 | Vor- oder Nachteile einer Verlagsgründung? |  |
Verfasst am: 20.06.2008, 09:09 |
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| Claire |
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| Anmeldedatum | 07.12.2007 | | Beiträge | 670 | | Wohnort | Bochum |
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| Bei etlichen Recherchen ist mir aufgefallen, dass Verlage Vorteile gegenüber Autoren genießen. Ich habe auch schon mitbekommen, dass einige Autoren einen sog. Selbst- oder Eigenverlag gegründet (?) haben. Ich habe hier im Forum zwar gesucht, aber nur Fragmente gefunden, die mir weitergeholfen haben. Deshalb meine Frage: Welche Vor- oder Nachteile bringt das? Geht das auch, wenn ich ausschließlich meine eigenen Bücher vertrieben will? Mir fehlt da irgendwie noch die Orientierung. |
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_________________ LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren. |
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Verfasst am: |
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 | Re: Vor- oder Nachteile einer Verlagsgründung? |  |
Verfasst am: 20.06.2008, 09:28 |
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| lverlag |
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| Anmeldedatum | 06.02.2008 | | Beiträge | 128 | | Wohnort | München |
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| Claire hat Folgendes geschrieben: | | Bei etlichen Recherchen ist mir aufgefallen, dass Verlage Vorteile gegenüber Autoren genießen. Ich habe auch schon mitbekommen, dass einige Autoren einen sog. Selbst- oder Eigenverlag gegründet (?) haben. Ich habe hier im Forum zwar gesucht, aber nur Fragmente gefunden, die mir weitergeholfen haben. Deshalb meine Frage: Welche Vor- oder Nachteile bringt das? Geht das auch, wenn ich ausschließlich meine eigenen Bücher vertrieben will? Mir fehlt da irgendwie noch die Orientierung. |
Hallo Claire,
das ist wahrlich ein sehr umfassendes Thema.
Vom Grundsatz aber: Wenn Du nur Deine eigenen Bücher verlegst, dann macht es nicht wirklich einen Unterschied ob Du 'Verlag' über Deine Tätigkeit schreibst oder einfach ein Gewerbe anmeldest, wenn Du mal einen gewissen Umfang an Verkäufen hast. Genau genommen bist Du dann schon ein Verlag, wenn Du Deine eigenen Bücher verlegst. Die Bezeichnung ist da nicht das entscheidende.
Steuerlich spielt es keine Rolle, da Du Einnahmen aus den Buchverkäufen erzielst und Deine Betriebsausgaben abziehst. Das ist aber auch unabhängig davon, ob Du 'Verlag' über Deine Tätigkeit schreibst. Du kannst auch nicht plötzlich mehr Kosten absetzen, nur weil Du einen Verlag betreibst.
Auch was die Vermarktung betrifft, sehe ich bei einem reinen Selbstverlag keine Vorteile. Der Buchhandel oder sonstige gewerbliche Wiederverkäufer nehmen nicht deshalb auf einmal Deine Bücher in den Bestand auf, nur weil Du offiziell einen Verlag führst.
Aus meiner Sicht macht eine 'offizielle' Verlagsgründung nur dann Sinn, wenn Du mittel- oder langfristig planst auch Titel anderer Autoren zu verlegen. So ein Schritt will aber sehr, sehr gut überlegt sein. Das Buchgeschäft ist hart, was ich hier sicherlich nicht ausführlich erläutern muß. Mit einem Verlag hebst Du Dich aber nochmal in eine andere Konkurrenzklasse, und neben einem langen Atem brauchst Du vor allem viel viel Gelassenheit und auch eine gewisse finanzielle Ausstattung.
