 | Nachhall der Zeit |  |
Verfasst am: 06.03.2008, 15:30 |
|
|
| Thorolf |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 03.03.2008 | | Beiträge | 53 | | Wohnort | Elbe-Weser-Dreieck |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Titel: Nachhall der Zeit
Autor: Thorolf Weil
Verlag: BoD Verlag Norderstedt
ISBN: 978-3-8370-1705-2
Seiten: 232
Preis: 19,50
Der Autor über das Buch:
Autorenportrait
Thorolf Weil bezeichnet sich selber als Allroundtechniker.
Als Berufssoldat bei der Deutschen Luftwaffe über 35 Dienstjahre bekam er sein berufliches Rüstzeug und sein fundiertes Wissen in vielen technischen Lehrgängen auch auf Spezialgebieten vermittelt.
Nach Eintritt in seinem Ruhestand wurde er Dozent für Radartechnik und Führungselektronik an einer Militärakademie im Ausland.
Um weiterhin geistig fit zu bleiben, lehrt er nebenbei in der Erwachsenenbildung beim ComputerClub Nordholz.
Nun erfüllte er sich einen lang gehegten Wunsch, dem Schreiben von häuslichen Ratgebern und Romanen mit technischem und auch mystischem Hintergrund.
Klappentext:
Deine Vergangenheit bestimmt deine Zukunft
Thomas Wegen bekommt im Jahre 2007 ein Päckchen, das vor 70 Jahren für ihn eingelagert wurde.
Wer wußte von ihm und seiner heutigen Adresse, lange vor seiner Geburt?
Er erfährt von einer ungeheuerlichen Zeitreise, und nur er kann die ständige Wiederholung dieser Zeitreise verhindern, wenn er sich in einem bestimmten Augenblick seines Lebens richtig entscheidet.
Zwei Helfer in der Vergangenheit versuchen, ihm eine Hilfestellung zu geben.
Aber was ist richtig und gut für ihn und seine Familie?
Gefährdet er dabei seine eigene Zukunft, vielleicht sogar seine Existenz und die seiner Familie?
Als der Moment der Entscheidung heranrückt, trifft er seine Wahl mit dem Herzen.
Ein Zeitreise-SF/Mysterythriller in einem brillanten Erzählstil mit Gänsehautcharakter geschrieben, der den Leser bis zur letzten Zeile fesselt.
Inhalt:
Inhaltsverzeichnis
Prolog
Die Ankündigung
Die Botschaft
Der Schock
Der Aufbruch
David
Das Geständnis
Die Lösung
Die Überraschung
Die Begegnung
Die Nachricht
Die Entscheidung
Nachhall der Zeit
Epilog
Nachwort
Edit: Habe extra für Euch vom Pool eine längere Version der Leseprobe auf meine HP gestellt. Wer also noch etwas weiter lesen möchte, der sei dahin verwiesen.
Leseprobe
Auszug aus Nachhall der Zeit. Ein Mystery Abenteuer durch Raum und Zeit von Thorolf Weil. Copyright © 2008.
Prolog
Woher kommen unsere Gedanken, die uns manchmal so unsagbar fremd und doch so vertraut vorkommen?
Wer schickt uns die Visionen, die wir zwischen Tag und Traum haben?
Fangen wir sie auf, oder sind es vielleicht Erinnerungen an unser vorheriges Dasein?
Oder gibt es doch Erinnerungen, die sich heimlich in unser Gedächtnis einschleichen?
Erinnerungen an was ... oder an wann?
Ist es vielleicht der Nachhall eines vergangenen Lebens?
Die Ankündigung
Wissen Sie, es gibt Tage, da sollte man einfach im Bett bleiben!
Wenn man schon um 7 Uhr morgens aus dem Bett geklingelt wird, kann das eigentlich nur Aufregung bedeuten.
Ob gute oder schlechte Aufregung, das weiß man erst, wenn man sich nicht verleugnet und auch tatsächlich zur Tür geht.
Da stand er, ein Mensch im guten mittleren Alter, im feinen Regenmantel, unter dem die Hosenbeine eines nicht gerade billigen Anzugs hervorschauten.
Der schwarze, lederne Pilotenkoffer, den er vor sich auf mein Eingangspodest gestellt hatte, half mir auch nicht, eine bessere Laune zu bekommen.
Nach einem Vertreter sah der Mensch nicht aus, ich hätte ihn eher in die Richtung Gerichtsdiener, vielleicht Bürokrat oder so in etwa eingeordnet.
Auf jeden Fall roch das nach Unannehmlichkeit, sogar nach Ärger.
