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Schutz vor Buchklau

BeitragVerfasst am: 26.03.2008, 21:44
Gigger
 
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Hatte vor kurzem ein Gespräch mit einer Bekannten, deren Verwandte in einem Verlag tätig sind. Laut denen kommt es nicht so selten vor, dass ein unseriöser Verlag Bücher, die ihnen angeboten werden, klaut.
Man solle sich sein BUch per Einschreiben selbst schicken und das Paket nicht öffnen. So hätte man einen Beweis der Urheberschaft des BUches, falls es zum Klau kommt.
Hm, ich hatte eigentlich mal an einen Notar gedacht, habe hier - glaub ich- mal gelesen, dass dies Pronlem gar nicht so gravierend sein soll.
Was haltet ihr davon?

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 26.03.2008, 22:06
Birgit Fabich
 
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verstehe ich nicht?
Jemand klaut die Idee oder das Buchexemplar?
Als 'Beweisstücke' sind doch die Exemplare in der Nationalbibliothek vorrätig.
Die Originalbilder und Dateien hat man doch auch auf seinem Rechner..
bitte um verständliche Aufklärung
Gruß Birgit

BeitragVerfasst am: 26.03.2008, 22:59
Gigger
 
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Der Klau passiert natürlich vor Erscheinen des Buches.
Ich schicke mein Meisterwerk an den Verlag xy. Dieser lehnt ab, doch nach einiger Zeit erscheint das Werk unter fremden Namen.
Ich muss nun beweisen, dass ich der AUtor bin. In der Nationalbibliothek ist da noch nichts, nur auf dem PC, evtl. auch bei Bekannten, die es korrigiert haben.
Was mich nur wundert: wenn ich mir ein Paket schicke, habe ich ja auch keinen Beweis des Inhalts. Könnte ja auch soäter hineingeschmuggelt worden sein.

BeitragVerfasst am: 26.03.2008, 23:42
kante
 
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Gigger hat Folgendes geschrieben:
Was mich nur wundert: wenn ich mir ein Paket schicke, habe ich ja auch keinen Beweis des Inhalts. Könnte ja auch soäter hineingeschmuggelt worden sein.


Deswegen schickt man es sich auch per verschlossenem und idealerweise versiegeltem Einschreiben. Kommt es zum Rechtsstreit, wird der Umschlag vor Gericht geoeffnet. Haettest du was nachtraeglich reingetan, waer der Umschlag schon offen oder das Siegel gebrochen Wink

Mike

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 27.03.2008, 01:04
hawepe
 
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Hallo Mike,

kante hat Folgendes geschrieben:
Deswegen schickt man es sich auch per verschlossenem und idealerweise versiegeltem Einschreiben. Kommt es zum Rechtsstreit, wird der Umschlag vor Gericht geoeffnet. Haettest du was nachtraeglich reingetan, waer der Umschlag schon offen oder das Siegel gebrochen Wink


Das ist zwar besser als nichts, aber im Streitfall wuerde wohl damit argumentiert, dass der Brief zwischenzeitlich geoeffnet und dann wieder verschlossen worden sei.

Der Ansatz ist allerdings richtig. Hier zwei Links, die das Ganze sicherer machen helfen:

www.law-blog.de/206/nachweis-der-urheberschaft-einfache-variante/

www.law-blog.de/297/einsatz-der-notariellen-hinterlegung-im-urheberschutz/

Beste Gruesse,

Heinz.

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Reisefuehrer Bulgarien, Slowakei: http://www.erlebnis-osteuropa.de
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Barrierefreies Webdesign: http://www.Pahlke-KunstWebDesign.de

BeitragVerfasst am: 27.03.2008, 10:01
mtg
Gast
 


Genau - die notarielle Hinterlegung, verbunden mit einer Schutzschrift, ist wohl diejenige Version, die größtmöglichen Schutz bietet, auch wenn er nie 100%ig sein kann. Aber über diese Hürde muss dann die Gegenseite im Fall des Falles erst mal drüberkommen...

Beste Grüße
Matthias

BeitragVerfasst am: 27.03.2008, 12:54
Hakket (Moderator)
 
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Hm, interessant.
Aber mir stellt sich die Frage, ob der "Klau" eines Manuskriptes wirklich so viel Sinn macht. Sicher, es kommt auf das Genre an, bei einem Fachbuch könnte ich mir das noch erklären.
Aber bei einem Roman? Ich denke, jedem von uns dürfte klar sein, was es kostet, ein Buch auf den Markt zu bringen und dafür zu werben. Und es dürfte auch klar sein, dass mit EINEM Buch kaum Geld zu verdienen ist, es sei denn, es verkauft sich EXTREM gut. (Wobei die Chancen auf einen Bestseller ... aber lassen wir das)
Aber sind Verlage nicht eher an AUTOREN intressiert? Was bringt es, ein einziges Buch zu "klauen"? Angenommen, es wird zu einem Renner. Wenn der Verlag den dazugehörigen Autoren nicht hat, sieht er doch ziemlich dumm aus!? (Z.B. Rowling: Man klaut ihr einen Teil von H.P. Und dann? Oder man klaut einen Stephen King. Macht Stephen King den Verlag mit einem Buch reich - oder mit seinem Namen?)
Okay, der Verlagslektor könnte versuchen, den Stil des geklauten Manuskriptes nachzuahmen, aber - wie gesagt - bei dem ganzen Aufwand, und dem rechtlichen Risiko - lohnt sich das? Bei dem "geringen" Lohn, den ein Autor bekommt, ist das Risiko m.M.n. zu hoch.