Womöglich können wir das Thema ein wenig besser 'angehen', wenn Du konkretere Fragen hast über die wir uns hier austauschen können
beste Grüße
André |
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Verfasst am: 20.06.2008, 10:11 |
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| Judith |
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| Anmeldedatum | 05.08.2007 | | Beiträge | 2540 | | Wohnort | Schwobaländle |
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Eine Bekannte, die einen kleinen Verlag mit ca. 15 Titeln hat, gab mir auf meine Frage beinahe die identische Antwort wie André. Somit ist das Thema für mich "erledigt".
Grüßle,
Judith |
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Verfasst am: 20.06.2008, 10:24 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 920 | | Wohnort | Bremervörde |
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Hi Claire,
stell dir zuallererst mal die Frage, was du machen willst.
Möchtest du eigene Bücher herausbringen? Ist dann abzusehen, dass du viele, viele, viele schreibst?
Möchtest du auch Bücher von anderen, z.B. erst mal von Freunden/Bekannten herausbringen?
Einen Verlag zu gründen ist nicht das Problem. Du kannst ihn erstmal als Teilgewerbe anmelden - kostet 25€.
Es kommen am Anfang ein paar Kosten auf dich zu: ISBNs kaufen (am besten im 100er Pack, da du dann nur noch ca. 1,70 pro Stück bezahlst.) Die VLB Kosten liegen bei ca. 70€ jährlich.
Du müsstest dir eine gute, zuverlässige, günstige Druckerei suchen. (Ich kann dir da auf Wunsch jemanden empfehlen).
Was die Werbung angeht, wirst du genauso viel oder mehr machen müssen, als wenn du bei BOD bist. Aber ich denke, das ist dir klar.
Du solltest dich auch mit dem Rechnungswesen etc. auseinander setzen. Das nervt zwar, macht auch keinen Spaß, aber gehört dazu.
Du musst zuverlässig sein. Wenn Bestellungen eingehen, solltest du SOFORT liefern. Leider wirst du erstmal selbst liefern müssen, da viele Barsortimente kleine Verlag nicht aufnehmen.
Du solltest dich gut mit den Rabatten der Buchhändler auskennen und aufgrund von Druckkosten, Buchhandelsrabatten, Steuern und Verdienst einen vernünftigen Verkaufspreis für deine Bücher errechnen. Das kann schon mal leicht ins Auge gehen, wenn man da falsch kalkuliert.
Also, überleg dir, ob es sich für dich lohnt, einen eigenen Verlag zu gründen. Rechne das einfach mal gegen. Lohnt es sich auf die Dauer?
Du hast - wie gesagt - am Anfang erstmal einige Kosten und du trägst das komplette Risiko.
Wenn du aber viel verlegen willst - evtl. nicht nur deine Bücher - kann sich das rechnen.
Doch würde ich vorerst - bei fremden Publikationen - bei Bekannten bleiben. Ihr könntet euch die anfallenden Kosten erstmal teilen.
Schau mal nach Fachliteratur. Ich hatte damals "Eigenverlag - Selbstverlag" von Manfred Plinke.
Das ist ein guter Ratgeber.
Wenn es dir nicht zwangsläufig darum geht, viel Geld zu verdienen, könntest du dir auch überlegen, einen Verein zu gründen. Auch das geht. Frag mich jetzt aber nicht genau, wie.
Ansonsten ist das mit einem Selbstverlag einfach gemacht.
Zumindest was die Gründung angeht.
Aber als Verleger musst du auf vielen Hochzeiten tanzen können.
Kannst du Satz, Layout, Lektorat, Umschläge erstellen? Du musst dein eigener Werbefachmann sein. Du solltest Kontakte zur (erstmal) örtlichen Presse herstellen und immer wieder dran bleiben.
Kannst du Pressetexte schreiben? Kannst du "Waschzettel" für die Presse erstellen?
Kannst du gut verhandeln?
Du musst sein:
Autor
Verleger
Geschäftsfrau
Künstler
Setzer
Werbefachfrau
Lektor
jemand mit starken Nerven
usw.
