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Wann erachtet ihr ein Buch für gut?

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 10:42
PvO
 
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Wann ist ein Buch gut? Viel ist drüber geschrieben und philosophiert worden. Ich persönlich messe das an der Zeit, die ich brauche, um das Buch durchzulesen. Ist es nicht gut, fliegt es in die Ecke. Bei meinem derzeitigen 400-Seitenbuch hab ich im Dezember mit dem lesen begonnen. Es haut mich nicht wirklich vom Hocker, aber ich lese ja noch. Also sooo schlecht kann es dann doch nicht sein. Ein gutes Buch kann noch so dick sein, ich hab es in kürzester Zeit durch. Wie seht ihr das, mit meiner „Zeitmessung"?

_________________
Im November 07 hab ich einen Vertrag unterschrieben. Somit wird eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt erscheinen.

www.peters-buchladen.de

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 12:23
hwg (Moderator)
 
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Mir ergeht es wie PvO. Lese ich es in einem durch, dann muss es gut sein, das Buch Laughing .
Da ich meistens mehrere Bücher zu lesen beginne, entspricht die Folge des Weiterlesen dem wachsenden oder schwindenden Interesse. Dann - wenn alle zu Ende gelesen sind - wird gewertet, und jene Bücher, die meinen Vorstellungen von Stoff und Stil sehr nahe kommen, werden mitunter auch rezensiert.
Es kommt aber gar nicht so selten vor, dass, wenn ich ein Buch nach Jahren wieder lese, sich meine ursprüngliche Meinung darüber ändert - meistens zum Positiven. Deshalb habe ich es mir abgewöhnt, voreilig zu "urteilen".

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 12:28
Weasel
 
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Naja, ich kann das nicht an der zeit festmachen, da ich nicht wirklich lange lesen kann. Nach höchstens einer halben bis dreiviertelstunde muss ich jedes Buch erst einmal weglegen, egal wie gut oder schlecht es ist.

Gruß Weasel

_________________
Hör auf das, was über diesem Strich hier steht. Es sind weise Worte.

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 12:34
DerToteDichter
 
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Das ist bei mir genau so. Harry Potter konnte ich ziemlich lange lesen, aber es war trotzdem kein "gutes Bucht", sondern einfach Zeitvertreib. Die meisten BÜcher sind für mich gut, wenn sie schwer sind und ich lange daran zu knabbern habe. Ein gutes Beispiel dafür wäre bei mir "Also sprach Zarathustra" von Nietzsche, einem meiner Lieblingsbücher. Bis ich es durch hatte, hat es aber lange gedauert.

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Ich liebe diese Welt nicht. Ich liebe sie ganz entschieden nicht. Die Gesellschaft, in der ich lebe, widert mich an. (Houellebecq)

Verfasst am:
 


BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 12:39
hwg (Moderator)
 
Anmeldedatum24.04.2007
Beiträge3123
WohnortA 8786 Rottenmann


Lesen soll ja ein genussvoller Zeitvertreib sein. Sich zusätzliches Wissen (durch Sach- und Fachbücher) anzueignen, gehört doch auch dazu (außer man muss für die Schule oder das Studium zwangsweise lesen Wink ).

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 17:42
PvO
 
Anmeldedatum21.10.2007
Beiträge574
WohnortOstseebad Prerow


@hwg, Wissen kann man sich auch mit Romanen aneignen. Ich habe versucht, in meinen beiden Thrillern, mein Wissen als ehemaliger Elitesoldat zu verarbeiten. Wie man an den Sternen die Uhrzeit abliest, wie man ohne Hilfsmittel im Dschungel eine schwere Wunde näht usw. Ob mir das gelungen ist, kannst du in den Rezensionen nachlesen, die auf meiner HP stehen.

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Im November 07 hab ich einen Vertrag unterschrieben. Somit wird eines meiner Bücher auf dem amerikanischen Markt erscheinen.

www.peters-buchladen.de

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 18:28
julia-viola
 
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Wohnortösterreich


Ja, ich hätte die Qualität eines Buches auch daran gemessen, ob es mich gefesselt hat und vor allem daran, ob ich es weiterverleihe Very Happy
Derzeit schwirren einige Bücher unter meinen Bekannten rum, weil ich sie wärmstens weiterempfehle.

Somit ist es schon eher so, dass der Inhalt leicht verständlich ist, das heißt die Gedankengänge gut nachvollziehbar sind. Der Aufbau so, dass der Beginn gleich mal fesselt und natürlich neugierig auf den weiteren Verlauf macht.

Gleichzeitig ist ein Buch manchmal auch "gut", wenn ich es zwar nicht umgehend lese, es aber auch nicht verwerfe; den ungefähren Inhalt im Hinterstübchen behalte und bei Bedarf es später wieder mal zur Hand nehme - das kann auch Jahre später sein. Hierbei scheint es also eher so zu sein, dass ICH noch nicht wirklich bereit für den Inhalt war.

Allgemein spreche ich jetzt eher von Sachbüchern, da ich kaum Romane lese.

_________________
der weg ist das ziel

mein weblog: http://www.meinekleine.at/itsme
meine lyrik: http://www.momentaufnahmen.ws

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 18:44
Jan Mathes
 
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WohnortWorpswede


Literatur ist für mich wie z.B. die Malerei, Bildhauerei usw.......entweder es gefällt mir, oder eben nicht.

Da spielt es keine Rolle für mich, ob ein berühmter oder unbekannter Künstler dahintersteckt.

