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LaTeX Taschenbuch

BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 14:39
christians
 
Anmeldedatum04.02.2008
Beiträge6


Hallo,

ich habe in den letzten Tagen viele Foren etc durchstöbert, auf der Suche nach einer Latex-Vorlage für ein Taschenbuch.

Noch habe ich nicht viel Ahnung von Latex, d.h. mein Manuskript baut auf scrbook in Standardeinstellung auf. DINA4, einseitig etc.

Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das möglichst einfach auf "Taschenbuchformat" bekomme?

Kennt jemand eine gute Vorlage?

Grüße

Christian

Verfasst am:
 


Re: LaTeX Taschenbuch

BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 14:52
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1254
WohnortBerlin


Hallo Christian,

christians hat Folgendes geschrieben:
Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das möglichst einfach auf "Taschenbuchformat" bekomme?

Kennt jemand eine gute Vorlage?


Da die Beduerfnisse sehr unterschiedlich sind, sieht es mit Vorlagen immer duerftig aus. Aber bis du weisst, was eine Vorlage wirklich bewirkt, hast du sie auch selbst gebastelt.

Meine bei Engelsdorf verlegten Buecher habe ich mit diesen Einstellungen fuer das Format geschrieben:

\documentclass[9pt,pagesize,DIV12,normalheadings,idxtotoc,BCOR5mm,headexclude,footexclude]{scrbook}
\setlength{\paperwidth}{120mm}% Engelsdorf
\setlength{\paperheight}{190mm}
\usepackage{calc}
\typearea[current]{last}

Die Masse musst du natuerlich nach deinen Beduerfnissen anpassen.

Ansonsten kann ich dir nur die Doku zu Koma-Script empfehlen.

Beste Gruesse,

Heinz.

_________________
Reisefuehrer Bulgarien, Slowakei: http://www.erlebnis-osteuropa.de
Reiseberichte Osteuropa: http://www.pahlke-online.de
Barrierefreies Webdesign: http://www.Pahlke-KunstWebDesign.de

BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 15:11
christians
 
Anmeldedatum04.02.2008
Beiträge6


Super. Danke für die Info.

Das hilft mir schon viel weiter.

Die KOMA-Doku ist für mich noch etwas unübersichtlich, aber jetzt hab ich ja ein paar Begriffe nach denen ich nochmal suchen kann.

Grüße

Christian

BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 20:48
frangsen
 
Anmeldedatum15.12.2007
Beiträge104
WohnortKiel


Heinz Tip ist wahrscheinlich genau richtig - sonst liest man ja auch in erster Linie nur etwas über die Standardformate.

Falls Dir eventuell der Satzspiegel noch nicht ganz gefällt, kannst Du den div-Wert (etwas) ändern, vielleicht in 1er-Schritten (ca. bis auf 9 runter oder auch etwas erhöhen), um Deine Seiten anzupassen, bis sie Dir am besten gefallen. (Dabei kannst Du auch "footexclude" und "headexclude" einmal deaktivieren.) Auf diese Weise musst Du Dich nicht erst in das Thema Satzspiegelgestaltung einlesen.
Als Editor habe ich das TeXnic-Center benutzt; das kommt schon mit ein paar schönen Vorformatierungen daher. Und Du könntest Heinz Formatierung dort auch einfach einfügen.

VGe Frank

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 22:58
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1254
WohnortBerlin


Hallo,

frangsen hat Folgendes geschrieben:
Falls Dir eventuell der Satzspiegel noch nicht ganz gefällt, kannst Du den div-Wert (etwas) ändern,


Ich wuerde einfach erst einmal schreiben. Den Satzspiegel kann man sowieso erst sinnvoll festlegen, wenn das Buchformat feststeht. Und das haengt eben auch vom Dienstleister ab.

Headinclude oder -exclude, footinclude oder -exclude, Bindekorrektur (BCOR) usw. sind erst einmal uninteressant.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 23:43
julia07
 
Anmeldedatum22.05.2007
Beiträge1058
Wohnort87700 Memmingen


Den Ausführungen von Heinz kann ich nur zustimmen, denn solche Feinarbeit ist zu Beginn eines Projektes verlorene Liebesmüh.

Die Spielerei mit all den Layout tools kommt bei mir immer ganz zum Schluß - nach der Korrektur, denn erst dann weiß ich, wo ich Luft übrig habe oder wo ich schieben und pressen muss, um noch ein wenig Platz zu gewinnen. cheezy grin
Selbst das Schriftbild, die Buchstabengröße und Platzierung der Seitenzahlen kann am Ende gar nicht mehr so passend sein, wie man sich das zu Beginn eingebildet hat...