Ein unbestreibarer Vorteil ist, dass du alle Fäden in der Hand hältst. Niemand kann dir in deinem künstlerischen Schaffen reinreden. Und je nachdem, wie du deine Bücher kalkulierst (und Buchhandelsrabatte aushandelst), ist der Verdienst am eigenen Buch höher, als wenn du bei einem Fremdverlag bist.
Gruß
Hakket |
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_________________ In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord-verlag.de |
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Verfasst am: |
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Verfasst am: 20.06.2008, 11:01 |
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| Judith |
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| Anmeldedatum | 05.08.2007 | | Beiträge | 2540 | | Wohnort | Schwobaländle |
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Hallo Hakket,
die Bekannte von mir lässt inzwischen auch bei BoD drucken, da sie so bei Libri, amazon etc. gelistet ist und nicht so viel Vorleistung für gedruckte Bücher erbringen muss.
Grüßle,
Judith |
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Verfasst am: 20.06.2008, 11:30 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 920 | | Wohnort | Bremervörde |
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Hi Judith,
naja, das mit Libri hatten wir schonmal. BOD hat halt den Vorteil, dass sie Sonerkonditionen von Libri bekommen. Ich habe erst letztens ein Angebot von Libri bekommen. Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber es ist schon ... ziemlich ... lassen wir das. Ich sehe es nicht ein, Libri 55% Rabatt zu geben, nur damit mein Buch in ihrer Liste steht und ich auch noch ALLE Risiken tragen muss, die mir eventuell geschäftlich das Genick brechen können. Bestellen tun sie ja sowieso bei mir.
Amazon - okay - da kann man versuchen zu handeln.
Aber insgesamt: Ich finde es nicht okay, wenn ein Händler so viel Rabatt haben will. Und die Frage ist und bleibt, ob man, weil man bei Libri im Katalog steht, mehr Bücher verkauft.
Wenn ich ein Buch haben will, bestelle ich nicht bei Libri, sondern bei Amazon oder im Buchladen, oder direkt beim Verlag.
Sicher, BOD ist eine gute Alternative. Aber BOD hat auch seine Nachteile, das wirst du nicht bestreiten können. Es wurde ja viel hier darüber berichtet.
Wenn du etwas "machen" willst, und du lässt das "machen" von anderen machen, werden dir die anderen immer einen kleinen Teil deines "Dings" wegnehmen. Das kann okay sein, man muss es sich eben überlegen.
Wenn du es schaffst, erfolgreich dein eigenes Ding durchzuziehen, ist es immer besser, als wenn du es andere machen lässt.
Wenn du hervorragende Spaghetti Bolognese machen kannst, warum solltest du das Pizzataxi dafür anrufen?
Es ist halt zu überlegen, was man will. Und das Verlagsgeschäft als solches kann auch Spaß machen. Man spürt, dass man etwas "schafft".
Alles in allem und je nachdem wie dick dein Buch ist (mal von 250 Seiten ausgegangen), bist du mit rund 500-600€ dabei und hast deinen eigenen Verlag plus einer Startauflage deines Buches.
Ist zwar erstmal viel Geld, aber das kann sich bei einem hohen Buchoutput ja schnell relativieren.
Gruß
Hakket |
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Verfasst am: 20.06.2008, 11:49 |
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| SandraR |
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| Anmeldedatum | 25.11.2007 | | Beiträge | 345 | | Wohnort | Moskau |
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Wir agieren als Buchreihe, machen aber bewusst die Schiene BoD. Aus zwei Gründen:
a) Wir können mit beschränktem Budget mehr Bücher jährlich herausgeben und
b) Wir müssen uns nicht um die Lieferung der Titel kümmern.
