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So viele Verlage sind auf der Suche ...

BeitragVerfasst am: 05.09.2008, 10:14
Ruth
 
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Warum gibt es so viele Verlage, die über Internet neue Autoren suchen, aber fast alle eingereichten Manuskripte ablehnen? Warum suchen diese Verlage überhaupt?

Ich finde, die Verlage haben ihre Vorstellungen von einer guten Geschichte ganz schön hochgeschraubt, nach Harry Potter ist wohl jede Geschichte, die nicht annähernd an den Zauberlehrling heranreicht, nicht brauchbar.

Kann sich einer vorstellen, dass beim Astrid-Lindgren-Schreibwettbewerb letzes Jahr angeblich kein gutes Manuskript dabei war, das als Buch hätte veröffentlicht werden können? Der Hauptpreis wurde also auch nicht gespendet. Ich möchte nicht wissen, wie viele berühmte Autoren da anonym mitgemacht haben und auch in die Röhre schauten ...

Da kann ich mich einfach drüber ärgern ...

Verfasst am:
 


Re: So viele Verlage sind auf der Suche ...

BeitragVerfasst am: 05.09.2008, 10:27
LOFI (Moderator)
 
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Beiträge2802


Ruth hat Folgendes geschrieben:
Warum gibt es so viele Verlage, die über Internet neue Autoren suchen, aber fast alle eingereichten Manuskripte ablehnen? Warum suchen diese Verlage überhaupt?


Hi,
ganz einfach: Je größer die Reuse, desto mehr fette Fische unter den tausenden von Heringen cheezy grin

LG

Lorenz

BeitragVerfasst am: 05.09.2008, 10:38
Thorsten
 
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Hallo, Ruth.

Deine Verärgerung kann ich verstehen. Die Ansprüche werden aber in jedem Bereich nach einer Weile hochgeschraubt. Spätestens dann, wenn die Zuständigen glauben, ein Klassiker sei längst hinfällig gewesen, um das Niveau zu heben.

Es hilft alles nichts, man muss es immer wieder versuchen und von sich und seinen Werken so überzeugt sein, dass die Verlage das mitbekommen. Auch wenn es frustrierend ist, doch der steinige Weg ist oft der bessere. Wink

Grüße!

_________________
Der deutsche Jackie Chan Filmführer | ISBN: 978-3-86858-102-7
Boose-Nacht-Geschichten | ISBN: 978-3-8370-2599-6

BeitragVerfasst am: 05.09.2008, 10:47
hwg (Moderator)
 
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Beiträge4009
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Etablierte Verlage s u c h e n nicht nach Autoren, sie finden diese... Laughing
Meistens verstecken sich hinter den Suchenden Druckkostenzuschussunternehmen, die für die Herausgabe von Büchern von den Autoren b e z a h l t werden wollen.

Wie es ein auf Veröffentlichung seiner Werke bedachter Autor anstellt,
damit das Licht der Öffentlichkeit zu finden, bleibt ihm überlassen. Viele dieser Druckkostenzuschussunternehmen sind echte Werbeprofis...

Mehr will ich hier, da es schon seitenweise Beiträge zu diesem Thema gibt, nicht mehr andeuten... cheezy grin

Verfasst am:
 


Re: So viele Verlage sind auf der Suche ...

BeitragVerfasst am: 05.09.2008, 11:30
hawepe
 
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Hallo Ruth,

Ruth hat Folgendes geschrieben:
Warum gibt es so viele Verlage, die über Internet neue Autoren suchen, aber fast alle eingereichten Manuskripte ablehnen? Warum suchen diese Verlage überhaupt?


Interessant. Ich bin zwar sehr viel im Internet unterwegs, aber ueber solche Manuskriptsuchen bin ich bislang noch nicht gestolpert. Kannst du deshalb vielleicht mal ein paar Beispiele nennen?

Beste Gruesse,

Heinz.

_________________
Buchsatz für Autoren - Vom Manuskript zum Buch mit Publishing on Demand
Reiseführer für Bulgarien und Slowakei

Re: So viele Verlage sind auf der Suche ...

BeitragVerfasst am: 05.09.2008, 12:49
Siegfried
 
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Beiträge308


hawepe hat Folgendes geschrieben:
Interessant. Ich bin zwar sehr viel im Internet unterwegs, aber ueber solche Manuskriptsuchen bin ich bislang noch nicht gestolpert.


Mit dem Suchbegriff "Verlag sucht Autor" liefert Google über 1.800 Treffer.

august-goethe-verlag
haus-der-literatur
frankfurter-literaturverlag
pro-literatur
mauerverlag
peo
Deutsche-Literaturgesellschaft
Novum-Verlag
frieling
mauerverlag
cornelia-goethe-verlag


stehen auf der Ergebnisseite unter "Anzeigen"


Grüße
Siegfried

Re: So viele Verlage sind auf der Suche ...