Meine Laune war also dementsprechend, denn wer lässt sich schon gerne so früh morgens aus dem Bett werfen, wenn man gerade mal einen Vormittag frei hat.
"Guten Morgen, Herr Wegen, ich wurde vor ein paar Tagen von meiner Kanzlei angekündigt.
Entschuldigen Sie bitte die frühe Störung, aber die habe ich nicht zu vertreten."
Naja, wenigstens hatte er eine sonore, wohlklingende Stimme, die nicht noch zusätzlich auf meinen Nerven herumtrampelte.
Und Kanzlei, das war schon mal das Stichwort in Richtung Anwalt oder so was.
Vielleicht Testamentsvollstrecker ...
Meine Laune besserte sich schlagartig.
"Darf ich Sie herein bitten?
Ich nehme an, Sie haben mir etwas zu sagen, das wir nicht unbedingt an der Haustür besprechen sollten."
Er nickte, lächelte dankbar und trat ein.
Da er mir seinen Mantel reichte, wurde mir klar, dass unser Gespräch wohl einige Zeit dauern würde.
Wir setzten uns ins Kaminzimmer, weil die Küche vom gestrigen Abend noch nicht wieder aufgeräumt war.
"Erinnern Sie sich an den Anruf, den Sie vor zwei Wochen von uns bekommen haben?
In diesem Anruf kündigten wir meinen Besuch für heute morgen an."
So langsam dämmerte es mir wieder.
Da war tatsächlich ein Telefongespräch gewesen, das ich mit einer mir völlig unbekannten Dame geführt hatte.
Eigentlich dachte ich dabei wieder an die lästigen Werbeanrufe, aber man sagte, dass man mir etwas eröffnen müsse, weil das ein Mandant so aufgetragen hätte.
Nun ja, das hatte ich schon längst wieder vergessen und auch den Zeitpunkt, nämlich heute.
Ich entschuldigte mich dafür und fragte ihn, ob ich vielleicht schnell eine Tasse Kaffee zubereiten solle.
Er stimmte dankend zu, wahrscheinlich hatte er noch keinen Kaffee im Hotel oder im Zug auf seiner Fahrt hierher bekommen.
Der Kaffeeduft zog von der Küche ins Kaminzimmer, wo der Herr von der Kanzlei einen abgegriffenen Ordner aus seinem Koffer nahm und ihn zugeklappt auf den Glastisch legte.
Ich goss uns also erst einmal einen Kaffee ein.
Nachdem die Zucker- und Sahneprozedur überstanden war, fragte ich unauffällig nach seinem Namen und wo er denn herkäme, obwohl ich vor Spannung schon am Platzen war.
Er lächelte, weil er mir das wohl ansah, wurde aber sogleich wieder ernst.
"Mein Name ist Ulf Sander.
Ich arbeite als Kanzleimitarbeiter für die Kanzlei Sundermann & Söhne in Bremen."
Aha, Bremen also ...
Das sagte mir nun noch nicht viel, aber es schien wohl eine ernste Angelegenheit zu sein, wenn er denn extra die etwa achtzig Kilometer selbst hergekommen war.
"Ich bin bereits gestern Nachmittag hier eingetroffen und habe mir ein Hotelzimmer genommen, damit ich auch ja pünktlich heute morgen um 7 Uhr bei Ihnen sein kann.
Unser Mandant, von dem ich Ihnen eine Nachricht überbringen soll, hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass Sie diese um 7:30 Uhr pünktlich bekommen."
Das wurde ja nun immer mysteriöser.
Da war also jemand, der mir an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit eine Nachricht überbringen ließ.
Ich schüttelte unbewusst den Kopf und nippte an meiner Tasse Kaffee, dessen köstlich würzigen Duft ich beim Trinken tief einatmete.
"Danke, Herr Sander, Sie merken sicher, dass ich vor Spannung fast am Platzen bin.
Worum geht's denn eigentlich?
Habe ich eine Erbschaft bekommen, die Sie mir nun aushändigen wollen, oder warum bemüht sich eine Anwaltskanzlei um mich?"
Er sah auf seinen Edelstahlchronometer und sagte: "Wir haben bis dahin noch zehn Minuten Zeit, aber ich will Ihnen schon mal die Vorgeschichte erzählen.
Wie Sie wahrscheinlich nicht wissen, besteht die Anwaltskanzlei Sundermann & Söhne bereits seit 1899, ist also schon" -er rechnete kurz im Kopf- "108 Jahre alt.
Wir haben 1999 unser 100-jähriges Bestehen mit einer großen Feier begangen.
Über die Jahrzehnte haben wir uns einen guten Mandantenstamm aufgebaut und waren eigentlich sehr erfolgreich.
