 | Lesungen vor Kindern |  |
Verfasst am: 20.05.2008, 19:25 |
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| Leilah |
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| Anmeldedatum | 15.10.2007 | | Beiträge | 232 | | Wohnort | Kassel |
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In ein paar Wochen erscheint mein neues Hörbuch, und ich bin wieder so total im Stress, dass ich kaum Zeit finde, hier vorbei zu schauen. Ihr wisst ja, wie' s ist.
Diesmal handelt es sich nach längerer Zeit wieder mal um ein Kinderbuch, und die ersten Lesungstermine stehen gleich Angang Juni an.
In diesem Zusammenhang würden mich Eure Erfahrungen mit Lesungen vor Kindern sehr interessieren. Obwohl ich das nun auch schon einige Jährchen mache und selbst mehrfache Mutter bin, verursachen mir diese Veranstaltungen wegen ihrer "Unwägbarkeiten" doch stets ein wenig Magenkribbeln:
Die Kinder haben sich in den letzten 20 Jahren so sehr verändert. Die Ansprüche ans "Entertainment" sind enorm gestiegen, der Respekt dagegen leider häufig auf dem Tiefstpunkt, die Kleinen haben kaum noch Sitzfleisch, und das Sprachverständnis ist nicht immer so altersgemäß wie man denken sollte.
Wie geht Ihr an diese Lesungen (z. B. in Schulen, Büchereien und Gemeindezentren) heran? Brecht Ihr die Veranstaltung ab, wenn die Erzieher den Geräuschpegel nicht in den Griff kriegen oder die Kinder herumrennen? Reagiert Ihr auf unflätige, einzelne Störer?
Ich begrenze Lesungen für Kinder von sechs bis ca. 11 Jahren immer auf eine Dreiviertel Stunde und die Gruppengröße auf etwa 50 Personen. Was haltet Ihr davon?
Bin echt auf Erfahrungen und Anregungen gespannt!
Liebe Grüße an alle
Leilah |
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_________________ HörBuchKunst - Filmmusik - Prosa und Lyrik: Lauschen, schauen, staunen unter www.leilah-lilienruh.de! |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 20.05.2008, 19:30 |
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| Haifischfrau |
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| Anmeldedatum | 04.02.2008 | | Beiträge | 530 | | Wohnort | Berlin |
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Hallo Leilah,
50 Kinder in einer Lesung: das ist m.E. sehr viel zu viel.
Wenn Kinder zu Lesungen kommen, darf man schon davon ausgehen, dass sie entsprechend interessiert sind. Entertainment - wozu? Lesen ist genug, wenn du das schön machst.
Ich wünsche dir viel Glück
maryanne |
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Verfasst am: 20.05.2008, 20:48 |
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| Leilah |
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| Anmeldedatum | 15.10.2007 | | Beiträge | 232 | | Wohnort | Kassel |
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Hallo, liebe Maryanne,
ich gebe Dir völlig recht damit, dass 50 Kinder eigentlich viel zu viel sind. Das Problem ergibt sich leider aus dem sehr begrenzten Budget vieler Schulen und anderen Einrichtungen für Kinder. Meist müssen die Eltern pro Kind eine gewisse Summe aus privaten Mitteln für solche Lesungen oder Theateraufführungen zahlen. Da aber andauernd Elterngelder für irgendetwas benötigt werden, wird es den Meisten mittlerweile zu viel. Als Mutter kann ich dies verstehen. Bei ein bis zwei € pro Kind und Veranstaltung ist die Schmerzgrenze fast schon überschritten. So bleibt den Schulen (oder Pfarrgemeinden etc.) häufig nichts Anderes übrig, als zwei bis drei Gruppen zusammenzulegen, damit sich für den Autor/ die Autorin überhaupt noch die Anfahrt einigermaßen rechnet.
In Grundschulen lese ich meist vor zwei mal zwei Klassen pro Vormittag und habe einen durchschnitllichen Fahrweg (hin und zurück) von ca. 100 Kilometern Landstraße.
Persönlich würde ich mir Gruppengrößen von höchstens 15 bis 20 jungen Zuhörern wünschen.
Tja, und das "Entertainment": Beliebte erste Frage der Junioren: "Gibt' s denn davon wenigstens 'nen Film auf DVD oder ein Spiel?" Mein Verlag hat schließlich Sammelkarten herausgebracht.
Ein ganz großer Vorteil der Lesungen vor Kindern: Die Spontaneität und absolute Ehrlichkeit. Wenn die sich langweilen, lächeln sie nicht gekünstelt, und wenn sie sich freuen, kullern sie lachelnd übern Parkett. Und ich nehme von jeder Veranstaltung mindestens drei neue Geschichtenideen mit nach Hause. |
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Zuletzt bearbeitet von Leilah am 21.05.2008, 15:01, insgesamt einmal bearbeitet _________________ HörBuchKunst - Filmmusik - Prosa und Lyrik: Lauschen, schauen, staunen unter www.leilah-lilienruh.de! |
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Verfasst am: 20.05.2008, 22:35 |
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| chiquitita |
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| Anmeldedatum | 21.09.2007 | | Beiträge | 423 |
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ich bin auch der Meinung ,dass 50 Kinder einfach zu viel sind. Da wird man keine Ruhe reinbringen. Ich hatte vor zwei Wochen eine Lesung im Rahmen eines Astrid Lindgren Nachmittags veranstaltet von der VHS in einer Grundschule 2. Klasse 22 Schülerinnen und Schüler. Da kommt es ganz darauf an, wo die Lesung stattfindet (Dorf oder Großstadt) und inwieweit der Lehrer oder die Lehrerin die Klasse "im Griff hat". Bei mir war es ein total süßes Erlebnis. Es war eine Dorfschule, die Kinder waren aufgeweckt aber nicht frech und als sie sich zum Schluß auch noch artig bei mir bedankten, dachte ich warum schimpft man eigentlich immer so über die ungezogene Jugend. Für mich war es die erste Lesung im Kinderbereich (und wahrscheinlich auch die letzte - ich schreibe keine Kinderbücher) aber es war ein beeindruckendes Erlebnis.
Uschi |
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