 | |  |
Verfasst am: 28.10.2007, 23:46 |
|
|
| wgbajohr (Moderator) |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 08.04.2007 | | Beiträge | 520 | | Wohnort | Hamburg |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Hallo Matthias!
Zunächst bitte ich um Entschuldigung, dass ich mich erst jetzt zu Deinem Beitrag melde. Ich schaffe es nicht, alles durchzulesen, sodass es manchmal reiner Zufall ist, wenn ich über einen Beitrag stolpere.
| Zitat: | ich stolpere gerade über diesen schon etwas älteren Thread und bin sehr erstaunt, dass Du ein solches Pauschalurteil über Werbung abgibst.
|
Ich unterscheide zwischen Pauschalurteilen und grundsätzlichen Vorbehalten. Ich möchte dafür einmal ein Beispiel geben, das nichts mit Werbung zu tun hat.
Kurt Tucholsky erregte Aufsehen mit seinem Satz „Soldaten sind Mörder“. Da er keinerlei Ausnahmen definiert hat, ist der Satz „Alle Soldaten sind Mörder“ gleichwertig – und das ist eindeutig ein Pauschalurteil, weil wirklich jedem Soldaten unterstellt wird, er sei ein Mörder.
Jetzt komme ich zu meinem Vorbehalt gegen Soldaten. Ich halte den Soldatenberuf für etwas Negatives, für etwas, was die Menschheit möglichst bald überwinden sollte. Meine Hoffnung ist, dass wir irgendwann sagen können, der Soldat ist ein aussterbender Beruf.
Kehren wir zur Werbung zurück. Es ist stets riskant, aus einer umfangreicheren Abhandlung eine Kernaussage zu entnehmen und damit etwas zu begründen. Nun gut, ich habe es dennoch getan. Eventuelle Leser kennen die Abhandlung nicht und wissen daher die Aussage nicht einzuschätzen. Gegen Werbung habe ich tatsächlich grundsätzliche Vorbehalte, ich sehe bei ihr mehr Nachteile als Vorteile und würde sie lieber heute als morgen durch etwas anderes ersetzt sehen. Wir sind aber weit entfernt von einer Ablösung der Werbung, ich habe sogar den Eindruck, dass sich die Werbung immer häufiger festsetzt, beinahe wie ein Krebsgeschwür und dabei jedes erfasste gesunde Gewebe verderbend. Das kommt übrigens einem Pauschalurteil sehr nahe, es soll aber keines sein, deshalb habe ich die Form "ich habe sogar den Eindruck ..." gewählt. Im anderen Fall hätte ich geschrieben: "Werbung setzt sich immer häufiger wie ...".
Deutlich gesagt: Ich bin ein Gegner von Pauschalurteilen und bemühe mich deshalb, sie zu vermeiden. Ich bin sicher, dass es viele redliche Soldaten und Werbefachleute gibt, denen es nicht in den Sinn käme, einen Mord zu begehen oder eine ehrenrührige Werbung zu starten.
| Zitat: | | Selbst Mund-zu-Mund-Propaganda ist Werbung. Selbst die gute Arbeit eines Handwerkers ist eine Form der Werbung. Und das ist also alles ehrenrührig? |
Auch wenn ich große Vorbehalte gegenüber der Werbung habe, komme ich nicht darum herum, Werbung so lange als notwendiges Übel zu akzeptieren, solange wir noch keinen Ersatz haben.
| Zitat: |
Und überhaupt: Wenn Du Werbung so verabscheust - wie vermarktest Du Dein Werk? |
Ehrlich gesagt, gar nicht.
Viele Grüße
Wolf-Gero |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 28.10.2007, 23:58 |
|
|
|
Hallo Wolf-Gero,
auch ich sitze nicht den ganzen Tag vor dem Forum und schaue nach neuen Nachrichten - also insofern: Kein Problem!
Ach ja - das berühmte Tucholsky-Zitat. Es wird immer wieder gerne bemüht und hilft leider niemals weiter. Wenn ich sage "Menschen sind doof", würde niemand auf die Idee kommen, mir zu unterstellen, ich würde das auf alle Menschen beziehen. Es ist eine unpersönliche Verallgemeinerung, nicht mehr und nicht weniger. Genauso ist das auch bei Tucholsky - sonst hätten etliche Gerichtsprozesse eingespart werden können oder wären anders ausgegangen. (Übrigens bin ich - was den Soldatenberuf angeht - ansonsten mit Dir durchaus einer Meinung.)
