| Jocelyne Lopez |
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| Anmeldedatum | 15.04.2008 | | Beiträge | 25 | | Wohnort | Hamburg |
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Ich erzähle den ersten von den zwei seltsamen Träumen, die ich im meinem Leben gehabt habe, dafür muß ich aber erst einmal den Kontext darstellen:
Ich war zu dieser Zeit ca. 30 Jahre alt, noch ganz neu in Deutschland, konnte also nicht so gut deutsch und arbeitete als Fremdsprachenkorrespondentin in einer kleinen Exportfirma in Hamburg. Ich hatte dort eine jüngere Kollegin mit der ich mich ganz gut verstanden habe. Sie wohnte zufälligerweise nur ein paar Straßen entfernt von mir, so dass wir uns verabredet haben, dass ich sie morgens mit dem Auto abhole, dann sind wir gemeinsam zur Arbeit gefahren.
Sie war sehr sprachwendig, eine echte "Hamburger Dirn", und sie erzählte mir ganz lebhaft und bunt jeden Morgen alles Mögliche, insbesondere von ihrem Freund. Die Beziehung kriselte sehr, sie hatte Lust, ihn vor die Tür zu setzen, kam aber noch nicht dazu.
Eine Nacht träumte ich, dass sie ihren Freund in der Küche umgebracht hatte. Ich war in ihrer Wohnung (ich kannte sie auch in Wirklichkeit), es waren viele Leute da, wie bei einer Party, aber die Atmosphäre war sehr bedrückend: Keiner hat gesprochen, jeder hat in die Küche reingeguckt, die Tür wieder zugemacht und kein Wort gesagt. Ich war sehr bedrückt, ich wollte nicht in die Küche reinschauen. Ich habe die Kollegin angesprochen und sie gefragt, was sie gedenkt zu tun, wie das weitergehen sollte. Sie war gedankenabwesend, sie hat nichts geantwortet. Sie hat ein Zettel geschrieben und an die Tür der Küche angebracht. Darauf stand: "Vorsicht in der Küche, das ist glitschig." Dann bin ich aufgewacht.
Ich habe gleich an diesem Morgen meinem Mann diesen unangenehmen Traum erzählt. Vor allem das Wort "glitschig" fand ich seltsam, ich meinte, ich kannte dieses Wort noch nicht, ich hätte selbst "rutschig" gesagt.
Ich habe der Kollegin im Auto diesen unangenehmen Traum nicht erzählt, obwohl ich noch sehr unter den bedrückenden Eindruck stand, wir haben über was Anderes gesprochen.
Im laufen des Vormittags habe ich daran nicht mehr gedacht, bis auf einmal die Kollegin in unser Zimmer reinplatzte (wir arbeiteten nicht im selben Zimmer), mich direkt anguckte und sagte: "Vorsicht in der Küche, das ist glitschig". Ich bin fast vom Stuhl gefallen!
Aber sie hatte ihren Freund doch nicht umgebracht, sie hatte nur Kaffee in der Küche geschüttet und gewischt, sie wollte uns nur warnen.
Zufall oder hat sie im Auto etwa von meinen Gedanken "gelesen"?
Jocelyne Lopez |
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