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Seitenzählung bei BOD

BeitragVerfasst am: 09.08.2007, 16:47
geist
 
Anmeldedatum09.08.2007
Beiträge2


Hallo, liebe autorenpool-Gemeinschaft!

Ich stolpere seit einiger Zeit immer wieder über euer Forum und habe schon als passiver Beobachter den ein oder anderen wertvollen Beitrag für mich finden können. Wirklich positiv aufgefallen ist mir hier der konsequent freundliche und höfliche Umgangston. Ein dickes Lob an eine der freundlichsten Communities, die ich bis jetzt gefunden habe!

Nun zu meinem Anliegen:

Ich plane, wie sollt es anders sei, die Veröffentlichung meines Buches via BOD. Ich habe alle anderen Möglichkeiten bereits abgeklopft und sogar die ein oder andere Absage eines "echten" Verlagshauses in der Hand. Nun möchte ich das ganze über BOD selbst in die Hand nehmen.

Das Buch ist fertig und kriecht langsam durch das Lektorat. Vergangene Nacht habe ich ein wenig mit dem Preiskalkulator von BOD gespielt und festgestellt, dass, zumindest ich, doch arge Probleme beim Verständnis des Preisrechners gibt. Eine intensive google Recherche und auch die Suchfunktion hier im Forum konnten mir nicht weiterhelfen, weswegen ich mich jetzt vertrauensvoll an euch wende.

Bei BOD wird der Preis des Buches über die Seitenzahl berechnet. Soweit so gut. Doch wie genau ist die Seitenzahl des Buchblockes definiert? Geht man im Kalkulator von der realen Seitenzahl aus, sprich, von der Anzahl bedruckter Oberflächen oder aber vom Seitenumfang des Buches (demnach die Hälfte des realen Seitenzahl)? Wahrscheinlich wird der ein oder andere sich auf die Schenkel klatschen bei dieser Frage, aber ich habe da wohl eine massive Denkblockade.

Mein Buch umfasst in 456 Seiten Manuskript im Buchformat. Gebe ich jetzt diese Zahl in den Preisrechner ein, oder aber, da ja eine gedruckte Buchseite immer beidseitig verwendet wird, lediglich die, natürlich durch vier teilbare, Hälfte des Ganzen?

Ich habe da einfach zu lange drüber nachgedacht und komme nicht mehr weiter. Gerade was den VK des Buches angeht, würde das ja einen erheblichen Unterschied ausmachen.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel.

Verfasst am:
 


Re: Seitenzählung bei BOD

BeitragVerfasst am: 09.08.2007, 17:04
Bärentante
 
Anmeldedatum30.05.2007
Beiträge727
Wohnortbei Frankfurt/M.


Huch, ein Geist. :o

geist hat Folgendes geschrieben:
Mein Buch umfasst in 456 Seiten Manuskript im Buchformat. Gebe ich jetzt diese Zahl in den Preisrechner ein ...


Genau die.

_________________
Liebe Grüße
Christel

BeitragVerfasst am: 09.08.2007, 17:05
julia07
 
Anmeldedatum22.05.2007
Beiträge1206
Wohnort87700 Memmingen


Hallo Daniel,
herzlich willkommen bei uns!

Hier die Antwort auf deine Frage bezüglich der "Seiten":

Seite = nicht Blatt!
Das heißt, 1 Blatt = 2 Seiten
Bei der Preisberechnung ist es egal, ob die Seiten bedruckt sind, oder nicht.
Ich habe jetzt nicht nachgesehen, aber bei 456 Seiten kommt ein 'heftiger' Produktionspreis heraus. Ich schätze, da hast du ein wenig ungläubig auf der Preiskalkulator geschaut. Möglicherweise kommt daher ja auch deine Frage Wink

LG, Julia

BeitragVerfasst am: 09.08.2007, 21:15
Judith
 
Anmeldedatum05.08.2007
Beiträge2101
WohnortSchwobaländle


Hallo Daniel,

hast du schon die PDF-Dateien für den Druck erstellt? Die berechnete Seitenzahl ist die vom Buch. Da man verschiedene Größen zur Auswahl hat, wäre bei einem dicken Buch ein bisschen einzusparen, wenn man ein größeres Format nimmt, also nicht unbedingt 12 x 19. Wenn du die nächste Größe nimmst, dann kommt die Seitenzahl etwa mit der Anzahl der Manuskript-Normseiten hin, wenn du die Schrift entsprechend anpasst.