Aber ich stelle fest, dass Du offensichtlich eine festsitzende Meinung hast (wie ein Krebsgeschwür?), mit der man vielleicht manche interessante Diskussion verderbt. Ich habe halt eine andere Meinung - und die auch aus der eigenen konkreten Erfahrung. So ist es halt im Leben.
Trotzdem war mir danach, mir die Bereitschaft zur größeren Differenzierung zu wünschen - schließlich ist ja bald Weihnachten. Vielleicht klappts ja dann beim nächsten Mal.
Beste Grüße
Matthias |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 29.10.2007, 09:49 |
|
|
| hwg (Moderator) |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3801 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Das Tucholsky-Zitat ist aus dem Zusammenhang gerissen worden. Im Grunde stimme ich dem Satz zu, schließlich werden Soldaten dazu "erzogen", auf Menschen zu schießen. Und was ist das Ergebnis?
Genau wie bei der Todesstrafe in den USA (und anderswo) - nichts anderes als staatlich sanktionierter Mord. |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 29.10.2007, 10:24 |
|
|
|
| hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | | schließlich werden Soldaten dazu "erzogen", auf Menschen zu schießen. |
Gut, dass wir hier vom originären Thema endlich ganz weit weg sind. Das Zitat zeigt mir, dass hier gerne der Mainstream (früher hätte man "Stammtischparole" gesagt) goutiert wird. Offensichtlich hatte der Verfasser niemals Gelegenheit, in einer Armee diesen zu müssen. In einem Land, in dem die Wehrpflicht herrscht, wäre auch bei diesem Thema eine Differenzierung wünschenswert. Da schließe ich auch die Nachbarn mit ein.
Bevor mir aber jemand nachsagt, ich sei ein Befürworter des Soldatenstandes (obschon ich bereits eine anderslautende Einstellung dazu abgegeben habe), sei noch einmal deutlich gemacht, dass ich mir nur mehr Differenzierung wünsche - schließlich - und dieses Zitat darf sehr gerne aus dem Zusammenhang gerissen werden: Soldaten sind (auch) Menschen und haben ergo eine menschenwürdige differenzierte Betrachtung - und keine wo auch immer herstammenden Parolen - verdient.
Und die Todesstrafe in den USA - so verwerflich und menschenverachtend sie ist - ist ein völlig anderes Thema und gehört gar nicht in diesen Zusammenhang.
Äpfel und Birnen ergeben einen wunderbaren Obstsalat - aber keinen Diskussionsbeitrag. Sorry für meine Deutlichkeit.
Beste Grüße
Matthias
P.S.: Vielleicht diskutieren wir in einem anderen Thread mal das Thema "Mit Worten morden" - so abwegig ist das ja nicht... |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: |
|
|
|
|
Verfasst am: 29.10.2007, 11:03 |
|
|
| jola |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 23.09.2007 | | Beiträge | 356 | | Wohnort | Wien |
|
|
|
 |
 |
 |
|
| wgbajohr (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
| Zitat: |
Und überhaupt: Wenn Du Werbung so verabscheust - wie vermarktest Du Dein Werk? |
Ehrlich gesagt, gar nicht. |
Das verstehe ich jetzt nicht. Du hast doch eine Website, über die Dein Buch sehr wohl vermarket wird/wurde ("... warum Sie das Buch lesen sollten ..."]. Das ist Werbung!
lg,
jola |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 29.10.2007, 12:27 |
|
|
| hwg (Moderator) |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3801 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Guten Tag Matthias!
Als überzeugter Pazifist habe ich auch meine Wehrdienstpflicht, damals neun Monate, abgeleistet. Einen Zivildienst gab es seinerzeit nicht, sonst hätte ich diesen gewählt.
Dass Soldaten auch Menschen sind, so wie Du es sinniger Weise anmerkst, bezweifelt niemand. Das waren auch die Verbrecher im "Tausendjährigen Reich". Das sind auch die US-Marterer im Irak usw. usf.
Und dass sich auch ein Mensch wie Tucholsky eine Meinung gebildet hatte, noch dazu als anerkannter Literat und "Nichtdienender" einer Militärmaschinerie, bedarf keinerlei Abwertung seiner Person und seines Schaffens durch Soldatendaseinbefürworter.