BeitragVerfasst am: 05.09.2008, 12:55
hawepe
 
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WohnortBerlin


Hallo Siegfried,

Siegfried hat Folgendes geschrieben:
Mit dem Suchbegriff "Verlag sucht Autor" liefert Google über 1.800 Treffer.


Sorry, sie sprach von VERLAGEN.

Dass DKZV staendig Autoren suchen, ist doch logisch. Wollte man ihnen das vorwerfen, sollte man ab sofort auch jedem Lebensmittelladen, jedem Baecker, jedem Drogeristen vorwerfen, dass er Kunden suche.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Re: So viele Verlage sind auf der Suche ...

BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 00:07
Siegfried
 
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Beiträge308


hawepe hat Folgendes geschrieben:

Sorry, sie sprach von VERLAGEN.

Dass DKZV staendig Autoren suchen, ist doch logisch.


Ein normaler Publikumsverlag sucht keine Autoren - schon gar nicht öffentlich. Die werden mit unverlangt eingesandten Manuskripten zugeschüttet.

Von daher kann es sich bei "Verlag sucht Manuskript" nur um DKZV handeln. Und die schimpfen sich bekanntlich auch "Verlag".

Grüße
Siegfried

BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 06:20
hwg (Moderator)
 
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Es gibt - jedenfalls hierzulande - immer wieder frisch gegründete Kleinverlage (k e i n e Druckkostenzuschussunternehmen!), die
schon auf der Suche nach Autoren bzw. Texte für ihr erst sich im Auf-
bau befindenden Programm sind. Allerdings nicht durch Inserate oder Hinweise im Internet, sondern in Fachzeitschriften wie Autorensolidarität (erscheint als Börsenblatt der IG österr.Autoren u.Übersetzer in Wien).

Auf die Vorgänge in Druckkostenzuschussunternehmen wird in dieser
vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift (sie wird auch in D und der Schweiz gelesen) stets warnend hingewiesen. Eigenverleger kommen
aber - wenn sie sich ausschließlich der Literatur widmen -
schon in Portraits "zum Zug".

BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 08:50
PvO
 
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Vorsicht ist geboten. Oben angeführte Verlage verstehen überhaupt keinen Spaß, wenn sie z.B. in Foren als KKZV bezeichnet werden. Ich hatte das in meinem Forum http://www.nexusboard.net/index.php?siteid=6902 auch getan und sah mich plötzlich einer Schadensersatzklage in Höhe von 50.000,- Euronen gegebüber. Die Verlage lassen durch ihre Anwälte verkünden, dass sie keine DKZV sind und das mit dieser Behauptung ihnen einen Schaden entstanden ist, weil seriöse Autoren nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten wollen. Diesen Schaden lassen sie dann beim Forenadmin einklagen. Wenn ich auch nicht zahlen brauchte, so hat mir diese Forderung doch ein paar graue Haare wachsen lassen.

_________________
Ab November 07 erschien eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt .

www.peters-buchladen.de

BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 09:02
hwg (Moderator)
 
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Beiträge4009
WohnortA 8786 Rottenmann


In der aktuellen Ausgabe von "Autorensolidarität" der IG österr. Autoren und Übersetzer steht ein diesbezüglicher umfangreicher Bericht. Denn auch die IG Autoren sieht sich mit einer Klagedrohung konfrontiert, wird jedoch eine allfällige Gerichtsverhandlung - wenn es sein muss, bis zur höchsten Instanz - ausfechten. Als Mitglied und Steiermark-Delegierter der IG denke ich auch, dass man sich von derartigen Methoden, wie sie von diesen Unternehmen angewandt werden, nicht einschüchtern lassen darf!!!!

BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 11:44
Hakket (Moderator)
 
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WohnortBremervörde


Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es klassische Verlage gibt, die Autoren suchen.
Ich bin zwar nicht klassisch, aber ich suche auch einen Autor für ein Fachbuch. Sollte ich ihn finden, werde ich kein Geld von ihm nehmen, sondern ihn am Gewinn des Buches beteiligen.
Das mache ich, weil ich fest davon überzeugt bin, dass sich das Buch sehr gut verkaufen lässt.

Ich denke, genau das ist auch der Anspruch der klassischen Verlage. Sie werden kein Geld investieren, wenn sie nicht davon überzeugt sind, dass sich das Buch gewinnbringend verkaufen lässt.
Oftmals sollte man als Autor damit rechnen, dass man vielleicht nicht das schreiben kann, was man gerne möchte, sondern das schreiben muss, was der Leser möchte.
Möglicherweise möchten das nicht alle. blink

Man möge mir da widersprechen, aber hier liegt wohl auch manchmal der falsche Anspruch. Entscheidend ist nicht, ob ein Buch gut ist, sondern dass es sich gut verkaufen lässt. Alles andere wäre wirtschaftlicher Unsinn.