LG, Julia

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Schreiben beflügelt die Fantasie
www.julia-fargg.de

BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 23:51
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1254
WohnortBerlin


Hallo Julia,

julia07 hat Folgendes geschrieben:
Die Spielerei mit all den Layout tools kommt bei mir immer ganz zum Schluß - nach der Korrektur,


Und danach kommt keine Korrektur mehr?

Eigentlich findet doch erst jetzt der letzte Feinschliff statt. Gibt es Schusterjungen und Hurenkinder? Sind die Silbentrennungen okay (formal richtig, inhaltlich sinnvoll, nicht mehr als drei hintereinander)?

Das kann man eigentlich erst jetzt sehen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 00:00
julia07
 
Anmeldedatum22.05.2007
Beiträge1058
Wohnort87700 Memmingen


Das sind Layoutkorrekturen!
Die kommen selbstverständlich noch danach. Wink

Ich meinte erst mal die Textkorrektur, aus der sich meistens gravierende Textänderungen ergeben, weil ganze Sätze, ja sogar Absätze, wegfallen oder neu geschrieben werden müssen... Vor diesem Stadium machen Layoutfeinheiten nicht viel Sinn - jedenfalls bei mir. Habe das ja auch schon mehr als einmal geübt Wink
LG, Julia

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BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 11:28
PvO
 
Anmeldedatum21.10.2007
Beiträge479
WohnortOstseebad Prerow


Also Leute, ich dachte immer, ich kann mitreden, aber:
Zitat:
Meine bei Engelsdorf verlegten Buecher habe ich mit diesen Einstellungen fuer das Format geschrieben:

\documentclass[9pt,pagesize,DIV12,normalheadings,idxtotoc,BCOR5mm,headexclude,footexclude]{scrbook}
\setlength{\paperwidth}{120mm}% Engelsdorf
\setlength{\paperheight}{190mm}
\usepackage{calc}
\typearea[current]{last}

Die Masse musst du natuerlich nach deinen Beduerfnissen anpassen.

Kann mir mal einer sagen, worum es hier geht? Ich verstehe nämlich nur Bahnhof und dabei möchte ich doch so gerne mitreden. blink

_________________
Im November 07 hab ich einen Vertrag unterschrieben. Somit wird eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt erscheinen.

www.peters-buchladen.de

BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 11:32
mtg
 
Anmeldedatum04.02.2008
Beiträge564
WohnortBerlin


Peter, tröste Dich ...

... ich hatte Latex bislang immer in den Handschuhen von Frau Pauli (kennt die noch jemand?) vermutet... Smile

Matthias

_________________
Beste Grüße, Matthias

Die Würde des Menschen ist unfassbar.

BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 12:06
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1254
WohnortBerlin


Hallo Peter,

PvO hat Folgendes geschrieben:
Kann mir mal einer sagen, worum es hier geht? Ich verstehe nämlich nur Bahnhof und dabei möchte ich doch so gerne mitreden. blink


Ganz einfach Smile

Zitat:
\documentclass[9pt,pagesize,DIV12,normalheadings,idxtotoc,BCOR5mm,headexclude,footexclude]{scrbook}


Der Text wird in 9 Punkt gesetzt, es wird die später definierte Seitengroesse verwendet und der Satzspiegel aus einem 12er-Raster gebaut. 12er-Raster heisst, die Seite wird in 12 Spalten und 12 Zeilen aufgeteilt, von denen aussen und unten zwei unbedruckt bleiben und oben und innen eine.

Die Ueberschriften sollen normal gross gesetzt werden. Alternativ gibt es auch smallheadings und bigheadings. Mag man diese Vorgaben nicht, kann man auch alle Einstellungen ueberschreiben.

idxtotoc nimmt den Index in das Inhaltsverzeichnis auf. Frueher waren Stichwortverzeichnisse selbstverstaendlich, so dass es unueblich war, auf sie im Inhaltsverzeichnis zu verweisen.

Mit BCOR wird die Bindekorrektur angegeben, da durch das Binden der Buecher ein schmaler Innenrand der Buchseiten verlorengeht und Buecher sich selten voellig flach aufschlagen lassen. Der konkrete Groesse haengt von der Bindung, dem Papier und der Seitenzahl ab.

Kopf- und Fusszeilen koennen zum Satzspiegel gehoeren oder nicht, was mit head- bzw. footinclude/exclude gesteuert wird.

scrbook ist schliesslich die Klasse, die verwendet werden soll. Es gibt inzwischen Dutzende von Klassen, die fuer die verschiedensten Zwecke entwickelt wurden. Fuer deutschsprachige Buecher empfiehlt sich scrbook.

