 | Trash-Literatur |  |
Verfasst am: 30.07.2007, 14:09 |
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| hwg (Moderator) |
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| Wie definiert Ihr Trash-Literatur? |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 16.08.2007, 08:29 |
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| robertwalden |
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Hm ... Trashliteratur: Wenn es ums saufen und f**** geht, um die Randexistenzen und wenn in alledem mehr Wahrheit steckt als in möchtegernschöngeistig - betulicher Schnarchliteratur, dann würde ich das durchaus als Trash Literatur bezeichnen.
Oder: Trash ist, wenn die Wahrheit weh tut und übel riecht
beste grüße
robertwalden |
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Verfasst am: 16.08.2007, 10:17 |
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| hwg (Moderator) |
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Hallo Robert,
voerst einmal besten Dank für deine originelle Auslegung.
Warten wir doch beide weitere Stellungnahmen zum Thema ab, vielleicht ergibt sich noch eine umfangreiche Diskussion.
Oder stoße ich vielleicht mit meiner Frage ein Messer ins Herz unserer "Literaten"?
Gruß Hans |
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Verfasst am: 16.08.2007, 10:26 |
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| g.c.roth (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 01.05.2007 | | Beiträge | 1249 | | Wohnort | Emden |
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Guten Morgen,
den Ausdruck kenne ich leider überhaupt nicht. Schätze, ich werde mal wieder etwas lernen können...?!
Schönen Tag
LG Grete |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 16.08.2007, 10:39 |
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| robertwalden |
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| Anmeldedatum | 16.08.2007 | | Beiträge | 38 | | Wohnort | Wien |
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Verfasst am: 17.08.2007, 22:53 |
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| Woolf71 |
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| Anmeldedatum | 16.07.2007 | | Beiträge | 172 | | Wohnort | Gelnhausen |
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Moin Hans,
“Trash-Literatur” : In meinen Augen wieder mal ein Beweis für die Arroganz unser heutigen Gesellschaft. Das Individuum hat, eingepfercht in die Norm, zu > funktionieren< .
Alles was außerhalb dieser Norm liegt wird missbilligt. Als Abschaum, gescheitert oder halt “ Trash”
bezeichnet. Wie viele träumen heimlich davon einmal “Außenseiter” zu sein?
Einmal nur man selbst? Und wenn dann der Wecker klingelt sind sie wieder ein funktionierendes Rad im Getriebe der Menschheit?
Ich schreibe was ich denke, fühle und sehe. Auf die Art wie sie in meinem Kopf existiert. Egal wie andere es nennen.
Ordnet man BUK auch zur “Trash-Literatur”?
Und nun: “Bild.de, Dir Deine Meinung”
Grüße Wolfgang |
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_________________ Grüße an: BUK; Sartre; Leon; Camillieri und Koontz |
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Verfasst am: 18.08.2007, 08:42 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 2851 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Guten Morgen Wolfgang!
"Trash" wird sowohl über den Inhalt als auch über das Schreibkönnen
definiert. Nicht so sehr von mir, aber von den "Hochglanz"-Kritikern.
Es herrscht ja auch die Meinung vor, wenn mangelendes Können durch
einen möglichst vulgären Inhalt aufgewogen wird, entstehe "Trash"-Literatur.
Andere sehen wiederum für jeden "Heftchenroman" diese Bezeichnung vor (wobei ja feststellbar ist, wenn derselbe Roman in Hardcover erscheint, er durchaus auch bei der "hoffähgien" Kritik reüssieren kann).
Ich denke, die Autoren von "Trash", wenn man diese Zuordnung für
die so genannte Trivialliteratur hernimmt (wobei wir über "trivial" ebenfalls lang und breit diskutieren könnten), sind in der Überzahl und deshalb keine Außenseiter (außer für elitäre Literaten).
Vielleicht werden auch die Begriffe "Trash" und "Subkultur" verwechselt und vermengt.
BUK gilt auch heute noch für die einen als "Trash"-Schreiber und die anderen als hoch bewerteter Literat.
Das hat mich - so viele andere Beispiele - zu meiner hier gestellten Frage veranlasst. Vielleicht gibt es noch etliche - auch widersprüchliche - Diskussionsbeiträge. Warten wir's ab!