Dh. BoD nimmt uns einen Teil dessen ab, wo für wir sonst einen Angestellten benötigen würden und der würde deutlich mehr kosten als wir beim BoD verfahren an BoD abtretten. Dazu kommt auch, Lagerraum kostet und noch ein Argument, ich sitze garnicht in Deutschland, dank BoD brauche ich das auch nicht. Bis man von einem Verlag oder einer Buchreihe leben könnte gehen viele, viele Jahre ins Land. Unsere Kapazität können wir so dort einsetzen wo sie auch hingehört, ins Schreiben, ins Projektieren mit anderen Autoren, in die Pressemitteilungen, ins Netzwerk und damit den Leser pflegen etc. etc.etc.
Die Cover lassen wir von einer Designerin erstellen, allerdings mit unseren Vorgaben und für das Korrektorat haben wir auch einen Lektor. Das heisst, wir machen das was wir gut können selber und sind froh für alles andere unsere geschätzten Leute zu haben.
Dazu gehört für mich auch BoD. Gerade eben habe ich mit einem Publizisten einen Vertrag für ein Buch abgeschlossen, der Mensch sitz in China, ich in Russland und lesen werden es die Menschen in Westeuropa auf BoD lasse ich nichts kommen, weil mir BoD erst meine Mobilität ermöglicht.
Sandra |
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_________________ russland-buecher.ru |
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Verfasst am: 20.06.2008, 11:58 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 920 | | Wohnort | Bremervörde |
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Da hast du recht, Sandra,
Sicher, wie gesagt, Bod hat seine Vorteile. Sie haben dieses Prinzip ja auf den Markt gebracht, und das man ihnen hoch anrechnen.
Ob man für den Vertrieb einen Angestellten barucht? Okay, kann ich in deinem Fall nicht sagen. Es fällt natürlich eine Menge Zusatzarbeit an.
Was die Lagerung und der Vertrieb angeht:
Die Druckerei, mit der ich zusammen arbeite, nimmt die Bücher auf Lager - ohne Mehrkosten. Sie versenden auch direkt aus der Druckrei, ich muss ihnen nur einen Lieferschein schicken. Die Kosten dafür sind nicht höher, als würde ich es selber machen.
Und nochmal: Letztlich verdienst du an einem einzelnen Buch wesentlich mehr, wenn du es selbst produzierst.
Letztlich ist ja die Frage, was man will, was man kann, und wieviel Zeit man beriet ist zu investieren.
Und nochmal zu den Anfangskosten. Diese fallen ja nur einmal an (bis auf die jährlichen 70€ fürs VLB.) Ansonsten hast du nur die Druckkosten. Und da kann man ja immer eine relativ kleine Auflage machen. "Meine" Druckerei gibt mir für den Nachdruck immer den gleichen Preis wie bei der Erstauflage. Es müssen nur min. 26 Stück sein.
Gruß
Hakket |
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Verfasst am: 20.06.2008, 12:17 |
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| lverlag |
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| Anmeldedatum | 06.02.2008 | | Beiträge | 128 | | Wohnort | München |
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| Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | ...
Aber insgesamt: Ich finde es nicht okay, wenn ein Händler so viel Rabatt haben will. Und die Frage ist und bleibt, ob man, weil man bei Libri im Katalog steht, mehr Bücher verkauft.
Wenn ich ein Buch haben will, bestelle ich nicht bei Libri, sondern bei Amazon oder im Buchladen, oder direkt beim Verlag.
... |
Hallo Hakket,
womöglich siehst Du die Aufgabe von Libri falsch?
Wo bestellt denn besagter Buchladen Dein Buch, wenn er es nicht vorrätig hat? In den meisten Fällen (und zunehmend) bei Barsortimentern wie Libri, KNV, Könemann usw. Die Zahl der Buchhandlungen, die noch bei Verlagen direkt bestellen nimmt immer mehr ab. Und auch die Bücher, die sich Händler auf Lager legen kommen in verstärktem Maße von den Barsortimenten.
Sofern man nicht ein wirklich breites Sortiment an Titeln im Angebot hat, kommt man um die Barsortimente nicht herum, wenn man im Buchhandel vertreten sein will.
