 | Stolz wie Oscar - und die Frage, ob es so gut sein darf |  |
Verfasst am: 11.02.2008, 09:34 |
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| CeKaDo |
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Ich habe vorgestern zum allerersten Mal ein Buch in den Händen gehalten, dessen Cover ich erstellt habe. Der Autor lieferte dazu ein Foto und die Bemerkung "Macht daraus ein Cover". Das war vor einigen Wochen und nun liegt das Buch fertig bei mir.
Im Impressum steht nun mein Pseudonym und ich bin stolz wie Oscar. Sicher wird dieses Gefühl irgendwann einmal nachlassen und vielleicht garnicht mehr auftauchen. Wenn das vierte, zehnte oder hundertste Cover von mir in der Weltgeschichte herum schwirrt.
Doch nach wie vor ist "ein erstes Mal" einfach unbegreiflich schön. Einen Effekt hat es jedoch so nebenher, der nicht so prickelnd ist, den ich jedoch gut kenne: Ich würde das Cover heute anders gestalten.
Von daher stehe ich für den Herbst vor der quälenden Aufgabe, für mein "Märchen"-Buch ebenfalls ein Cover (und sogar den Titel) zu erstellen. Ein Cover, mit dem ich auch die nächsten Jahre gut leben kann, weil es mein eigenes ist. Ich weiß ja, daß mensch irgendwann loslassen muß. Doch das Gefühl, daß ich es hätte besser machen können, ist doch recht unangenehm.
Wie geht es den erfahrenen Hasen dabei? |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 11.02.2008, 09:37 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 3088 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Immer, wenn etwas fertig (geschrieben und gedruckt) ist, beschleicht mich nachher das Gefühl, ich hätte es (noch) besser machen können... Ich denke, es geht hier vielen so oder so ähnlich...
Jedenfalls darfst Du Dich zurecht freuen. Ich wünsche Dir noch viele solcher Momente, die braucht man einfach auch zur Motivation für neue Taten!
Gruß aus der Steiermark! |
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 | Re: Stolz wie Oscar - und die Frage, ob es so gut sein darf |  |
Verfasst am: 11.02.2008, 09:40 |
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| hawepe |
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Hallo,
| CeKaDo hat Folgendes geschrieben: | Einen Effekt hat es jedoch so nebenher, der nicht so prickelnd ist, den ich jedoch gut kenne: Ich würde das Cover heute anders gestalten.
Von daher stehe ich für den Herbst vor der quälenden Aufgabe, für mein "Märchen"-Buch ebenfalls ein Cover (und sogar den Titel) zu erstellen. Ein Cover, mit dem ich auch die nächsten Jahre gut leben kann, weil es mein eigenes ist. Ich weiß ja, daß mensch irgendwann loslassen muß. Doch das Gefühl, daß ich es hätte besser machen können, ist doch recht unangenehm. |
Wenn du dieses Gefuehl irgendwann nicht mehr hast, solltest du dir sehr ernste Sorgen ueber dich machen
Dieses Gefuehl kommt ja nicht von irgendwoher, sondern resultiert aus neuem Wissen und Koennen, dass man sich aneignet. Und da man immer noch mehr wissen und koennen kann, stellt man eben irgendwann fest, dass sich ein Cover oder Text auch anders und vor allem besser haette umsetzen lassen.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 11.02.2008, 10:53 |
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| PvO |
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| Anmeldedatum | 21.10.2007 | | Beiträge | 566 | | Wohnort | Ostseebad Prerow |
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| Und? Warum zeigst du uns das Cover nicht? |
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_________________ Im November 07 hab ich einen Vertrag unterschrieben. Somit wird eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt erscheinen.
www.peters-buchladen.de |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 11.02.2008, 11:43 |
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Hallo Carsten,
wie sagt der Volksmund: "Das Bessere ist des Guten Feind". Nur wenn Du ständig auf die bessere Eingebung, die grandiosere Idee etc. wartest, wirst Du Dein Werk nie fertig stellen können. Du beendest es aber an einem Punkt, an dem Du es für richtig hältst. Und das ist auch gut so. Alles, was danach an Einfällen kommt, nutzt Du einfach für das folgende Buch...
