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schritt für schritt zur veröffentlichung..

BeitragVerfasst am: 24.11.2007, 20:57
julia-viola
 
Anmeldedatum29.10.2007
Beiträge370
Wohnortösterreich


hallo ihr lieben!

dass ich meine lyrik veröffentlichen möchte, hab ich ja schon mal verlautbart.

auch durfte ich bei einem user via PN um hilfe bitten, weil ich mich irgendwie überfordert fühle, was die notwendigen schritte anbelangt.

jetzt dacht ich mir, ich eröffne mal diesen thread für mich und lade (wer mag) dazu ein, mich auf meinem weg zu begleiten bzw. immer wieder mal vorbeizuschauen.

die profis werden vielleicht an ihre anfänge erinnert..

meine derzeitigen überlegungen:


1. ich habe also meine letzten 1,5 jahre als lyrik vor mir liegen. ist eine ganz schöne anzahl..
eigentlich wollte ich ja keines streichen, weil mir irgendwie vorkam, jedes einzelne ist teil meines weges.

langsam denke ich aber, dass es vielleicht doch sinn macht zu "sichten"

2. ich hatte vor zwei freundinnen, die mal was mit germanistik zu tun hatten, korrekturlesungen machen zu lassen.
sollte ich es doch bei jemandem machen lassen, der erfahrungen damit hat zu lektorieren?


danke, dass ich mich mit meiner unsicherheit an euch wenden darf.
eure einwände, hinweise oder auch fragen, helfen mir hoffentlich dabei klarer zu werden und weitere schritte zu machen.

liebe abendgrüße!

_________________
der weg ist das ziel

mein weblog: http://www.meinekleine.at/itsme
meine lyrik: http://www.momentaufnahmen.ws

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 10:26
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
Beiträge3823
WohnortA 8786 Rottenmann


Guten Morgen Julia-Viola!

In unserem Autorenkreis ist ein Spruch üblich: Hüte Dich vor Germanisten! Laughing

Durch zuviel Theorie geht oft die einem Autor innewohnende Eigenart "flöten". Das kann man ja oft anhand zahlreicher
"Streitereien" zwischen Lektoren (die aber
nicht immer studierte Germanisten sein müssen) und Autoren
sehen. Es gibt darüber auch zahlreiche Bücher.

Selbstverständlich gibt es in der Poetik Regeln, wie auch für
die Rechtschreibung. Sind diesbezüglich arge Fehler vorhanden,
müssen diese korrigiert werden.

Wichtiger, besonders in der Lyrik, ist jedoch das Ausmaß an
Poesie - und über diese zu
"urteilen", bleibt letztendlich dem (geübten) Leser überlassen.

Wer was als Poesie empfindet? Wenn das der Autor wüsste,
hätte er den Publikumserfolg "in der Tasche".

Ratschläge können gut sein, aber auch völlig "daneben" gehen.
Verlasse Dich einfach vorerst auf das eigene Empfinden. Und
sollte das "Echo" auf Deine Lyrik nicht so ausfallen, wie Du es
Dir vielleicht vorstellst, teilst Du das "Risiko" mit jedem anderen
Kunstschaffenden.

Also, lass Deine Gedichte einfach uns - und andere - lesen, ob hier
oder in Buchform.

Lieben Gruß!
Hans

BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 14:10
julia-viola
 
Anmeldedatum29.10.2007
Beiträge370
Wohnortösterreich


danke hans!

vielleicht ist es auch schon ein guter erster schritt, dass es mir immer weniger darum geht "meine geschichte/werdegang" zu veröffentlichen,
alsdass.... (jetzt wird der satz zu kompliziert)

nun.. mein interesse geht immer mehr in die richtung, dass ich es auch schon ein wenig aus sicht des eventuellen lesers sehe. könnte es für ihn interessant sein?

so, werd ich mich also noch ein letztes mal eher kritisch über meine ausgedruckten gedichte setzen.. sie auch sichten, bei bedarf ausmisten.. und dann gehts langsam ans manuskript.

_________________
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BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 14:19
Bärentante
 
Anmeldedatum30.05.2007
Beiträge728
Wohnortbei Frankfurt/M.


