:
Sie pflückten die roten, saftigen und süßen Früchte des Wolkentasters.

Zu viele und wahrscheinlich auch unwichtige Informationen. Mindestens ein Adjektiv sollte gestrichen werden.

Zitat:
Sie stürzten von einem Wolkentaster hinunter in die Tiefe.

"Sie stürzten von einem Wolkentaster."

Zitat:
Das war für mich eine sehr schwere Zeit (gewesen). So kam ich zu Adoptiveltern.

Ich kam zu Adoptiveltern.

Zitat:
Zunächst heuchelten sie Gastfreundschaft. Sie nahmen mich auf und kümmerten sich zunächst auch um mich.

Zwei Mal "zunächst"

Zitat:
Ich muss hinzufügen, dass ich damals noch sehr jung war.

Sind Kinder meistens. Wozu diese Erklärung?

Zitat:
Nun, wo ich so eingeschränkt war,

Da ich körperlich eingeschränkt war

Zitat:
Ich war geradezu besessenen von der Idee, dass ich irgendwann wieder ein normales Leben führen würde.

besessen
... irgendwann wieder ein normales Leben führen zu können.

Zitat:
"So forschte ich unermüdlich, Tag und Nacht, Woche für Woche, Jahr um Jahr. Ich entdeckte eine ... Und zwar handelte es sich um eine Bakterienart, nein, Bakterien ist falsch, ..."

Er ist Spezialist, diese Entdeckung änderte sein Leben grundlegend. Da wird er sich nicht so ausdrücken, dass er sich selbst verbessern/berichtigen muss.

Zitat:
Eine Gemeinschaft, die immer wieder auf der Suche nach Patienten war, denen geholfen werden musste. An der schadhaften Stelle des Körpers ausgesetzt, ...
Patienten? Krankheitsherd

Zitat:
Es handelt sich um ein Mittel, dass den Körper beruhigt

das

Zitat:
Er stellte das Fläschchen, dessen Inhalt mich schon einmal beruhigt hatte, auf den Tisch.

nochmals "beruhigt"

Zitat:
Ich war vollkommen beeindruckt von diesem Mann, den ich noch vor Wochen für vollkommen verrückt gehalten hatte. Naja. Wochen. Eigentlich gestern.

Rolling Eyes


Nur meine Meinung. Für jede Anmerkung gibt es sicher viele Gegenargumente. Wink


Zuletzt bearbeitet von Bärentante am 29.07.2008, 11:51, insgesamt einmal bearbeitet

_________________
Liebe Grüße
Christel

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 11:49
Bärentante
 
Anmeldedatum30.05.2007
Beiträge821
Wohnortbei Frankfurt/M.


Benni125 hat Folgendes geschrieben:
Klaus Stördebecker


Meinst du den Piraten? Das war Klaus Störtebeker.

_________________
Liebe Grüße
Christel

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 12:13
Benni125
 
Anmeldedatum27.03.2008
Beiträge28


Scheiße. Du hast recht. Hab mich verschrieben. Wink

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 12:26
Benni125
 
Anmeldedatum27.03.2008
Beiträge28


@Bärentante
Ich schau mir das Gespräch nochmal an. Danke erstmal für die Anregungen.
Aber bei einem muss ich dir Widersprechen:
Meiner Meinung nach, müssen beide gezwungen höflich sein. Was hier in diesem Teil noch nicht deutlich wird ist, dass der Doktor den Stördenbäcker eher als Subjekt und nicht als einen Freund an sieht. Sein Plan ist den Stördenbäcker zu hinter gehen bzw. auf gut deutsch zu verarschen.


Stördenbäcker ist zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich verwirrt. Er nicht so recht weiß, was er von diesem Kontinent halten soll. Außerdem ist der Professor zu diesem Zeitpunkt immer noch soetwas wie ein Fremder.

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 14:09
Zeitl0ch
 
Anmeldedatum21.06.2008
Beiträge155
WohnortNeuss


@Bärentante;:
Ich finde, offen gesagt, deine Korrekturen vollkommen daneben. Du missachtest Bennis eigenen Stil und verstehst den Sinn dahinter überhaupt nicht. Insbesondere die Wiederholung von "zunächst" zu bemängeln ist völliger Quatsch. Spätestens seit Henri Nannen sind Wiederholungen nicht mehr verpönt und kommen auch in journalistischen Texten häufig vor. Gerade in dem Satz, um den es geht, klingt die Wiederholung kein bisschen ungelenk, wenn du ihn laut liest. Jeden Satz auf die einfachste Form zurechtzustutzen ist außerdem eine vollkommen missverstandene Variante der Methode Charles Bukowskis. Lies seine Texte, wenn du wissen willst, was ich meine! Denn auf alles, was plastisch und ausdrucksstark ist, hat er wohl kaum verzichtet. Ich hoffe du bist keine Lektorin. Du würdest die brilliantesten und spannendsten Texte in echte Schlaftabletten verwandeln.

BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 16:11
Bärentante
 
Anmeldedatum30.05.2007
Beiträge821
Wohnortbei Frankfurt/M.


@ Zeitloch

Keine Angst, ich bin keine Lektorin. Laughing

Da Bennis Text in der Rubrik "Lektorat" steht, war ich davon ausgegangen, dass ein Kommentar erwünscht ist.

Zitat:
Zunächst heuchelten sie Gastfreundschaft. Sie nahmen mich auf und kümmerten sich zunächst auch um mich.


Auch wenn ich die beiden Sätze noch so oft laut lese, mir gefällt das doppelte "zunächst" nicht. Die deutsche Sprache verfügt doch über so viele Worte ...

_________________
Liebe Grüße
Christel
Ich probier es noch mal...
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