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BeitragVerfasst am: 03.02.2008, 17:17
hwg (Moderator)
 
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Wie hat es Karl Valentin so schön formuliert:
Es ist schon alles gesagt worden, nur nicht von mir.
Diesen Satz kann man ebenso auf das Schreiben
anwenden. Laughing

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 03.02.2008, 17:26
Yuki
 
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Beiträge90
WohnortBraunschweig


Hallo,

ich kann mich den anderen nur anschließen. Es mag zwar - ich wage das jetzt einfach mal zu sagen - kaum noch etwas neues geben, aber wenn man gerne über etwas liest freut man sich doch über jedes Buch zu dem Thema, was man finden kann. Zumindest geht es mir so.
Mein erstes Buch handelt von Mobbing und was dahinter steckt. Schau mal in einer Buchhandlung wieviele Titel es allein dazu gibt. Da hatte ich auch selbstzweifel, jammerte mich bei einer Freundin aus. Ihre Antwort war: "Aber dein Buch, deine Auffassung fehlt noch. Das Leben ist vielfältig, auch wenn auf den ersten Blick vieles gleich aussieht. Wie bei Büchern"
Also nur Mut und ran an das Papier - wahlweise auch Pc Wink

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www.fliegende-gedanken.de Wo Gedanken fliegen lernen und zu Wörtern werden...

BeitragVerfasst am: 03.02.2008, 17:31
thomas
 
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Hallo liebe Lally,

ich bin auch nicht der Auffassung, dass man sich beim Schreiben / Publizieren die Frage stellen sollte, ob das einer lesen will, wer und wie viele. Ich, als Lyriker, könnte es dann gleich lassen, wenn ich mir anschaue, wie viele Bücher selbst die grossen des Genres, wie George, Trakl oder Jandl verkaufen. Ich bin der Auffassung, wenn das was ich geschrieben habe auch nur einen erreicht, ihm vielleicht sogar hilft oder ihn weiterbringt war es nicht umsonst. Klingt zwar abgedroschen, ist auch nicht von mit, hat irgend ein Rock 'n Roller gesagt, sehe ich aber trotzdem genau so.

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fishing is life - except for fishes

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BeitragVerfasst am: 03.02.2008, 18:02
El Creeco
 
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Wohnortnähe Frankfurt


Hallöchen,

was für Erfahrungen hast Du mit der Veröffentlichung gemacht? Verkauf, Werbung, etc.? Würd mich interessieren.
liebe Grüße
El Creeco book

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Wo Licht ist, muss der Schatten weichen

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 03.02.2008, 19:07
Hakket (Moderator)
 
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WohnortBremervörde


@ Lally
Hast du dir schon einmal die Frage gestellt, was du eigentlich erreichen möchtest - was dein Ziel ist - was du mit deinem Schreiben bezweckst?

Ist es dir wichtig, ein Buch zu schreiben - deinen Gedanken freien Lauf zu lassen - dir eine Geschichte auszudenken und vielleicht dein selbstgeschriebenes Buch in Händen zu halten?
Oder möchtest du, dass deine Geschichte gelesen wird? Willst du dich mitteilen? (Auch wenn vielleicht nur zwei Leute dein Buch lesen?)

Frage dich mal wirklich ernsthaft selbst. Sei dabei ehrlich. Und dann handel danach. Wenn du ein Buch für dich selbst machen möchtest, gibt es genügend Möglichkeiten.
Wenn du ein Buch für die Leser schreiben möchtest, wird es in harte Arbeit ausarten und du wirst dich mit den Dingen auseinender setzen müssen, die dir vielleicht nicht so liegen.

Es liegt an dir ...

Gruß
Hakket

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In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
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BeitragVerfasst am: 03.02.2008, 19:29
Boscheln
 