Sogar über zwei Weltkriege und die Depressionszeiten hinweg war unsere Kanzlei nie wirtschaftlich gefährdet.
Das lag wohl auch daran, dass unser Firmengründer und seine Söhne als Nachfolger immer auch das Geschäft mit der Testamentsverwahrung im Auge hatten.
Es ist nämlich so, dass ein eingelagertes Testament uns keine Mühe und Kosten verursacht, es aber für jedes angefangene Jahr der Einlagerung ein gutes Stück Geld in die Kasse bringt."
Er lächelte fein und sah wieder auf seine Breitling.
"Ja, es begab sich also vor fast genau siebzig Jahren, also im Jahre 1939, dass ein Herr in unsere Kanzlei kam und danach fragte, ob wir etwas für ihn einlagern und dafür sorgen könnten, dass es exakt heute morgen um 7:30 Uhr an Sie übergeben werden soll.
An Sie, Herr Wegen, wohlgemerkt!"
Er blickte in mein versteinertes Gesicht, in dem sich seine zuvor gesprochenen Worte nur ganz langsam in all ihrer Bedeutung zeigten.
Ich war wohl kreidebleich geworden, denn er fuhr hastig fort:
"Nur die Ruhe, Herr Wegen, wo sich die Mitarbeiter unserer Firma, allerdings nur die Kanzleiführung, nun fast siebzig Jahre Gedanken drüber gemacht haben, das sollten Sie nicht in fünf Minuten ergründen wollen.
Ich empfehle, bevor ich Ihnen die Sendung übergebe, ruhig durchzuatmen, ihren Kaffee zu trinken und für sich selbst mal zu versuchen, diese Frage zu beantworten:
Wie kann es sein, dass im Jahre 1939 jemand eine Sendung an jemanden einlagert, der zum einen zu dieser Zeit noch nicht einmal geboren ist und dessen Adresse es zum anderen auch noch nicht gegeben hat, weil diese Straße, in der Sie hier wohnen, damals nur ödes Heideland war.
Das haben wir nämlich in den letzten Tagen im Internet festgestellt, als der Termin zur Übergabe heranrückte.
Wenn es zum Beispiel einer Ihrer direkten Verwandten, wie etwa Vater oder Großvater war, wieso kannte er Ihren Namen und Ihre Adresse in der Zukunft?
Sie wurden doch erst im Oktober 1946 geboren.
Der Telefonanruf, mit dem mein Besuch bei Ihnen angekündigt wurde, folgte dann als nächstes.
Dass Sie hier tatsächlich wohnen, hatten wir ja schnell herausbekommen.
Obwohl wir nur die Aufgabe übernommen haben, Ihnen etwas auszuhändigen, interessiert es uns schon brennend, wer da in der Vergangenheit etwas über Sie wissen konnte."
Er blickte wieder auf seine Uhr und wartete schweigend, wohl auch, um mir Gelegenheit zu geben, meine Gedanken zu ordnen.
Plötzlich sagte er: "Herr Wegen, es ist soweit!
Mein Auftrag ist es, Ihnen pünktlich um 7:30 Uhr am 14 März 2007 ein Päckchen zu übergeben, nur an Sie und an keine andere Person.
Wenn Sie mir kurz ihren Ausweis zeigen würden, dann wäre die Identifizierung auch erledigt."
Ich holte flugs meine Geldbörse aus dem Raumteiler und gab ihm meinen Personalausweis.
"Ich stelle fest, die Voraussetzungen sind gegeben!", sagte er, stand auf und öffnete seinen Pilotenkoffer.
Die Spannung im Raum war fast körperlich zu spüren.
Feierlich und sehr sanft stellte er ein eingewickeltes Paket auf den Tisch und fing an, das Packpapier zu entfernen ...
... |
|
Zuletzt bearbeitet von Thorolf am 11.03.2008, 10:44, insgesamt einmal bearbeitet _________________ Ich weiß nicht, wie Du das siehst, wahrscheinlich anders, denn Du bist anders!
Wie schön!
Stelle Dir nur mal vor, alle Menschen wären gleich!
Wie langweilig!
www.thorweil.de |
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: |
|
|
|
|
Verfasst am: 06.03.2008, 16:21 |
|
|
| Weasel |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 09.02.2008 | | Beiträge | 563 | | Wohnort | Tönisvorst |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Wow, das hört sich richtig geil an! Bin ein totaler SiFi und Zeitreise-Fan, ich merke mir dein Werk auf jeden Fall vor.
Weasel |
|
_________________ Hör auf das, was über diesem Strich hier steht. Es sind weise Worte. |
|
|
|
Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Buchvorstellung: Belletristik
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen
|
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1
|
|
|
|
| |