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Professionell Bücher signieren...?

BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 11:55
Thorsten
 
Anmeldedatum07.06.2008
Beiträge310
WohnortSaarland


Guten Tag, Gemeinde.

Ich habe zu diesem Thema über die Suchfunktion leider keine Beiträge entdecken können, darum eröffne ich es in diesem Bereich und hoffe, dass ich richtig bin.

Wie der Titel verrät, würde mich mal interessieren, ob es eine bestimmte Art gibt, wie man professionell seine Bücher signiert. Ich habe bewusst das Wort professionell gewählt, weil ich nicht annehme, dass es eine "richtige" und/oder "falsche" Signatur gibt.

Ich habe bereits Bücher gesehen, die auf Lesungen signiert wurden, wo alleine der Ort, das Datum und das Autogramm des Schriftstellers abgedbildet waren. Ist das zu empfehlen oder wirkt es noch besser, wenn man einen Spruch einbaut, je schlichter desto besser? Und wie steht es mit persönlichen Widmungen?

Ich weiß, es sind einige Fragen auf einmal, aber ich hoffe, dass dieses Thema hier nicht auf allzu große Ablehnung stößt, da es mich schon interessiert - nebenbei ist es doch auch wichtig zu wissen.

Grüße,
Thorsten.

_________________
"Boose-Nacht-Geschichten" | ISBN: 978-3-8370-2599-6 | BoD

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 12:02
LOFI (Moderator)
 
Anmeldedatum29.04.2008
Beiträge1359
WohnortOslo


Für Leser, die die du kennst, würde ich auf jeden Fall etwas Persönliches reinschreiben. Für alle anderen Unbekannten, tja, Datum Unterschrift, vielleicht noch "in netter Erinnerung" oder so ähnlich.

LG

Lorenz

_________________
Höre auf dein Herz und entscheide mit Verstand!
www.romantikroman.com

Signieren

BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 12:19
Versailles
 
Anmeldedatum22.05.2007
Beiträge809


Hi Thorsten,

ich habe mir mal einen Stapel Bücher von Andreas Eschbach signieren lassen. Er hat in jedes Buch einen anderen, kurzen Text geschrieben, der aber 10 Worte nicht überschritt. Dazu Signatur, Datum und Ort der Lesung.

Das habe ich mir mal zum Vorbild genommen und praktiziere das 2-Stufen-Modell Wink

Bücher für mir unbekannte Menschen : Für XY (Vor und Nachname), einen kurzen Satz (ich wünsche viel Vergnügen in Versailles oder anregendes Lesevergnügen oder... je nach Tagesstimmung), Signatur und - mit ein wenig Abstand - Ort und Datum.
Ich signiere in der Regel übrigens ziemlich raumfordernd mit Amalia K, also nicht mit meinem ausgeschriebenem Nachnamen.

Bücher mit persönlicher Widmung: da schreibe ich z.Bsp. "Für meine geschätzte Autorenkollegin + Vorname + Nachname" und dann weiter wie oben oder "für XY, Text, Deine/Ihre..." - ich schreibe mal etwas mehr, mal etwas weniger Text, je nach Zeit.

Oberste Regel: man sollte sich nicht verschreiben Wink cheezy grin und bei einem Namen lieber einmal zu viel nachfragen
Was ich persönlich bei Lesungen auch immer sehr schön finde: das Buch offen dem Käufer überreichen, damit er die Widmung lesen kann. Das hat für mich etwas mit Wertschätzung zu tun.
Man sollte einen Stift (Kuli) wählen, der weich schreibt und nicht durchschlägt. Ein sehr feiner Edding beispielsweise ist eher ungeeignet, es sei denn, die Seiten sind in Hochglanz gedruckt.

Ansonsten fällt mir jetzt nicht mehr ein.

Ach ja, wenn man eine sehr schlecht lesbare Handschrift (also eine Sauklaue Wink ) hat: dann sollte man tatsächlich nur unterschreiben. Es macht, finde ich, manchmal Sinn, seine Signatur ein wenig zu üben. Leichte Schwünge nach der Lesung machen eher einen professionellen Eindruck als wenn man sich mit dem Kuli einen "abbricht" und wirkt, als habe man gerade erst das Schreiben gelernt.

Viel Spaß beim Signieren wünscht
Amalia

_________________
"carpe diem, quam minimum credula postero"
(Horaz, 65-8 v. Chr.)

www.comtesse-heloise.de

Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen

BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 12:36
julia07
 
Anmeldedatum22.05.2007
Beiträge1201
Wohnort87700 Memmingen


Danke Amalia!
Besser geht es nicht. Da kann jeder etwas von lernen thumb up
LG,
Julia

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 12:37
Claire
 
Anmeldedatum07.12.2007
Beiträge626
WohnortBochum


@Amalia

Zitat:
Oberste Regel: man sollte sich nicht verschreiben und bei einem Namen lieber einmal zu viel nachfragen


Wie wahr! Ist mir leider schon passiert, aber nur bei meiner Cousine. Die nahm's locker und meinte: "Wer weiß, was das mal wert wird ..."

Ansonsten finde ich deine Anregungen sehr schön. Bisher habe ich mir nur für jedes Buch einen Universalspruch (hab's im Moment mit universal, weil ich den Universalschuldigen baue Very Happy ) einfallen lassen.