Bei einem so umfangreichen Buch müsstest du für ein Paperback mindestens 25,- Euro verlangen. Zum Glück schreibe ich nur "dünne" Kinderbücher. Wink

Grüßle,
Judith

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 09.08.2007, 21:54
geist
 
Anmeldedatum09.08.2007
Beiträge2


Vielen Dank euch dreien für die schnellen und kompetenten Antworten. Ich hatte da wohl in der Tat einen Denkfehler drin.

Leider gefällt mir der Inhalt weniger. Ein Paperback von nicht einmal 500 Seiten für über 20 EURO zu verkaufen, ist ehrlich unerhört Wink Sehr schade. So werde ich das Manuskript modifizieren müssen und es als Mehrteiler veröffentlichen. Der Einzelpreis ist dann erheblich niedriger und damit auch die Hemmschwelle, es zu kaufen.

Das ist zwar nicht die beste Lösung, aber die einzige, die ich für einen umfangreichen Roman für praktikabel erachte.

Danke für die schnelle und nette Hilfe. Ich fühl mich richtig wohl bei euch.

BeitragVerfasst am: 09.08.2007, 22:18
Judith
 
Anmeldedatum05.08.2007
Beiträge2101
WohnortSchwobaländle


Hallo Daniel,

ich habe eben einen Versuch gemacht: mein Buch hat die Größe 12 x 19 und 128 Seiten. Es passt etwas weniger als eine Normseite auf eine Buchseite (ca. 20 % weniger). Nun habe ich das größtmögliche Format gewählt, das ohne Aufpreis möglich ist, 17 x 22, und die Schriftgröße von 10 pt auf 9 pt verkleinert. Und siehe da, es sind nur noch 72 Seiten.

Ich habe hier das Buch von Maja Langsdorff "Ballett - und dann". Sie hat auch bei BoD verlegt. Das Buch hat die Größe 14,8 x 21, ein Format, das man noch ansehen kann. Die Schrift ist relativ klein, aber noch lesbar, der Text recht weit an den Rand geschrieben (du kannst mal online 'reinsehen). Der Buchblock hat 296 Seiten, sie verlangt 19,80 Euro. Ich denke, das ist so ein "Grenzpreis".

Probier einfach mal ein bisschen mit Größen und Schriften aus. Vielleicht kommst du so wie o.g. Buch hin. Mach mal ein PDF und drucke einige Seiten aus, dann siehst du, wie's rauskommt.

Grüßle,
Judith

BeitragVerfasst am: 09.08.2007, 22:51
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1809
WohnortBerlin


Hallo Judith,

Judith hat Folgendes geschrieben:
Nun habe ich das größtmögliche Format gewählt, das ohne Aufpreis möglich ist, 17 x 22, und die Schriftgröße von 10 pt auf 9 pt verkleinert. Und siehe da, es sind nur noch 72 Seiten.


Und wieviele Anschlaege ist das eine durchschnittliche Zeile lang?

Mehr als 70 sollte man moeglichst vermeiden, wenn die Lesbarkeit nicht erheblich leiden soll.

Beste Gruesse,

Heinz.

_________________
Buchsatz für Autoren - Vom Manuskript zum Buch ...
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BeitragVerfasst am: 09.08.2007, 22:53
dbs
Gast
 


geist hat Folgendes geschrieben:
Ein Paperback von nicht einmal 500 Seiten für über 20 EURO zu verkaufen, ist ehrlich unerhört Wink Sehr schade.


Mal ganz im Vertrauen unter uns Gebetsschwestern:

Wer 500 Seiten im Format 12 x 19 cm veröffentlicht, gehört geprügelt. Wink

Warum nicht im Format A5 setzen? Den Satzspiegel etwas überarbeiten? Statt 32 Zeilen je Seite auf 38 Zeilen gehen?

456 Seiten machen einen Brutto-Laden-VK von 23,50 €.

Das gleiche Buch als Hardcover bedeutet nur 9 € mehr beim Laden-VK. Die Wertigkeit eines Hardcovers ist ungleich höher als die eines Taschenbuches.

Den Preis drücken kann man nur durch Wahl eines größeren Formates:

12,0 x 19,0 cm
13,5 x 21,5 cm
14,8 x 21,0 cm (DIN A5)
15,5 x 22,0 cm
17,0 x 22,0 cm

Basiskosten bei BoD alles identisch. Aber je größer die zu bedruckende Fläche, desto geringer die Seitenzahl, desto niedriger der Stückpreis.