Deine Offenheit ist mir nicht unsympathisch. Davon lebt ja eine vernünftige Diskussion, auch wenn Du meinst, dass das Thema nicht hierherpasst. Von "Zwangsvorschriften" halte ich jedoch nichts. Und mir "Stammtischgetöse" zu unterstellen, geht wohl am Kern meines Beitrages vorbei. Das Stammtisch-Niveau überlasse ich gerne den "braunen Recken".
Kollegialen Gruß! |
|
Zuletzt bearbeitet von hwg (Moderator) am 29.10.2007, 14:30, insgesamt einmal bearbeitet |
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 29.10.2007, 14:04 |
|
|
| PvO |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 21.10.2007 | | Beiträge | 651 | | Wohnort | Ostseebad Prerow |
|
|
|
 |
 |
 |
|
| Zitat: | | Das Stammtisch-Niveau überlasse ich gerne den "braunen Recken". |
Da hast du dir ein schönes Eigentor geschossen. Genau wie Soldaten alles Mörder sind, sind Stammtischkunden nicht unbedingt nur braune Recken. Als Restaurantbesitzer verfüge ich über ein solchen Tisch. Ein brauner Recke hat da aber noch nie gesessen. |
|
_________________ Im November 07 hab ich einen Vertrag unterschrieben. Somit wird eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt erscheinen.
www.peters-buchladen.de |
|
|
|
Verfasst am: 29.10.2007, 14:14 |
|
|
| hwg (Moderator) |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3801 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Dann gratuliere ich Dir dazu!
Wahrscheinlich gehören keine NPD-Wähler zu den Gästen ...
Du hast jedoch zurecht angemerkt: Man sollte keine Verallgemeinerungen treffen. Werde mich bessern!  |
|
|
|
|
Verfasst am: 29.10.2007, 14:25 |
|
|
|
| PvO hat Folgendes geschrieben: | | Genau wie Soldaten alles Mörder sind, sind Stammtischkunden nicht unbedingt nur braune Recken. |
Suchspiel: Wo fehlt hier im Zitat ein "nicht"?
Aber ansonsten: Stimmt!
Beste Grüße
Matthias |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 06.11.2007, 08:34 |
|
|
| wgbajohr (Moderator) |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 08.04.2007 | | Beiträge | 520 | | Wohnort | Hamburg |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Hallo Matthias!
Nachdem inzwischen von meinen Vorhaben etwas abgeschlossen werden konnte, komme ich noch einmal auf die Werbung zurück.
Zunächst überlegte ich, ob ich aus meinem geplanten Buch den gesamten Beitrag zum Thema Werbung einsetzen sollte, doch dann kam ich zu dem Schluss, das führe hier zu weit. Deshalb bringe ich einige Punkte, die meinen Standpunkt deutlicher als bisher aufzeigen sollten.
An der grundsätzlichen Ablehnung der Werbung und dem Wunsch, sie möglichst durch etwas anderes zu ersetzen, bleibe ich. In allen Einzelheiten zu erläutern, wie ich zu dieser Einstellung gekommen bin, würde an dieser Stelle zu weit führen, das ist Bestandteil des im Buch vorgesehenen Beitrags. Es entstehen jedoch Fragen, die ich sehr wohl beantworten kann.
Gibt es Ausnahmen von dieser Ablehnung?
Das hängt von der Definition des Begriffes Werbung ab. Werbung ist für mich jeder Aufwand, der mit dem Ziel erbracht wird, irgendetwas als attraktiv erscheinen zu lassen. Keine Werbung ist hiernach der Fall, in dem das Produkt meiner Tätigkeit aufgrund seiner Qualität für sich selbst wirbt. Sobald ich aber einen Teil meiner Arbeitszeit darauf verwende, mein Arbeitsergebnis ansprechend zu gestalten, betreibe ich Werbung.
Wie kommt jemand, der Werbung ablehnt, sie aber trotzdem braucht, aus der Zwickmühle?
