 | Menage-a-trois |  |
Verfasst am: 13.04.2008, 16:50 |
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| Claire |
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| Anmeldedatum | 07.12.2007 | | Beiträge | 453 | | Wohnort | Bochum |
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Wenn Schmerz, Zweifel und Frust aufeinander treffen:
Mènage-á-trois
Frau Pein war ein unmögliches Weib. Sie war aufdringlich, penetrant, launisch und hinterhältig. Immer wenn man dachte, man sei sie los, kam sie durch die Hintertür wieder herein. Niemandem im Haus war sie sympathisch, weder dem stillen Grübler aus dem Dachgeschoss, noch dem agilen Pärchen aus dem Souterrain. Sie belästigte einfach jeden. Leider gab es keine Möglichkeit sie vor die Tür zu setzen. Es half nichts, sie musste ertragen werden, auch wenn es allen schwer fiel. Ihre Launen waren zwar unerträglich und an ihrer Unberechenbarkeit hatten die Gemeinschaft schwer zu schlucken, aber sie hatte alle in der Hand, da sie ihre Schwachstellen kannte. Man versuchte mit ihr klar zu kommen, so gut es eben ging oder ihr von vornherein aus dem Weg zu gehen.
Dann lernte Frau Pein Herrn Unglaube kennen. Anfangs waren sie so mit sich beschäftigt, dass die Hausgemeinschaft schon aufatmen wollte, bis der stille Grübler sich meldete und ihnen sagte, dass die beiden ihn malträtieren würden und er wegen ihnen schlaflose Nächte hätte. Diese Nachricht betrübte alle im Haus so sehr, dass sie solidarisch mit ihm litten. Sie fragten sich, ob es noch schlimmer kommen könnte. Es konnte ...
Eines Tages gesellte sich zu Herrn Unglaube auch noch Fräulein Missmut. Herr Unglaube brachte sie einfach mit. Fräulein Missmut war deutlich jünger und graziler als Frau Pein, was deren Laune nicht gerade beflügelte. Sie war ganz deutlich eifersüchtig, da sie nicht mehr die erste Geige spielte und ihre Wut ließ sie ungehindert an der Hausgemeinschaft aus. Der Hausgemeinschaft war klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Frau Pein war kaum mehr zu ertragen.
Der stille Grübler hatte schließlich die rettenden Idee. Man lud Frau Pein zu einem Gespräch ein. Sie wurde eingelullt mit Komplimenten und Aufmerksamkeiten. Durch die Blume machte man ihr klar, dass sie doch viel zu kultiviert sei für solch eine Mènage-á-trois, dass diese doch weit unter ihrem Niveau sei. Frau Pein wurde im Laufe des Gesprächs sehr nachdenklich und ausgesprochen umgänglich.
Schon am nächsten Tag zeigte das Gespräch Wirkung. Herr Unglaube fand sich mal wieder zusammen mit Fräulein Missmut ein. Nach einem lautstarken Streit, warf Frau Pein die beiden schließlich raus.
Frau Pein wäre nicht Frau Pein, wenn sie sich dadurch generell geändert hätte, aber für die Hausgemeinschaft war sie insgesamt wieder erträglicher geworden. Außerdem war Herr Zuversicht von seinem Auslandaufenthalt zurückgekehrt, der schon immer sehr gut mit Frau Pein konnte ...
Einen schönen Sonntag wünscht euch
Claudia |
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_________________ LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren. |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 13.04.2008, 17:07 |
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| Fabula |
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| Anmeldedatum | 09.01.2008 | | Beiträge | 128 | | Wohnort | Arnsberg |
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Mögen alle Türen vor solchen Plagegeistern verschlossen bleibn!
Gruß
Fabula |
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_________________ Von allen Geistern die verneinen,
ist mir der Schalk am wenigsten zur Last
(Goethe, Faust I)
www.leichte-feder.de |
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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Textvorstellung: Prosa
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