 | Kleinverlagsgründungen |  |
Verfasst am: 29.09.2007, 20:21 |
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| Laura |
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| Anmeldedatum | 20.09.2007 | | Beiträge | 199 |
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Wie schon mehrfach erwähnt, war ich jahrelang in einem anderen Hobbyautorenforum aktiv und bin dort auch noch stille Mitleserin interessehalber.
Und da ist mir aufgefallen, dass immer mehr Hobbyautoren mit relativ wenig Ahnung vom Buchmarkt sich mit dem Gedanken tragen, ihren eigenen Kleinverlag zu gründen, teilweise auch Autorengruppen, die schon länger zusammenarbeiten.
Mir ist bei dem Gedanken nicht wohl, denn es gibt schon genügend mehr oder weniger dubiose Kleinverlage auf dem Markt. Und seit BoD den Preis für BoD - Classic gesenkt hat, werden es sicher noch mehr werden.
Auf die Idee, einen eigenen Verlag zu gründen, kommen die Leute meiner Erfahrung nach meist, wenn sie ihre eigenen Bücher verlegen wollen und da eben statt BoD Norderstedt der XY -Verlag drin stehen soll, weil das besser aussieht. Soweit so gut, könnte man sagen. Aber früher oder später werden dann auch Bücher anderer Autoren verlegt, die sich natürlich riesig darüber freuen. Aber wenn dann ein Nichtprofi als Verleger dahinter steht, doch eher fragwürdig.
Was meint ihr dazu? Gruß Laura |
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Verfasst am: 29.09.2007, 21:33 |
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| Raphaela_Taha |
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| Anmeldedatum | 25.09.2007 | | Beiträge | 114 |
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Man hat ja auch die Möglichkeit sich eine eigene ISBN zu kaufen und trotzdem via BoD seine Bücher rauszubringen, dann kann man ja seinen oder den Namen des (eigenen) Verlags ja auf das Buch drucken lassen... gleich selbst einen Verlag zu gründen...
Wer die nötige Geduld und die Mittel dazu hat (plus wenigstens Grundkenntnisse in Jura)... |
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Verfasst am: 30.09.2007, 08:14 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3123 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Mir sind etliche dieser Eigen- und Kleinverleger persönlich gut bekannt.
Kommerziellen Erfolg mit "reiner" Literatur hat kaum einer. Etliche dieser
Idealisten verlegen sich dann auf regionale Fotobände und so genannte Heimatbücher, deren Erscheinen oft von Institutionen und Gemeinden großzügig gefördert wird und über Jahre hinweg auch an den Käufer gebracht werden. Mit viel Ausdauer kann sich dann sehr wohl ein finanzieller Erfolg einstellen.
Diese Bücher werden jedoch in heimischen Druckanstalten produziert und entsprechen auch dem hohen Standard, wie ihn Bücher aus anerkannten Verlagen haben. Husch-Pfusch-Bücher, womöglich am eigenen Home-PC gesetzt und ohne Sorgfalt hinsichtlich Rechtschreibung, haben keine Chance, gekauft zu werden.
Diese Einschätzung der Situation beruht auf langjähriger Beschäftigung mit der "Szene" außerhalb der großen Städte wie Wien, Graz usw., sie soll aber niemandem den Mut zur eigenständigen Herausgabe von Büchern rauben. Manchmal geschehen auch bei Eigenverlegern unerwartete Wunder!  |
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Verfasst am: 30.09.2007, 12:53 |
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| Laura |
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| Anmeldedatum | 20.09.2007 | | Beiträge | 199 |
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Solange es nur ein Hobby ist, mit dem man die eigenen Bücher verlegt, ist auch nichts dagegen einzuwenden.
Ich habe schon mehr als einen dieser Verlage wieder vom Markt verschwinden und einttäuschte Autoren zurücklassen sehen.
Grundkenntnisse in Jura sind sicher hilfreich aber nicht ausreichend, vor allem muss man den Buchmarkt kennen und seine Zielgruppe definieren.
Wichtig ist auch, dass man selbst gut schreiben aber auch gut lektorieren kann. Ich bin in einer ganzen Reihe von Anthologien solcher Verlage vertreten (nicht unter Laura Anders, die schreibt nur Erotik und Liebesgeschichten) und manchmal schlucke ich schon, wenn ich sehe, dass eine Geschichte nach dem Lektorat nicht unbedingt besser geworden ist.
Übrigens bin ich kürzlich tatsächlich auf einen Miniverlag gestoßen, der Heftromane herausgibt, die selbst am PC gedruckt werden und bei denen das Cover aus demselben dünnen Schreibpapier besteht. Die Hefte haben nicht mal eine ISSN, wie sonst bei Heftromanen üblich, obwohl die im Unterschied zur ISBN kostenlos zu haben ist.
Übrigens sind diese verlagsgründer oft - nicht immer- noch blutjung und haben generell noch nicht viel Ahnung vom Geschäftsleben.
Ich bin auf Grund diverser Erfahrungen immer dann skeptisch, wenn es kein Selbstverlag mehr ist sondern auch andere Autoren veröffentlicht werden. Die Enttäuschungen sind dann vorprogrammiert. LG Laura |
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Verfasst am: 30.09.2007, 18:01 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3123 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Es muss ja nicht immer gleich ein Buch sein.
Es gibt zahllose Literaturzeitschriften mit unterschiedlichen
Ansprüchen, in denen Profi- und Freizeitautor(inn)en
ihr Leserpublikum erreichen. Allerdings zahlen die meisten
dieser Zeitschriften kein Honorar (Ausnahmen sind eher
dünn gesät).
Es "beobachten" aber auch anerkannte Verlage
regelmäßig die Veröffentlichungen, und es ist schon
vorgekommen, dass einer der Verlage über die Redaktion
Anfragen über Autoren eingeholt und diese dann kontaktiert
hat. |
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Verfasst am: 01.10.2007, 09:36 |
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| Laura |
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| Anmeldedatum | 20.09.2007 | | Beiträge | 199 |
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| hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | Es muss ja nicht immer gleich ein Buch sein.
Es gibt zahllose Literaturzeitschriften mit unterschiedlichen
Ansprüchen, in denen Profi- und Freizeitautor(inn)en
ihr Leserpublikum erreichen. Allerdings zahlen die meisten
dieser Zeitschriften kein Honorar (Ausnahmen sind eher
dünn gesät).
Es "beobachten" aber auch anerkannte Verlage
regelmäßig die Veröffentlichungen, und es ist schon
vorgekommen, dass einer der Verlage über die Redaktion
Anfragen über Autoren eingeholt und diese dann kontaktiert
hat. |
Stimmt, ich habe selbst schon öfter in solchen Magazinen veröffentlicht, aber um ein kleines Magazin herauszugeben, braucht man keinen Kleinverlag zu gründen, die Leute, die ich kenne, die solche Magazine herausgeben, haben keinen Verlag gegründet, und gedruckt werden die Hefte in einer Druckerei.
Die an anderer Stelle erwähnte "Elfenschrift" http://www.elfenschrift.de ist ein solches Magazin, und das sieht sehr gut aus. Gruß Laura |
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