Klar sind 55% viel, allerdings liegt hier m.E. auch der wesentliche Nachteil von BoD. Die Druckkosten pro Stück sind so hoch, dass man den heutzutage notwendigen durschnittlichen Händlerrabatt nicht mehr einkalkulieren kann, ohne verkaufshinderliche Verkaufspreise festzusetzen.
Kalkulieren läßt sich so etwas nur noch, wenn man entsprechende Auflagen im Offsetdruck realisiert. Aber natürlich mit allen Konsequenzen bezüglich Investitionsumme und Verkaufsrisiko.
M.E. muß man sich im vorhinein klar entscheiden, wohin man mit seinem Verlag möchte, Vor- und Nachteile der einzelnen Entscheidungen abwägen und daraufhin seine Entscheidung treffen. |
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Verfasst am: 20.06.2008, 12:43 |
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| Hakket (Moderator) |
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| Anmeldedatum | 14.09.2007 | | Beiträge | 920 | | Wohnort | Bremervörde |
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Nun, vielleicht sehe ich da wirklich was falsch.
Aber es ist doch so: Warum soll ich Libri 55% Rabatt geben, damit sie mein Buch auf Lager haben, wenn sie ohnehin die Bestellungen von den Buchhändlern an mich weiterleiten, ganauso wie KNV und andere.
Sowohl ich als auch meine Autoren verdienen mehr, wenn wir solch hohe Rabatte nicht zahlen müssen. I.d.R gebe ich 30-35% Rabatt. Bisher hat sich kein Händler beschwert.
Ich finde es außerdem recht merkwürdig, wenn ein Buchhändler sagt: Das Buch gibt es nicht - obwohl es ISBN hat und im VLB gelistet ist. Naja, der Buchhändler hat einen Liefervertrag mit Libri? Und der Buchhändler ist nicht bereit, einfach mal zu schauen, ob es das Buch tatsächlich gibt, weil er dann ja evtl. einen geringeren Rabatt bekommt?
Klar, es geht nur ums Geld, aber ist das so in Ordnung?
Soll das bedeuten, dass letztlich nur noch die Verlage bei den Händlern vertreten sind, die sich diese Rabatte leisten können?
Ist das in Ordnung, dass die MACHER eines Buches weniger bekommen, als die Vertreiber?
Ich finde, dass gerade Kleinverlage das Rech und die Pflicht haben, gegen diese Art anzugehen.
Übrigens setzen sich die Bestellungen bei mir hauptsächlich aus Libri, KNV Bestellungen und direkten Bestellungen bei mir zusammen.
Sicherlich bin ich noch nicht flächendeckend in den Buchläden ausliegend.
Aber ich arbeite daran.
Hakket |
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Verfasst am: 20.06.2008, 13:46 |
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| lverlag |
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| Anmeldedatum | 06.02.2008 | | Beiträge | 128 | | Wohnort | München |
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Hallo Hakket,
| Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | Nun, vielleicht sehe ich da wirklich was falsch.
Aber es ist doch so: Warum soll ich Libri 55% Rabatt geben, damit sie mein Buch auf Lager haben, wenn sie ohnehin die Bestellungen von den Buchhändlern an mich weiterleiten, ganauso wie KNV und andere.
… |
Das Problem ist, dass viele Buchhändler nur bestellen, was bei den Barsortimentern mit denen sie zusammenarbeiten auch gelistet ist. Im VLB sucht doch nur noch ein kleiner Teil der Händler, meist die sehr kleinen Läden, aber auch die immer seltener.
Der Grund ist, dass solche ‚Umleitungen‘ länger dauern, nicht absehbar ist wann die Bücher kommen, und zudem noch entsprechend einzelne Bücherlieferungen bearbeitet werden müssen. Alles kostet Geld bzw. nagt an der Rabattstaffel beim Barsortiment.
| Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | ..
Sowohl ich als auch meine Autoren verdienen mehr, wenn wir solch hohe Rabatte nicht zahlen müssen. I.d.R gebe ich 30-35% Rabatt. Bisher hat sich kein Händler beschwert.