Kreative Menschen zeichnen sich sowieso dadurch aus, dass sie stetig zweifeln...
Beste Grüße
Matthias |
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Verfasst am: 11.02.2008, 23:29 |
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| CeKaDo |
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| Anmeldedatum | 15.11.2007 | | Beiträge | 357 | | Wohnort | Schwelm |
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Oh ja, "Loslassen" ist so ein Thema. Ebenso wie "In den Hintern treten und anfangen".
Die Vorderseite des Covers ist unten zu sehen. Die Rückseite spiegelt die Vorderseite in jeder Hinsicht und es fehlt lediglich der Mond. Ich mag es sehr, wenn sich beim vollständigen Aufklappen des Buches ein ganze Bild ergibt, das sozusagen die Vorderseite noch erweitert.
Das Buch ist recht hübsche Lyrik. Ich bin nicht so ganz der Mensch, der etwas mit Lyrik anfangen kann und meine Gedichtzeiten sind GottSeiDank vorüber.
Ach so: Der Mond war am gräßlichsten einzubauen ) |
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Verfasst am: 12.02.2008, 07:35 |
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| julia07 |
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Lass mich raten -
Vermutlich würdest Du bei einem zweiten Versuch die Schrift für Autor und Verlag ändern...
Ich jedenfalls würde bei dieser Art von Cover einen deutlichen Unterschied zu der vom Buchtitel rein bringen
Ansonsten gefällt es mir wirklich sehr gut
LG, Julia |
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Verfasst am: 12.02.2008, 08:40 |
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| CeKaDo |
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Gut gedacht
Ich würde heute die Schrift ändern, die Schriftgröße mehr variieren und den Kontrast zwischen Farbe und Schwarz-Weiß noch erhöhen.
Doch zum Zeitpunkt der Herstellung war es "perfekt" und der Autor hat es spontan für gut befunden und genehmigt. |
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Verfasst am: 12.02.2008, 08:46 |
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| hawepe |
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Hallo Carsten,
| CeKaDo hat Folgendes geschrieben: | | Die Vorderseite des Covers ist unten zu sehen. |
Gefaellt mir sehr gut. Ob es zu den Gedichten passt, kannst natuerlich nur du wissen. Ich wuerde jedenfalls spontan zu diesem Titel greifen.
Als sehr angenehm empfinde ich, dass du zu keiner der so beliebten aetzenden Schriftmischungen greifst. Vielleicht koenntest du sie sogsr noch die Schnitte reduzieren. Fuer Autor und Verlag in Kursiv gibt es eigentlich keinen Grund (ausser du schreibst den Verlag immer kursiv), die unterschiedliche Schriftgroesse ist meiner Meinung nach bereits Differenzierung genug.
Nachbessern wuerde ich nur bei den "Zeiten". Der Abstand zwischen Z und e ist eindeutig zu gross. Ebenso scheinen mit das V und e im "Verlag" etwas zu weit auseinander zu stehen.
Das nur so als kleine Anmerkung zu einem meiner Meinung nach gelungenem Cover.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 12.02.2008, 09:05 |
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| hawepe |
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Hallo Carsten,
| CeKaDo hat Folgendes geschrieben: | | Ich würde heute die Schrift ändern, die Schriftgröße mehr variieren und den Kontrast zwischen Farbe und Schwarz-Weiß noch erhöhen. |
Welche Schrift meinst du, wuerde denn besser zu den Gedichten passen? Von aussen laesst sich das ja nicht einschaetzen.
Die Schriftgroessen halte ich fuer gut. Den Titel zu vergroessern, hiesse dem Buch eine Bauchbinde zu verpassen. Autor und Verlag kleiner, damit man sie schwerer lesen kann? Oder groesser, weil die Leser schon immer unbedingt ein Buch aus deinem Verlag und/oder diesem Autor wollten?
