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Von hier, zu Dir

BeitragVerfasst am: 11.07.2008, 18:33
Thomas Koppe
 
Anmeldedatum10.07.2008
Beiträge2


Titel: Von hier, zu Dir
Autor: Thomas Koppe

Verlag: Engelsdorfer Verlag
ISBN: 3-86703-734-5
Seiten: 114
Preis: 9,20 EUR

Der Autor über das Buch:

Eine Geschichte voller Gedichte von Thomas Koppe

Seit einigen Jahren schreibe ich Gedichte und Texte über all die Dinge, die mich beschäftigen. Nun habe ich diese in einem Lyrikband zusammengefasst und in einer Geschichte eingebunden.

Klappentext:

“Von hier, zu Dir” von Thomas Koppe
Es ist wie immer hier im Mietshaus. Oma Ursel schaut aus ihrem Fenster, Linda geht gerade zur Arbeit und Henne zum nächsten Kiosk. Aus der WG der Studenten dröhnt Musik, während Franzi mit Toni ins Krankenhaus fährt. Ich sitze bei einer Tasse Kaffee und warte. Es ist wie immer, fast.


Inhalt:

Das erste Buch von Thomas Koppe erzählt auf gefühlvolle, heitere und ausdrucksstarke Weise von alltäglichen und nicht ganz so alltäglichen Geschichten. Da sind zum einen die Nachbarn, über die es immer zu reden lohnt, die allgegenwärtige Familie, an erster Stelle natürlich Mutter, der ewig nörgelnde und unzufriedene Chef, die vielen privaten Geschehnisse, die natürlich verarbeitet werden müssen, da ist die hohe Politik über die es zu spotten lohnt und da ist doch auch sie, die große Liebe. In Gedichten und Episoden lädt Thomas Koppe in seinem Buch zum Verweilen, zum Träumen und zum Beobachten ein.

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 11.07.2008, 18:53
LOFI (Moderator)
 
Anmeldedatum29.04.2008
Beiträge2062
WohnortOslo


Hi Thomas,

bin selber ein Lyrikfan und wünsche dir viel Erfolg mit deinem Gedichtband.
Stelle doch mal das ein oder andere Gedicht ein, wenn du willst.

LG

Lorenz

_________________
Höre auf dein Herz und entscheide mit Verstand!
www.romantikroman.com

BeitragVerfasst am: 11.07.2008, 19:47
Thomas Koppe
 
Anmeldedatum10.07.2008
Beiträge2


Hallo Lorenz,

danke für das Interesse und für die Wünsche. Gerne stelle ich hier meine Gedichte vor. Drei recht unterschiedliche habe ich ausgesucht. Zu finden sind sie, neben 80 weiteren, auch in meinem Buch "Von hier, zu Dir".
Viele Grüße, Thomas

Der Brief
Thomas Koppe

Es ist noch sehr bald in der Frühe,
ein Postauto hält vor dem Haus.
Der Briefträger steigt mit viel Mühe
und einem Brief in der Hand aus.

Ein Brief? Was könnt' in ihm stehen?
Neugierig? Ich bin es nicht!
Doch würd' ich schon gern' hinein sehen
und brächt' das Geheimnis ans Licht.

Beherbergt er Worte der Liebe?
"Adonis, erinn're Dich mein!
Die Jugend, die Zeit erster Triebe,
komm, lasse sie wiederum sein!"

Finden sich in jenem Briefe,
die herrlichsten Lobesgesänge?
"Ihr Werk, welch' Glanz und die Tiefe,
gelungen, in ganzer Länge."

Steht in den Zeilen geschrieben:
"Der Erbe sind Sie nur allein' ...
plötzlich in Reichtum verschieden...
es sei denn, Sie sagen nein."

Trägt er vom Freunde die Nachricht:
"Die Fete steigt heute um acht ...
es besteht Alkoholpflicht ...
Begleitung ist nicht angebracht!"

Wird in ihm schweifend berichtet:
"Die Jury tat sich gar nicht leicht ...
man habe nun alles gesichtet ...
Glückwunsch, Sie haben's erreicht."

Schickt hier die Lottogesellschaft,
so klingende Kunde auf Reisen?
"Sie brauchen jetzt wirklich viel Kraft ...
Wohin dürfen wir überweisen?"

Das Postauto ist längst gefahren.
Ein Brief liegt geöffnet im Schrank.
Ich muss wohl ein wenig mehr sparen.
Herr Postbote, na vielen Dank.


**************************

Königreich
Thomas Koppe

Wie lang’ schon, war ich nicht mehr in den Weiden?
Hier konnt’ man doch so herrlich Buden bauen.
Das ganze Königreich noch überschauen.
Und Wegezoll mit Rutenschwert erstreiten.

Ach längst vergangen sind die Kinderzeiten.
Als Cowboys neidisch in die Kronen gafften.
Indianer hier die ersten Pfeifen pafften.
Trotz Übelkeit, die ganze Welt befreiten.

Die Zeit, wie schnell nur sollte sie vergehen.
Die Rind’ der Weiden, gleich wie meine Haut,
hat sie dabei nun auch nicht übersehen.
Und trotzdem fühle ich mich hocherbaut.
Denn durft’ ich heute in den Wipfeln stehen.
Hab’ stolz mein Königreich wieder beschaut.


****************************

In die Nacht
Thomas Koppe

Worte wie Lieder
Blätter erzählen
Mondstaub schwebt nieder
Leis’ atmen die Seelen

Zeitlose Träume
Samtweicher Hauch
Es lauschen die Bäume
Herzen, die auch

Schattenverhangen
Netze aus Licht
Momente gefangen
Ein Abendgedicht

© Thomas Koppe, 2008, Info unter: www.liedermacher-koppe.de

BeitragVerfasst am: 11.07.2008, 19:54
LOFI (Moderator)
 
Anmeldedatum29.04.2008
Beiträge2062
WohnortOslo


Hi,

ich habe in meinem Gedichtband "Lebenslagen" ebenfalls ähnliche Gedankengänge eingebracht. Das letzte, was du hier vorgestellt hast, finde ich besonders schön.

LG

Lorenz

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www.romantikroman.com

Verfasst am:
 


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