… |
In dem Rahmen liegt er auch mit den Rabatt bei den Barsortimenten. Allerdings spart er hier erheblich an der ‚Abwicklung‘. Sowohl was Abrechnung, Lieferungsbearbeitung usw. betrifft. In Summe macht er über das Barsortiment das bessere Geschäft.
Bei kleinen Buchhandlungen muß man fast damit rechnen, dass es bei 30% Rabatt nicht lohnt ein einzelnes Buch für einen Kunden zu bestellen. Er würde dabei drauflegen. Auch wieder ein Grund, weshalb sich kaum ein Buchändler mehr die Mühe macht ausführlich nach einem Buch zu recherchieren und dieses direkt beim Verlag zu bestellen.
| Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | …
Ich finde es außerdem recht merkwürdig, wenn ein Buchhändler sagt: Das Buch gibt es nicht - obwohl es ISBN hat und im VLB gelistet ist. Naja, der Buchhändler hat einen Liefervertrag mit Libri? Und der Buchhändler ist nicht bereit, einfach mal zu schauen, ob es das Buch tatsächlich gibt, weil er dann ja evtl. einen geringeren Rabatt bekommt?
Klar, es geht nur ums Geld, aber ist das so in Ordnung?
Soll das bedeuten, dass letztlich nur noch die Verlage bei den Händlern vertreten sind, die sich diese Rabatte leisten können?
… |
Das Problem ist oftmals, dass es nicht darum geht weniger zu verdienen, sondern überhaupt etwas an dem Buch zu verdienen. Bei Bestellungen geht das gerade noch. Aber bei der Entscheidung, welche Bücher man in den Laden legt ist man mit solchen Rabatten meist nicht konkurrenzfähig.
Und ja…letztlich werden (und das ist heute schon der Fall) die Verlage den Vorzug bekommen, die entsprechende Rabatte bieten können. Und es sind ja dann nicht nur die Rabatte sondern auch noch andere Dinge wie Remittenden, kostenlose Werbemittel usw.
| Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben: | …
Ist das in Ordnung, dass die MACHER eines Buches weniger bekommen, als die Vertreiber?
… |
Und genau das wage ich zu bezweifeln. Es sieht vielleicht so aus, dass 30% viel sind, wenn man sich aber die Arbeit dahinter anschaut, dann relativiert sich das sehr schnell. Kleine Buchhandlungen können mit solchen Rabatten fast nicht mehr überleben.
Ich stimme vollkommen mit Dir überein, dass 55% zu viel ist. Allerdings heißt das nicht, das ich selbst 30% für das Maximum halte.
Aus meiner Sicht müssen letztlich auch die Verlage versuchen kostensparend zu arbeiten und ihre Titel günstiger zu produzieren. Und diese Kosteneinsparungen müssen im Wesentlichen dazu dienen, den selbständigen Buchhandel mit anständigen Rabatten zu stützen. Die Ketten und Barsortimente holen sich schon genug.
Sehen wir es so…anstatt eines Verlages hätte ich auch eine Buchhandlung gründen/kaufen können. Aber DAS ist noch riskanter als ein Verlag  |
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Verfasst am: 20.06.2008, 14:05 |
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| Claire |
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| Anmeldedatum | 07.12.2007 | | Beiträge | 670 | | Wohnort | Bochum |
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@lverlag
| Zitat: | | Vom Grundsatz aber: Wenn Du nur Deine eigenen Bücher verlegst, dann macht es nicht wirklich einen Unterschied ob Du 'Verlag' über Deine Tätigkeit schreibst oder einfach ein Gewerbe anmeldest, wenn Du mal einen gewissen Umfang an Verkäufen hast. |
Meine eigenen reichen mir schon. Den Umfang an Verkäufen habe ich auch noch nicht - sniff. Selbst das Finanzamt hatte keine weitergehenden Fragen an mich, als ich meiner Steuererklärung (der Vollständigkeit halber) meine Ausgabe/Einnahmen aus Buchveröffentlichung beigefügt hatte. Wahrscheinlich haben die auch das Weinen bekommen.
