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BeitragVerfasst am: 23.10.2007, 12:51
Speedy
 
Anmeldedatum22.10.2007
Beiträge61


Eine Kaufentscheidung würde ich nicht unbedingt am Umfang eines Werkes festmachen wollen, es sei denn, der Preis wäre hoffnungslos überhöht.

Heutzutage scheint man den Wert eines Buches gern an seinem Umfang festmachen zu wollen. Zumindest auf dem amerikanischen Markt liebt man ja dicke Wälzer und kaum ein Bestseller kommt heute unter 500 Seiten daher. Dass es auch anders geht, zeigt z.B. der Überraschungserfolg "Tannöd", der wohl nur um die 125 Seiten hat.

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 23.10.2007, 13:32
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
Beiträge3788
WohnortA 8786 Rottenmann


Von der ersten Seite an, deren Text ohne Titel etwas unvermittelt beginnt und irgendwie Russland zum Thema hat, bin ich mir nicht wirklich sicher, worum es hier eigentlich tatsächlich geht Laughing .

Zum Thema Buchpreis: Als Käufer wäre ich auch für günstigere Preise.
Für einen Autor, der beispielsweise 10 Prozent vom Ladenpreis abzüglich Mehrwertsteuer pro verkauftem Buch als Honorar bekommt, ist ein relativ hoher Preis natürlich vorteilhafter (außer er will nichts verdienen).

Wenn mich ein Buch interessiert, ist mir der Buchumfang hinsichtlich des Preises nicht wichtig. Lyrik beispielsweise kommt meist in eher dünnen Bänden vor, der Ladenpreis des Bandes ist aber im Verhältnis zur Seitenanzahl meistens ungleich höher. Das liegt logischer Weise auch an der geringen Auflagenhöhe.

Theoretisch müsste der Herstellungspreis eines Buches mit 7 multipliziert werden, damit beim Verkauf desselben (bei einer Auflage von bis zu 1000 Exemplaren) ein Gewinn herausschaut. Ein derartiger Ladenpreis wäre allerdings kontraproduktiv, weil sich niemand ein so kostspieliges Buch (ich rede hier von Belletristik u.ä., nicht von reichhaltig illustrierten und daher kostbaren Kunstbüchern) leisten würde.

Deshalb bevorzugen Verlage ja auch Autoren, deren Werke hohe Auflagen erwarten lassen. Mit dem dadurch (eventuell) erzielten Gewinn "sponsern" diese Verlage Bücher, die eigentlich schon von vorneherein keinen oder nur einen sehr geringen Gewinn versprechen.

Dass BoD-Anbieter deshalb anders kalkulieren, da sie ja in der Regel nur Kleinauflagen herstellen, versteht sich anhand der obigen Beispiele irgendwie von selbst. Und weil es eben KIeinauflagen sind - und der Autor ohnehin zum Druck finanziell beisteuert, wenn bei Norderstedt auch nur in einem geringen Ausmaß, und BoD im Grunde genommen keinerlei Risiko bezüglich einer Umsatzhöhe trägt - ergibt sich für den Autor nur in Ausnahmefällen ein Gewinn.

Und im Geschäftsleben, auch im Buchhandel, ist es nun einmal so: Wenn ein Händler nichts verdient, interessiert ihn auch die anzubietende Ware, in unserem Fall Bücher, nicht.

Daran führt auch für noch so fleißige, gute und veröffentlichungswillige Autoren (leider) kein Weg vorbei.
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