Grüße
Siegfried

BeitragVerfasst am: 10.08.2007, 00:44
Judith
 
Anmeldedatum05.08.2007
Beiträge2101
WohnortSchwobaländle


Heinz, ich habe meinen Testversuch wieder gelöscht.

Man muss unbedingt ein paar Seiten als Probedruck machen, dann sieht man, was geht.

Grüßle,
Judith

BeitragVerfasst am: 10.08.2007, 08:18
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1809
WohnortBerlin


Hallo Judith,

Judith hat Folgendes geschrieben:
Man muss unbedingt ein paar Seiten als Probedruck machen, dann sieht man, was geht.


Gehen tut vieles Wink

Ich wende mich nur gegen die Illusion, durch ein groesseres Seitenformat deutlich mehr Text auf einer Seite unterbringen zu koennen.

Wenn die Zeilen nicht laenger als rund 70 Anschlaege werden sollen, verbreitern sich dadurch nur die Raender. Hatte man vorher weniger Zeichen in der Zeile, kommt noch ein vergroesserter Zeilenabstand hinzu.

Ich habe dazu mal mit einigen meiner Buecher umhergespielt, mehr als 10 Prozent der Seiten liessen sich selten einsparen.

Ob das Zusammenspiel von Schrift, Zeilenabstand und Raendern ein gutes Ergebnis bringt, das muss man dann allerdings wirklich durch Probeausdrucke testen. Die Heimdrucker sind dafuer allerdings selten wirklich geeignet.

Beste Gruesse,

Heinz.

_________________
Buchsatz für Autoren - Vom Manuskript zum Buch ...
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BeitragVerfasst am: 10.08.2007, 08:59
dbs
Gast
 


hawepe hat Folgendes geschrieben:
Ob das Zusammenspiel von Schrift, Zeilenabstand und Raendern ein gutes Ergebnis bringt, das muss man dann allerdings wirklich durch Probeausdrucke testen. Die Heimdrucker sind dafuer allerdings selten wirklich geeignet.



Genau dafür ist BoDFun bestens geeignet. Anstatt mit 450 Seiten kann man das Erscheinungsbild des fertigen Buches auch mit der Minimalseitenzahl testen (ergo: 52 Seiten). Bei Einzelabnahme kostet das Buch 3,62 Euro. Für eine Investition von 50 Euro kann man sein Werk durch alle Layout-Varianten jagen und vermeidet so entscheidende Fehler beim vollständigen Buch.

Und ob man den Satzspiegel wirklich nach dem "Goldenen Schnitt" anlegen muss, darüber kann man auch diskutieren (Satzspiegelkonstruktionen nach dem "Goldenen Schnitt" halte ich persönlich für reine Platzverschwendung).

Grüße
Siegfried

BeitragVerfasst am: 10.08.2007, 09:47
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1809
WohnortBerlin


Hallo,

dbs (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Genau dafür ist BoDFun bestens geeignet. Anstatt mit 450 Seiten kann man das Erscheinungsbild des fertigen Buches auch mit der Minimalseitenzahl testen (ergo: 52 Seiten). Bei Einzelabnahme kostet das Buch 3,62 Euro. Für eine Investition von 50 Euro kann man sein Werk durch alle Layout-Varianten jagen und vermeidet so entscheidende Fehler beim vollständigen Buch.


Was aber voraussetzt, dass man zu BoD geht. Ich habe mein bisherigen Book-on-Demand-Buecher bei Engelsdorf verlegen lassen und dort gibt es diese Moeglichkeit nicht.

Es geht aber auch sehr gut, wenn man z.B. an seinem Arbeitsplatz einen guten Buerodrucker zu stehen hat oder in einem Copy-Center drucken laesst. Solange man keine zu diffizilen Schriften verwendet, reicht das aus.

Zitat:
Und ob man den Satzspiegel wirklich nach dem "Goldenen Schnitt" anlegen muss, darüber kann man auch diskutieren (Satzspiegelkonstruktionen nach dem "Goldenen Schnitt" halte ich persönlich für reine Platzverschwendung).


Ich mag solche grosszuegigen Satzspiegel eigentlich sehr, aber bei Book on Demand gelangt man dann in Preisgefilde, die viele Kunden nicht mehr akzeptieren.