Und dank BOD & Co ist es inzwischen möglich, dass der ausschließliche Anspruch hohen wirtschaftlichen Erfolg zu erlangen, nicht mehr im Vordergrund steht. (Ich schließe mich da nicht aus!)
Wenn jemand sein Buch veröffentlichen will, kann er es tun. Und dann sollte es auch kein Problem für den Autor sein, für eine Leistung, die er in Anspruch nimmt, zu bezahlen. Ja, es stimmt, dass der Autor dann natürlich das finanzielle Risiko trägt.
Aber in jedem anderen Sektor ist das auch so. Warum sollte es ausgerechnet und nur im Literaturbereich anders sein?
Wenn ich in ein Restaurant gehe, weiß ich vorher auch nicht, obs schmeckt.
Wenn ich Flyer drucken lassen, weiß ich auch nciht, ob es sich rentiert. Sollte dem nicht so sein, würde ich dann der Druckerei einen Vorwurf machen?
Wohl kaum.

Ich denke - ich hoffe - das irgendwann das "Schreckenswort" DKZV der Vergangenheit angehört, und dass diese Verlage merken, dass es genauso funktionieren kann, wenn man zugibt, dass man sich für eine Leistung bezahlen lässt.
Das setzt aber auch voraus, dass es unter (manchen) Autoren ein Umdenken gibt.
Wer schreibt, ist ein Autor. Wer ein Buch veröffentlicht/veröffentlichen lässt, hat ein Buch veröffentlicht.
"Erfolg" muss jeder für sich selbst definieren.

Gruß
Hakket

_________________
In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord-verlag.de

Zustimmung

BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 12:35
Mick Haesty
 
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WohnortThurgau Schweiz


Hallo Ruth,
ich stimme dir voll und ganz zu. Da hört man rundherum, dass Verlage Autoren suchen, aber wenn man sich dann meldet, ist alles nicht gut genug.
So erkennt man, dass das liebe GELD wohl doch irgendwie regiert. Und wer weiss eigentlich, was wirklich gut ist? Man tröstet sich dann, dass Elvis Presley, der King of Rockn'Roll in den frühen Jahren, abgelehnt wurde und dieser dann - seine Gitarre, vor Wut zertrümmert hat. Es dann aber doch geschafft hat, weil jemand an ihn geglaubt hat.
Auch meine lieblings Rockgruppe "The Doors" wurden langezeit abgelehnt, weil sie nicht symphatisch waren, oder weil der Geschmack nicht da war oder weil sie Hippies zu sein schienen.

Ich habe mal gehört, das selbst Steven King mit seinen Geschichten, zuerst abgelehnt wurde. Zu neu und zu unsicher. Was daraus wurde, sieht man an seinem Erfolg.

Es gibt wohl keine Garantie.

In diesem Sinne....

Liebe Grüsse

Mick Haesty

_________________
Mick Haesty

Re: Zustimmung

BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 13:27
hawepe
 
Anmeldedatum15.04.2007
Beiträge2406
WohnortBerlin


Hallo,

Mick Haesty hat Folgendes geschrieben:
Hallo Ruth,
ich stimme dir voll und ganz zu. Da hört man rundherum, dass Verlage Autoren suchen, aber wenn man sich dann meldet, ist alles nicht gut genug.


Sorry, langsam nehme ich diese Behauptungen nicht mehr ernst. Weder Ruth noch du nennst auch nur EINEN Verlag, der Autoren sucht und dann keine Manuskripte annimmt.

Beste Gruesse,

Heinz.

_________________
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BeitragVerfasst am: 08.09.2008, 12:38
Ruth
 
Anmeldedatum18.04.2007
Beiträge94
WohnortEnnigerloh


Ich habe nicht behauptet, dass die Verlage die Manuskripte zurückschicken.

Ich habe mich zum Beispiel mit einem Roman beim Verlag R. G. Fischer Verlag beworben. Angenommen haben sie es schon und mir auch ein Angebot gemacht, hätte damals um die 5000 Euro dazuzahlen sollen.

Auch die Edition Wortstatt (Tectum Verlag) wollte von mir ca. 5000 Euro haben als Kostenzuschuss.

Aber von den anderen Verlagen wie zum Beispiel dem Verlag Bastei, der nur Frauenromane herausbringt, kam eine Absage, weil die Geschichte nicht in ihr Programm passt. Jeder Autor hat doch seinen eigenen Stil, sollen wir jetzt alle so schreiben wie Rosamunde Pilche oder Nora Roberts? Warum sind die Verlage so steif und stur und beharren auf festen Schreibstilen? Wenn sie immer den selben Stil in ihren Büchern haben wollen, warum suchen sie dann überhaupt nach neuen Autoren? Neue Autoren bringen nun mal neue Ideen mit und ihren eigenen Schreibstil.
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