@Judith
| Zitat: | | Eine Bekannte, die einen kleinen Verlag mit ca. 15 Titeln hat, gab mir auf meine Frage beinahe die identische Antwort wie André. Somit ist das Thema für mich "erledigt". |
Für mich auch.
@Hakket
| Zitat: | | Letztlich ist ja die Frage, was man will, was man kann, und wieviel Zeit man beriet ist zu investieren. |
Genau da liegt bei mir der Hund begraben. Selbst wenn ich wollte, könnte ich gar nicht mehr machen als jetzt. Bin jetzt schon eingeschränkt tätig und es wird nicht besser.
Meine Eingangsfrage ist somit ausreichend beantwortet. Danke an alle! |
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_________________ LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren. |
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Verfasst am: 20.06.2008, 14:16 |
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| Zoba |
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| Anmeldedatum | 23.11.2007 | | Beiträge | 1296 | | Wohnort | Süden |
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Hi,
ich stoße mich immer am Begriff Rabatt - für mich ist das schlicht eine Handelsspanne, und Handelsspannen von 55% sind schon heftig.
Letztlich sägen sich die Buchhandlungen doch selbst den Ast ab, auf dem sie sitzen. Ich als Kunde interessiere mich nicht für irgendwelche Vorgänge hinter der Bühne. Ich erwarte, daß von den recht teuren (!) deutschen Buchpreisen alle gut satt werden, vom Autor bis zum Laden, und daß ich in einem Buchladen das gewünschte Buch ganz einfach bestellen kann und geliefert bekomme. Das muß nicht gestern sein, ich kann auch mal 1-2 Wochen warten.
Weigert sich ein Laden, ein Buch zu bestellen von dem ich weiß, daß es erhältlich ist, dann hat er mich ganz einfach das letzte Mal gesehen. Zweimal passiert mir sowas nämlich nicht, ich bin recht nachtragend bei solchen Dingen. Dies ist mit ein Grund, warum ich mehr und mehr Bücher antiquar, über Ebay oder Amazon&Co. kaufe, und ich habe früher monatlich mehrere hundert DM in den lokalen Läden gelassen.
Mit kaufmännischem Denken und Kundenfreundlichkeit scheinens die Deutschen jedenfalls nicht so sehr zu haben, ich habe im Ausland noch nicht einmal erlebt, daß mir gesagt wurde, ein Buch sei nicht zu bekommen und die Buchpreise (ergo auch die Margen) sind dort weit geringer. |
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_________________ Gruß,
Zoba
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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky |
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Verfasst am: 20.06.2008, 14:28 |
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| SandraR |
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| Anmeldedatum | 25.11.2007 | | Beiträge | 345 | | Wohnort | Moskau |
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| Zoba hat Folgendes geschrieben: | | ich habe im Ausland noch nicht einmal erlebt, daß mir gesagt wurde, ein Buch sei nicht zu bekommen und die Buchpreise (ergo auch die Margen) sind dort weit geringer. | Da muss ich wiedersprechen, die Margen sind genauso hoch nur die Papierpreise zum Teil wesentlich geringer. In Prozenten ist es zumindest in Russland, gehuepft wie gesprungen, exakt das selbe. Wer jedoch auf den Buchladen ums Eck schimpft den moechte ich doch der Fairness halber darauf hinweisen, Ladenfläche ist kein billiger Spass und der Onlineshop hat keine Ladenfläche die er zahlen muss. Unterm Strich verdient der grosse Onlinehändler mehr als der Buchladen in bester Stadtlage. Dazu spart der Onlinehändler noch weiter wenn er eben mit den Barsortimenten a la Libri zusammen arbeitet, den der hat die hohen Lagerkosten zu bestreiten.