Aber mit einem Neunerraster erhaelt man auch einen sehr ausgewogenen Satzspiegel. Nur bei sehr kleinen Buchformaten koennen die Raender dann etwas sehr knapp ausfallen. Ggfs. muss man dann eben mal einen Achterraster probieren.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 10.08.2007, 11:30
dbs
Gast
 


hawepe hat Folgendes geschrieben:
Aber mit einem Neunerraster erhaelt man auch einen sehr ausgewogenen Satzspiegel. Nur bei sehr kleinen Buchformaten koennen die Raender dann etwas sehr knapp ausfallen. Ggfs. muss man dann eben mal einen Achterraster probieren.


Dazu hätte ich mal eine Frage:

Bei 120 x 190 mm Seitenformat und einem Neunerraster komme ich auf folgende Randeinstellungen:

Bund = 13,3 mm
Kopf = 21,1 mm
Außen = 26,6 mm
Unten = 42,2 mm

Bleibt als Textfläche 80,1 x 126,7 mm.

Mit Palatino Linotype 9pt bekomme ich ca. 55 Zeichen je Zeile bei 29 Zeilen je Seite gesetzt. Etwas wenig, finde ich (ich versuche immer, etwa 60 bis 65 Zeichen je Zeile bei 34 bis 38 Zeilen je Seite hinzubekommen).

Teilst du die Seite in deinen Büchern anders auf (alle Ränder auf 1/9)?

Grüße
Siegfried

BeitragVerfasst am: 10.08.2007, 12:07
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge1809
WohnortBerlin


Hallo Siegfried,

dbs (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Bei 120 x 190 mm Seitenformat und einem Neunerraster komme ich auf folgende Randeinstellungen:

Bund = 13,3 mm
Kopf = 21,1 mm
Außen = 26,6 mm
Unten = 42,2 mm

Bleibt als Textfläche 80,1 x 126,7 mm.

Mit Palatino Linotype 9pt bekomme ich ca. 55 Zeichen je Zeile bei 29 Zeilen je Seite gesetzt. Etwas wenig, finde ich (ich versuche immer, etwa 60 bis 65 Zeichen je Zeile bei 34 bis 38 Zeilen je Seite hinzubekommen).


Versuch's doch mal mit einem 10er-, 11er- oder 12er-Raster. Dann werden die Raender schmaler, stehen aber weiter in einem ausgewogenen Verhaeltnis zueinander.

In der Mitte kannst du etwas Bindekorrektur zugeben. Gerade Paperbacks lassen sich fast nie flach aufschlagen, so dass optisch der Innenrand schmaler wird und der Text eventuell in die Woelbung hineinrutscht.

Zitat:
Teilst du die Seite in deinen Büchern anders auf (alle Ränder auf 1/9)?


Nein, grundsaetzlich nicht, weil das einfach unschoen aussieht und allen typographischen Traditionen widerspricht.

Beste Gruesse,

Heinz.

_________________
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BeitragVerfasst am: 10.08.2007, 12:54
Judith
 
Anmeldedatum05.08.2007
Beiträge2101
WohnortSchwobaländle


dbs (Moderator) hat Folgendes geschrieben:

Bei 120 x 190 mm Seitenformat und einem Neunerraster komme ich auf folgende Randeinstellungen:

Bund = 13,3 mm
Kopf = 21,1 mm
Außen = 26,6 mm
Unten = 42,2 mm

Bleibt als Textfläche 80,1 x 126,7 mm.


Hallo Siegfried,

ich verstehe deine Zahlen nicht so ganz, denn du wirst ja sicherlich unten keinen Rand von über 4 cm lassen.

Bei meinem Buch 12 x 19 habe ich in Word folgende Ränder (in cm):
Oben: 1,4
Innen: 1,3 (ist grenzwertig, aber noch o.k.)
Unten: 1,8
Außen: 2,6

Es sieht gut und "richtig" aus so wie es ist.

Als Schrift (Roman für 11 - 13jährige) habe ich Lucidia Bright 10pt. gewählt, Zeilenabstand 1,1. Es ist sehr gut lesbar, wurde von der entsprechenden Altersgruppe und Erwachsenen bestätigt.

Grüßle und schönes Wochenende,
Judith

P.S. In der Anlage ein Screenshot von 2 Seiten, gleichzeitig eine Leseprobe. Wink
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