Durch einige Bücher habe ich mich allerdings hindurchquälen müssen, wie wohl jeder von uns....diese Werke gehören einfach zur Allgemeinbildung dazu (Nietzsche, Kant, Freud uvm.), wobei ich besonders Friedrich Nietzsche erst einigermaßen verstanden habe, als mein themenbezogener Deutsch-Grundkurs damals schon 10 Jahre der Vergangenheit angehörte.

_________________
Es ist, wie es ist und es kommt, wie es kommen soll!
www.jan-mathes.de

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 19:20
Claire
 
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Beiträge620
WohnortBochum


Ein "gutes" Buch ist für mich eines, dass ich entweder nicht mehr weglegen kann oder aber mich darauf freue, es weiter lesen zu können, wenn ich wieder Zeit habe.
Die Sache mit dem Sinneswandel habe ich aber auch schon erlebt.

LG Claudia

_________________
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 20:06
SandraR
 
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Beiträge319
WohnortMoskau


Ich pflege drei Buecher parallel zu lesen und schnell zu lesen. Dh. auch ein schlechtes Buch wird mal von mir gelesen, quer lesen machts moeglich. Wichtig ist fuer mich zuerst mal das Thema muss fuer mich interessant sein. Auf gepflegte Sprache lege ich wert, fluchen muss in Buechern nicht sein. Romane sind fuer mich dann interessant, wenn das Thema neu ist. Bei modernen Romanautoren, Ishiguro zum Bespiel. Bei Coelho gefaellt mir sein Stil. Ansonsten liegen mir Sachbuecher naeher, vorallem naturwissenschaftliche, philosophische und politische Literatur. Ob das Buch auf einer Sellerliste steht ist mir dabei vollkomen egal, wichtig ist, der Autor weiss von was er schreibt. Dh. mich interessiert sein Backround und nicht die Anzahl der Veroeffentlichungen, wenn er zu haeufig publiziert koennen die auch von seinen Studenten geschrieben sein. Dh. er darf auch vollkommen unbekannt sein, solange er vom Fach ist.
Zu eines der muehsamsten Buecher meines Lebens gehoert Salman Rushdie "Satanische Verse", ohne Todesdrohung haette er wohl kaum soviele Buecher verkauft. Wer das Buch allen ernstes durch gelesen hat, hat respekt verdient. Es ist eines der wenigen Buecher wo mir die Geduld gefehlt hat, ansonsten wenn ich mal kein Buch habe bin ich auch bereit die Werbung im Autobus zu lesen oder auf der Waschmittelpackung.

_________________
russland-buecher.ru

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 23:30
Zoba
 
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Beiträge987
WohnortSüden


Hi,

nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Häufigkeit. Bücher, die ich mindestens zweimal mit gleichem Genuß lese, sind gut. Bücher, die ich immer wieder lese, die sind ausgezeichnet... cheezy grin

_________________
Gruß,

Zoba

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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 23:32
licentiapoetica
 
Anmeldedatum08.03.2008
Beiträge5


für mich ist ein Buch gut, wenn ich bei der letzten Zeile ankomme und feststelle, dass ich traurig bin... traurig, weil das Buch schon zu Ende ist!

_________________
www.licentia-poetica.de.tl

BeitragVerfasst am: 09.03.2008, 15:28
Weasel
 
Anmeldedatum09.02.2008
Beiträge530
WohnortTönisvorst


Zitat:
für mich ist ein Buch gut, wenn ich bei der letzten Zeile ankomme und feststelle, dass ich traurig bin... traurig, weil das Buch schon zu Ende ist!


Stimmt, das ist bei mir auch so

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Hör auf das, was über diesem Strich hier steht. Es sind weise Worte.

BeitragVerfasst am: 09.03.2008, 17:18
Birgit Fabich
 
Anmeldedatum23.10.2007
Beiträge932
WohnortFüchtorf


sandra,
Deine Bemerkung über Bücher, die es eigentlich gar nicht 'verdient' haben, so hochgelobt zu werden, hat mich sehr erfreut (geht mir bei manchen auch so, vor allem wenn es alle toll finden und ich überhaupt nicht verstehe, worum es in dem Buch geht - und ich mich eigentlich nicht für total blöd halte)
in diesen Fällen habe ich mir angewöhnt sie in die 'hurz' Kategorie zu stecken, frei nach Kerkelings Feldversuch der Kunstfreundeveräppelung
oder ich rede mir ein, dass ich noch nicht alt genug bin für dieses Buch,...
dem eigenen Geschmack darf man ruhig vertrauen und dann auch mal ein Buch weglegen.
Ich finde es schon gut, wenn im Buch ein Satz vorkommt, der mich weiterbringt, der mir wirklich etwas Fundamentales sagt, dann hat sich das Buch gelohnt. Aber wenn es mehr sind und es Spaß macht, ist es natürlich noch besser.
Ist auf jeden Fall eine gute Motivation für mich, bessere Bücher zu machen.
Gruß Birgit

BeitragVerfasst am: 09.03.2008, 19:51
Adriana
 
Anmeldedatum08.04.2007
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WohnortBrandenburg/Havel


Zitat:

Bücher, die ich mindestens zweimal mit gleichem Genuß lese, sind gut. Bücher, die ich immer wieder lese, die sind ausgezeichnet...


Zitat:

Für mich ist ein Buch gut, wenn ich bei der letzten Zeile ankomme und feststelle, dass ich traurig bin... traurig, weil das Buch schon zu Ende ist!


Geht mir genauso book.

Dass ich manchmal sehr lange an einem Buch lese, heißt aber nicht, dass ich mich durchquäle, sondern dass ich zu wenig Zeit zum Lesen hab Crying or Very sad.
Früher war das anders.

_________________
www.adriana-wipperling.de.vu
www.lyriktanz.de.vu
Wann erachtet ihr ein Buch für gut?
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