Ich habe mir die halbe Nacht Gedanken darüber gemacht (gut, wenn man sonst keine Probleme wälzen muss), ob ein Lektorat bei Gedichten wirklich sinnvoll ist. Bin ebenfalls zu einem negativen Ergebnis gekommen.

Klar, die Rechtschreibung muss korrekt sein, auch der Stil in einem Beitrag konsequent durchgezogen werden, ich meine z.B. die Satzzeichen am Zeilenende und Großschreibung am Anfang der nächsten, oder dies alles eben nicht, jedenfalls durchgängig. (Es gibt sicher einen Fachausdruck dafür.) redface

_________________
Liebe Grüße
Christel

Verfasst am:
 


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BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 14:22
julia-viola
 
Anmeldedatum29.10.2007
Beiträge370
Wohnortösterreich


liebe christel!

ich danke auch dir, dass du dir darüber gedanken gemacht hast! ich hab in meinem umfeld keinen mit dem ich darüber fachsimpeln könnte.

und wenn es hier unterschiedliche meinungen gibt, helfen sie mir "meine perspektive" zu bilden.

in diesem fall gibt es zwei ähnliche meinungen.

werd meine werke also nochmals mit einem kritischen auge, die dinge die du angesprochen hast, betreffend, lesen.

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Re: schritt für schritt zur veröffentlichung..

BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 14:48
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge2007
WohnortBerlin


Hallo Julia-Viola,

julia-viola hat Folgendes geschrieben:
2. ich hatte vor zwei freundinnen, die mal was mit germanistik zu tun hatten, korrekturlesungen machen zu lassen.
sollte ich es doch bei jemandem machen lassen, der erfahrungen damit hat zu lektorieren?


Meinst du jetzt lektorieren oder korrigieren?

Um eine Korrektur kannst du jeden bitten, der von deutscher Rechtschreibung Ahnung hast. Ob deine beiden Freundinnen diese haben, weiss ich nicht. Germanistik hat jedenfalls sehr wenig mit Rechtschreibung zu tun.

Ein Lektorat sehe ich gerade bei Gedichten als wichtig an, bloss sind die meisten Lektoren damit hoffnungslos ueberfordert. Dazu bedarf es schon umfangreicher Kenntnisse z.B. in Fragen der Metrik und ggfs. Reimschemata. Zugleich sind nachtraegliche Aenderungen in Gedichten immer schwierig, weil sie haeufig weitreichende Folgen fuer die Metrik und die Reime haben.

Bei Gedichten laeuft ein Lektorat daher meiner Meinung nach eher auf die Frage hinaus, welche Gedichte fuer eine Veroeffentlichung mehr und welche weniger in Frage kommen.

Dabei weiss ich natuerlich nicht, welche Ansprueche du an Lyrik stellst. Schau mal auf www.gedichte.com. Dort findest du zwei Fraktionen: die grosse, bei der alles gut ist, was gefaellt, und die kleine, die an Gedichte inhaltliche wie formale Ansprueche stellt.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 15:38
julia-viola
 
Anmeldedatum29.10.2007
Beiträge370
Wohnortösterreich


danke heinz!

na ja.. reime gibt es bei mir ja überhaupt nicht.
deshalb weiß ich auch nicht, ob ich überhaupt "gedichte" dazu sagen darf.. und nenne es mal "lyrik".

ich meinte ursprünglich wohl eine mischung aus korrigieren, aber auch mir beim ausmisten helfen. als ich jetzt die gedichte mal durchgegangen bin, fand ich gerade mal 3 dreizeiler, die ich als überflüssig empfand =)

ich werde deinen empfohlenen link verfolgen - danke!.. und mal sehen, ob ich dadurch herausfinde, welche ansprüche ich an gedichte habe Very Happy

hmm.. hab jetzt mal reingesehen - danke!
wo findest du diese beiden unterschiedlichen kategorien???

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BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 17:52
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge2007
WohnortBerlin


Hallo Julia-Viola,

julia-viola hat Folgendes geschrieben:
hmm.. hab jetzt mal reingesehen - danke!
wo findest du diese beiden unterschiedlichen kategorien???