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Es sind hier sehr viele "Richtungen" angeführt worden, die bei einer Veröffentlichung von Lallys Buch stehen könnten. Hier ist wirklich Klarheit gefordert. Nur für sich zu schreiben kann befreien, weil es keine Reaktion geben könnte, die verletzt. Das ist ein Tagebuch, auch wenn man es in Romanform verpackt.
Aber sobald das Medium "Buch" dransteht, hat man als Autor eine Verantwortung für den Leser. Der soll es ja kaufen, für den ist es bestimmt. Nur ein Buch in den Händen zu halten, ist für mich ein "überfinanziertes" Tagebuch.
Ich denke, diesen Aspekt vergessen viele BoD-Autoren auch und sind nachher frustriert, warum das eigene Werk nicht so gut ankommt.
Ein Roman sollte etwas Besonderes sein, von der Begebenheit, Spannung und der Darstellung her gesehen.
Hier sollte man deshalb testen, wenn man kann bei mindestens 5 Personen. Das wurde ja auch schon angesprochen. Wenn man bei den großen Verlagen nicht reinkommt, weil die einen vonvornherein nicht reinlassen, heißt das nicht, dass das Werk schlecht ist oder "man darauf verzichten kann".
Also muss man die Qualitätskriterien selber "durchleben", um am Ende ein Buch zu haben, das man mit Recht mit etwas Stolz präsentieren kann.

_________________
Nur wer alles im Herzen hat, hat alles verstanden.

BeitragVerfasst am: 03.02.2008, 23:11
Judith
 
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Hallo Boscheln,

das mit der Verantwortung dem Leser gegenüber ist ein wichtiger Punkt, den m.E. manche BoD-Autoren zu wenig beachten. Einige sollten lieber die "Fun"-Variante wählen, zehn Bücher drucken lassen, aber ohne ISBN und nicht frei verkäuflich. Sie hätten dann auch ein "echtes Buch", könnten sich den Menschen damit mitteilen, denen sie etwas damit sagen wollen. Wenn es sich dann nicht mit den Büchern auf dem Markt messen kann, ist das kein Problem.

Grüßle,
Judith

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Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 00:05
CeKaDo
 
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Raus damit und das erste Buch möglichst vielen Leuten zum Lesen geben!

Mit der Kritik kannst Du dann gut etwas beginnen und notfalls korrigieren. Ich finde Bücher, die sich auf dialogen aufbauen einfach langweilig und (frau möge mir verzeichen) typisch weiblich. Viel Gerede, wenig Handlung.

Doch das mag jeder gern anders empfinden. Möchtest Du die Romane weiterhin "in der Schublade" lassen, oder sollen sie ans Tageslicht? Werde Dir darüber klar und dann handele.

Und es gibt noch andere, teuerere und billigere Möglichkeiten als BOD. Aber das wirst Du mit ein wenig Recherche selbst noch finden.

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"Nur Dumme trauen sich alles!"

http://www.uebernaechtliches.de

Der Blog zum CeKaDo: http://www.tagesblog.de

BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 13:21
Claire
 
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WohnortBochum


Hallo Lally,

du befindest dich eindeutig in der postnatalen Depression. Viele Mütter finden genau dann ihre Babys nämlich grottenäßlich. Schlaf noch ein paar Tage drüber und lass dann die Welt entscheiden, ob sie dein Werk braucht oder nicht. Vielleicht ist es genau das Buch, auf das alle gewartet haben. Das wirst du aber nie herausfinden, wenn es nur in der Schublade liegt.
Gewisse Grundvoraussetzungen - da schließe ich mich Judith an - sollten natürlich erfüllt sein.

LG Claudia

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LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 14:12
thomas
 
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WohnortPetershagen bei Berlin


hallo boscheln,

deinem punkt:

Boscheln hat Folgendes geschrieben:

Aber sobald das Medium "Buch" dransteht, hat man als Autor eine Verantwortung für den Leser. Der soll es ja kaufen, für den ist es bestimmt. Nur ein Buch in den Händen zu halten, ist für mich ein "überfinanziertes" Tagebuch.
.


möchte ich widersprechen. wenn man ein buch wie du es sagst "für den leser" schreibt, ist das für mich nicht kunst sondern entertainment. ich meine das gar nicht abwertend. sicher haben solche sachen wie groschenromane oder mainstream musik im radio ihre berechtigung, weil viele leute das konsumieren und eine gute zeit dadurch haben. daran ist nichts falsch. kunst und literatur aber bedeutet für mich zu allererst, mich selbst auszudrücken. ob leute dann darauf reflektieren oder nicht wird sich zeigen. stell dir mal vor, alle die experimentiert haben, etwas neues gemacht haben (kafka, kempowski, proust, joyce...) hätten zuerst den leser im blick gehabt. die texte wären ganz anders geworden.