Zitat:
\setlength{\paperwidth}{120mm}
\setlength{\paperheight}{190mm}


Hier wird die Papiergroesse festgelegt, weil es sich um kein vordefiniertes Standardmass handelt.

Zitat:
\usepackage{calc}
\typearea[current]{last}


Gehoert an das Ende des Dateivorspanns und stellt sicher, dass LaTeX fuer Berechnungen auf keine veralteten Werte zurueckgreift, sondern auf die im Vorspann eventuell umdefinierten.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 19:31
frangsen
 
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WohnortKiel


@Heinz
(@Peter)

Sehr schön, Heinz...
...formal nicht unrichtig - nur als Erklärung für jemanden, der davon noch nicht gehört hat, vielleicht nur bedingt geeignet. Einen kleinen Überblick über Latex gibt zB http://www.erfa.ethz.ch/home/files/LaTeX.pdf

@Heinz
@Julia
Wer sagt denn, dass Christian sein Manuskript erst noch schreiben muss, hmm? Das kann sein, muss aber nicht so sein; vielleicht ist es bereits fertig.

Zur Geschichte mit dem "Layout erst am Schluss". Ja und nein. Wenn man vorher schon mal herumexperimentiert hat, und das bedeutet auch, dass man etwas Zeit dafür verwendet hat, weiß man eher, welches Layout einem eher oder am besten gefällt; auch bei Layoutfragen kann, wie beim Inhalt einer Abhandlung, der Groschen pfennigweise fallen. Daher würde ich Layoutfragen nicht erst ganz am Ende behandeln. Und wenn man Fuß-oder Endnoten setzen will, lassen sich Layoutfragen ohnehin nicht ganz ausklammern. Das mag natürlich bei Lyrik/Romanen etwas anders sein.
VGe Frank

BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 19:46
christians
 
Anmeldedatum04.02.2008
Beiträge6


Mein Manuskript ist zwar noch nicht fertig, aber ich musste mich schon mit der einen oder anderen LaTeX-Schwierigkeit rumschlagen. Wobei Schwierig hier bedeutet, dass es für mich schwierig war, für LaTeX ist es ein klacks.

zB brauche ich ein Glossar und ein Abkürzungsverzeichnis (ist halt ein Sachbuch), da spare ich mir viel Arbeit, wenn ich direkt beim schreiben schon entsprechend "markieren" kann, was dann im Glossar landet.

Genauso hätte es ja sein können, dass ich schon beim schreiben irgendwelceh Sachen beachten sollte, damit es später beim Layouten nicht zu kompliziert/umständlich wird. Aber das ist ja nicht so.

Grüße

Christian


PS: Mein nächstes Buch wird "So schreibe, setze und verlege ich ein Sachbuch mit LaTeX"
PPS: diesmal den richtigen Button erwischt Wink

BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 22:46
frangsen
 
Anmeldedatum15.12.2007
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Hallo Christian,
in der Tat ist es nicht so einfach mit Latex.
Beim Schreiben kann man schon einige Dinge beachten: Ein "." wird als Satzende interpretiert. Man verhindert diese Interpretaion, indem man die Tilde (~) verwendet (bei Abkürzungen, z.B. "bzw.", "Art."). Daneben sollte man zB das Zeichen "\/" zwischen "fl" oder "ff" setzen, um deren Überstand zu verhindern. Diese Dinge sind aber nicht zwingend zu beachten. Dagegen passiert es durchaus nicht so selten, dass einem Zeilen aus dem Ruder laufen, was man noch nicht einmal durch manuelle Trennungen verhindern kann, sondern mit "sloppypar" (oder nur in Kombination beider Punkte). Ohne weitere Literatur geht es kaum, auch wenn man alles letztlich auch im Internet finden kann. Ich habe mir 2 Bücher gekauft: den Kopka, Latex (1. Band) und E. und N. Niedermair, Latex-Das Praxisbuch). Daneben gibt es noch weitere gute Bücher. Falls Du keine Literatur kaufen willst, dürfte sie an den Universitäten auch auszuleihen sein. Man muss sich schon ganz ordentlich einarbeiten. Aber das weißt Du ja schon.
VGe Frank

BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 23:09
hawepe
 
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Hallo Frank,

frangsen hat Folgendes geschrieben:
Und wenn man Fuß-oder Endnoten setzen will, lassen sich Layoutfragen ohnehin nicht ganz ausklammern.


Die Entscheidung kann man aber auch erst zum Schluss faellen. Aber wer mit LaTeX arbeitet, legt meistens wert auf gute Typographie, und dazu gehoeren eben auch Fuss- statt Endnoten.

Beste Gruesse,

Heinz.

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