Im Prinzip in allen Unterforen, aber am deutlichsten in "Liebe und Romantik".

Schau dir vielleicht einfach mal diesen Thread an. Aehnliche gibt es aber viele, bloss ist bei dem hohen Traffic in diesem Forum das Suchen und Finden etwas zeitaufwendig.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 18:15
julia-viola
 
Anmeldedatum29.10.2007
Beiträge370
Wohnortösterreich


danke heinz!
selbst hätt ich mich da wohl nicht durchgewühlt.

pfff.. bestimmt nicht einfach.

in meinem fall.
ich hab an die 40 gedichte (hab sie jetzt nicht gezählt).
ich könnte wohl nicht verlangen, dass so ein forum sie mir korrigiert!

was ich für die zukunft machen kann, ist aus so einem austausch lernen.

egal, ob meine eigenen kritisiert werden oder die anderer.

hmm.. nicht einfach!

ps: ups.. jetzt hab ich doch "gedichte" dazu gesagt Very Happy

pps: meine bisherigen lieblinge unter den autoren waren erich fried, jörn pfennig, kristiane allert wybranietz, edith soballa, hans kruppa.

keine ahnung, ob diese autoren für euch "gute" oder "schlechte" sind.

mir selbst haben sie zumindest geholfen in zeiten, wo ich selbst noch keine worte für bestimmte gefühlsverwirrungen hatte, mich auszudrücken.
und wenn ich das erreichen kann, dass meine zeilen anderen helfen für sich worte zu finden, ginge meine vorhaben schon auf.

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BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 18:23
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge2007
WohnortBerlin


Hallo Julia-Viola,

julia-viola hat Folgendes geschrieben:
ich hab an die 40 gedichte (hab sie jetzt nicht gezählt).
ich könnte wohl nicht verlangen, dass so ein forum sie mir korrigiert!


Wenn du erst einmal selbst die Texte anderer diskutierst, dann werden irgedwann auch einmal deine Texte hilfreich besprochen. Aber das ist natuerlich ein langer, zeitaufwendiger Weg.

Zitat:
was ich für die zukunft machen kann, ist aus so einem austausch lernen.

egal, ob meine eigenen kritisiert werden oder die anderer.


So sehe ich es auch. Ich habe frueher auch mal Gedichte geschrieben, es dann aber aus zeitlichen Gruenden aufgegeben. Heute weiss ich, dass unter den Texten kein einziger war, der das Praedikat "Gedicht" verdient. Aber Spass hat mir das Schreiben damals trotzdem gemacht, und ich werde sie mir auch irgendwann als BoD Fun drucken lassen Smile

Jetzt lese ich in gedichte.com einfach mit und denke, dass ich es irgendwann wieder versuchen werde.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 18:30
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
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Es gibt Werbesprüche,
die sind origineller als
viele unter Qualen zu-
sammen gestöpselte
Gedichte, bei denen man
glaubt, sie schon 1000x
(jeweils von einem
anderen Autor) irgendwo
gelesen zu haben.

Deshalb hüte ich mich
meistens, über Lyrik
öffentlich zu "urteilen".

In Privatgesprächen, so
in unserer Autorenrunde,
mache ich jedoch - auf
Wunsch - aus meinem Herzen
keine Mördergrube.

Dass man sich dadurch nicht
nur "Freunde" schafft, liegt
dabei auf der Hand.

BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 19:04
Jutta Ouwens
 
Anmeldedatum09.10.2007
Beiträge55
WohnortDuisburg


Was jemand von einem Gedicht erwartet und in welcher Stimmung man ein Gedicht liest, sind sicher Faktoren für die Bewertung. Darüberhinaus gefallen mir Gedichte am besten, wenn sie nicht von persönlicher Betroffenheit triefen, aber dennoch persönlich sind. Das ist kein Widerspruch. Vielleicht ein Beispiel von Heinrich Heine:

Herz, mein Herz,
sei nicht beklommen
und ertrage dein Geschick.
Neuer Frühling bringt zurück,
was der Winter dir genommen.