Ob der Kontrast ausreicht, laesst sich auf dem Bildschirm schwer beurteilen. Jetzt sind in den dunklen Partien gerade noch Konturen zu erkennen. Aber im Druck kannst du natuerlich sehr viel weiter gehen als auf dem Bildschirm.
Was mir aber gerade noch einfaellt, ist eine fehlende Zeile zu dem Genre des Buches. Unter den Titel gehoert eigentlich noch eine Zeile "Lyrik", diese dann vielleicht wirklich in kursiv und Schriftgroesse wie der Titel oder der Autor.
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 12.02.2008, 09:29 |
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| CeKaDo |
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Irgendwie sind im Verlag die Bezeichnungen des Inhalts nicht üblich. "Lyrik", "Roman" oder ähnliche Angaben sind bislang nie aufgedruckt worden und ich könnte das mal anregen. Ansonsten sind die Angaben auf dem Cover Vorgaben des Verlags. Ich achte nur darauf, daß sie in Fluchtlinie sind und die Schriftgrößen nicht zu sehr variieren.
Die Laufweite der Schrift ist mir hinterher auch aufgefallen, wobei der Druck, wie oben schon erwähnt, deutlich anders ausschaut als das Bild am Monitor.
Es handelt sich vom Inhalt her um "weiche" Lyrik, also signalisiere ich von außen auch eine weiche Schrift mit dickem Stift. Dagegen habe ich bei einem kommenden Fantasy-Roman lieber eine etwas altertümliche Schrift genutzt.
Von der Technik her gestalte ich grundsätzlich mehrere Cover mit ähnlichem Bild und unterschiedlichen Schriften. Diese drucke ich mir dann zunächst sowohl am Tintenstrahldrucker als auch am Laserdrucker in Fotoqualität aus. Hier kommen meist schon die ersten Überraschungen ans Tageslicht, obwohl ich meinen Monitor kalibriert habe.
Die dann "guten" Vorschläge bekommt der Autor zu Gesicht und darf dann Änderungswünsche mitteilen oder sich entscheiden. |
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Verfasst am: 12.02.2008, 09:36 |
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| hawepe |
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Hallo Carsten,
| CeKaDo hat Folgendes geschrieben: | | IVon der Technik her gestalte ich grundsätzlich mehrere Cover mit ähnlichem Bild und unterschiedlichen Schriften. Diese drucke ich mir dann zunächst sowohl am Tintenstrahldrucker als auch am Laserdrucker in Fotoqualität aus. Hier kommen meist schon die ersten Überraschungen ans Tageslicht, obwohl ich meinen Monitor kalibriert habe. |
Logisch, denn die Farbraeume von Monitoren und Druckern sind nicht identisch. Und dann muessen die Drucker natuerlich ebenfalls kalibriert sein und du musst auch noch die richtigen Farbprofile verwenden.
Gut, dass ich keinen Farbdrucker und damit ein Problem weniger habe
Beste Gruesse,
Heinz. |
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Verfasst am: 12.02.2008, 09:43 |
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| CeKaDo |
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Da hast Du es gut.
Seitdem ich zwei Sorten Farbdrucker habe, kontrolliere ich noch mehr als vorher. Allerdings sind die Unterschiede auch oft recht gravierend. Der Farblaser druckt im wesentlichen dunkler aus als der Tintenstrahler.
Das Ergebnis der Druckereien ist jedoch sehr oft in der Mitte anzusiedeln. |
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Verfasst am: 01.03.2008, 16:35 |
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| S.Schunck |
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| Ach, dass man im Nachhinein denkt, man hätte es besser machen können, ist doch normal. Außerdem ist es ja auch ein Stück weit Selbstkritik, wenn man sogar - oder gerade dann - kritisch ist, wenn die Arbeit vollendet und nicht mehr änderbar ist. Ich glaube, wenn man irgendwann denkt, man hätte etwas perfekt gemacht, ist man am Ziel angekommen und sieht neue Aufgaben nicht mehr wirklich als Herausforderungen. |
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