Aber nichtsdestotrotz: Sich die Zusendung des Manuskriptes bestätigen zu lassen (egal wie) ist immer der richtige Weg.

Gruß
Hakket

_________________
In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord.de

BeitragVerfasst am: 27.03.2008, 14:15
ChrisK
 
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Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben:

Aber mir stellt sich die Frage, ob der "Klau" eines Manuskriptes wirklich so viel Sinn macht.

Macht er nicht. Mir ist auch - zumindest im deutschsprachigen Raum - kein derartiger Fall bekannt, der NICHT auf Hörensagen beruht. Aufwand und Risiko einer solchen Aktion stehen in keinem Verhältnis.
Etwas anders ist es im Bereich Drehbuch. Da ist es (sehr) gelegentlich vorgekommen, dass ein Kollege eine Plot-Idee gepitched hatte, von einer Produktion eine Ablehnung erhalten hat und dann feststellen musste, dass eben diese Produktion seinen Plot von einem anderen Autor hat realisieren lassen. Davor kann man sich jedoch meist wg. mangelnder Schöpfungshöhe nicht schützen, das läuft unter Berufsrisiko.
Gruß
Chris

BeitragVerfasst am: 27.03.2008, 16:50
PvO
 
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Schließe mich Hakket an, genauso sehe ich das auch thumb up

_________________
Im November 07 hab ich einen Vertrag unterschrieben. Somit wird eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt erscheinen.

www.peters-buchladen.de

BeitragVerfasst am: 27.03.2008, 17:56
Birgit Fabich
 
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Ich kann es mir nicht gut vorstellen, seine Idee vor Dieben zu schützen,
sieht man doch schon an Gesprächen,
wenn Person A eine Idee vorträgt, keine Chance,
kommt Person B mit derselben, nur einige Wörter umgesetzt,
ist es diiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeee Idee, die alles verändert.

Eine Erfahrung, die ich in vielen Dienstbesprechungen gemacht habe,
also nichts Neues.

BeitragVerfasst am: 27.03.2008, 19:35
hawepe
 
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Hallo Hakket,

Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Aber mir stellt sich die Frage, ob der "Klau" eines Manuskriptes wirklich so viel Sinn macht. Sicher, es kommt auf das Genre an, bei einem Fachbuch könnte ich mir das noch erklären.
Aber bei einem Roman?


Ich denke, das ist eine sehr eingeengte Sichtweise. Dass ein Verlag gleich ein ganzes Fachbuch oder einen Roman klaut, ist tatsaechlich eher unwahrscheinlich, aber bei Kurzgeschichten und noch mehr bei Gedichten ist das Risiko mit Sicherheit groesser.

Der Klauer muss zudem auch kein Verlag sein. Eher sind es Autoren, die sich bei anderen bedienen. Ich hatte in diesem Forum wenige Tage vor der Leipziger Buchmesse kurz ueber einen Autor berichtet, der sein Buch in wesentlichen Passagen aus anderen Veroeffentlichungen abgeschrieben hat. Hier gab es zwar keine Beweisprobleme, aber so eindeutig muss die Sachlage nicht immer sein.

Was waere z.B. gewesen, wenn irgendjemand Texte, die hier zur Vorauswahl fuer die Anthologie veroeffentlicht wurden, kurzerhand genommen und unter eigenem Namen veroeffentlicht haette?

Hinterlegung halte ich auch fuer uebertrieben, aber die im ersten Link beschriebene Vorgehensweise erfordert so wenig Aufwand, dass er die zusaetzliche Sicherheit lohnt. Wer regelmaessig Backups anfertigt, hat die Beweise ohnehin schon gesichert; er muss lediglich daran denken, einzelne Backups laengerfristig aufzubewahren.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 27.03.2008, 20:43
Gigger
 
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Danke an alle für eure Beiträge. DIe Schritte meines Romanes habe ich dutzendweise gespeichert mit sämtlichen Änderungen usw. Ich will nicht behaupten, dass mein Roman nun dermaßen superb wäre, dass ihn jeder gleich klauen will. DIes nur zur Klärung. Da ich genügend Rechtsanwälte kenne, werde ich also dort mein Werk hinterlegen.
smart

BeitragVerfasst am: 28.03.2008, 09:04
hwg (Moderator)
 
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Also, wenn wer einen meiner Texte klauen würde, wäre mein Gedanke:
Mensch, muss die Geschichte gut sein, wenn dem "Täter" (= Autor?) nichts Besseres einfällt... Very Happy

Im Internet schwirren derart viele Texte herum, so dass man einem Plagiat im Netz nur durch Zufall auf die Spur kommt. Deshalb veröffentliche ich im Internet nur bereits gedruckte Texte, weshalb mir im Streitfall eine Beweisführung hinsichtlich "wer zuerst d'ran war" leicht fiele.

Sollte wer einen meiner gedruckten Texte "kopieren", würde sich der Verlag darum "kümmern". Meine Zeit verwende ich besser fürs Schreiben neuer Geschichten.

BeitragVerfasst am: 28.03.2008, 20:43
Zoba
 
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WohnortSüden


Hallo,

Plagiatsfinder, hier bitteschön:

https://www.ipd.uni-karlsruhe.de/jplag/

_________________
Gruß,

Zoba

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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky

BeitragVerfasst am: 28.03.2008, 20:59
g.c.roth (Moderator)
 
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Beiträge1323
WohnortEmden


Zitat:
Plagiatsfinder, hier bitteschön:

https://www.ipd.uni-karlsruhe.de/jplag/


shocked eyes ?? blink ?? ist wohl nur was für Spezialisten?? cool silber Ich sehr nur Zahlen blink

LG Grete

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