Und wieviel ist dir geblieben
und wie schön ist doch die Welt.
und, mein Herz, was die gefällt,
alles, alles darfst du lieben.

Das ist sicher in einer Situation entstanden, die ihn zumindest berührt hat, wie immer, wenn man schreibt, denke ich, doch es kann "in die Welt hinausziehen" und unterscheidet sich deshalb von Texten, die eher ins Poesiealbum gehören, weil doch zu oft eine Lebensweisheit mit erhobenem Zeigefinger verkündet wird. Das ist meine persönliche Meinung, die sich im Laufe der Jahre beim Lesen und Schreiben gebildet hat. Viel Erfolg und probier dich aus, es gibt gute Hilfen im Netz, siehe auch www.literaturcafe.de
Liebe Grüße, Jutta
P.S. Das Gedicht ist aus dem Kopf geschrieben, Interp.fehler also ziemlich sicher!

BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 19:20
julia-viola
 
Anmeldedatum29.10.2007
Beiträge370
Wohnortösterreich


@ hwg

bezüglich kritik in internetten foren..

ist wohl auch nicht so einfach.
die, die ihre zeit dafür geben, um im detail auf einen anderen text einzugehen.. um ihn zu kritisieren.. können vielleicht auf solche treffen, die es zu dem zeitpunkt gar nicht so punktgenau wollten Very Happy

schließlich gibt es unterschiedlichste wegstationen. das eine mal geht es darum seine individuelle kreativität generell mal zuzulassen!
ein anderes mal, dann tatsächlich darum auch im detail ausgebessert zu werden.

@ jutta

mich persönlich würde das gedicht von heine nicht ansprechen.. vielleicht irgendwann.
scheint also, dass ich weniger den anspruch an "qualität" habe.. als einfach berührt werden will und auch selbst berühren möchte.


vielen dank für den link!

auf den ersten blick war für mich die lyrik im "literatur-cafe" ansprechender, als die bei "gedichte.de"

@ werbespruch - stammt aus meiner quelle Very Happy

da ist so viel "ich liebe dich" in der luft
und ich will, dass es dich trifft.

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BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 19:32
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
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WohnortA 8786 Rottenmann


@ Jutta: Heine ist ja auch ein fast unerreichter Meister. Darin sind wir wohl einer Meinung.

@ Julia-Viola: Jeder, der schreiben will, soll dazu ermuntert werden.

Deshalb ist "Kritik" auch nicht immer sofort angebracht. Es ist halt oft so, dass ein begeisterter Lyrik-Leser beim selber Schreiben - sicher manchmal unbewusst - auf bereits Vorhandenes, wenn auch in variierter Form, zurückgreift.

Damit will ich niemanden etwas unterstellen, aber
wenn man sich jahrzehntelang mit Literatur beschäftigt, kommt einem so allerhand unter... Laughing

Deinen "Werbespruch" erachte ich als gelungen! thumb up

BeitragVerfasst am: 25.11.2007, 19:53
julia-viola
 
Anmeldedatum29.10.2007
Beiträge370
Wohnortösterreich


lieber hans!

darin unterscheidet sich wohl, was man überhaupt bei/in lyrik "sucht" Very Happy

- ist es das erstaunt sein darüber, was dem autor von diversen buchstaben an "neuem" gelungen ist. wie er die buchstaben, die uns allen in gleichem ausmaß zur verfügung stehen, aneinander und miteinander komponiert, sodass daraus etwas ganz extra vagantes entsteht.. sodass daraus scheinbar für viele genuss werden darf.

- oder ist es eben, wie es bei mir meist der fall war (bisher!), dass ich mich einfach verstanden wissen wollte.. dass ich mir zeilen ausborgen wollte um mein inneres damit selbst - im tagebuch - auszudrücken.

dass es dich als profi dieses faches ermüdet manchmal nichts neues vorzufinden, glaube ich dir gerne.

was nun tatsächlich in meinem kopf neu.. oder unbewusst variiert oder übernommen wurde.. weiß ich in der tat nicht.

danke für dein thumb up .... *smile*

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