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BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 15:20
Boscheln
 
Anmeldedatum01.02.2008
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WohnortÜbach-Palenberg


Mit einem Buch verwirklicht man sich immer selber, sonst hätte man nicht den Impuls. Mit Verantwortung für den Leser meine ich nicht sich selbst zu vergessen oder zu verbiegen, sondern es so aufbereiten, dass der Leser folgen kann und dass es ihn anspricht. Bei einem Buch geht es immer um Schreiber und Leser.
Bei meinem Buch "Eine Generation verabschiedet sich" musste ich mir auch der Frage stellen: Wie werde ich meinen Zeitzeugen gerecht und wie bereite ich es auf, dass der Leser "mitgenommen wird". Die Rückmeldungen bestätigen, dass mir das gelungen ist.
Bei Künstlern habe ich oft meine Schwierigkeiten, weil ich nur "Bahnhof" verstehe. Das hat dazu geführt, dass ich mich fast nicht traue etwas zu interpretieren, weil ich (mit Sicherheit) nicht das treffe, was der Künstler gemeint hat.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig rüberbringen mit dem was ich unter "Verantwortung gegenüber dem Leser" gemeint habe.

PS: Heute ist im Rheinland Rosenmontag und so "durfte" ich heute in unserer Stadt den Umzug fotografieren (dienstlich). Anbei ein Bild von heute...

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BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 15:24
mtg
Gast
 


Ich kann das nur unterstützen. Ein Buch ist zunächst Selbstverwirklichung. Aber es ist auch gleichzeitig ein Dialog mit dem Leser, ein Gespräch auf einer anderen Ebene. Und wenn man verstanden werden möchte, muss man den Leser abholen, wo er ist. Aber wenn man esperimentieren möchte, zeigt man dem Leser einen ihm bisher unbekannten Weg auf.

Beide Möglichkeiten (und derer vieler mehr) machen das Medium "Buch" zu einem spannenden und immer wieder neuen Kommunikationsmittel.

Beste Grüße
Matthias

BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 15:34
thomas
 
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hi boscheln,

dem oben gesagten kann ich eher zustimmen. sicher sollte man, zumindest beim publizieren, bestimmte dramaturgische und auch qualitative aspekte im auge haben. ich finde übrigens, dass man z.b. ein gedicht gar nicht falsch interpretieren kann. grad expressionismus ist eh nur über die assoziative deutbar. wenn du bei einem text etwas empfindest, wenn er dir etwas geben kann ist das doch schön. wenn das etwas anderes ist, als das was der autor im blick hatte, dann finde ich das nicht so schlimm. gerade lyrische und abstrakte texte, auch konkrete poesie, transportieren, denke ich, gefühle und stimmungen. wenn man eine ganz klare aussage treffen wollte, könnte man ja einen essay schreiben.
viele grüsse,

thomas

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BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 15:39
hawepe
 
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Hallo Matthias,

mtg hat Folgendes geschrieben:
wenn man verstanden werden möchte, muss man den Leser abholen, wo er ist. Aber wenn man esperimentieren möchte, zeigt man dem Leser einen ihm bisher unbekannten Weg auf.

Beide Möglichkeiten (und derer vieler mehr) machen das Medium "Buch" zu einem spannenden und immer wieder neuen Kommunikationsmittel.


Das hast du fuer mein Empfinden sehr treffend formuliert.

Beide Moeglichkeiten sollten gleichberechtigt nebeneinander stehen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 04.02.2008, 15:45
hawepe
 
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WohnortBerlin


Hallo Thomas,

thomas hat Folgendes geschrieben:
wenn du bei einem text etwas empfindest, wenn er dir etwas geben kann ist das doch schön. wenn das etwas anderes ist, als das was der autor im blick hatte, dann finde ich das nicht so schlimm. gerade lyrische und abstrakte texte, auch konkrete poesie, transportieren, denke ich, gefühle und stimmungen. wenn man eine ganz klare aussage treffen wollte, könnte man ja einen essay schreiben.


Leider erwarten aber viele Leser diese Eindeutigkeit. Spaetestens in der Schule wird einem die Offenheit fuer Vielfalt ausgetrieben.

Spaeter muss man sich diese Sichtweise erst wieder muehsam zurueckerobern.

Ob ein Essay aber wirklich immer eine derart klare, eindeutige Aussage treffen muss? Spontan - weil ich es so gelernt habe - moechte ich Ja sagen, aber aus Erfahrung bin ich mit solchen "sicheren" Aussagen vorsichtig geworden.

Beste Gruesse,

Heinz.

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