Herzlichen Gruß!
Hans |
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Verfasst am: 18.08.2007, 22:19 |
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| Woolf71 |
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| Anmeldedatum | 16.07.2007 | | Beiträge | 172 | | Wohnort | Gelnhausen |
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| hwg (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | | ..., aber von den "Hochglanz"-Kritikern. |
für eben diese:
Trash
Bier, Whisky und Zigaretten
gelegentlich mal eine Frau
wenn es der Suff zulässt
und der Kopf gerade klar genug
Tag für Tag
Nacht für Nacht
Woche für Woche
ect. , pp...
den Kopf entleeren von all dieser
Stupidität
hohler Konversation
und dem Gefühl der
einen auffressenden Einsamkeit
in der Multikult Gesellschaft
ohne den Schleier vor den Gedanken
hilflos und verloren
nur im Suff bist du stark
Alkoholiker dieser Welt
vereinigt euch
oder so ähnlich
dein kopf ist ohne Alkohol
gar nicht eines Denkprozesses fähig
und wenn doch
nur gequirlte Scheiße
die Spirituosenindustrie ist der beste
Freund der Anarchie und verfechtet
die Ellenbogengesellschaft
den im Chaos liegt der Schlüssel
zum Milliardengeschäft.
oder einfacher ausgedrückt:
"Sie sind nicht wie ich, wie können Sie für mich reden?
Sie wissen nicht wie ich denke, ich lebe mein eigenes Leben.
Sie wissen nicht wo ich herkomm und was es heisst
ich zu sein.
Komm und sag mir was ich denke, komm und sag mir was ich bin,
analyiere mich, finde nichts und bleib ein dummes Kind!"
> Abgeändert aus dem Song: " Danke für nichts " von der Gruppe Böhse Onkelz < ( haben auch schwer mit "Kritikern" zu kämpfen gehabt.
Trash in the World of Musik sozusagen.
Moin Hans
Sorry, das mußte mal raus! Wenn Du es unpassent findest, sag bescheid und ich lösch es wieder
Grüße Wolfgang
Zusatz:
| Zitat: | BUK gilt auch heute noch für die einen als "Trash"-Schreiber und die anderen als hoch bewerteter Literat.
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Er war "The Boss of Word" ( der Springsteen der Literatur)
< persönlische Meinung von Woolf71 |
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_________________ Grüße an: BUK; Sartre; Leon; Camillieri und Koontz |
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Verfasst am: 21.08.2007, 21:52 |
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| Salpetriere |
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| Anmeldedatum | 03.06.2007 | | Beiträge | 48 |
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| Pour moi zählen diese Nackenküsser-Schreibsätze unter Trash. |
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Verfasst am: 10.09.2007, 23:11 |
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| Versailles |
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| Anmeldedatum | 22.05.2007 | | Beiträge | 739 | | Wohnort | NRW |
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| Zitat: | | diese Nackenküsser-Schreibsätze |
was um Himmels willen ist denn damit gemeint???
Das habe ich ja noch nie gehört und möchte es gern zuordnen können. |
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Verfasst am: 05.10.2007, 11:10 |
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| hwg (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 2851 | | Wohnort | A 8786 Rottenmann |
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Um den Faden hier wieder aufzunehmen:
Also, das mit den Nackenküsser-Sätzen verstehe ich auch nicht, denn der Begriff an und für sich ist mir unbekannt.
Woolfs Text interpretiert, wenn auch stilistisch mangelhaft, Einblicke in die Seele eines vielleicht von der Umwelt un- oder misstanden Zeitgenossen, welcher mit in Augen vieler "braver" Menschen unzulänglichen Mitteln revolutioniert. In meinen Augen zählt das nicht zu "Trash".
Für mich ist zum Beispiel Trash, wenn in Texten ständig "die Sonne vom Himmel scheint", "das Herz vor Liebe schmelzt" und "die blauen Augen stahlhart schauen". Solche Sätze "spielen" zwar "heile Welt" und ecken selten an, doch sie sind total schwachsinnig.
