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Forum für Books on Demand bzw. BOD Autoren » Kunterbunt » Wann erachtet ihr ein Buch für gut? Gehe zu Seite Zurück  1, 2
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BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 10:06
PvO
 
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WohnortOstseebad Prerow


Ich lieh mal einer jungen Frau einen Roman von mir. Sie ging damit zum Strand. Als sie Stunden später wieder kam, gab sie mir das Buch zurück. Ich dachte: war wohl nicht ihr Geschmack. Im Gegenteil, sie hatte es am Stück gelesen. Die Auskunft ging runter wie Öl und machte mich ein bisschen stolz. Später erfuhr ich von einer Leserin, dass sie ein (anderes) Buch von mir ebenfalls am Stück gelesen hatte.

_________________
Im November 07 hab ich einen Vertrag unterschrieben. Somit wird eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt erscheinen.

www.peters-buchladen.de

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 10:22
Hakket (Moderator)
 
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WohnortBremervörde


Ich denke, es ist schon ein wichtiger Indikator, wenn man ein Buch schnell lesen kann. Ob es dann, nachdem man es gelesen hat, immer noch ein gutes Buch ist, steht aber auf einem anderen Blatt. Ein gefälliger Schreibstil bedeutet ja nicht unbedingt, dass eine gute Story dahintersteht. Ein Buch kann Spannend sein, aber eine banale Geschichte erzählen. Geschmack soielt auch eine Rolle dabei.
Schätzings "Schwarm" fand ich genial, leicht zu lesen, tolle Story. Andere meinten: Der gibt ja nur mit seinem Fachwissen an, und das ist auch nur Halbwissen.
Zum Teil ging es mit wie PvO: Ein Bekannter, der einen Roman von mir, der noch nicht veröffentlicht ist, gegengelesen hatte, beschwerte sich bei mir, dass er sich die halbe Nacht um die Ohren geschlagen hat. Er konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Ich glaube, soetwas ist eins der schönsten Komplimente, die man bekommen kann. Allerdings muss ich zugeben, dass meine Geschichten insgesamt gesehen eher banal sind. Spannend eine geniale Geschichte zu erzählen ist wohl die höchste Kunst ...

Ken Follet ist da ähnlich: "Die Kinder von Eden" ist keine so einfallsreiche Geschichte, aber es macht Spaß sie zu lesen. Dan Brown ist auch so ein Fall.
Merkwürdigerweise kann ich mit den deutschen Klassikern - Ghoete, Schiller, Grass, etc kaum etwas anfangen. Sie sind weder spannend noch besonders einfallsreich. Aber das ist eben Geschmackssache.

_________________
In jedem Menschen existieren dunkle Orte, für die es keine offizielle Wegbeschreibung gibt. Und wer glaubt, keinen dieser Orte in sich zu tragen, hat den Weg dorthin nur noch nicht gesucht.
www.tordenfjord.de

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 10:31
Thorolf
 
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Beiträge53
WohnortElbe-Weser-Dreieck


Meine Meinung dazu:
bei

einem Roman:
Wenn ich das neue Buch nur zum Essen weglege und es ansonsten in einem Rutsch durchlese mit "Schmetterlingen in Bauch"

einem Gedichtband:
Wenn ich ins Träumen gerate

einem Sachbuch/Ratgeber:
Wenn ich es für meine Zwecke tatsächlich nutzen/Nutzen daraus ziehen kann und es mir Tipps gibt, die den Buchpreis weit übersteigen, dann ist's mir auch egal, wieviel es kostet

einem Märchenbuch:
Wenn meine Enkelin nicht einschläft beim Vorlesen, sondern still und mit großen Augen darüber nachdenkt

einem Tierbuch:
wenn ich mitlachen oder betroffen sein kann, wenn also Gefühl rüberkommt, bei Tierbüchern eben ganz besonders

_________________
Ich weiß nicht, wie Du das siehst, wahrscheinlich anders, denn Du bist anders!
Wie schön!
Stelle Dir nur mal vor, alle Menschen wären gleich!
Wie langweilig!


www.thorweil.de

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 10:33
hwg (Moderator)
 
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WohnortA 8786 Rottenmann


Hallo Hakket!
Du beschreibst hier treffend den Begriff "leichte Lektüre". Laughing
Derartige zu schreiben erfordert oft mehr Können als das Verfassen einer kompliziert zu lesenden Abhandlung, die dann kaum wer versteht. cool silber

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 10:55
hawepe
 
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Beiträge1587
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Hallo Hakket,

Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Ich denke, es ist schon ein wichtiger Indikator, wenn man ein Buch schnell lesen kann.


Wie kann Geschwindigkeit etwas darueber aussagen, ob ein Buch gut oder nicht gut - sprich schlecht - ist?

Ich quaele mich seit Monaten durch Ulysses von James Joyce. Es ist ein faszinierendes Buch, anfangs nahezu unzugaenglich, spaeter provozierend, fragend, sich einem immer wieder entziehend. Moechte ich Joyce auf der einen Seite noch zustimmen, kann ich ihm wenige Saetze weiter nur noch lebhaft widersprechen.

Wann ich das Buch ausgelesen habe? Das moechte ich auch gerne wissen.

Also ein schlechtes Buch?

Beste Gruesse,

Heinz.

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Reiseberichte Osteuropa: http://www.pahlke-online.de
Barrierefreies Webdesign: http://www.Pahlke-KunstWebDesign.de

BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 11:08
Hakket (Moderator)
 
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Beiträge645
WohnortBremervörde


@hawepe: Naja, Geschwindigkeit ist EINE Sache. Stimmt, wenn ich lese, lese ich meist leichte Kost, und da ist ein gefälliger Stil schon nett. Ausschlaggebend - das Nonplusultra - ist es sicher nicht. Auch komplizierte Bücher können gut sein.
Es kommt halt darauf an, was man will und erwartet.

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BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 11:20
PvO
 
Anmeldedatum21.10.2007
Beiträge574
WohnortOstseebad Prerow


Es gibt gute Bücher, die so schwer geschrieben sind, dass man einfach pausieren muss und es folglich länger dauert, sie durch zu lesen. Ausnahmen gibt es immer. Ich denke aber doch, dass die Zeit ein Gradmesser ist. Ein schlechtes Buch würde ich nie am Stück lesen können.

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BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 11:37
hwg (Moderator)
 
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Beiträge3123
WohnortA 8786 Rottenmann


Am "Ulysses" *kaue* ich seit Jahren, ebenso an Musils "Mann ohne Eigenschaften". Trotz zahlreicher Sekundärliteratur darüber, bleiben mir diese Romane nach wie vor rätselhaft. Aber auch dieser Umstand macht den Reiz des Lesens aus, wenn auch nicht tagtäglich... Laughing
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