_________________
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 12:41
Judith
 
Anmeldedatum05.08.2007
Beiträge2074
WohnortSchwobaländle


Die Sache mit Ort und Datum: Macht ihr das alle? Oder nur bei Lesungen?
Bisher habe ich beides weggelassen, nur (je nach Bedarf den Namen und) einen netten Satz und Unterschrift. War mir wegen des Datums immer etwas unsicher.

Ansonsten: Danke für die ausführliche Ausführung, Amalia! thumb up

Grüßle,
Judith

_________________
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 12:41
Thorsten
 
Anmeldedatum07.06.2008
Beiträge310
WohnortSaarland


Da schließe ich mich julia07 an, besser geht's nicht. thumb up

Ich dank dir für die präzise Erklärung, hat mir sehr geholfen.

Verschreiben sollte man sich nicht, aber falls es doch mal passiert, geht die Welt nicht unter. Wie Claires Cousine meinte: "Wer weiß, was das mal wert wird ..." [Zitatende] Very Happy

Grüße,
Thorsten!

_________________
"Boose-Nacht-Geschichten" | ISBN: 978-3-8370-2599-6 | BoD

Re: Signieren

BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 12:48
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1755
WohnortBerlin


Hallo Amalia,

eine tolle Zusammenstellung. Danke Smile

Versailles hat Folgendes geschrieben:
Was ich persönlich bei Lesungen auch immer sehr schön finde: das Buch offen dem Käufer überreichen, damit er die Widmung lesen kann. Das hat für mich etwas mit Wertschätzung zu tun.


Und sich beim Schreiben nicht bereits mit dem naechsten Leser unterhalten. Empfinde'jedenfalls ich als extrem unhoeflich.

Zitat:
Man sollte einen Stift (Kuli) wählen, der weich schreibt und nicht durchschlägt. Ein sehr feiner Edding beispielsweise ist eher ungeeignet, es sei denn, die Seiten sind in Hochglanz gedruckt.


Und er sollte nicht abfaerben oder verschmieren. Wenn man das Buch eine halbe Stunde nicht zuschlagen oder man nicht auf die Schrift kommen darf, weil dann alles verschmiert, ist das nervig.

Zitat:
Ansonsten fällt mir jetzt nicht mehr ein.


Mir aber noch cheezy grin

Gut sind immer ein paar Blatt Papier, um sich ggfs. auch mal einen Namen oder aehnliches aufschreiben lassen zu koennen. Es gibt einfach Namen, da packt mich einfach die Verzweiflung Wink

Beste Gruesse,

Heinz.

_________________
Buchsatz für Autoren - Vom Manuskript zum Buch ...
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BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 21:44
CeKaDo
 
Anmeldedatum15.11.2007
Beiträge368
WohnortSchwelm


Ich nehme zum Signieren einen dicken Kugelschreiber. Dick vom Umfang her, damit ich sicher und schwungvoll schreibe.

Dann frage ich, was ich hineinschreiben soll. Kommt ein Wunsch (was sehr häufig ist) lasse ich mir den Namen notfalls aufschreiben. (Was übrigens auch beispielsweise Stephan Sulke mit der Widmung für meine Tochter Monja gemacht hat. Noch heute ich auf der Bühne im Wuppertaler Rex-Theater ihr Name zu lesen cheezy grin )

Ich signiere mit dem Text und meinem Signum, sowie Ort und Datum und einem kleinen Bonus. Das freut die Menschen und sie mögen das gern.

Wenn ich Bücher versende und / oder mir wird nichts vorgegeben, dann schreibe ich nur "Für XYZ" und Signum, Bonus, Ort und Datum.

Ach ja, ich lege immer ein sauberes leeres Blatt Papier unter die Signierseite, damit nichts durchschreibt oder durchdrückt.

_________________
"Nur Dumme trauen sich alles!"

http://www.uebernaechtliches.de

Einfach gemein ... oder genial ... je nachdem.

Der Blog zum Typen: http://www.tagesblog.de

BeitragVerfasst am: 17.06.2008, 22:55
constanze
 
Anmeldedatum07.04.2007
Beiträge80
Wohnorthamburg


Ich hatte im letzten Jahr einen kleinen Buchstand auf dem Sommerfest eines Kinderhospizes.
Ich bat um den VORNAMEN, schrieb - meinem Thema entsprechend:
für xy
...ein Stück vom Himmel...
von herzen,
constanze köpp, datum, ort

ich habe den menschen aber das buch persönlich in die hand gedrückt,

ich tausche auch schon mal mit anderen autoren bücher aus. da wird gewidmet und signiert!
bestellen meine leser über mich statt über amazon, bekommen sie grundsätzlich eine widmung.

ich finde signierte bücher sehr wertvoll. ich selbst verschenke nie ein buch ohen widmung. wer bücher im geschäft direkt einpacken lässt, möchte ich am liebsten sagen: HEY, Bücher sind persönlich! setzen sie doch einen satz dazu, sie schenken doch das werk mit bedacht!

lg constanze

_________________
http://willkommen-im-himmel.blogspot.com
http://wohnkosmetik-ck.blogspot.com
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