Wer diskutiert hier weiter mit? |
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Verfasst am: 31.10.2007, 21:24 |
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| Werner Krotz |
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| Anmeldedatum | 20.09.2007 | | Beiträge | 22 | | Wohnort | Pressbaum bei Wien |
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| robertwalden hat Folgendes geschrieben: | Hm ... Trashliteratur: Wenn es ums saufen und f**** geht, um die Randexistenzen und wenn in alledem mehr Wahrheit steckt als in möchtegernschöngeistig - betulicher Schnarchliteratur, dann würde ich das durchaus als Trash Literatur bezeichnen.
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Dabei fällt mir ein: Wenn man das Wort f**** mit einem Nietzsche-Zitat kombiniert, ist das dann Trash oder Nonsense oder ganz etwas anderes?
Ich habe das so formuliert:
fick tief
dann ist das leben
nicht fiktiv
die tiefe mitternacht
ist tiefer
als der tag gedacht
Und im Text von Heiner Link habe ich die Sätze gefunden:
"Trash. Abfall? Literatur als Abfall? Literatur, die wie Abfall daherkommt? Wohl kaum. Es geht eher um den Abfall, der sich häuft, Prospekte, Hauswurfsendungen - Laufmaschen, breiten sich aus und verschwinden unterm Rock."
Bei Laufmaschen ist mir auch ein Gedicht eingefallen, das ich einmal geschrieben habe:
die laufkatze
sah im laufstall
eine laufmasche
und gab ihr empört
den laufpass
Mit anderen Worten: Ich könnte mir am besten vorstellen, was Trash ist, wenn jemand ein typisches Beispiel von Trash hier zitieren könnte.
Liebe Grüße
Werner |
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Verfasst am: 01.11.2007, 01:01 |
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Wie schön!
"Trash" wird nach guten alten Schulenglisch-Regeln mit "Müll" übersetzt.
Dabei ist es nichts anderes als das, was in der Theater-Szene mit "Off" bezeichnet wird ... also weg vom Mainstream, ohne Sortierung, frisch von der Leber weg...
... und damit nicht mehr und nicht weniger ein Versuch, zu einer Tür zu kommen, die vom "Gelernten" wegführt...
... zumeist ohne Erfolg - aber zumindest mit einem Versuch...
Beste Grüße
Matthias |
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Verfasst am: 01.11.2007, 09:56 |
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| Thomas Becks |
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| Anmeldedatum | 04.09.2007 | | Beiträge | 64 | | Wohnort | Ruhrgebiet |
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Verfasst am: 02.11.2007, 15:37 |
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| Werner Krotz |
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| Anmeldedatum | 20.09.2007 | | Beiträge | 22 | | Wohnort | Pressbaum bei Wien |
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| Werner Krotz hat Folgendes geschrieben: | Ich könnte mir am besten vorstellen, was Trash ist, wenn jemand ein typisches Beispiel von Trash hier zitieren könnte.
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Da es sonst niemand gemacht hat, habe ich selbst ein Beispiel gesucht:
"Kudernatsch ist eine der, vielleicht DIE Trash-Literaturgröße in Leipzig".
Hier noch zwei Beispiele aus seinen Wurst-Gedichten:
"Das Thekentäubchen
Sie ist das Thekentäubchen
Und trägt ein weißes Häubchen
Die Schürze mit den Flecken
Kann ihre Reize nicht verstecken
Ich stell mich immer wieder an
Weil ich ihr so nah sein kann
Mit ihren süßen Pfötchen
Macht sie belegte Brötchen
Packt sie der Kundschaft Aufschnitt ein
Möcht’ ich die erste Scheibe sein
Und schwingt sie erst ihr Fleischerbeil
Werde ich so richtig geil
Oh, ich bin tatsächlich hin
Ich lieb’ die Fachverkäuferin"
"Bärchenwurst
Bärchenwurst, oh Bärchenwurst
Wird von Kindern oft verachtet
Bärchenwurst, oh Bärchenwurst
Weil man Teddies dafür schlachtet"
Für mich sind diese Texte typisch das, was man auf Poetry-Slams hört.
Liebe Grüße
Werner |
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