Er hält sich an eine Grundregel menschlichen Verhaltens. Wir haben uns nur äußerst selten zwischen einer guten und einer schlechten Lösung zu entscheiden, wir müssen uns üblicherweise zwischen zwei schlechten Lösungen entscheiden. Im Hinblick auf Werbung bedeutet es: Da wir noch keine Alternative zur herkömmlichen Werbung haben, müssen wir wohl oder übel auf Werbemaßnahmen zurückgreifen. Wir wählen dann allerdings eine Werbung, die von allen Möglichkeiten die wenigsten Nachteile mit sich bringt.
Ich bin der Meinung, alles für mich Relevante zum Thema Werbung erwähnt zu haben.
Viele Grüße
Wolf-Gero |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 06.11.2007, 10:46 |
|
|
|
Hallo Wolf-Gero,
danke für die etwas ausführlichere Antwort zum Thema. Naturgemäß kann sie mich aber nicht zufriedenstellen. Du gerierst Dich wie ein Autor, der betont, dass er Fremdwörter grundsätzlich ablehnt, aber auf sein Buch vorne groß "ROMAN" schreibt.....
Ohne päpstlicher zu werden als der Papst:
| Zitat: | | Sobald ich aber einen Teil meiner Arbeitszeit darauf verwende, mein Arbeitsergebnis ansprechend zu gestalten, betreibe ich Werbung. |
Das heißt also: Text lesefreundlich gestalten, Korrekturlesen, Texte überarbeiten, Cover gestalten (damit es Interesse weckt) ist Werbung. Ergo unterlässt Du solche Dinge. Das ist Deine Entscheidung und die respektiere ich natürlich.
| Zitat: | | Wir haben uns nur äußerst selten zwischen einer guten und einer schlechten Lösung zu entscheiden, wir müssen uns üblicherweise zwischen zwei schlechten Lösungen entscheiden. |
Es tut mir leid, zu hören, dass Du so viele schlechte Erfahrungen gemacht hast bzw. so ein negativ oder pessimistisch denkender Mensch bist. Aber gehe bitte davon aus, dass das Deine Meinung ist und versuche nicht ständig, Pauschalurteile unterzubringen. Was gut - und was schlecht ist, unterliegt nicht einer Generalmeinung. Nicht Deiner und nicht meiner.
Du argumentierst für mein Verständnis, wie ein Blinder über Farbspiele urteilt. Nun sieht und empfindet jeder Farbe und Farben anders. Allein die Tatsache, dass wir zwei diametral unterschiedliche Auffassungen zum Thema haben, sollte Dir bereits jetzt zeigen, dass es die Farbe nicht gibt.
| Zitat: | | Ich bin der Meinung, alles für mich Relevante zum Thema Werbung erwähnt zu haben. |
(Sarkasmus an) Okay - ich begreife: Mehr lernen, mehr wissen, mehr verstehen interessiert nicht.
Andere Meinungen hören, verstehen, bewerten ist Zeitverschwendung. (Sarkasmus aus)
Das lässt tief blicken...
Beste Grüße
Matthias |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 06.11.2007, 12:58 |
|
|
| wgbajohr (Moderator) |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 08.04.2007 | | Beiträge | 520 | | Wohnort | Hamburg |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Hallo Matthias!
Ich diskutiere zwar gern, aber nicht über jedes Thema, vor allem nicht über mich selbst. Ich werde also mit dem Bild, das Du Dir von mir offensichtlich machst, leben müssen.
Einige Missverständnisse möchte ich noch beseitigen, zumindest versuchen.
Arbeitsergebnis: Darunter verstehe ich das, was herausgekommen ist, wenn ich meine Arbeit beendet habe. Ist das Ergebnis ein lang erwartetes Computerprogramm, dann gibt es noch eine Fertigmeldung an den Chef. Zweige ich jedoch einen Teil der Arbeitszeit ab und laufe von Büro zu Büro, um jedem, der es hören will oder nicht, zu erzählen, was für ein großartiges Programm ich geschrieben habe, dann ist das Werbung in eigener Sache.
| Zitat: | | Text lesefreundlich gestalten, Korrekturlesen, Texte überarbeiten, Cover gestalten |
Das sind Tätigkeiten, die anfallen, bevor die Arbeit beendet ist, sie gehören demnach nicht zur Werbung.
Wir haben uns nur äußerst selten zwischen einer guten und einer schlechten Lösung zu entscheiden, wir müssen uns üblicherweise zwischen zwei schlechten Lösungen entscheiden.