Ich habe schon Buecherlager von Barsortimenten gesehen, dass sind richtig schoene grosse Lagerhallen, das Kostet, dazu die Logistik und das Personal. Also mit einem Buchladen duerfte keiner reich werden, wie mit dem Schreiben auch nicht (einzelne Ausnahmen ausgenommen)
Sandra |
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_________________ russland-buecher.ru |
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Verfasst am: 20.06.2008, 14:33 |
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| lverlag |
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| Anmeldedatum | 06.02.2008 | | Beiträge | 128 | | Wohnort | München |
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| Zoba hat Folgendes geschrieben: | ..
ich stoße mich immer am Begriff Rabatt - für mich ist das schlicht eine Handelsspanne, und Handelsspannen von 55% sind schon heftig.
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Die 55% gehen ja nicht direkt an den Buchhändler. Der bekommt ca. 30-35%. Die restlichen 15-20% sind für den Zwischenhändler/Barsortimenter.
Und 55% sind schon viel keine Frage. M.E. könnte ein Zwischenhändler auch mit weniger zurecht kommen, aber letztlich ist das nichts anderes als eine Steuerung des Angebotes. Es gibt viel zu viele Bücher auf dem Markt, so daß der Barsortimenter dadurch schon einen Großteil der möglichen Lieferanten aussieben kann.
Große Verlage zahlen auch keine 55% an die Barsortimente. Wie gesagt sieben solche Rabatte die kleinen Anbieter aus, die nicht mal den Hauch einer Verhandlungsbasis haben.
| Zoba hat Folgendes geschrieben: | ....
Letztlich sägen sich die Buchhandlungen doch selbst den Ast ab, auf dem sie sitzen. Ich als Kunde interessiere mich nicht für irgendwelche Vorgänge hinter der Bühne. Ich erwarte, daß von den recht teuren (!) deutschen Buchpreisen alle gut satt werden, vom Autor bis zum Laden, und daß ich in einem Buchladen das gewünschte Buch ganz einfach bestellen kann und geliefert bekomme. Das muß nicht gestern sein, ich kann auch mal 1-2 Wochen warten.
... |
Teure Buchpreise? Da kann man sich trefflich drüber streiten. Wenn wir mal von 9,90 bei einm 250 Seiten Taschenbuch ausgehen, finde ich persönlich den Preis o.k. Aber ohne eine hohe Auflage kann man daran nicht viel verdienen.
Natürlich interessiert das den Kunden nicht, allerdings kann man damit auch nicht an der Realität vorbeiargumentieren. Ohne angemessener Rabatt keine Buchhandelspräsenz. Und de facto sprechen wir ja selbst bei einer Direktlieferung nicht von 'nur' 30-40% Rabatt...dazu kommen eben noch Dinge wie Remissionsquoten, Werbemittel usw. usw.
| Zoba hat Folgendes geschrieben: | ...
Mit kaufmännischem Denken und Kundenfreundlichkeit scheinens die Deutschen jedenfalls nicht so sehr zu haben, ich habe im Ausland noch nicht einmal erlebt, daß mir gesagt wurde, ein Buch sei nicht zu bekommen und die Buchpreise (ergo auch die Margen) sind dort weit geringer. |
Ein Wegfall der Preisbindung? Aus meiner Sicht als Verleger würde ich die Preisbindung lieber heute als morgen Fallen sehen. Wenn ich es aber aus Sicht des Buchhandels sehe (und der ist nun mal der Kunde des Verlages), dann bin ich dafür bei der Preisbindung zu bleiben.
Du hast natürlich recht...letztlich ist dieses Thema auch eine Service-Frage. Aber momentan ist die Situation bei uns nunmal so, dass Recherche und Bestellung von Einzeltiteln außerhalb des Kataloges eines Barsortiments für einen Buchladen nicht wirklich rentabel ist. |
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