Dieser Satz hat in Wirklichkeit sehr wenig mit meinen schlechten Erfahrungen zu tun, jedenfalls nicht so, wie er offensichtlich bei Dir angekommen ist, er gehört in eine völlig andere Ecke, wo er dann allerdings doch etwas mit meinen schlechten Erfahrungen zu tun hat.
Was steckt dahinter? Ich erlebe mit, dass jemand eine Entscheidung trifft, die ich für äußerst ungünstig halte. Jetzt kommen meine schlechten Erfahrungen: Etliche Mitmenschen schlagen nun verbal auf den Menschen ein, der unserer Meinung nach falsch entschieden hat. Wir fragen viel zu selten nach, warum er so entschieden hat. Wir wissen auch nicht, welche Möglichkeiten ihm überhaupt gegeben waren. Wir gehen vielmehr von einer Idealsituation aus, das heißt, er kann zwischen einer guten und einer schlechten Lösung entscheiden. Wir fragen uns dann natürlich, warum er sich ausgerechnet für die Lösung entschieden hat, die wir nicht für gut halten. Wollten wir fair sein, dürften wir die Entscheidung erst dann kritisieren, wenn wir alle Optionen kennen, die dem Entscheidenden bekannt waren. Selbst das reicht noch nicht ganz, denn der Entscheidende kann völlig andere Maßstäbe anlegen als wir und somit zu einer anderen Bewertung kommen.
Erwarten können wir von unserem Mitmenschen nur, dass er unter den ihm gebotenen Möglichkeiten die Lösung wählt, die seiner Meinung nach am besten ist oder die wenigsten Nachteile aufweist, je nach Ansatz der Kriterien.
| Zitat: | (Sarkasmus an) Okay - ich begreife: Mehr lernen, mehr wissen, mehr verstehen interessiert nicht.
Andere Meinungen hören, verstehen, bewerten ist Zeitverschwendung. (Sarkasmus aus)
Das lässt tief blicken... |
Wie bereits erwähnt, diskutiere ich zwar gern, aber nicht über jedes Thema, beispielsweise nicht über Werbung, Aktien, Fußballergebnisse und erst recht nicht über mich. Ich werde also mit Deinem Bild von mir leben müssen.
Viele Grüße
Wolf-Gero |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 14.11.2007, 18:54 |
|
|
| Johanna Pless |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 30.09.2007 | | Beiträge | 126 | | Wohnort | Hamburg |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Hallo Judith,
selbst 39 Euro können für einen Arbeitslosen, der im Monat nach Abzug seiner Festkosten, ca 450 Euro (je nach Bundesland etwas unterschiedlich, davon zahlt er noch Strom und Telefon) zur Verfügung hat, ein Vermögen sein. Nur so als Information.
Außerdem heißt es ja nicht, daß er in der Lage ist, das Buch auch selbst ansprechend gestalten zu können, auch dafür muß er dann extra zahlen. Will er noch selbst Exemplare in Buchhandlungen in Kommission geben oder für Lesungen bereithalten, kommt schon einiges zusammen.
Persönlich halte ich Sponsoring für eine überlegenswerte Sache, es kommt eben darauf an, mit welcher Art von Werbung man sich arrangieren müßte.
netter Gruß von Johanna |
|
|
|
|
 | |  |
Verfasst am: 15.11.2007, 00:54 |
|
|
| Judith |
|
 |
| |
| Anmeldedatum | 05.08.2007 | | Beiträge | 2237 | | Wohnort | Schwobaländle |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Hallo Johanna,
ich habe schon Zeiten durchgemacht, in welchen ich z.B. sparen musste, um meinem Mann zu Weihnachten für 1 DM ein Marzipanbrot kaufen zu können (das einzige Weihnachtsgeschenk, das er bekam). Und auch in den letzten Jahren gab es Zeiten, in welchen wir wegen Arbeitslosigkeit meines Mannes sehr sparen mussten. Dennoch hätte ich Möglichkeiten gefunden, die 39 Euro zusammenzukratzen. Doch muss ich dir im anderen Punkt Recht geben: Es kommen leider noch viel mehr weitere Kosten dazu. Es reicht ja nicht, das Buch verfügbar zu machen, denn von alleine verkauft es sich nicht.
Grüßle,
Judith |
|
|
|
|
Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Meinungspool
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen
|
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 2 von 2
Gehe zu Seite Zurück 1, 2
|
|
|
|
| |